Freitag, 30. September 2011

2011.09.30: Unterricht

 

OTS0191 II 30.09.2011 12:07:37

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Lehrer müssen mit geeigneten Erziehungsmitteln arbeiten dürfen

Utl.: Sozialarbeiter statt Nachsitzen völlig realitätsfremd

FPÖ/Risenkranz/Bildung/Schule/Lehrer/Nachsitzen

Die Forderung der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft nach einer Wiedereinführung des Nachsitzens ist für den FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz durchaus nachvollziehbar: "Während versucht wird, den Lehrern immer mehr Erziehungsaufgaben umzuhängen, gesteht man ihnen andererseits auch keine Möglichkeiten mehr zu, in den Klassen die Disziplin aufrecht zu erhalten. Diese Haltung ist nichts anderes als inkonsequent", so Rosenkranz.

Die einzigen Erziehungsmittel, welche das Schulunterrichtsgesetz (SchUG) vorsehe, seien Anerkennung, Aufforderung und Zurechtweisung, störende Schüler dürften aber nicht einmal mehr aus der Klasse oder zum Direktor geschickt werden. "Auch die Behauptung, Lehrer würden sich strikt gegen Mehrarbeit wehren, ist nicht ernst zu nehmen, schließlich findet Nachsitzen bekanntermaßen erst nach der regulären Unterrichtszeit statt", kann Rosenkranz ein altes Vorurteil gegen Lehrer entkräften.

"Weltfremde Vorstellungen haben daher nicht jene Lehrer, die nach einem Erziehungsmittel rufen, sondern jene, die glauben, man könne sämtliche Probleme durch den Einsatz von Sozialarbeitern lösen! Wie sollte denn dann der Unterricht stattfinden? Etwa so, dass in jeder Klasse ein Sozialarbeiter sitzt und wartet, bis etwas passiert, oder aufmüpfige Schüler anstelle des Unterrichts zum Sozialarbeiter geschickt werden?", zeigt sich Rosenkranz ob dieser realitätsfremden Ideen fassungslos.

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2011.09.30: Unterricht

 

APA0197 II, XI 30.09.2011 11:36:19

 

Zentralmatura: VP-Amon will Start "notfalls verschieben"

Utl.: Stellt geplanten Start ab 2014 an AHS bzw. 2015 an BHS wegen Vorbereitungsproblemen infrage - Unterrichtsministerium: "Voll im Plan"

Schulen/Lehrer/Reform

VP-Bildungssprecher Werner Amon stellt den geplanten Start der teilzentralen Matura ab 2014 an AHS und ab 2015 an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) infrage. In der "Presse" (Freitagausgabe) spricht er davon, das Projekt "notfalls zu verschieben". Es gäbe "gravierende Probleme bei den Vorbereitungen auf die neue Deutsch- oder Mathematikmatura" und solange diese nicht beseitigt werden, dürfe der Schulversuch nicht österreichweit zum Regelbetrieb werden. Aus dem Unterrichtsministerium heißt es gegenüber der APA jedoch, man sei "voll im Plan und wird diesen auch in höchster Qualität einhalten können".

Kern der "neuen Reifeprüfung" sind österreichweit einheitliche Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprache. Diese werden derzeit vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) ausgearbeitet. Amon befürchtet dabei aufgrund der unterschiedlichen Niveaus an den Schulen eine "Nivellierung nach unten" und fordert eine "brauchbare Evaluierung" aller Versuche zur Zentralmatura.

Laut Bifie ist die Evaluierung der Schulversuche des Reifeprüfungstermins 2010/11 bereits abgeschlossen, ein Ergebnis soll "noch im Laufe des Oktobers" präsentiert werden. Derzeit nehmen 297 von 350 AHS am Schulversuch in den lebenden Fremdsprachen teil, eine Ausweitung auf BHS ist für das Schuljahr 2012/13 geplant. In Mathematik wird an AHS der Maturajahrgang 2014 bereits jetzt, also ab der 6. AHS-Klasse, "mit Feldtestungen begleitet", wie es aus dem Unterrichtsministerium gegenüber der APA heißt. Auch an den BHS beginnen die Vorbereitungsphasen mit Feldtestungen, dem "Herzstück der Evaluation".

(schluss) pra;cm;ks

 

 

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2011.09.30: Newsletter Unterricht

 

Kurier – 30. September 2011

 

Problemschüler bekommen Job-Coaches

Um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, wird ab 2012 an Schulen ein eigenes Frühwarnsystem eingerichtet. Schwer Vermittelbare werden speziell gefördert.

 

Je früher, desto besser: Bevor Unternehmen eine größere Anzahl an Jobs abbauen, müssen sie die geplanten Kündigungen vorab beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice (AMS) melden. Der Sinn: Arbeitspolitische Maßnahmen können sofort eingeleitet werden, die Dauer der Arbeitslosigkeit wird dadurch verkürzt. Was sich bei Jobverlust bewährt hat, wird nun auf den Jobeinstieg ausgeweitet. Damit Arbeitslosigkeit bei Schulabgängern erst gar nicht entsteht, wird frühzeitig gegengesteuert.

Ab Jänner 2012 gibt es zunächst in Wien und der Steiermark ein verbindliches Frühwarnsystem an den Schulen, das sukzessive auf ganz Österreich ausgeweitet werden soll. Beim Projekt "Jugendcoaching", das zwischen Sozial- und Unterrichtsministerium bereits ausverhandelt ist, werden auch die Klassenlehrer in die Plicht genommen. Ein Jahr vor Beendigung der Schulpflicht müssen sie laut Plan darüber informieren, ob ein Schüler bereits eine Lehrstelle in Aussicht hat, eine weiterführende Schule besuchen wird oder nur schwer am Arbeitsmarkt vermittelbar sein wird.

 

Im Rahmen des Jugendcoachings werden die Jugendlichen dann - je nach Bedarf bis zu einem Jahr lang - von Experten begleitet, um sie jobfit zu machen. Dabei geht es um bisherige AMS-Maßnahmen wie Berufsorientierung oder Jobcoaching ebenso wie um soziale Belange (schwierige familiäre Verhältnisse, Suchtproblematik) in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern oder Psychologen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf Jugendliche mit Migrationshintergrund gelegt, wo sowohl die Arbeitslosigkeit als auch Nichterwerbstätigkeit höher ist als bei Nicht-Migranten. Knapp 20 Prozent aller unter 15-Jährigen Österreicher haben Migrationshintergrund.

"Möglichst alle Schüler sollen vor Abschluss der Pflichtschulzeit wissen, welche weitere Ausbildung sie besuchen", sagt Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Er will mit der Maßnahme einen ersten Schritt in Richtung Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahre setzen. Der Hintergrund: Jährlich brechen 10.000 Jugendliche ihre Ausbildung ab und haben dadurch schlechte Karten am Arbeitsmarkt.

Die Wirtschaftskammer begrüßt das verbindliche Jugendcoaching an Schulen: "Das Schlechteste ist, wenn die Jugendlichen in ein Betreuungsloch fallen. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger die Job-Integration", weiß WKO-Bildungsexperte Alfred Freundlinger.


AMS Wien: Migranten sollen noch intensiver betreut werden

Zwei Drittel aller Arbeitslosen unter 25 Jahren in Wien haben Migrationshintergrund, bei den Erwachsenen ist es fast jeder Zweite. Spät, aber doch will das AMS Wien sich daher noch stärker um diese Zielgruppe kümmern und weitet die Maßnahmen aus. Die Betreuung arbeitsloser Migranten soll noch individueller und praxisbezogener ablaufen, kündigt AMS-Wien-Vize-Chefin Inge Friehs gegenüber dem KURIER an. Unter anderem geht es um eine Aufwertung der Deutsch-Kurse durch praxisnahe Konversations-Trainings sowie modulare Qualifizierungen, die von eigenen "Case Managern" begleitet werden. "So kann etwa eine Ausbildung in Einzelteilen bis zur Facharbeiterprüfung erledigt werden", erläutert Friehs.
Zwei Millionen Euro will das AMS für diese Maßnahmen zusätzlich bereitstellen. "Unsere Vermittlungsangebote lassen sich nicht so einfach mit der Gießkanne verteilen", so die Erkenntnis der AMS-Expertin.
Für die Übergangsphase von der Schule zum Beruf bietet Wien bereits in zwei Bezirken das mobile Beratungsprojekt "C'mon 14" an. Dies soll nun zum Jugendcoaching ausgebaut werden. "Es geht darum, früher mit der Berufsorientierung anzusetzen. Wenn die Jugendlichen erst nach der Schule zu uns kommen, geht wertvolle Zeit verloren", sagt Friehs.

 

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Kurier – 30. September 2011

 

Hundstorfer: "Jugendcoaching soll Lehrer unterstützen"

Der KURIER sprach mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer über den Sinn der Maßnahme.

 

KURIER: Was genau ist das Ziel von Jugendcoaching?
Rudolf Hundstorfer: Es muss uns gelingen, so viele Jugendliche wie möglich in eine weitere Berufsausbildung zu bringen. Dabei müssen wir viel früher ansetzen als jetzt und Jugendliche, die es nötig haben, intensiver betreuen.

Auch die Klassenlehrer werden erstmals eingebunden, warum?
Die Lehrer sind die Ersten, die wissen was los ist. Schon jetzt bemühen sich viele Lehrer schon in Eigeninitiative um die berufliche Zukunft ihrer Schüler. Durch das Jugendcoaching erhalten sie jetzt professionelle Unterstützung von außen. Auch das Elternhaus wird eingebunden.

Wie reagieren die Schulen auf das Jugendcoaching?
Das Programm ist mit dem Unterrichtsministerium abgesprochen. Wir starten mit Wien und der Steiermark und gehen davon aus, dass Schritt für Schritt auch andere Bundesländer dazukommen. Bei den Hauptschulen sehe ich überhaupt keine Probleme, schwieriger wird es bei den Gymnasien.

Was ist mit den Schulabbrechern, die gar nicht mehr in die Schule gehen?
Die melden sich irgendwann beim AMS und dann haben wir sie. Natürlich steht das Jugendcoaching aber auch Schulabbrechern zur Verfügung.

Das AMS muss sparen. Was kostet das Jugendcoaching und wie wird es finanziert?
Dafür haben wir im AMS-Budget vorgesorgt. Im Übrigen gilt: Je früher die jungen Leute auf den richtigen Weg finden, desto mehr erspare ich mir später an teuren Integrationsmaßnahmen wie überbetriebliche Ausbildungszentren.


 

 

 

 

 

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Dienstag, 27. September 2011

2011.09.28: Newsletter Unterricht

 

OÖN – 28. September 2011

Lehrer fordern „mehr Durchgriffsrechte“

LINZ/WIEN. Angesichts der steigenden Zahl schwieriger und verhaltensauffälliger Schüler fordert die Pflichtschullehrergewerkschaft „mehr Erziehungsmittel“ für Lehrer. Nachsitzen oder verpflichtende Sozialarbeit für einzelne Schüler sollten erlaubt werden. Keine Notwendigkeit dafür sieht man jedoch im Bildungsministerium.

Heute startet in Linz der Prozess gegen jenen Schuldirektor, der einen Volksschüler misshandelt haben soll, weil dieser mehrfach „schwieriges Verhalten“ an den Tag gelegt habe. „Null Verständnis“ gibt es von Paul Kimberger, Bundeschef der Pflichtschullehrergewerkschaft für das Handeln des mittlerweile pensionierten Pädagogen. Die Gewerkschaft nimmt den Fall aber zum Anlass, um „mehr Durchgriffsrechte“ für Lehrer zu verlangen. „Von uns Lehrern wird zunehmend verlangt, dass wir Kinder erziehen und Grenzen setzen sollen. Um das zu tun, brauchen wir aber auch das Werkzeug für Konsequenzen, wenn diese Grenzen überschritten werden“, sagt Kimberger.

Derzeit hätten Pädagogen kaum Möglichkeiten, das Fehlverhalten einzelner Schüler zu ahnden. „Ich kann die Kinder nur ermahnen, mehr ist nicht erlaubt“, sagt eine Rohrbacher Hauptschullehrerin (Details siehe Kasten rechts). Eine Maßnahme, die in schwierigen Fällen „wenig bis gar nichts“ bringe.

Forderungen an Ministerin

Deshalb wird Gewerkschafter Kimberger Bildungsministerin Claudia Schmied (SP) mit folgenden Forderungen konfrontieren: Nachsitzen solle wieder „durchsetzbar“ erlaubt sein, wenn Schüler gestellte Aufgaben mehrfach nicht erledigen. Stört ein Kind wiederholt den Unterricht, oder gefährdet es durch sein Verhalten die Mitschüler, „muss es möglich sein, den Schüler stundenweise aus dem Klassenverband zu nehmen, um ihn in sogenannten Time-out-Klassen von Sonderpädagogen oder Schulpsychologen betreuen zu lassen. Wir brauchen einen deutlichen Ausbau solcher Unterstützungssysteme an allen Schulen“, sagt Kimberger.

Zudem „muss es Lehrern möglich sein, Schüler für Vandalismus in der Schule zur Verantwortung zu ziehen. Etwa indem man sie zu einem Sozialdienst verpflichtet“, verlangt Kimberger. Gleichzeitig fordert er „die Wiedereinführung einer Verhaltensnote in den Abschlussklassen“.

Allesamt Forderungen, für die Josef Galley, Sprecher von Bildungsministerin Schmied, keine Notwendigkeit sieht. „Experten sagen uns, dass mit den Verhaltensvereinbarungen, die jede Schule autonom abschließen kann, ausreichend Möglichkeiten gegeben sind“, sagt Galley. „Dem ist überhaupt nicht so“, entgegnet Kimberger. Verhaltensvereinbarungen seien ein Vertrag, der nichts bringe, wenn ihn eine Seite einfach nicht einhalte. „Und das ist bei manchen Schülern der Fall“, sagt der Gewerkschaftschef. Er betont allerdings, „dass die überwiegende Mehrheit der Schüler und Eltern vorbildlich agiert. Aber jene drei bis fünf Prozent, mit denen es Probleme gibt, machen immer größere Schwierigkeiten“.

Kinderbeihilfe streichen

Auch von der Forderung Kimbergers, jenen Eltern die Kinderbeihilfe zu streichen, „die sich trotz mehrfacher Aufforderung überhaupt nicht um die Schulprobleme ihrer Kinder kümmern“, hält Galley wenig. „Damit würden Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen noch mehr aus dem System gedrängt, anstatt sie hereinzuholen“, sagt Galley. „Außerdem sind wir die Schule und nicht die Polizei“, so der Minister-Sprecher weiter. Und dass man „ganztätig Lehrer hinsetzt, die Schüler während des Time-out betreuen, ist schlicht nicht finanzierbar“, sagt Galley.

 

Was Lehrer dürfen und was nicht

„Das Schulunterrichtsgesetz und die darauf basierende Verordnung kennen keine Strafen. Denn Strafen wohnt der Gedanke der Vergeltung inne“, sagt Johann Kepplinger, Jurist beim Landesschulrat.

• Was Lehrer dürfen: Das Schulrecht nennt als erlaubte Erziehungsmittel: Ermutigung, Anerkennung, Lob, Dank, Aufforderung, Zurechtweisung, Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten, beratendes bzw. belehrendes Gespräch und Verwarnung. Im äußersten Fall besteht die Möglichkeit des Schulausschlusses.
Jede einzelne Schule kann sich unter Beiziehung von Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern selbst Verhaltensvereinbarungen verordnen, die freilich nichts beinhalten dürfen, was das Gesetz verbietet.

• Was Lehrer nicht dürfen: Das derzeit geltende Schulunterrichtsgesetz von 1974 verbietet körperliche Züchtigung, beleidigende Äußerungen und Kollektivstrafen. Doch schon die Schulordnung von 1905 hielt Züchtigung für „unstatthaft“. Strafen durften demnach das „sittliche Empfinden“ der Schüler und ihre Gesundheit nicht gefährden. Durchsetzbar war dies aber offenbar nicht. Gesetzlich erlaubt war das „Stehenlassen außerhalb der Bank“. Die Schulordnung 1937 sah zudem Schulhaft (bis zwei Stunden) und Karzer (bis 16 Stunden) vor.

 

Interview: „Konsequenzen auch für Eltern“

Die Zeit für neue Erziehungsmittel an der Schule sei reif, sagt Bruno Heidenberger. Dies sei gerade für die Zukunft der Schüler wichtig, erläutert der Direkter der Polytechnischen Schule Wels-Stadt.

OÖN: Es gibt in der Schule nur die Erziehungsmittel des Tadelns und Lobens. Finden Lehrer damit das Auslangen?

Heidenberger: Heutzutage nicht mehr. Es geht gar nicht um Strafen. Aber ein Lehrer muss Konsequenzen setzen können. Nur ein Beispiel, das ich erzählt bekommen habe: Ein Schüler verschmutzt etwas absichtlich und muss es daher reinigen. Doch wenn er sich weigert und zum Beispiel der Vater diese Haltung unterstützt, hat man als Lehrer absolut keine weiteren Handlungsmöglichkeiten. Dabei geht es um das Leben nach der Schule: Ich sehe bei manchen Schülern, dass sie schon in der Probezeit der Lehre wieder entlassen werden, weil sie mit der Regelmäßigkeit der Arbeit nicht zurecht kommen.

OÖN: Eltern und Lehrer sollten an einem Strang ziehen. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Heidenberger: Es gibt unglaublich viele Eltern, die sich voll bemühen. Aber der Anteil der Eltern, die das nicht tun, steigt. Es sind auch viele Alleinerzieher, die überfordert sind. In den Ballungszentren gibt es auch viele Migranten, die von ihrer Heimat her nicht wissen, wie wichtig die Bildung ihrer Kinder ist.

OÖN: Sollte man Eltern zum Besuch der Elternsprechtage verpflichten?

Heidenberger: Das könnte sozusagen im Elternpflichtenheft stehen. Gerade die Eltern von Kindern, die Probleme haben, kommen oft nicht. Die anderen Eltern sind eh da. Ich bin seit Mitte der 70er Jahre Lehrer. Momentan ist die Zeit reif für Erziehungsmittel, die zum Teil auch die Eltern betreffen – auch monetär. Manche Eltern wissen nicht, wie wichtig Bildung für ihre Kinder ist. Das sollte der Staat ihnen schon sagen.

OÖN: Ist Nachsitzen ein probates Erziehungsmittel?

Heidenberger: Nachsitzen bedeutet eigentlich, versäumte Unterrichtszeit wieder einzuholen. Doch das eigentliche Problem ist ein anderes: Wenn ein Schüler den Unterricht stört, betrifft das ja nicht nur ihn. Die anderen Kinder in der Klasse werden beim Lernen auch beeinträchtigt. Man müsste daher Möglichkeiten schaffen, dass Schüler, die Probleme machen, in Kleinstgruppen unterrichtet werden können. Da gibt es in Wels das Projekt Scout für Kinder im Volksschulalter, die neben dem Unterricht eine Therapie bekommen. Im Unterricht haben wir dafür keine Ressourcen.

 

 

OÖN – 28. September 2011

Die Lehrer, ihr Dienstrecht und der Boulevard

„Unsere Lehrer arbeiten nur 2 Stunden/Tag“

Ein österreichisches Boulevardblatt setzte kürzlich die Headline „Unsere Lehrer arbeiten nur 2 Stunden/Tag“ auf die Titelseite. Jeder Mensch, der noch Herr der eigenen Gehirntätigkeit ist, weiß natürlich, dass das Unsinn ist.

Die Rechenkunststücke, mit denen man zu dieser absurden Zahl kommt, sind abenteuerlich. Seriöse Information sieht anders aus, aber um Information geht es eben nicht.

Vielmehr geht es (wieder einmal) um Lehrer-Bashing, um Stimmungsmache und jenen hinlänglich bekannten Mix aus bösartiger Diffamierung und nebulosem Ressentiment, den man in diesem Land seit Jahren unter dem Begriff „Schulkritik“ verkauft. Der Diffamierungsstil der Headline setzt sich im Blattinneren fort. „Unsere Lehrer sind zu faul“ heißt es da wörtlich, und aus einem „kritischen“ Kommentar erfahren wir, dass jede österreichische Lehrkraft zwei Drittel ihrer Arbeitszeit mit unproduktivem Verwaltungsunsinn und „angeblichen“ (!) Unterrichtsvorbereitungen verbringt.

„Unfassbar“ sei das alles, ruft der sittlich empörte Kommentator aus! Abgründe tun sich auf! In der OECD-Studie, die dieser – nun ja: „Berichterstattung“ zugrunde liegt, liest sich das alles zwar etwas anders, aber das ist dieser Sorte von Journalismus wurscht. Es geht doch nicht um Wahrheit, es geht um Stimmungsmache. Und dafür kann man schon einmal einige Fakten aus dem Zusammenhang reißen und Zahlen zweckgemäß „interpretieren“.

„Kritische“ Sicht

Nun ist es schon sehr interessant, dass diese ach so „kritische“ Sicht der Schulwelt ausgerechnet in einer Zeit propagiert wird, in der Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht anstehen. Die Headline „Unsere Lehrer arbeiten nur 2 Stunden/Tag“ kommt den Interessen einer Bildungsministerin, die immer schon die Lehrerarbeitszeit erhöhen wollte, mehr als entgegen.

Reiner Zufall? Naja, rein zufällig handelt es sich da um ein Blatt, das großzügig mit Inseraten sozialdemokratisch geführter Ministerien versorgt wird. Könnte da die Grenze zwischen journalistischem Text und bezahlter Werbung vielleicht ein wenig ins Fließen gekommen sein? Aber nein, sicher nicht! Ein Schelm, der dabei Böses denkt! Ich bin mir sicher, dass Claudia Schmied, als sie diesen garstigen Artikel gelesen hat, genauso empört reagiert hat wie ich. Sicher hat sie sofort in der Redaktion von „Österreich“ angerufen und nachdrücklich dazu aufgefordert, in Zukunft solch eine unsachliche Diffamierung ihrer wichtigsten Mitarbeiter zu unterlassen. Aber man wird sie halt nicht angehört haben, weil sich Wolfgang Fellner jede parteipolitische Einmischung konsequent verbietet. Ja, sicher, so wird es gelaufen sein.

 

 

OÖN – 28. September 2011

Wo Lehrer wirklich Hilfe brauchen

Lehrer fordern zu Recht mehr Erziehungsmittel.

Mehr als 35 Jahre ist es her, dass Klaus, ein zugegeben schwieriger Klassenkollege, vor den Augen von uns Mitschülern vom Geografielehrer eine schallende Ohrfeige bekommen hat. Mucksmäuschenstill war es in der Klasse, wir alle waren entsetzt und eingeschüchtert. Und auch wenn sich der betroffene Lehrer im Nachhinein für sein Ausrasten entschuldigt hat, in Ordnung war sein Verhalten keinesfalls. Ebenso wenig wie das jenes Direktors, der sich nun vor Gericht wegen seines Gewaltausbruchs gegenüber einem Volksschulkind verantworten muss.

Beleuchtet werden muss aber die Frage, warum Lehrer (Gott sei Dank in sehr seltenen Ausnahmefällen) Schüler misshandeln. Zentraler Punkt dabei ist stets die Überforderung des Pädagogen. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer unberechenbar wird, wenn er überfordert ist, kann den Lehrerberuf nicht ausüben. Dazu sind die Herausforderungen, die Lehrer heutzutage bewältigen müssen, zu umfangreich.

Lehrer müssen längst nicht mehr nur Wissen vermitteln, sie müssen Kinder erziehen, ihnen Sozialverhalten vorleben, kurzum verantwortungsvolle Menschen aus ihnen formen. Denn Faktum ist, dass immer mehr Eltern dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen können oder wollen, und sie einfach an die Schule delegieren.

Angesichts der Fülle von Herausforderungen, vor denen Lehrer neben ihrer Hauptaufgabe, dem Unterrichten, stehen, ist es verständlich, dass sie mehr Rechte im Schulalltag einfordern (siehe Bericht Seite 3). Wenn ein Schüler laufend stört, muss es möglich sein, ihn stundenweise aus dem Klassenverband zu nehmen. Nicht weil er bestraft werden soll, sondern weil der Rest der Klasse ein Recht auf konzentrierten Unterricht hat. Ebenso sollten Eltern, die ihren Kindern in schulischen Belangen jede Unterstützung verweigern, stärker (auch finanziell) in die Pflicht genommen werden. Das muss als letztes Mittel erlaubt sein – schließlich geht es um nichts Geringeres als unsere Kinder und deren Zukunft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
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2011.09.27: Unterricht

 

OTS0168 II 27.09.2011 12:21:24

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Expansion der Neuen Mittelschule auf Kosten der Gymnasien

Utl.: Hohe Klassenschülerzahlen sind Grund für schlechteres Ausbildungsniveau

FPÖ/Rosenkranz/Bildung/AHS/NMNS/Klassenschülerhöchstzahl/Schmied

Die Platznot an den AHS, über die im heutigen "Kurier" berichtet wird, kann auch FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz bestätigen: "Nicht nur den Schüleranwalt, sondern auch mich erreichen täglich Anrufe empörter Eltern, deren Kinder in überfüllten AHS-Klassen sitzen." Aber auch Beschwerden aus Volksschulen und Berufsbildenden Schulen seien leider Alltag.

"Schulmanagementfehler, weinende Kinder, erboste Eltern - so war der Start des Schuljahres 2011/2012." Die Problematik sei leider bekannt. Rosenkranz hat an das BMUKK diesbezüglich schon diesen Februar die Anfrage "'Not in Dosen?' AHS in Containerklassen" bzw. "bildungspolitische "Landvermessung der Bundesländer in Form von Containerklassen" (7702-7709 und 7716/J) über die Platzsituation an AHS in allen Bundesländern gestellt. Rosenkranz: "Dass das Unterrichtsministerium damit gegen geltende Gesetze verstößt, ist evident. Auch der Rechnungshof hat hier bereits einen Änderungsbedarf festgestellt - trotzdem reagiert man aber nicht darauf. Die 400 Mio. Euro, die aus heiterem Himmel im Unterrichtsbudget fehlen, werden lieber in das ideologische Prestigeprojekt "Gesamtschule" und in Inserate gesteckt, anstatt die tatsächlichen Bedürfnisse der Schüler, Lehrer und Eltern zu befriedigen. Es genügt nicht, die Zahl 25 als Klassenschülerhöchstzahl auf geduldigem Papier zu propagieren."

Die Ursache für ein schlechtes Abschneiden bei internationalen Vergleichsstudien wie PISA sei aber gerade in viel zu großen Klassen zu suchen. "Hier sollte man sich im Ministerium nach finnischen Standards ausrichten und endlich den Zustand herstellen, der im Gesetz ohnehin schon vorgesehen ist - halten Sie sich an die Gesetze, Frau Ministerin!", so Rosenkranz. "Stattdessen wird von kleineren Klassen immer nur in Zusammenhang mit der Neuen Mittelschule gesprochen, zum Beispiel in einem 1 1/2-seitigen Krone-Inserat auf Seite 32/33 vom 3. Juli 2009 oder in 'Heute' auf Seite 30/31, ebenfalls am 3. Juli 2009." Nähere Auskunft könnten auch noch die BMUKK-Inserate "First-Class-Schule" und "Die bessere Schule" in "Österreich" am 7. und 8. September 2009 geben (vgl. die Rosenkranz-Anfrage " 'Geschenkt noch zu teuer?' - Lebenserhaltende Maßnahmen für die Zeitung 'Österreich' durch teure Inserat-Kampagnen des BMUKK" (3016/J)). Gleiches könne man allerdings in beinahe jedem Inserat des BMUKK erfahren, wobei auch mit dem Konterfei von Claudia Schmied nicht gespart wird.

Der Gipfel der Unverschämtheit des BMUKK sei jedoch erreicht, wenn Beschwerden der AHS lakonisch quittiert würden, sie sollten doch zu NMS werden, um mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt zu bekommen. "Hier werden ganz unverhohlen die Gymnasien dazu erpresst", ärgert sich Rosenkranz, denn "den bestehenden Regelschulen werden die Mittel entzogen, die den NMS zufließen".

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OTS0156 II 27.09.2011 12:05:23

 

ÖLI-UG zum WeltlehrerInnentag 2011: Für Gleichberechtigung und das Menschenrecht auf Bildung - ÖLI/UG unterstützt Bildungsvolksbegehren

Utl.: ÖLI-UG ruft dazu auf, Bildungsvolksbegehren von 2. bis 10. November 2011 zu unterzeichnen

Bildung/LehrerInnen/WeltlehrerInnentag/Bildungsvolksbegehren/UGöD

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen der Österreichischen LehrerInneninitiative (ÖLI-UG) appellieren an die Kolleginnen und Kollegen an Pflichtschulen, AHS, BMHS und Berufsschulen, am WeltlehrerInnentag am 5. Oktober an ihren Schulen auf das Bildungsvolksbegehren hinzuweisen.

Der WeltlehrerInnentag 2011 steht unter dem Motto "LehrerInnen für Gleichberechtigung" - das gilt für Lehrerinnen und Lehrer, wenn es um Schulleitungsposten geht und ebenso für SchülerInnen und Schüler, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, unabhängig von Muttersprache, Einkommen und Bildungsabschlüssen der Eltern.

Das Bildungsvolksbegehren kann ein Impuls sein, bestehende Ungleichheit im Bildungswesen zu überwinden und die verantwortlichen PolitikerInnen in Regierung und Parlament zur Abkehr von der herrschenden Ungleichbehandlung und dem restriktiven Bildungsbudget des Finanzrahmengesetzes zu bewegen:

Liebe KollegInnen!

"Get up, stand up, stand up for your rights!" sang Bob Marley gegen soziales Unrecht. Für uns LehrerInnen in Österreich heißt das: Für eine ausreichend und öffentlich finanzierte demokratische, sozial-integrative österreichische Schulreform aufstehen, von 3.-10. November aufs Gemeinde- oder Bezirksamt hingehen und das Bildungsvolksbegehren unterschreiben. Jede/r persönlich. In echt!

- Weil das österreichische Schulsystem die Gleichberechtigung aller Kinder und Jugendlichen noch immer nicht gewährleistet!

- Weil Herkunft und Status in hohem Maß Bildungschancen und Zukunft der in Österreich heranwachsenden jungen Menschen vorherbestimmen!

- Weil individuelle Förderung in übervollen Klassen und ohne StützlehrerInnen (zB für nicht-deutschsprachige Kinder) nicht verwirklicht werden kann!

- Weil universitäre wie praktische Ausbildung aller LehrerInnen für alle Schulstufen und Schultypen und auch für KindergärtnerInnen immer noch fehlt!

- Weil ein gemeinsames demokratisches Dienstrecht aller LehrerInnen und attraktive Einstiegsgehälter notwendig und überfällig sind!

- Weil Österreich ein reiches Land ist, und Bildungsinvestitionen für jede und jeden und für die Gesellschaft als Ganzes notwendige und dazu noch krisensichere Zukunftsinvestitionen sind!

Für die Österreichische LehrerInneninitiative ÖLI-UG Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD (UGÖD):

Gaby Bogdan, Barbara Gessmann-Wetzinger, Andreas Chvatal, Wilfried Mayr (APS), Ingrid Kalchmair, Christian Schwaiger, Reinhart Sellner (AHS), Katharina Bachmann, Peter Steiner, Gary Fuchsbauer (BMHS) Dietmar Mühl (BS)

Weltlehrertag 2011

Der Weltlehrertag 2011 steht unter dem Motto 'Lehrer für Gleichberechtigung'. Seit 1994 wird alljährlich am 5. Oktober der Weltlehrertag begangen. Ins Leben gerufen wurde er von UNESCO, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Bildungsinternationale. Der 5. Oktober ist für die internationale Lehrerbewegung ein herausragendes Datum: 1964 wurde von UNESCO und ILO die "Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer" angenommen. Zum ersten Mal war es damit gelungen, in einem internationalen Konsens den Status des Lehrerberufs in der Gesellschaft und die Verpflichtung der Politik zur Sicherung ausreichender Arbeits- und Lebensbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer festzuschreiben.

Rückfragehinweis: Reinhart Sellner, Vorsitzender der UGöD, AHS-Lehrer, Tel: 0676/343 75 21 Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at

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Montag, 26. September 2011

2011.09.27: Newsletter Unterricht

 

Österreich – 27. September 2011

 

Neue Oberstufe 

Schmied & Amon gegen Lehrer

Die Gewerkschaft lehnt die Pläne für die AHS-neu weiter strikt ab.

Nach Ende der Begutachtungsfrist für die Oberstufen-Reform üben die AHS-Lehrer erneut lautstark Kritik. Doch SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied ist sich mit ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon einig: Die Reform kommt. Damit würde das Sitzenbleiben weitgehend abgeschafft.

Lehrer wollen mehr Geld für ihren Mehraufwand

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin spricht von einem „organisatorischen Super-GAU“. Er bezweifelt, dass die Reform kostenneutral sei: „Wenn man eine ordentliche Förderung anbietet, kann das nicht sein.“ Zudem könnten Schüler einen Fünfer theoretisch bis zur Matura mitschleppen.

Amon: „Eckpunkte sind nicht verhandelbar“

Konter aus Schmieds Büro: „Das stimmt nicht. Der Semesterstoff ist in den darauf folgenden zwei Semestern nachzuholen.“ Über die Abgeltung des Mehraufwands für die Lehrer werde man noch extra verhandeln – unabhängig von der Gesetzesänderung. ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon sagt gegenüber ÖSTERREICH: „Die Eckpunkte sind von der Regierungsspitze so vereinbart worden. Das steht und ist auch nicht verhandelbar.“ Die Stellungnahme der AHS-Lehrer sei eine von vielen, die Amon nicht eigens kommentieren wolle. Derzeit würden alle Stellungnahmen, „soweit sie sachlich sind“, eingearbeitet. Noch vor Jahresende solle die Reform ins Parlament gehen.

Das sind die Eckpunkte:

  • Semesterprüfungen. Der Lehrstoff wird in mindestens zwei Module pro Semester eingeteilt. Jedes dieser Module muss positiv abgeschlossen werden.
  • Sitzenbleiben. Wer ein Modul nicht schafft, hat in den darauf folgenden zwei Semestern Zeit, die Leistung nachzubringen, statt gleich die ganze Klasse zu wiederholen.
  • Begabte. Sind Schüler in einem Fach besonders begabt, sollen sie Lehrstoff samt Prüfungen eigenständig vorziehen können.
  • Schwachen Schülern soll zumindest ein Lerncoach zur Seite stehen.

 

 

Kurier – 27. September 2011

 

Überfüllte Klassen empören die Eltern

Maximal 25 Schüler pro Klasse. In der Oberstufe dürfen es auch 30 sein. So das Gesetz. Die Realität ist eine andere.

 

Das Schuljahr ist noch jung, doch der Ärger bei vielen Eltern, Schülern und Lehrern ist bereits groß. Denn viele Klassenzimmer sind überfüllt.
Die beworbene Klassenschülerhöchstzahl von 25 gilt nur für Volksschulen und die Unterstufe. Für die "Älteren" gilt eine Obergrenze von 30. Nur in Ausnahmefällen darf die Höchstzahl um 20 Prozent überschritten werden - also 30 Kinder in der Unterstufe und 36 in der Oberstufe.

36 Schüler sitzen zum Beispiel in einer 2. Klasse der BAKIP (Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) Maria Regina in Wien. "Leider wird die Klasse nur in Englisch, nicht aber in Mathe und Deutsch geteilt", schreibt eine Mutter dem Schüleranwalt. "Ab der 10. Schulstufe wird in diesen Fächern nicht mehr getrennt. Selbst wenn ich wollte, ich habe die Ressourcen nicht", sagt Direktor Johannes Hackl.

Die BAKIP ist keine Ausnahme. Beim Schüleranwalt gingen zu Schuljahresbeginn viele Beschwerden über zu volle Klassen ein. Doch stimmt das? Der KURIER hat nachgefragt.
Besonders viele Schüler drängen sich in den Klassenzimmern der Berufsbildenden Höheren Schulen: "Wir haben uns gegen eine Beschränkung auf 25 Schüler gewehrt, weil wir sonst vielen jungen Menschen die Chance nehmen, eine HTL oder eine HAK zu besuchen", sagt Jürgen Rainer, Gewerkschafter für die berufsbildenden Schulen. "Stattdessen einigten wir uns mit dem Ministerium, dass wir die hohe Drop-out-Rate senken, indem wir durch Individualisierung gerade die Schwachen in den ersten Klassen fördern. Damit sind wir sehr erfolgreich. Das Bildungsministerium hat sich so 36 Millionen Euro erspart, weil weniger die Klasse wiederholen."

Drop-out

Das Problem: "Weil weniger durchfallen, sind jetzt auch die zweiten Klassen voll. Doch das Programm läuft nicht weiter. Meine Befürchtung ist, dass jetzt die Schwachen mit einem Jahr Verzögerung herausfallen. Ich wäre dafür, das Programm in den höheren Klassen fortzuführen."

Geht es nach der Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), sollte bei 33 Schülern pro Klasse Schluss sein: "Lehrer können sonst kaum auf die Schüler eingehen. Leistungsschwächere sind überfordert, Leistungsstarke unterfordert. Beides führt zu Demotivation und oft zum Sitzenbleiben", meint Eleonore Kleibel.

Nachteil

Auch in den AHS- Unterstufen sitzen häufig mehr Schüler als das Gesetz erlaubt. "Wir wissen von 40 Prozent", sagt AHS-Lehrergewerkschafter Gerhard Riegler. Er beklagt, dass die Gymnasien für die Senkung der Klassenschülerzahlen zu wenig Ressourcen vom Bildungsministerium erhalten. "Der Rechnungshof hat nachgewiesen, dass der AHS nicht einmal 6,1 Prozent der Mittel zugeteilt wurden, die das Ministerium für die Senkung der Klassengröße erhalten hat. Und das, obwohl es gerade im AHS-Bereich sehr viele übergroße Klassen gibt", ärgert sich Riegler. Zum Vergleich: Laut Statistik Austria saßen im Jahr 2010 660.000 Schüler in Volks- Haupt- und Polytechnischen Schulen, 114.000 in der AHS-Unterstufe.

Auch der Rechnungshof betont, dass an die Zahl 25 an der AHS-Unterstufe ein "Höchstwert" ist. Dieser Wert darf nur dann überschritten werden, "wenn alle Möglichkeiten zur Vermeidung eines derartigen Vorgehens erfolglos versucht worden sind." (Rundschreiben des Ministeriums vom April 1989, das noch immer in Kraft ist) "Mehr als 25 dürfen es also nur sein, wenn ansonsten Schüler abgewiesen werden müssten. Das ist aber nur bei 5 Prozent der Fall. In den restlichen Fällen liegt es daran, dass uns das Ministerium zu wenig Ressourcen zuteilt", sagt Riegler.

Beim Ministerium verweist man darauf, dass "im Schnitt jetzt in den AHS weniger sitzen als noch vor ein paar Jahren. Zudem kann jede AHS eine Neue Mittelschule werden. Dann erhält auch sie mehr Ressourcen. Sie muss dann aber auch jeden Schüler aufnehmen." Bundesschulsprecherin Conny Kolmann will, dass Schulen ausreichend Ressourcen erhalten, und die autonom verwalten.

 

 

Kurier – 27. September 2011

 

Lehrer: Fünfer-Reform könnte teuer werden

Ministerin Schmied will die Reform der Oberstufe ohne Extra-Budget durchziehen. Das gehe nicht, sagen Lehrervertreter.

 

In einem Jahr sollen die ersten AHS ein neues System anwenden: Die "modulare Oberstufe". Bei den Grundzügen des Modells ist sich die Regierung einig: Der Lehrstoff soll in Module unterteilt werden, was das Aufsteigen mit bis zu drei Nicht genügend ermöglichen soll. Die Schüler sollen zum Ausbessern Hilfe bekommen: Förder-Unterricht in den betroffenen Fächern und einen "Lerncoach".


Beschlossen werden soll die Reform noch heuer; bis 2016 soll sie vollzogen sein. Am Gesetzes-Entwurf von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gibt es allerdings heftige Kritik.

Eckehard Quin, Standesvertreter der AHS-Lehrer, bezeichnet den Entwurf als "nicht ausgereift"; er verursache "zum Teil völlig wahnwitzigen, unnötigen Verwaltungsaufwand und führt Schüler in Sackgassen". Quin befürchtet nämlich, das Aufsteigen mit Nicht genügend könnte dazu führen, "dass Schüler bis in die Abschlussklasse kommen, ohne in einem Fach in den Jahren zuvor eine positive Leistung erbracht zu haben. Zur Matura dürfen sie dann aber nicht antreten." Laut Ministerium soll das nicht möglich sein: "Alle Fünfer müssen ausgebessert werden", heißt es.

Bedenken gibt es auch bezüglich der geplanten Kosten-Neutralität: Schmied rechnet damit, dass durch das weitgehende Wegfallen des Durchfallens viel gespart werden kann. So viel, dass mit diesem Geld die Betreuungslehrer und Förderkurse bezahlt werden können. Das Finanzministerium hat das angezweifelt, auch Quin glaubt die Rechnung nicht: "Wenn man eine ordentliche Förderung anbietet, kann das Modell nicht kostenneutral sein."

Erfahrungswerte

An den 27 Schulen, die die "Oberstufe neu" in ähnlichen Modellen erprobt haben, gibt es positive Erfahrungswerte: Die Zahl der Sitzenbleiber hat sich im Schnitt halbiert.

"Die Erfahrungen sind im Großen und Ganzen sehr gut", sagt Klemens Kerbler, Direktor des Akademischen Gymnasiums in Wien. An seiner Schule wurde der Stoff in Semester-Blöcke geteilt - statt Fünfer erst bei einer Jahres-Prüfung auszubügeln, war dies zwei Mal jährlich per Semesterprüfung möglich. "Der kürzere Beurteilungszeitraum hat sich bewährt", sagt Kerbler. "Das dient der Nachhaltigkeit der Wissensvermittlung." Bei Schülern und Eltern sei das Modell beliebt gewesen, auch der Großteil des Lehrkörpers habe es befürwortet. In diesem Jahr gibt es die "modulare Oberstufe" am Akademischen Gymnasium trotzdem nicht mehr; bei der notwendigen Abstimmung im Lehrkörper waren nicht die erforderlichen zwei Drittel, sondern "nur" 63 Prozent dafür. Da hätten wohl, sagt Schulleiter Kerbler, auch "emotionale Gründe" eine Rolle gespielt.

Oberstufe neu: Aus für das Sitzenbleiben

Module Der Lehrstoff soll in vier Teile (= Module) pro Jahr unterteilt werden. Bei negativer Beurteilung soll nur das jeweilige Modul wiederholt werden müssen. Bei zwei "Nicht genügend" darf man automatisch in die nächste Schulstufe aufsteigen; bei drei Fünfern muss die Lehrer-Konferenz ihre Zustimmung zum Aufstieg geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
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2011.09.26: Unterricht

 

APA0215 II, XI, CI 26.09.2011 11:58:07

 

Neue Bundesschulsprecherin fordert "Qualitätsampel" für Schulen BILD

Utl.: Externes Expertenteam soll Qualitätsmängel aufdecken - Aufklärung und Sanktionen wegen Übergriffen auf Siebenjährigen gefordert

Schulen/Wahlen/Personalia/Reform/Oberösterreich/Österreich

Eine Qualitätsüberprüfung von Schulen durch externe Experten fordert die am Wochenende neu gewählte Bundesschulsprecherin Conny Kolmann. Damit sollen Defizite einer Schule aufgezeigt und die öffentliche Vergleichbarkeit zu anderen Schulen erleichtert werden. Das Ergebnis in acht Bereichen - darunter Schul- und Unterrichtsklima, Betreuungs- und Aufsichtsfunktion sowie Schulführung - soll in Form einer "Qualitätsampel" illustriert werden und bei "gravierenden, nicht tolerierbaren Mängeln rotes Licht" geben, so Kolmann bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien.

Den vergangene Woche bekannt gewordenen Fall eines Direktors einer Linzer Volksschule, der mehrmals gegen einen Siebenjährigen tätlich vorgegangen sein soll, kritisierte die Bundesschülervertretung (BSV) "aufs schärfste". "Wir können nicht nachvollziehen, warum der Direktor hier in Schutz genommen wird", so BSV-Obmann Jim Lefebre. Er fordert "rasche Aufklärung und Sanktionen". Generell gäbe es einen Zuwachs an Schülernotrufen, täglich gingen zehn Anrufe wegen Schülerproblemen ein.

Denen nimmt sich künftig vor allem die neue "Schülerchefin" Conny Kolmann an, die wie ihr Vorgänger Philipp Pinter aus der VP-nahen Schülerunion kommt. Wie auch die ÖVP spricht sich die 18-jährige Wienerin gegen eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen aus. Sie hält das Konzept für "fragwürdig" und fordert die Erhaltung des differenzierten Schulsystems. "Ich merke bereits bei Drei- bis Sechsjährigen, wie schwierig es ist, mit Kindern aus unterschiedlichen Bildungsschichten zu arbeiten", so die Schülerin der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik Kenyongasse. "Es ist wichtig, auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können."

Diese sollen auch beim Übergang der Unterstufe (Sekundarstufe I) zur AHS-Oberstufe bzw. BMHS oder Lehre (Sekundarstufe II) berücksichtigt werden. Die BSV fordert einen "Talente- und Kompetenz-Check" im ersten Semester der achten Schulstufe, der 14-Jährige abseits von Noten auf ihre Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz testen und ihre Talente offenbaren soll. Wenn es nach Kolmann geht, soll dabei künftig auch öfter der Wunsch nach einem Lehrberuf hervorgehen: "Nur 80 Prozent der Schüler können sich derzeit vorstellen, Lehrer zu werden, während bis 2025 mehr als die Hälfte der Lehrer in Pension gehen", so Kolmann. Sie fordert daher bessere Rahmenbedingungen für Junglehrer wie etwa ein höheres Einstiegsgehalt, eine flachere Gehaltskurve und realistische Weiterbildungsmöglichkeiten.

Lehrer sollen auch bei der Einführung der neuen Zentralmatura stärker unterstützt werden. Diese werde "überhastet umgesetzt", Lehrer und Schüler seien aufgrund mangelnder Vorbereitung überfordert. Kolmann spricht sich für einen "sanften Einstieg" aus: Mithilfe eines Stufenplans soll die Neue Reifeprüfung schrittweise eingeführt und Schüler "qualitätsvoll und nachhaltig auf die Matura vorbereitet werden". Auch das Konzept der "Modularen Oberstufe" müsse überarbeitet werden, da dieses "derzeit nur auf die Abschaffung des Sitzenbleibens reduziert wird".

(schluss) pra;cts

OTS0102 II 26.09.2011 11:35:37

 

Walser: Entwurf modulare Oberstufe braucht deutliche Nachbesserungen

Utl.: Ohne zusätzliche Mittel sind notwendige Fördermaßnahmen nicht zu finanzieren

Innenpolitik/Grüne/Walser/Modulare Oberstufe/Reform/Schule

"Es ist zwar kein echtes Modulsystem, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung", so Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, zum Ministerialentwurf für die Modulare Oberstufe. Selbst dieser erste Schritt wird aber scheitern, wenn die Unterrichtsministerin nicht deutliche Nachbesserungen liefert. "Im Entwurf steht nichts über die Kosten und er verschweigt obendrein, welchen finanziellen Nutzen das Modulsystem mittel- und langfristig bringen wird", so Walser: "Zudem haben wir derzeit mit der 9. Schulstufe die größten Probleme, genau sie aber wird im Entwurf mehr oder weniger außen vor gelassen."

Im Entwurf steht, dass den Schulen nicht mehr Geld zur Verfügung steht. "Das ist doppelt falsch. Kurzfristig sind die notwendigen Förderangebote ohne zusätzliche Mittel nicht zu finanzieren. Mittelfristig wird die Reform scheitern, wenn die Einsparungen, die sich durch rascheres Durchlaufen der Schule ergeben, den Schulen vorenthalten werden und beim Ministerium verbleiben", so der Grüne Bildungssprecher und weiter: "Der Entwurf ist schlampig ausgearbeitet und macht es der schwarzen Blockadebrigade sehr leicht, dagegen zu sein".

"Die Modulare Oberstufe ist weder gratis noch umsonst. Es ist unseriös, das Ausmaß der Umschichtungen nicht näher zu beziffern. Ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel und die Vorfinanzierung zusätzlicher individueller Förderangebote wird keine Verbesserung der Situation zu erreichen sein", so Walser weiter. Nach derzeitigem Stand müssen die Schulen den Mehraufwand für individuelle Förderung allein tragen. Allfällige Einsparungen durch weniger Klassenwiederholungen würden aber dem Unterrichtsministeriums zu Gute kommen. Das wird keine Schule für dieses Projekt begeistern. "Ein echtes Modulsystem ist so nicht umsetzbar und die Modulare Oberstufe ist gescheitert, bevor sie überhaupt ernsthaft angegangen wird", so der Grüne Bildungssprecher abschließend.

Rückfragehinweis: Die Grünen Tel.: +43-1 40110-6697 mailto:presse@gruene.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

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2011.09.26: Unterricht

 

OTS0076 II 26.09.2011 10:54:18

 

Bundesschulsprecherin Kolmann: Rote Ampel für schlechte Schulen

Utl.: Conny Kolmann fordert transparente Qualitätssignale für öffentliche Vergleichbarkeit von Schulen

Schulen/Bildung/Jugend/Schülerunion/Bundesschülervertretung

Schon einen Tag nach der Wahl zur Österreichischen Bundesschulsprecherin präsentiert Conny Kolmann ihre Forderungen an die Bundesregierung. Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sie ihre Unzufriedenheit mit den halbherzigen Reformvorschlägen von BM Schmied. "Mit der neuen Reifeprüfung kennt sich kaum jemand aus, Junglehrer werden durch ein zu niedriges Einstiegsgehalt sofort demotiviert und Sitzenbleiben abschaffen ist nicht alles was die modulare Oberstufe kann!", kritisiert Kolmann die Konzepte. ****

Zwtl.: Langjährige Forderungen der Bundesschülervertretung müssen ernst genommen werden

Ein Stufenplan für die neue Reifeprüfung und gezielte Informationsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern beseitigen die derzeit vorhandene Unsicherheit und fördern eine niveauvolle Matura. Ein neues Lehrerdienstrecht, das eine flachere Lebensverdienstkurve vorsieht, motiviert. "Die modulare Oberstufe soll den Schüler und seine Interessen in den Mittelpunkt stellen!", betont die neue Bundesschulsprecherin.

Zwtl.: Talente- und Kompetenzcheck

An der Schnittstelle zwischen Unter- und Oberstufe müssen sich Schüler zwischen einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen entscheiden. Der Talente- und Kompetenzcheck wird die Entscheidung erleichtern. Die drei Bereiche Selbstkompetenz, Sachkompetenz und Sozialkompetenz sollen in der 8. Schulstufe für jeden Schüler individuell erhoben werden. Das Ergebnis zeigt, in welchen Bereichen er besonders talentiert ist und wo seine Stärken liegen. "Dieses Individualisierungspaket ist eine wichtige Entscheidungshilfe für den Schultyp ab der 9. Schulstufe. Es ist anonym und darf nicht zu einer Zwangszuweisung in den Schultyp, der dem Ergebnis entspricht, führen", unterstreicht die oberste Schülervertreterin.

Zwtl.: Qualitätsampel zur öffentlichen Schulbewertung!

"Ein transparentes Qualitätssignal gekoppelt mit Schulautonomie bringt den Fortschritt für unser Bildungssystem", leitet Conny Kolmann ihre Forderung ein. Acht Ampelkriterien, die von einer externen Kommission überprüft werden, sollen in Zukunft auch online veröffentlicht werden.

Die acht Kriterien sind das Erreichen der Bildungsziele, das Schul- und Unterrichtsklima, das Arbeitsklima für Lehrpersonen, der Kontakt zu den Eltern, die Betreuungs- und Aufsichtsfunktion, die Schulführung, das Qualitätsmanagement sowie die Regelkonformität. Bewertet werden diese Kriterien in den drei Ampelfarben.

Diese öffentlich zugänglichen Daten sollen die autonomen Schulstandorte dazu anspornen, ihr eigenes Lehrsystem zu entwickeln. Statt Weisungen von oben einfach nur durchzuführen, sollen Lehrer, Schüler und Eltern gemeinsam am Bildungsweg arbeiten. Die einzigen Rahmenbedingungen sind die vom Staat vorgegebenen Bildungsziele."Durch die Ampelsignale fühlt sich jeder für den Schulstandort verantwortlich und gibt sein Bestes", ist Conny Kolmann überzeugt.

"Ich möchte abschließend betonen, dass ich mich ausschließlich den Schülerinnen und Schülern verpflichtet fühle. Ich lasse mich von keiner Partei vereinnahmen - viel zu sehr schätze ich meine Unabhängigkeit", betont Kolmann energisch.

Ein Foto zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter http://public.ftp.schuelerunion.at/connykolmann.jpg

Rückfragehinweis:

Rückfragehinweis: Österreichische Schülerunion
Conny Kolmann, Bundesschulsprecherin
Tel.: 0664 960 15 72, Mail: conny.kolmann@schuelerunion.at

Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: daniel.perschy@schuelerunion.at


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Freitag, 23. September 2011

BildungGRENZENLOS: Bildung und Schule in Wien - Ist Wien anders?

 

Sehr geehrte Unterstützerinnenund Unterstützer unserer Initiative! Liebe Freundinnen und Freunde!
Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei unserer nächsten Veranstaltung sehen! Bitte auch um Bekanntgabe in Ihren / euren Verteilern!

Beste Grüße Heidi Schrodt

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe Interessierte, Freundinnen und Freunde!

 

Auf dem Prüfstand: Bildung und Schule in Wien – Ist Wien anders?

 

Ein bildungspolitisches Kamingespräch

Christoph Chorherr und Christian Oxonitsch zu Gast bei BildungGRENZENLOS in der Wienbibliothek

(Kooperationsveranstaltung von Wienbibliothek & BildungGRENZENLOS)

Datum:

04.10.2011

Zeit:

18.30 Uhr

Ort:

Bartensteingasse 9, Musiksammlung, Loos-Räume

 

Seit einem knappen Jahr regiert in Wien Rot-Grün. Gerade auch im Bereich der Bildung hat sich die Wiener Regierung Weiterentwicklungen und Verbesserungen des bestehenden Systems vorgenommen. Im Rahmen eines Kamingesprächs diskutieren Christian Oxonitsch (Amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport - SPÖ) und Christoph Chorher (Wiener Gemeinderat der Grünen) über gemeinsame Projekte und unterschiedliche Ideen:

Was sind die konkreten Veränderungen an Wiener Schulen, die sie bis zum Ende dieser Legislaturperiode umgesetzt haben wollen? Welche Schritte werden aus den Ergebnissen der Lesetestung der Wiener SchülerInnen („PISA-Wien“) im Frühjahr 2011 gezogen?  Wie soll Wien mit der wachsenden Heterogenität der SchülerInnen langfristig umgehen? Wie schaut es mit der Schulautonomie aus? Welche Veränderungen und Einflussmöglichkeiten auf Bundesland-Ebene sind überhaupt realistisch angesichts weitreichender Kompetenzen des Bundes im Bildungsbereich?

Im zweiten Teil der Veranstaltung sind dann auch die ZuhörerInnen eingeladen, mit den beiden Politikern ihre Fragen und Anregungen zu diskutieren. Moderiert wird der Abend von Heidi Schrodt und Florian Sobanski (BildungGRENZENLOS)

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es noch die Möglichkeit, bei Brot und Wein weiter zu diskutieren.




Mit freundlichen  Grüßen
für die Initiative BildungGRENZENLOS

Heidi Schrodt

 

Nähere, ständig aktualisierte Informationen können Sie auf unserer  Homepage

 


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Heidi Schrodt
Vorsitzende der Bildungsinitiative BildungGrenzenlos
www.bildunggrenzenlos.at

Klederingerstraße 69/9
A-1100 Wien
mobil.0043 699 11102196
Tel: 0043 1 6887228
Fax:0043 1 6887228
email: heidi.schrodt@gmail.com

2011.09.23: Unterricht

 

OTS0117 II, CI 23.09.2011 11:37:16

 

Bildungsministerin Schmied und Bildungssprecher Amon: Stufenplan für Neue Mittelschule

Utl.: In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt.

Bildung/Neue Mittelschule/Schmied/Amon

In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt. Die Standorte der Neuen Mittelschule werden österreichweit ausgebaut - bis 2015 sollen alle Hauptschulstandorte umgestellt werden, im Endausbau sollen 238.000 SchülerInnen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren an der Neuen Mittelschule unterrichtet werden.

Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied erklärt zum Ergebnis der Beratungen: "Wir wollen bis zum Schuljahr 2015/16 an allen bisherigen Hauptschul-Standorten den Umstieg auf die Neue Mittelschule vollziehen und können dabei die Wünsche und Bedürfnisse der Länder berücksichtigen. Alle AHS-Unterstufen sind eingeladen, an diesem Erfolgsmodell teilzunehmen."

"Diese Vereinbarungen sind eine gute Grundlage für die politischen und inhaltlichen Verhandlungen zur legistischen Umsetzung dieses Projektes", betont Bildungssprecher Werner Amon.

Die Details des neuen Stufenplans:

Bundesweit sollen 2012/13 an 261 Schulen 660 neue Klassen, 2013/14 an 225 Schulen 496 neue Klassen, 2014/15 an 154 Schulen 314 neue Klassen und 2015/16 an 104 Schulen 216 neue Klassen der NMS eröffnet werden.

Im Burgenland sollen 2012/13 an 3 Schulen 10 Klassen und 2013/14 an einer Schule zwei Klassen eröffnet werden, womit der geplante Vollausbau vorzeitig erreicht wäre.

In Kärnten sollen 2012/13 an 8 Schulen 16 Klassen, 2013/14 an 5 Schulen 14 Klassen, 2014/15 an 9 Schulen 19 Klassen und 2015/16 an 2 Schulen 4 Klassen der NMS eröffnet werden.

In Niederösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 54 Schulen 137 Klassen, in den Schuljahren 2013/14 sowie 2014/15 jeweils an 50 Schulen 100 Klassen und im Schuljahr 2015/16 an 30 Schulen 60 Klassen der NMS eröffnet werden.

In Oberösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 55 Schulen 137 Klassen, 2013/24 an 45 Schulen 90 Klassen, 2014/15 an 40 Schulen 80 Klassen und 2015/16 an 27 Schulen 54 Klassen der NMS eröffnet werden.

In Salzburg sollen 2012/13 an 15 Schulen 30 Klassen, 2013/14 an 15 Schulen 30 Klassen, 2014/15 an 15 Schulen 30 Klassen und 2015/16 an 15 Schulen 30 Klassen der NMS eröffnet werden.

In der Steiermark sollen im Schuljahr 2012/13 an 56 Schulen 125 Klassen, 2013/14 an 58 Schulen 120 Klassen, 2014/15 an 5 Schulen 13 Klassen und 2015/16 an 5 Schulen 12 Klassen der NMS eröffnet werden.

In Tirol sollen 2012/13 an 20 Schulen 68 Klassen, 2013/14 an 15 Schulen 30 Klassen, 2014/15 an 10 Schulen 20 Klassen und 2015/16 an 5 Schulen 10 Klassen der NMS eröffnet werden.

In Vorarlberg sollen im Schuljahr 2012/13 an 5 Schulen 12 Klassen der NMS eröffnet werden - damit wäre das westlichste Bundesland das erste, das den vollständigen Umbau aller Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen abgeschlossen hat.

In Wien sollen 2012/13 an 45 Schulen 125 Klassen, 2013/14 an 36 Schulen 110 Klassen und 2014/15 an 25 Schulen 52 Klassen und 2015/16 an 20 Schulen 46 Klassen der NMS eröffnet werden.

Derzeit gibt es 434 Standorte der Neuen Mittelschule, 36 im Burgenland, 45 in Kärnten, 78 in Niederösterreich, 77 in Oberösterreich, 15 in Salzburg, 53 in der Steiermark, 57 in Tirol, 51 in Vorarlberg und 22 in Wien. Im heurigen Schuljahr besuchen 57.070 SchülerInnen eine Neue Mittelschule. Wenn im Schuljahr 2018/19 an allen 1.178 Standorten von der 5. bis zur 8. Schulstufe die Neue Mittelschule planmäßig umgesetzt wird, werden rund 238.000 SchülerInnen von dieser neuen Schulform profitieren. Das entspricht einem Anteil von fast 70 Prozent der Altersgruppe zwischen 10 und 14 Jahren.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Josef Galley
Pressesprecher
Tel.: +43-1-53120-5019
mailto:josef.galley@bmukk.gv.at
bmukk.gv.at

mobil: +43-664-96-99-616


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4920/aom

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OTS0062 II, CI 23.09.2011 10:03:17

 

Schülerunion: Wie funktioniert Schülervertretung?

Utl.: Der Bundesschulsprecher vertritt 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler - Er wird seit 2005 von der Österreichischen Schülerunion gestellt

Schulen/Bildung/Jugend/Schülerunion/Bundesschulsprecher

Am kommenden Wochenende findet in Strobl am Wolfgangsee/Salzburg die Wahl des Bundesschulsprechers für das Schuljahr 2011/12 statt. Der Bundesschulsprecher ist der oberste Vertreter aller Schülerinnen und Schüler Österreichs. Er vertritt somit 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche. Die Bundesschülervertretung ist im Schülervertretungengesetz verankert. ****

Der Bundesschulsprecher wird von den Mitgliedern der Bundesschülervertretung gewählt. Diese setzt sich aus 27 Landesschulsprechern und zwei Mitgliedern aus dem Bereich der Zentrallehranstalten zusammen. Zentrallehranstalten sind Schulen, die direkt dem BMUKK unterstellt sind.

Pro Bundesland gibt es drei Landesschulsprecher für die jeweiligen Schulartbereiche (AHS, BMHS und Berufsschulen). Die Landesschulsprecher werden am Ende jedes Schuljahres von den Schulsprechern gewählt. Diese werden von den Schülerinnen und Schülern direkt an der Schule gewählt.

Zu den Aufgaben der Schülervertretung zählen die Beratung der Schulbehörden den Unterricht und die Erziehung betreffend sowie das Einbringen von Ideen in Gesetze und Verordnungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von Fortbildungsveranstaltungen für Schülervertreter.

Der derzeitige Bundesschulsprecher ist Philipp Pinter von der Schülerunion. Die Österreichische Schülerunion stellt seit sechs Jahren (2005) den Bundesschulsprecher. Mit über 30.000 Mitgliedern ist sie die größte Schülerorganisation Österreichs.

Das Ergebnis der Wahl wird Sonntagmittag feststehen. In einer Pressekonferenz wird sich der neugewählte Bundesschulsprecher am Montag den Medien präsentieren. Ebenfalls werden dort die Forderungen an die Bundesregierung vorgestellt.

Rückfragehinweis: Österreichische Schülerunion Daniel Perschy, Pressesprecher Tel.: 0664 960 15 74, Mail: daniel.perschy@schuelerunion.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1493/aom

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