Donnerstag, 22. Dezember 2011

23.12.2011 Unterricht

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"Kleine Zeitung" vom 23.12.2011                             Seite: 22

Ressort: Bundesland

Kärnten

Brust-OP in Schule beworben

Trotz Negativschlagzeilen boomt Geschäft mit der Schönheit. Sogar in Schulen wird geworben, Brust-OP ist beliebtes Maturageschenk.

WOLFGANG FERCHER

Das Phänomen ist nicht neu, durch den europaweiten Skandal um tausende mangelhafte Brustimplantate wird es wieder evident. Immer mehr Menschen verfallen dem Schönheitswahn, lassen sich die Brüste operieren, Lippen aufspritzen oder Fett absaugen. In Österreich gibt es jährlich über 50.000 Beauty-Behandlungen. In Kärnten ist die steigende Zahl von Jugendlichen auffällig, die mit kosmetischer Hilfe ihr Schönheitsideal erreichen wollen.

„Wir hören oft, dass Jugendliche zur bestandenen Matura eine Busenvergrößerung geschenkt bekommen“, sagt Landesschulrats-Vizepräsident Rudolf Altersberger. „Offenbar glauben Eltern, dass damit das Selbstwertgefühl ihrer Kinder gestärkt wird.“ Altersberger fordert, dass in Schulen sensibler mit dem Thema Schönheitschirurgie umgegangen werden soll. „Leider ist es schon vorgekommen, dass Schönheits-OPs im Zuge von medizinischen Vorträgen an Schulen beworben wurden.“ Unter dem Deckmantel der Medizin werden den Jugendlichen kosmetische Korrekturen schmackhaft gemacht. „Nach dem Motto: Der Eingriff kostet ja nicht viel und du schaust dann viel besser aus“, sagt Altersberger. Er verspricht, dass solche Vorträge künftig genauer geprüft werden.

Auch die Politik will strengere Regeln. „Jugendliche zwischen 14 und 18 dürfen dann nur mit vorheriger psychologischer Beratung zu einer Schönheits-OP“, sagt Patientenanwalt Erwin Kalbhenn. Gesundheitsminister Alois Stöger arbeitet an einem Gesetz, das zudem Schönheits-OPs für Unter-14-Jährige verbietet sowie mehr Fortbildung für Ärzte und Werbebeschränkungen „außerhalb medizinischer Fachkreise“ vorsieht.

Hinsichtlich der defekten Implantate wird von fünf Betroffenen in Österreich ausgegangen. Auch Kalbhenn hat Anfragen bekommen. „Wer sich unsicher ist, soll Kontakt mit dem Operateur aufnehmen.“ Die Patientenanwaltschaft prüft Haftungsfragen, in Frankreich und England gibt es mittlerweile eine Klagewelle.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 23.12.2011             Seite: 3

Jahr der Bildung: Regierung hat ihr Plansoll nicht erfüllt

Analyse

Von Jasmin Bürger

Claudia Schmieds Reformeifer ist ungebrochen - und macht auch nicht vor den Grenzen ihres Unterrichtsressorts halt: Gestern forderte die SP-Ministerin ein Überdenken der universitären Autonomie. Die Politik brauche "mehr Mitsprache", schrieb sie ihrem VP-Amtskollegen im Wissenschaftsressort, Karlheinz Töchterle, ins Aufgabenheft für das kommende Jahr.

Das fast abgelaufene Jahr 2011, von der Regierung zum "Jahr der Bildung" ausgerufen, war der eigentliche Anlass für Schmieds gestrige Pressekonferenz: Sie zog eine - aus ihrer Sicht naturgemäß positive - Bilanz.

Berechtigt ist das nur zum Teil: Auf der Habenseite kann Schmied etwa den Ausbau ganztägiger Schulen verbuchen. Die Grundsatzentscheidung ist schon 2010 gefallen, heuer wurden der Stufenplan zum Ausbau bis 2015 und die Verteilung der jährlich dafür vorgesehenen 80 Millionen Euro beschlossen.

Der wohl größte heuer erledigte Brocken ist die Neue Mittelschule (NMS): Bis 2018/19 werden alle Hauptschulen in Neue Mittelschulen umgewandelt. Als Zugeständnis für die Zustimmung der ÖVP musste Schmied aber von wesentlichen Elementen, die eine Annäherung an eine gemeinsame Schule bedeutet hätten, Abschied nehmen. Nicht nur, dass Gymnasien nicht angetastet werden, es muss künftig auch keine Kooperation der NMS mit AHS geben - bei den schon laufenden Schulversuchen war das Bedingung.

Auf den Weg gebracht hat die Regierung heuer noch das Kurssystem für die Oberstufe, mit dem das Sitzenbleiben weitgehend abgeschafft wird, allerdings erst ab 2013.

Zwei der ebenfalls für heuer angekündigten Großprojekte nimmt Schmied mit ins nächste Jahr: Das neue Lehrerdienstrecht und die gemeinsame Ausbildung für alle Pädagogen.

Beim Lehrerdienstrecht, das ursprünglich schon 2009 hätte verhandelt werden sollen, stecken die Gespräche mit der Lehrergewerkschaft noch immer in der Anfangsphase. Aktuelles Zieldatum ist Sommer 2012. Zur gemeinsamen Pädagogen-Ausbildung gibt es Expertenempfehlungen und ein Grundsatzbekenntnis der Regierung. Die Details fehlen aber weiterhin.

Und was hat sich im Uni-Bereich im "Jahr der Bildung" getan? Als Nachfolgerin von Wissenschaftsminister Johannes Hahn, der in die EU-Kommission wechselte, trat im Jänner Beatrix Karl (beide VP) an. Schon im April übergab sie an Töchterle. Der hat eben die Uni-Milliarde fixiert (siehe auch Artikel oben).

Die Studienplatzfinanzierung inklusive Zugangsregelungen und das Thema Studiengebühren sind offene Baustellen. Mit Schmieds Wunsch nach weniger Uni-Autonomie dürfte sich Töchterle weniger beschäftigen: "Die Autonomie ist für uns nicht verhandelbar", ließ Rektorenchef Heinrich Schmidinger gestern ausrichten.

Bild: Warten auf Lehrerdienstrecht und neue Ausbildung (vowe)

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Frohe Festtage und ein Gutes Neues Jahr 2012

 

 

Eva Maria Bartes-Stummvoll

Büro Kurt Schober

Klubsekretär

Parlament

1017 Wien

Tel +43/1/40110/3943

Fax +43/1/40130/3575

email: evamaria.bartes-stummvoll@spoe.at

 

 

2011.12.22: Unterricht

 

OTS0118 II, XI 22.12.2011 12:12:06

 

Jahr der Bildungsoffensive - Ministerin Schmied präsentiert Erfolgbilanz

Utl.: "2012 wird Jahr der Umsetzung" - Neue Mittelschule zur ganztägigen gemeinsamen Schule entwickeln - Hochschulpan: Schmied vermisst "fundierte Ist-Analyse"

SPÖ/Schmied/Bildung/Schule/Universitäten

Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute, Donnerstag, eine positive Bilanz über das Jahr 2011 gezogen und auch einen Ausblick auf ihre Vorhaben für das Jahr 2012 gegeben. "2011 war eindeutig das Jahr der Bildung. Es war ein Jahr, in dem es durch zielstrebige Arbeit gelungen ist, viele Gesetzesvorhaben umzusetzen", sagte Ministerin Schmied. Dazu zählen z.B. "große Würfe" wie die Übernahme der Neuen Mittelschule (NMS) ins Regelschulwesen und der Ausbau der schulischen Tagesbetreuung genauso wie die Reform der Oberstufe. Das kommende Jahr steht für Schmied unter dem Motto "2012 muss das Jahr der Umsetzung sein". Hauptschwerpunkte werden u.a. die Bildungsstandards und das neue Dienstrecht für Lehrende sein. "Außerdem gilt es", so Schmied, "über den Weg der NMS zur ganztägigen gemeinsamen Schule zu kommen". In Sachen Hochschulplan vermisst die Bildungsministerin eine "fundierte Ist-Analyse". Klar sei auch, dass die "öffentliche Hand eine gestaltende Rolle" haben müsse, sagte Schmied. ****

Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte die Bildungsministerin auch bereits die approbierte Liste jener 264 Schulstandorte, die ab Herbst 2012 zusätzlich als Neue Mittelschule geführt werden (Liste der Standorte auf www.neuemittelschule.at). Im Schuljahr 2012/13 wird es damit rund 700 NMS-Standorte in ganz Österreich geben, betonte Schmied.

In guter und konstruktiver Zusammenarbeit mit SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer und ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon sei es gelungen, zahlreiche Bildungsreformen auf den Weg zu bringen. Die Ministerin nannte hier z.B. das kostenlose Nachholen von Bildungsabschlüssen, das neue Dienstrecht für Lehrende an den Pädagogischen Hochschulen (PH), oder die Überführung der NMS ins Regelschulwesen. Jetzt gelte es, entschlossen weitere Schritte in der Bildungsreform zu setzen: Das umfasst Maßnahmen zur Stärkung der Qualität (Bildungsstandards, neue Matura) ebenso wie das Ziel, dass Pädagogische Hochschulen auch im öffentlich-finanzierten Bereich Master-fähig sein sollen. Außerdem müsse Bildungspolitik noch stärker wirtschaftspolitisch argumentiert werden, so Schmied mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit und beschäftigungspolitische Effekte. So sei es durch die auf den Weg gebrachten Schulreformen gelungen, rund 10.000 neue Arbeitsplätze für Lehrende zu schaffen. Klar ist für Ministerin Schmied auch: "Bildungspolitik muss Bundeskompetenz sein". Dies sei entscheidend, um Reformen zu entwickeln und umzusetzen.

Angesprochen auf das Thema "Hochschulplan" betonte Schmied, dass die "Gespräche darüber mit der SPÖ noch zu führen sind". Der SPÖ gehe es um einen Gesamtplan, das Herausgreifen einzelner Themen, z.B. Studiengebühren, "wird uns nicht weiter bringen". Es brauche eine fundierte Ist-Analyse: "Wo investieren wir derzeit welche Mittel in welche Kapazitäten? Ohne diese Ist-Analyse tun wir uns schwer, ein Studienplatzfinanzierungsmodell aufzusetzen", sagte Ministerin Schmied.

Service: Mehr Informationen zum Thema Neue Mittelschule inklusive der neuen Standorte im Schuljahr 2012/13 gibt es unter www.neuemittelschule.at (Schluss) mb/ah

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/impressum

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

PK Dr. Claudia Schmied: Bildungsoffensive 2011/12

 

Liebe Genossin!

Lieber Genosse!

 

 

Zur Info übermittle ich die Unterlagen der heutigen Pressekonferenz von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied.

 

 

MfG,

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

Mittwoch, 21. Dezember 2011

2011.12.21: Unterricht

 

Der Standard – 21. Dezember 2011

 

 

Androsch gegen Akademikersteuer

Forschungsratsvorsitzender Hannes Androsch über das Hungerleider-Budget der Akademie der Wissenschaften und obskure Steuerideen

Standard: Was sagen Sie zur Situation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)? Am Montag gab es einen Protesttag, weil aufgrund einer Budgetlücke von 40 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre Institute geschlossen werden sollen und viele Forscherstellen gefährdet sind.

Androsch: Die Akademie ist in besonderer Weise finanziell unterdotiert - trotz der schon gegebenen prekären finanziellen Lage wurde ihr Budget real gekürzt. Man hätte diese Leistungsvereinbarung mit dem Wissenschaftsministerium so nicht schließen dürfen. Ungeachtet dessen, dass die Akademie vielleicht intern mehr darauf achten könnte, in ihrer Zukunftsplanung vor allem die Natur- und Ingenieurwissenschaften nicht ganz zu vernachlässigen.

Standard: Ist die Akademie bei der Leistungsvereinbarung, die sie heuer erstmals mit dem Wissenschaftsministerium abgeschlossen hat, über den Tisch gezogen worden? Das Ministerium sagt, es gebe keine Budgetkürzung, ein gleichbleibendes Budget werde für die nächsten drei Jahre fortgeschrieben. Was real natürlich durch steigende Preise und Gehälter weniger Geld für die ÖAW bedeutet.

Androsch: Damit wird sich der Senat, der ja nur beratende Funktion hat und bisher nicht eingebunden worden ist, im Jänner beschäftigen. Aber generell ist die Entwicklung bei der ÖAW ein weiterer besonders markanter Ausdruck der Zukunftsvergessenheit unserer gegenwärtigen Budgetpolitik. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist ohne Zweifel dringendst notwendig, aber dort, wo massiv gespart werden müsste, wo Missbräuche, Ineffizienzen und Verschwendungen zu beseitigen sind, geschieht nichts. Nur mit obskuren Steuererhöhungen und mit Zukunftsverhinderung ist die Konsolidierung sowieso nicht zu schaffen, weil ohne Wachstum lässt sich - und auf das lege ich jetzt besonderen Wert - keine Schuldenquote entwickeln, die unseren Wohlstand und unser soziales Netz sichert. Nicht der absolute Schuldenstand muss sinken. Das ist ein Unsinn. Die Schuldenquote muss sinken, damit der Zinsaufwand, im Verhältnis an den Steuereinnahmen gemessen, wieder auf ein vernünftiges Prozentmaß zurückgeht.

Standard: Was ist für Sie eine "obskure Steuererhöhung" ?

Androsch: Zum Beispiel die heuer wirksam gewordene Wertpapierzuwachsabgabe, die die Börse ruiniert hat und einen Riesenverwaltungsaufwand produziert hat, aber fiskalisch nichts bringt. Das ist obskur. Noch ein Beispiel: Wenn der Nutzen bei Finanzvermögen besteuert werden soll, dann kann doch nicht auch noch der Generator, der den Nutzen produziert, besteuert werden. Oder auf ein einfaches Bild gebracht: Bei einer Nudelsuppe kann man nicht nur den Schnittlauch im Auge haben und so tun, als wären Suppe und Einlage nebensächlich.

Standard: Fällt unter diese "obskuren Steuererhöhungen" auch der "Akademiker-Zwanziger" , den der Kärntner SP-Landeschef Peter Kaiser als Alternative zu Studiengebühren vorgeschlagen hat?

Androsch: Ja, damit ist keine wirksame budgetpolitische Steuerungsfunktion verbunden.

Standard: Sehen Sie den naturwissenschaftlich-technischen Bereich ÖAW-intern vernachlässigt?

Androsch: Es gibt hier sicherlich Diskussionsbedarf in der Prioritätensetzung, es wäre fatal, wenn die Akademie diesen Bereich und damit international höchst renommierte Institute aufgeben und sich nur den Life Sciences verschreiben würde.

Standard: Hat es (Grundlagen-) Forschung in Österreich in der Politik besonders schwer?

Androsch: Ja, aber nicht nur das Forschungswesen, sondern das gesamte Bildungswesen, und das wird uns in Zukunft bitter zu stehen kommen, wenn wir nicht rasch umdenken, vor allem aber die entsprechenden konkreten Maßnahmen setzen.

Standard: Sie haben die gemeinnützige Hannes-Androsch-Stiftung an der ÖAW eingerichtet. Warum gerade an der Akademie?

Androsch: Das ist für mich mit einer bestimmten Symbolik verbunden. Die im Vergleich zu anderen Ländern ohnehin sehr spät, 1847 in Wien nach dem Vorbild der Royal Society gegründete Akademie der Wissenschaften ist auch Sinnbild für das Zeitalter der Aufklärung. Diese hat unser Weltbild dramatisch verändert, ihre Prinzipien sind bis heute gültig. Ich verstehe die Akademie der Wissenschaften als Ausdruck dieser Gesinnung, der ich mich in meinem Selbstverständnis sozusagen als Kind der Aufklärung verpflichtet fühle. Aus diesem Zusammenhang rührt mein persönliches Naheverhältnis zur Akademie.

HANNES ANDROSCH (73) war Finanzminister (1970-81) und Vizekanzler (1976-81) im Kabinett Kreisky. Der Industrielle ist u. a. Uni-Rats-Vorsitzender an der Montan-Uni Leoben und Mitglied des Senats der Akademie der Wissenschaften, an der er 2004 eine Stiftung eingerichtet hat. Deren Zweck ist es, im Zusammenwirken mit der ÖAW wissenschaftliche Arbeiten zu den Themen Arbeit und Festigung des sozialen Ausgleichs und Friedens zu fördern.

 

 

Der Standard – 21. Dezember 2011

 

 

"Kampf der Institutionen" um Lehrerbildung

Universitätenkonferenz will nur dort Pädagogische Unis, wo es derzeit keine Uni gibt

Wien - Die Universitäten fürchten, dass sie bei der geplanten gemeinsamen Lehrerausbildung ausgebremst werden sollen. Während früher die Kooperation von Unis und Pädagogischen Hochschulen (PH) im Zentrum gestanden sei, werde die Reform der Lehrerausbildung nun auf einen "Kampf der Institutionen" reduziert, kritisiert Martin Polaschek, Vizerektor der Uni Graz und Leiter der "Task Force Lehramt" in der Universitätenkonferenz (Uniko).

Polaschek stößt sich generell an dem von der Regierung ausgerufenen "Beauty-Contest" (Unterrichtsministerin Claudia Schmied), in dem sich in jeder Region entscheiden soll, ob die Lehrerausbildung künftig an "Schools of Education" an den Unis oder an zu "Pädagogischen Universitäten" aufgewerteten PH stattfinden soll.

Dass alle Institutionen aufrüsten sollen, damit die Politik am Ende sage, der eine habe gewonnen und der andere umsonst Geld investiert, findet Polaschek "frivol" . Immerhin gehe es dabei um sechs- bis siebenstellige Eurobeträge. Es müsse aber Entscheidung der Politik sein, wie Steuergelder am besten eingesetzt werden.

"Außerdem ist das nicht einmal ein fairer Beauty-Contest, wenn die Hauptjurorin die eine Gruppe schon ganz offen fördert" , findet Polaschek. Denn die von Schmied forcierte Diskussion laufe stark in die Richtung, "dass es um jeden Preis Pädagogische Universitäten geben muss, egal ob wir sie brauchen oder nicht" .

Darüber, wie eine vernünftige Lehrerausbildung aussehen solle, spreche angesichts der Zuspitzung auf die Institutionenfrage niemand mehr. Dabei habe die stärkere Vernetzung zwischen Unis und PH in der Vergangenheit durchaus stattgefunden.

Für die Zukunft wünscht sich die Uniko, dass dort, wo es große Unis gibt, diese die Führung bei der Lehrerausbildung übernehmen und diese unter Einbeziehung der PH "oder zumindest über enge Kooperationsverträge" mit den PH anbieten können. Pädagogische Unis sollen nach Wunsch der Uniko nur dort entstehen, wo es keine Unis gibt.

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Dienstag, 20. Dezember 2011

2011.12.20: Unterricht

 

APA0411 II, XI 20.12.2011 14:23:46

 

Neue Mittelschule: Opposition kritisiert Ministerratsbeschluss scharf

Utl.: BZÖ und Grüne fordern gemeinsame Schule, FPÖ warnt vor Abschaffung der AHS

Bildung/Schulen/Reform/Regierung/Reaktionen

Die Opposition mag sich darüber uneinig sein, ob sie statt dem Ausbau der Neuen Mittelschule (NMS) die Gesamtschule oder ein Festhalten am derzeitigen differenzierte System fordert. Scharfe Kritik an dem heutigen Ministerratsbeschluss kommt jedoch von allen drei Parteien. Während die Grünen und das BZÖ die NMS als halbherzigen Kompromiss sehen und sich für eine gemeinsame Schule aussprechen, sieht die FPÖ die AHS gefährdet.

"Verantwortungslos" sei die Umwandlung aller Hauptschulen in NMS, ohne die Evaluierungsergebnisse des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) abzuwarten, kritisiert FP-Bildungssprecher Walter Rosenkranz. Die Ergebnisse sind erst für 2015 angekündigt, wenn die flächendeckende Umstellung der Hauptschulen bereits abgeschlossen ist. Als "Augenwischerei" bezeichnete Rosenkranz indes die Aussage, dass AHS-Unterstufen bleiben werden. "Lehrern gegenüber soll sich Unterrichtsministerin Schmied auch schon klar und deutlich geäußert haben, dass diese Umstellung der Hauptschulen auf NMS nur eine Zwischenstufe zur Abschaffung der Gymnasien wäre", so Rosenkranz.

"Zurück zum Start und die ursprünglich versprochene Gemeinsame Schule bis zum 14. Lebensjahr" fordert dagegen der Grüne Bildungssprecher Harald Walser, der in der NMS nur einen "Austausch von Türschildern", aber "keine Schulreform" sieht. Von einer späteren Trennung der Kinder sei "nichts mehr übrig geblieben: Die Neue Mittelschule wird parallel zur AHS-Unterstufen geführt, die Laufbahnentscheidung erfolgt also wieder mit neuneinhalb Jahren".

Auch BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner ortet in dem Beschluss einen Kompromiss. "Ganz offensichtlich haben sich innerhalb der Regierung wieder die Betonierer durchgesetzt und man hat sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt", so Haubner. Eine reine Umbenennung der Hauptschulen in NMS sei "zu wenig und bringt den Schülerinnen und Schülern keine Verbesserungen".

(schluss) pra;jle;mk

APA0399 II, XI 20.12.2011 14:14:59

 

Neue Mittelschule ersetzt schrittweise die Hauptschule

Utl.: AHS-Unterstufe bleibt erhalten - Schulen können weiter selbst über Formen der Differenzierung und Schwerpunktsetzungen entscheiden

Schulen/Reform/Bildung/Regierung

Mit dem Beschluss im Ministerrat am heutigen Dienstag ist die Überführung der Neuen Mittelschule (NMS) ins Regelschulwesen besiegelt. Bis zum Schuljahr 2018/19 sollen alle Hauptschulen umgewandelt werden, die AHS-Unterstufe bleibt - anders als von der SPÖ als Gesamtschule ursprünglich angestrebt - erhalten, ist aber "eingeladen, sich an diesem zukunftsorientierten Modell zu beteiligen", so Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) in einer Aussendung. "Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt", zeigt sich VP-Bildungssprecher Werner Amon zufrieden.

Mit der NMS werde "erstmals seit 50 Jahren (...) ein neuer Schultyp flächendeckend ins Regelschulwesen übernommen", so Schmied. Zuletzt waren Polytechnische Schulen 1962 eingeführt worden. "Die Neue Mittelschule wird die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse und Neigung, Begabung und Fähigkeit zum Besuch einer mittleren oder höheren Schule befähigen und sie auf das Berufsleben vorbereiten", so die Ministerin. 220.000 bisherigen Hauptschülern werde geholfen, 4.000 neue Arbeitsplätze für Lehrer würden geschaffen.

Der Schultyp sieht u.a. in den letzten zwei Unterstufenklassen eine Differenzierung zwischen "grundlegender allgemeiner Bildung" und "vertiefter allgemeiner Bildung" in Deutsch, Mathematik und lebender Fremdsprache vor, wobei die "vertiefte" Bildung dem Niveau der AHS entspricht. Der Unterricht selbst sei für alle gleich, heißt es aus dem Ministerium auf APA-Anfrage, lediglich das Beurteilungsschema sei unterschiedlich.

Mit der Verordnung seien nun "die Übertrittsmöglichkeiten der Benotung klargestellt worden". In der siebenten und achten Schulstufe wird im Zeugnis ausgewiesen, ob der Schüler in Deutsch, Mathe und Englisch die "grundlegenden" oder "vertieften" Bildungsziele erreicht. Wer in allen drei Fächern die "Vertiefung" erreicht, ist zum Aufstieg in die AHS berechtigt, in Ausnahmen kann die Klassenkonferenz Schüler auch zum AHS-Übertritt berechtigen, wenn sie in einem der Fächer nur "grundlegend" beurteilt wurden.

Inhaltliches Herzstück des Modells ist die innere Differenzierung des Unterrichts, für die vom Unterrichtsministerium zusätzliche sechs Unterrichtsstunden finanziert werden. Eingesetzt werden können diese Mittel etwa im Rahmen von "Team Teaching", wobei dem Fachlehrer ein zweiter Lehrer zur Seite gestellt und individuelle Förderung erleichtert wird. Die Differenzierung ist umstritten, die Lehrergewerkschaften äußerten damals scharfe Kritik am Gesetzesentwurf.

Die Formen der Differenzierung seien nun "im Gesetz taxativ aufgezählt", so Amon. "Am Schulstandort entscheiden Direktor und Klassenlehrer über die Form der Differenzierung, wobei die pädagogische Entscheidung, welche Fördermaßnahmen in den Klassen getroffen werden, der Klassenlehrer trifft." Auch Schwerpunktsetzungen sind laut Unterrichtsministerium - anders als ursprünglich von der Pflichtschullehrergewerkschaft kritisiert - weiter möglich.

(schluss) pra;jle;mk

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
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2011.12.20: Unterricht

 

OTS0155 II, CI 20.12.2011 12:59:25

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Umwandlung der Hauptschulen in NMS ohne BIFIE-Evaluierung verantwortungslos

Utl.: SPÖ hat mit ÖVP-Hilfe Zwischenstufe zur Abschaffung der Gymnasien erreicht

FPÖ/Rosenkranz/Bildung/NMS

Zum heutigen Ministerratsbeschluss, alle Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) umzuwandeln, stellt der FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz fest, dass dies ohne wissenschaftliche Fundierung erfolgt: "Ohne die Evaluierungsergebnisse des BIFIE abzuwarten, sollen nun blindlings alle Hauptschulen zu neuen NMS umgewandelt werden - wo gibt es da vergleichbare Fälle in der Privatwirtschaft, dass man die Katze im Sack kauft?"

Die beschwichtigenden Worte des ÖVP-Bildungssprechers Amon, dass die AHS bleiben würden, seien ebenfalls eine Augenauswischerei. Rosenkranz: "Lehrern gegenüber soll sich Unterrichtsministerin Schmied auch schon klar und deutlich geäußert haben, dass diese Umstellung der Hauptschulen auf NMS nur eine Zwischenstufe zur Abschaffung der Gymnasien wäre." Hätte Schmied dies auch bereits offen zugegeben, hätte sie freilich nicht die ÖVP als willfährige Unterstützer ihrer Pläne ins Boot holen können, so Rosenkranz.

Rückfragehinweis:

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OTS0118 II, CI 20.12.2011 11:52:04

 

Schmied und Amon: "Neue Mittelschule verbessert Chancen aller Jugendlichen"

Utl.: Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied und die Bildungssprecher Werner Amon, MBA (ÖVP) sowie Elmar Mayer (SPÖ) begrüßen Ministerratsbeschluss für die Neue Mittelschule.

Bildung/Schmied/Amon/Neue Mittelschule

Im letzten Ministerrat des Jahres wurde heute, Dienstag, mit der Übernahme der Neuen Mittelschule ins Regelschulwesen eines der wichtigsten Reformvorhaben im Jahr der Bildungsoffensive im Ministerrat beschlossen.

Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied erklärt zu diesem wichtigen Schritt der Schulreform, dem weitere folgen werden: "Erstmals seit 50 Jahren wird mit der Neuen Mittelschule eine neuer Schultyp flächendeckend ins Regelschulwesen übernommen. Die Neue Mittelschule wird die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse und Neigung, Begabung und Fähigkeit zum Besuch einer mittleren oder höheren Schule befähigen und sie auf das Berufsleben vorbereiten. In diese Reform werden unter anderem für die individuelle Förderung durch Team Teaching in den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprache im Vollausbau rund 230 Millionen Euro per Anno investiert."

"Die Kernpunkte des Reformprojekts, etwa ein Lehrplan, der in der Vertiefung dem der AHS entspricht, klare Berechtigungen beim Übertritt in eine höhere Schule und vor allem eine neue Lehr- und Lernkultur durch Individualisierung, sowie gezielte Förderung bei Schwächen und bei Stärken werden umgesetzt. Ebenso wird es jeder Schule möglich sein, autonom eigene Schwerpunkte zu setzen, für deren Entwicklung Lerndesigner zur Verfügung stehen. Aus dem Lehrer als Wissensvermittler wird der Lehrer als Lernbegleiter. Die Neue Mittelschule verbessert die Bildungs- und Berufschancen von mehr als 220.000 jungen Menschen, die bisher in Hauptschulen gingen. Auch AHS-Unterstufen sind eingeladen, sich an diesem zukunftsorientierten Modell zu beteiligen, in dem - allen modernen Erkenntnissen der Forschung entsprechend - eine Entscheidung über die weitere Bildungslaufbahn im Alter von 14 Jahren gezielt vorbereitet wird. Dazu schaffen wir knapp 4.000 neue Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer", erklärt Bildungsministerin Claudia Schmied.

"Mit der Umstellung aller Hauptschulen in Mittelschulen wird eine der größten bildungspolitischen Reformen der letzten 50 Jahre eingeleitet. Rund 1.160 Hauptschulstandorte mit rund 10.500 Klassen werden zu Mittelschulen weiterentwickelt, davon werden rund 220.000 Schülerinnen und Schüler profitieren und fast 30.000 Lehrerinnen und Lehrer betroffen sein. Über 200 Rechtsnormen müssen novelliert werden. Mit dieser Reform ist nun klar: Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt", betonte Amon. " Alle Hauptschulen werden bis zum Schuljahr 2018/19 vollständig in Neue Mittelschulen umgewandelt, die Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS) bleibt in ihren bisherigen Ausprägungen - sowohl als Langform (acht Jahre) als auch als Oberstufenform (vier Jahre) - erhalten", erläuterte der ÖVP-Bildungssprecher.

Besonderes Augenmerk ist in den Verhandlungen auf die Form der Differenzierung, das Bildungsziel, den Lehrplan sowie die Berechtigungen gelegt worden. "Die Formen der Differenzierung sind im Gesetz taxativ aufgezählt. Am Schulstandort entscheiden Direktor und Klassenlehrer über die Form der Differenzierung, wobei die pädagogische Entscheidung, welche Fördermaßnahmen in den Klassen getroffen werden, der Klassenlehrer trifft", betonte Amon.

SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer erklärt, dass "es besonders wichtig ist, dass ein Modell für den Übertritt in mittlere und höhere Schulen entwickelt wurde, das bei leistungsstarken Schülerinnen und Schülern ein Abschlusszeugnis ermöglicht, das einem Abschlusszeugnis der AHS-Unterstufe gleichwertig ist. So können alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabungen und Neigungen in einem sehr flexiblen Beurteilungssystem optimal ihre Chancen nützen."

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Josef Galley
Pressesprecher
Tel.: +43-1-53120-5019
mobil: +43-664-96-99-616
mailto:josef.galley@bmukk.gv.at
bmukk.gv.at

Büro KO-Stv. Abg. z. NR Werner Amon
Markus Klinser
Tel.: 0664 83 69 724
mailto: markus.klinser@parlament.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4920/aom

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APA0207 II, XI 20.12.2011 11:17:42

 

Lehrer-Ausbildung: Uni-Rektoren kritisieren "Kampf der Institutionen"

Utl.: Leiter der "Task Force Lehramt" sieht Zuspitzung auf Institutionenfrage statt Qualitätsentwicklung - uniko will Pädagogische Unis nur als Ausnahme

Universitäten/Hochschulen/Lehrer/Reform

Die Universitäten fürchten, dass sie bei der geplanten gemeinsamen Lehrer-Ausbildung ausgebremst werden sollen. Während früher die Kooperation von Unis und Pädagogischen Hochschulen (PH) im Zentrum gestanden sei, werde die Reform der Lehrerausbildung nun auf einen "Kampf der Institutionen" reduziert, kritisiert Martin Polaschek, Vizerektor der Uni Graz und Leiter der "Task Force Lehramt" der Universitätenkonferenz (uniko) gegenüber der APA.

Polaschek kritisiert generell den von der Regierung ausgerufenen "Beauty Contest" (Zitat: SP-Unterrichtsministerin Claudia Schmied) , in dem sich in jeder Region entscheiden soll, ob die Lehrerausbildung künftig an "School of Education" an den Unis oder an zu "Pädagogischen Universitäten" aufgewerteten PH stattfinden soll. Dass alle Institutionen aufrüsten sollen, damit die Politik am Ende sage, der eine habe gewonnen und der andere umsonst Gelder investiert, findet Polaschek "frivol". Immerhin gehe es dabei um sechs- bis siebenstellige Eurobeträge. Es müsse aber Entscheidung der Politik sein, wie Steuergelder am besten eingesetzt werden.

"Außerdem ist das nicht einmal ein fairer Beauty Contest, wenn die Hauptjurorin die eine Gruppe schon ganz offen fördert", so Polaschek. Denn die von Schmied forcierte Diskussion laufe stark in die Richtung, "dass es um jeden Preis Pädagogische Universitäten geben muss, egal ob wir sie brauchen oder nicht".

Kritik übt Polaschek auch am Entwicklungsrat für die neue Lehrer-Ausbildung: Eigentlich sollte dieser für PH und Unis gemeinsam eingesetzt werden, nun werde er aber im Zuge der Reform der PH von Schmied als "persönliches Beratungsorgan" genutzt. "Derzeit habe ich in der politischen Kommunikation den Eindruck, als wären die Universitäten Zulieferer zweiter Klasse - und das bin ich nicht bereit zu akzeptieren. Dafür machen unsere Leute zu gute Arbeit", sagt Polaschek.

Darüber, wie eine vernünftige Lehrer-Ausbildung aussehen solle, spreche angesichts der Zuspitzung auf die Institutionenfrage niemand mehr. Dabei habe die stärkere Vernetzung zwischen Unis und PH in der Vergangenheit durchaus stattgefunden. "Wir kooperieren in den verschiedensten Bereichen und das geht eigentlich gut", meint Polaschek.

Für die Zukunft wünsche sich die uniko, dass dort, wo es große Unis gibt, diese künftig die Führung bei der Lehrer-Ausbildung übernehmen und diese an einer School of Education unter Einbeziehung der PH "oder zumindest über enge Kooperationsverträge" mit den PH anbieten können. Dabei wären die Unis auch bereit, dem Unterrichtsministerium Mitspracherechte etwa bei den Curricula einzuräumen. Eine "zentralistische Führung" wie derzeit bei den PH entspreche hingegen nicht den Anforderungen an eine moderne Lehrer-Ausbildung.

Pädagogische Unis sollen nach Wunsch der uniko nur dort entstehen, wo es keine Unis gibt. Immerhin müsse bei einer Aufwertung von PH zu Pädagogischen Unis nicht nur die Forschung auf den entsprechenden Stand gebracht werden. Es brauche auch das entsprechende Verwaltungspersonal, warnt Polaschek vor einer Aufblähung der Overheads.

Von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) wünscht Polaschek sich künftig "klare Worte" in der Diskussion um die neue Lehrerbildung. Doch auch bei den Unis ortet er Fehler. Diese hätten sich bisher "unter ihrem Wert verkauft" - "weil es uns mehr um die Sache ging und wir einfach geschaut haben, dass wir vor Ort gute Projekte machen und weniger laut herumgeredet haben".

(schluss) jle;pra;mk

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Freitag, 16. Dezember 2011

16.12.2011 Unterricht

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OTS0101 II, XI 16.12.2011 11:11:53

BZÖ-Haubner zu Hummer: "Parteipolitischen Einfluss aus dem Schulsystem eliminieren"

Utl.: "Lehrergewerkschafter sind wieder einmal die Bremser und Blockierer der Nation"

"Die Direktoren im Sinne der Schulautonomie zu stärken, ist ein erster richtiger Ansatz und ginge in Richtung modernes Schulsystem. Wenn man aber wirklich ehrlich ein modernes System ohne Parteieneinfluss haben möchte, dann muss man noch weiter gehen", sagte heute BZÖ-Bildungssprecherin Abg. Ursula Haubner zu den Vorschlägen der oberösterreichischen Bildungslandesrätin Doris Hummer. "Der parteipolitische Einfluss auf das gesamte Schulsystem - vom Bildungsministerium über Landesschulräte, die Direktoren bis hin zu Lehrervertretern muss eliminiert werden - das wäre dann eine Schule als echtes Bildungsunternehmen", so Haubner.

"Die Schulleiter sollten für die pädagogischen Belange und schulischen Ausbildungsinhalte zuständig sein. Die administrativen und wirtschaftlichen Herausforderungen obliegen dann einem Schulmanager. Eine entsprechende Qualifizierung des Schulleiters rechtfertigt gleichzeitig die Stärkung seiner Position. Der Schulmanager hat sich um ein bestmögliches Schulprofil seiner Schule zu bemühen. Es muss also wie in einem modernen Wirtschaftsunternehmen agiert werden können", umriss Haubner das BZÖ-Modell.

In diesem Zusammenhang übte Haubner heftige Kritik an den Lehrergewerkschaftern, die wieder einmal "die Bremser und Blockierer der Nation" seien, die gegen jede moderne Veränderung im Schulsystem eintreten. "Diese Herrschaften haben nur Angst, dass sie Macht und Einfluss verlieren und sperren sich daher gegen eine Modernisierung der Schule".
Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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OTS0032 II 16.12.2011 09:02:55

Mayer: Neue Oberstufe weiterer Schritt zur Qualitätssicherung

Utl.: Positive Absolvierung der Module Voraussetzung für Maturaantritt - 2011 erfolgreiches Jahr der Bildung

Als einen "wichtigen weiteren Schritt zur Qualitätssicherung" an Österreichs Schulen bezeichnete heute, Freitag, SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer die Beschlussfassung der neuen Oberstufe im gestrigen Unterrichtsausschuss. "Mit der neuen Oberstufe leiten wir eine neue Ära ein. Durch die Reform der Oberstufe wird die Schule leistungs- und chancengerechter und kommt den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entgegen. Diese werden unterstützt, ihr Leistungspotential voll zu entfalten", betonte Mayer. Die positive Absolvierung aller Module sei Voraussetzung für den Maturaantritt, hob der SPÖ-Bildungssprecher hervor. "Damit wird nach den Bildungsstandards und der Matura Neu ein weiterer wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung gesetzt", sagte Mayer. ****

Ein Kern-Merkmal der neuen Oberstufe sei die semesterweise Beurteilung in Kompetenzmodulen. Das garantiere im Vergleich zur bisherigen Organisation eine Verdichtung des Lehr- und Lernklimas, sowie eine schrittweise und kontinuierliche Leistungserbringung, führte der SPÖ-Bildungssprecher weiter aus. "Dabei muss jedes Kompetenzmodul positiv abgeschlossen werden. Die Semesterprüfung kann maximal zwei Mal wiederholt werden", erläuterte Mayer. "Die neue Oberstufe bringt eine Steigerung der Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler, eine Individualisierung des Unterrichts und eine neue Lehr- und Lernkultur. Zusätzlich werden die Schülerinnen und Schüler auf ein Universitätsstudium optimal vorbereitet. Die neue Oberstufe kann daher zu Recht als Meilenstein bezeichnet werden", so Mayer.

"Das Jahr 2011 war insgesamt ein gutes Jahr für die Bildung. Zahlreiche Reformen konnten umgesetzt werden, ich erinnere an den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung, an die Übernahme der Neuen Mittelschule ins Regelschulwesen, an den Beschluss zum Nachholen von Bildungsabschlüssen oder an die Sozialpartner-Einigung zu einem neuen Dienst- und Besoldungsrecht für Hochschullehrende an Pädagogischen Hochschulen. Ich danke Bildungsministerin Claudia Schmied für ihr großes Engagement und für die gute Zusammenarbeit", so Mayer abschließend. (Schluss) mis/mb

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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OTS0021 II 16.12.2011 08:57:07

Die Landesschülervertretung lädt zum SchülerInnenparlament

Utl.: Ganze Sitzung live im Internet

Am Montag, 19. Dezember 2011, wird von 9.00 bis 15.30 Uhr im Sitzungssaal des Vorarlberger Landtags das 1. SchülerInnenparlament (SIP) in diesem Schuljahr stattfinden. Erwartet werden spannende Diskussionen zu Themen wie z.B. "Zentralmatura", "Erfolg auch mit einem Genügend" oder "Nachsitzen endgültig abschaffen".

"Es ist schön zu sehen, dass das SIP in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und Präsenz gewinnen konnte. Heutzutage ist es eines der wichtigsten Instrumente um die Anliegen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen und ihnen Geltung zu verleihen", zeigt sich BMHS-Landesschulsprecher Leander Fritsche erfreut.

Im Vorarlberger SchülerInnenparlament wird seit einigen Jahren zwei bis drei Mal jährlich über schulrelevante Themen und Anliegen entschieden. Stimmberechtigt sind alle Schulsprecherinnen und -sprecher sowie Schülervertreterinnen und -vertreter. In diesem Gremium werden nach dem Vorbild des Vorarlberger Landtags Anträge beschlossen, die dann von der Vorarlberger Landesschülervertretung im Ausschuss für Bildung und Kultur eingebracht und ebenso nach außen vertreten werden.

Auch Schullandesrat Siegi Stemer ist vom Konzept des SchülerInnenparlaments überzeugt: "Die Schülerinnen und Schüler setzen sich auf hohem Niveau mit aktuellen Schulthemen auseinander. Unsere Gesellschaft braucht informierte Jugendliche, welche die Möglichkeit zur Mitgestaltung des eigenen Lebensumfeldes nutzen. Es ist mir wichtig, die Vorschläge des SchülerInnenparlaments gemeinsam zu beraten. Nach Möglichkeit setzen wir die Anliegen im Landesschulrat für Vorarlberg um. Besonders positiv empfinde ich die konstruktive Zusammenarbeit mit den Landesschülervertreterinnen und -vertretern."

Da nicht alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben am SIP persönlich vorbeizuschauen, wird die gesamte Tagung des SchülerInnenparlaments live auf der Vorarlberger Landtagshomepage (www.vorarlberg.at/landtag-live) übertragen. Dies, so Fritsche, sei wichtig, da im SchülerInnenparlament Entscheidungen getroffen würden, die für alle Vorarlberger Schülerinnen und Schüler relevant seien.

Die Landesschülervertretung (LSV) ist die gesetzlich verankerte Vertretung der Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Bundesländer. Sie versucht nicht nur deren Interessen gegenüber dem Landesschulrat und anderen Intuitionen bestmöglich zu vertreten, sondern startet auch viele Aktionen und Veranstaltungen. Vorarlberger Landesschulsprecher im BMHS-Bereich ist Leander Fritsche, im BS-Bereich Ramon Hartlieb und im AHS-Bereich Claudia Sattler.

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APA0050 II 16.12.2011 07:00:00

Das bringt 2012 - Gratisimpfungen und gesündere Schulbuffets

Utl.: Immunisierung gegen Pneumokokken und Meningokokken kostenfrei

Neuerungen bei Impfungen für Kinder ab 2012: Das Gesundheitsministerium nimmt die Immunisierung gegen Pneumokokken - sie rufen lebensgefährliche Infektionen bei Babys und Kleinkindern hervor - in das kostenlose Kinder-Impfprogramm auf. Bisher gab es die kostenlose Impfung nur für Risikokinder. Zudem wird erstmals ab 2012 im Rahmen des öffentlichen Impfkonzeptes auch eine kostenfreie Immunisierung gegen Meningokokken für zwölfjährige Kinder angeboten.

Gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche: Bereits bei Schuleintritt haben viele Kinder mit Übergewicht zu kämpfen. Das Gesundheitsministerium setzt dabei verstärkt auf Bewusstseinsbildung: Ab Jänner 2012 können sich Betreiber von Schulbuffets bei der Umstellung ihres Lebensmittelangebots von mobilen Beratern helfen lassen. Eine Hotline für Anmeldungen und Fragen dazu wird ab Jahresbeginn zur Verfügung stehen. Hintergrund ist eine im Sommer 2011 verabschiedete Leitlinie Schulbuffet, welche ernährungswissenschaftlich fundierte und praxisorientiertere Mindeststandards für das Speisen- und Getränkeangebot an Schulbuffets vorsieht.

 

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APA0069 II 16.12.2011 07:00:00

Das bringt 2012 - Ein "Testjahr" an Österreichs Schulen

Utl.: Erstmalige Überprüfung der Bildungsstandards und PISA-Erhebung im Frühjahr - Ergebnisse der Volksschulstudien PIRLS und TIMSS - Bildungsvolksbegehren kommt ins Parlament

Für österreichische Schüler ist 2012 ein "Testjahr": Erstmals werden die Bildungsstandards überprüft, die festlegen, was Schüler der vierten bzw. achten Schulstufe in Mathematik und Lesen bzw. Mathe, Deutsch und Englisch wissen und können sollen. Den Auftakt machen die rund 80.000 Schüler der achten Schulstufe (4. Klasse Hauptschule oder AHS-Unterstufe) mit dem Fach Mathematik. Im Frühjahr stellen sich zudem die 15- bis 16-Jährigen einer weiteren PISA-Studie.

Testtag für die Bildungsstandards ist der 23. Mai, bereits im Dezember sollen die Ergebnisse vorliegen. Künftig sollen jedes Jahr im Frühjahr die Kompetenzen aus einem anderen Bereich abgefragt werden. Im Frühjahr 2013 folgen Englisch in der achten und Mathematik in der vierten Schulstufe, 2014 folgt Deutsch in beiden Altersgruppen. Dann geht der Zyklus wieder von vorne los.

Die Erhebung für die internationale Bildungsvergleichsstudie PISA in den Bereichen Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften findet vom 11. April bis 23. Mai statt, der Schwerpunkt liegt diesmal auf Mathematik. Getestet werden rund 5.000 Schüler des Jahrgangs 1996. Die Ergebnisse von PISA 2012 werden im Dezember 2013 veröffentlicht.

Bereits im Dezember 2012 werden die Ergebnisse von zwei anderen Bildungsvergleichen bekannt gegeben: von PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) und TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study), die die Kenntnisse von Zehnjährigen in Lesen bzw. Mathe und Naturwissenschaften überprüfen. An den Tests haben 2011 rund 5.200 Schüler aus Österreich teilgenommen, weltweit beteiligen sich über 50 Länder an diesen beiden Studien. Bei PIRLS landete Österreich zuletzt auf Platz 20 von 45 Ländern, bei TIMSS auf Rang 17 von 36.

Für 2012 hat sich die Regierung vorgenommen, spätestens mit Sommer die Verhandlungen zum neuen Lehrerdienst- und Besoldungsrecht abzuschließen. Ebenfalls im Lauf des ersten Halbjahrs 2012 muss das vom Industriellen und Ex-SP-Vizekanzler initiierte Bildungsvolksbegehren im Parlament behandelt werden, das von rund 384.000 Personen unterschrieben wurde.

Weitere Neuerungen, die das Jahr 2012 bringt: Das Nachholen von Bildungsabschlüssen soll künftig kostenlos sein, bis 2014 ist die Maßnahme im Budget gesichert. Außerdem soll es erste Absolventen des Lehrgangs zum akademischen Freizeitpädagogen geben, damit können erstmals Vertreter dieser neuen Berufsgruppe an Schulen in der Nachmittagsbetreuung eingesetzt werden

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OTS0285 II 15.12.2011 19:41:11

Unterrichtsausschuss beschließt Oberstufenreform Modulares System, individuelle Förderung und Lernbegleitung

Mit der Schulorganisationsgesetznovelle beschloss der Unterrichtsausschuss heute die Rahmenbedingungen für die "neue Oberstufe", die vor allem individuelle Förderung und Lernbegleitung ermöglichen sollen und zudem Maßnahmen der Begabtenförderung vorsehen. Das Gesetz, das auch eine Bestimmung über das Aufsteigen mit zwei bzw. nach Beschluss der Klassenkonferenz mit drei "Nicht genügend" enthält, wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien verabschiedet. Das kostenlose Nachholen des Pflichtschulabschlusses wiederum ist Kernbestandteil einer von den Abgeordneten einstimmig genehmigten Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Förderung von Lehrgängen im Bereich Basisbildung/Grundkompetenzen.

Schulische Förderung soll stärker individualisiert werden

Ziel des Konzepts der "neuen Oberstufe" ist es, auf die Unterschiedlichkeiten der SchülerInnen in ihrer jeweiligen Lernsituation einzugehen und dabei konkrete Unterstützungsmaßnahmen (Semesterprüfungen, Schulstufenwiederholungen als letzte Maßnahme bei mehr als zwei "Nicht genügend" in Pflichtgegenständen), aber auch Maßnahmen der Begabtenförderung anzubieten. So soll durch Früherkennung, individuelles Nachholen, Festigen und Vertiefen bei gleichzeitigem Verbleib im Klassenverband die Förderung forciert und individuelle Lernbegleitung ermöglicht werden. Weiterer Aspekt der Novelle ist die Überführung der Schulversuche zur Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Polytechnischen Schule in das Regelschulwesen.

Der Diskussion im Ausschuss lagen auch Anträge der Grünen zugrunde (1763/A(E), 1767/A(E), 1768/A(E)), in denen Abgeordnete Helene Jarmer die Einführung der Gebärdensprache als Unterrichtssprache für Gehörlose bzw. ein Ende der Diskriminierung gehörloser LehrerInnen forderte und Abgeordneter Harald Walser für die Abschaffung der Sonderschulen eintrat. Die drei Initiativen werden einem Beschluss des Ausschusses zufolge in einem Unterausschuss erörtert werden.

Während Abgeordnete Andrea Gessel-Ranftl (S) in der Novelle den Beginn einer neuen Ära für die Oberstufe sah, sprach Abgeordneter Werner Amon (V) von einem "ordentlichen Schritt vorwärts" und bedauerte, dass die Reform in der medialen Öffentlichkeit bloß auf die Frage reduziert wurde, ob man nun mit zwei oder drei "Nicht genügend" aufsteigen dürfe. Amon begrüßte insbesondere die Modularisierung der Oberstufe nach der Formel "ein Semester ist ein Modul", die Verstärkung des Frühwarnsystems und die Ausweitung des individuellen Förderangebots um 35 % bei gleichzeitigem Einsatz von Begleitlehrern. Zum Thema Klassenwiederholung stellte er klar, dass das neue Modell mehr Nachhaltigkeit erlaube, zumal einmal positiv erbrachte Leistungen erhalten bleiben und negative Module spätestens bis zur Matura ausgebessert werden müssen.

Abgeordneter Walter Rosenkranz (F) kritisierte insbesondere die Möglichkeit des Aufsteigens mit zwei bzw. drei "Nicht genügend", unterstützte allerdings die Möglichkeit der individuellen Förderung im Rahmen eines ausgebauten Frühwarnsystems. Er kündigte an, dass sich die FPÖ eine differenzierte Betrachtung bei der Abstimmung in der Zweiten Lesung vorbehalten werde.

Abgeordneter Harald Walser (G) bemängelte, die Novelle mit ihrer sinnvollen Modularisierung sei durch Kompromisse derart verbessert worden, dass am Schluss nicht viel Positives übrig bleibe. Er kritisierte insbesondere die Ausnahme der neunten Schulstufe.

Abgeordneter Stefan Petzner (B) stellte eine teilweise Zustimmung des BZÖ im Plenum in Aussicht. Sein Hauptkritikpunkt betraf das Aufsteigen mit zwei bzw. drei "Nicht genügend", in dem er einen Widerspruch zum Leistungsprinzip sah.

Abgeordneter Franz Riepl (S) hingegen erwartete sich von der Reduzierung der Zahl der Klassenwiederholungen eine Steigerung der Effizienz.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied wertete die Reform als Ausdruck des Leistungsgedankens und sah eine deutliche Verschärfung im Vergleich zum Status Quo, wobei sie betonte, jedes Semester müsse nun positiv abgeschlossen werden. Ausdrücklich begrüßte sie die Maßnahmen der Inklusion bezüglich behinderter SchülerInnen, meinte aber ebenso wie Abgeordneter Franz Josef Huainigg (V), dies sei noch nicht der letzte Schritt, gelte es doch, die diesbezüglichen Schulversuche auch in den höheren Schulstufen zu verankern.

Bei der Abstimmung wurde die Novelle mit den Stimmen der Regierungsparteien verabschiedet.

Kostenloses Nachholen des Pflichtschulabschlusses

Ein zwischen dem Bund und den Ländern im Rahmen eines Art 15a- Vertrags abgestimmten einheitlichen Förderprogramms in den Bereichen Basisbildung/Grundkompetenzen und Nachholen des Pflichtschulabschlusses sollen bessere Zugangschancen zum Arbeitsmarkt für Erwachsene eröffnet werden, die bisher über keine ausreichenden Mindestqualifikationen verfügten. Um den Erfolg der Maßnahmen sicherzustellen, soll die Teilnahme an den Bildungsprogrammen kostenlos sein.

In der Debatte wertete Abgeordneter Elmar Mayer (S) den kostenlosen Erwerb von Bildungsabschlüssen als Quantensprung und begrüßte überdies ebenso wie Abgeordnete Anna Franz (V) die einheitlichen Qualitätskriterien.

Abgeordneter Harald Walser (G) meinte, angesichts der hohen Analphabetenquote sei dringender Handlungsbedarf gegeben, durch den heutigen Beschluss "gehe etwas vorwärts".

Abgeordneter Stefan Markowitz (B) begrüßte ebenfalls die Vereinbarung, vermisste aber einen Rechtsanspruch auf die unentgeltliche Teilnahme an den Lehrgängen. Positiv äußerte sich auch Abgeordneter Walter Rosenkranz (F).

Unterrichtsministerin Claudia Schmied sprach von einem epochalem Schritt: Erstmals sei es gelungen, einen Vertrag mit den Ländern über Erwachsenenbildung abzuschließen und dabei Bundesinteressen zu verwirklichen. Erwachsenenbildungseinrichtungen, die sich akkreditieren lassen, bieten die Lehrgänge an, die Länder und der Bund werden die Kosten refundieren, erklärte sie. Für den Zeitraum 2012 bis 2014 sei ein Gesamtvolumen von 55 Mio. € vorgesehen. Wichtig war es für Schmied nun, die Zielgruppe zu erreichen und zu mobilisieren, gleichzeitig aber auch die Reformbestrebungen im Bildungsbereich voranzutreiben, zumal, wie sie sagte, das eine das andere nicht ausschließe.

Die Vereinbarung wurde einstimmig angenommen.

Schule soll mehr kreative Bildung anbieten

Mehr kreative Bildung verlangten zwei Entschließungsanträge der Regierungsparteien, die vom Ausschuss einstimmig angenommen wurden. Die Abgeordneten Sonja Ablinger (S) und Silvia Fuhrmann (V) plädierten in ihrer gemeinsam eingebrachten Initiative für die Einbeziehung von Musikschulen, Theater- und Tanzprojekten zur kreativen Bildung in ganztägige Schulformen. Die Abgeordneten Elmar Mayer (S) und Werner Amon (V) wiederum schlugen in ihrem Antrag die Einrichtung eines musisch-kreativen Schwerpunktes in der Neuen Mittelschule vor.

Als miterledigt galt damit ein Vorstoß des Abgeordneten Walter Rosenkranz auf Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zwischen Musikschulen und Musikapellen im Rahmen von Betreuungsformen in den Schulen außerhalb des Regelunterrichts.

Oppositionsinitiativen im Unterrichtsausschuss vertagt

Abgeordneter Harald Walser (G) schlug in seinem Entschließungsantrag 1762/A(E) die Abschaffung des Hauptschullehrplans vor und empfahl die ausschließliche Verwendung des AHS-Unterstufenlehrplanes an Neuen Mittelschulen. Der Antrag wurde einstimmig vertagt, nachdem Abgeordneter Werner Amon (V) auf bevorstehende Beschlüsse der Bundesregierung zum Thema Neue Mittelschule hingewiesen hatte. Die Verwendung des Hauptschullehrplans mit dem Ziel einer "grundlegenden vertiefenden Allgemeinbildung" helfe Schülern, die das Ziel einer "umfassenden vertiefenden Allgemeinbildung", wie es dem achtjährigen Bildungskontinuum des Gymnasiums entspreche, in der vierjährigen Neuen Mittelschule nicht erreichen können, stellte Abgeordneter Amon gegenüber dem Antragsteller fest, der an das Versprechen erinnert hatte, in der Neuen Mittelschule nach dem Lehrplan der AHS-Unterstufe zu unterrichten.

Dann setzte sich Abgeordneter Stefan Petzner (B) für den Erhalt religiöser Symbole der christlich-abendländischen Kultur, insbesondere des Kreuzes, im öffentlichen Raum ein (887/A(E)) und wandte sich gegen ein diesbezügliches negatives Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Abgeordneter Elmar Mayer (S) erinnerte an eine Entschließung des Nationalrates aus dem Jahr 2009, die dem Anliegen des Antrages Rechnung trug und schlug eine Vertagung vor. Demgegenüber wies der Antragsteller auf den europäischen Anlass seiner Initiative und auf sein Verlangen hin, auch auf europäischer Ebene tätig zu werden.

Abgeordneter Harald Walser (G) hielt den Antrag angesichts der Rechtslage in Österreich für überflüssig und wandte sich entschieden gegen Versuche von Parteien, Religionen politisch zu instrumentalisieren. Walser plädierte für die Ablehnung des Antrags. Die Vertagung erfolgte mit S-V-Mehrheit.

Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (F) forderte ein Verbot von Kopftüchern in Schulen (1279/A(E)). Das Kopftuch sei nicht Ausdruck einer religiösen Haltung, sondern Symbol für die Unterwerfung der Frau unter den Mann und überdies ein Zeichen des politischen Islams, erklärte die Antragstellerin.

Abgeordneter Werner Amon (V) hielt das Thema für diskussionswürdig, weil die Verschleierung tatsächlich als ein Mittel der Diskriminierung von Frauen eingesetzt werde. Amon wollte diese Debatte aber nicht im Plenum führen, sondern vorerst in einem kleineren Kreis und unterbreitete daher einen Vertagungsantrag.

Der Forderung Amons, den Antrag genauer zu formulieren, weil Kopftücher in Österreich nicht nur von Islamistinnen getragen werden, schloss sich Abgeordneter Stefan Petzner (B) an. Auch Abgeordneter Harald Walser (G) sprach sich für eine umfassende und unaufgeregte Diskussion des Themas aus, den vorliegenden Antrag sah Walser aber nicht als einen Beitrag dazu und plädierte auf Ablehnung. Abgeordneter Walter Rosenkranz (F) schloss sich dem Vorschlag nach einer grundlegenden Diskussion in einem kleineren Rahmen und somit auch dem Antrag auf Vertagung an und sprach die Hoffnung auf eine Fünf-Parteien-Lösung aus. Die Vertagung erfolgte mit S-V-F-B- Mehrheit.

Abgeordneter Walter Rosenkranz (F) trat schließlich dafür ein, IFES- Umfragen über die Zufriedenheit der Eltern nicht auf die Neue Mittelschule zu beschränken, sondern auch auf Gymnasien auszuweiten (1217/A(E)).

Abgeordneter Harald Walser (G) lehnte derartige Umfragen als "PR- Aktionen" und "Verschwendung von Steuergeld" grundsätzlich ab. Im Hinblick auf eine bevorstehende umfassende Debatte über die Neue Mittelschule plädierte Abgeordneter Franz Riepl (S) mit Unterstützung von ÖVP und BZÖ erfolgreich für die Vertagung der Vorlage.

Bürgerinitiative: Berufsschulabschluss soll nachgeholt werden können

Mit einer Ergänzung im Schulorganisationsgesetz (SchOG) will die Bürgerinitiative 27/BI das Nachholen eines Berufsschulabschlusses ermöglichen. Die Chance auf eine positive Lehrabschlussprüfung würde wesentlich erhöht, argumentieren die mehr als 7.000 UnterzeichnerInnen der Initiative. Dies würde den Betroffenen und der österreichischen Wirtschaft nützen.

Redner aller Fraktionen nahmen das Anliegen der Bürgerinitiative positiv auf und bezeichneten es als wichtig, Menschen zu unterstützen, die ihren Berufsschulabschluss nachholen wollen. Abgeordneter Franz Riepl (S) wies dabei auf die Notwendigkeit hin, Verhandlungen mit den verschiedenen Schulerhaltern und den Ländern zu führen und dabei auch offene Finanzierungsfragen zu klären. Bundesministerin Claudia Schmied berichtete über eine dazu eingerichtete interministerielle Arbeitsgruppe. Sie werde den vorliegenden Vorschlag sowie mögliche Alternativen dazu prüfen, mit den Ländern verhandeln und noch vor dem Sommer 2012 konkrete Vorschläge unterbreiten, kündigte die Ministerin an. - Die Vertagung erfolgte mit S-V-F-Mehrheit. (Schluss)

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640 e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: http://www.parlament.gv.at
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Eva Maria Bartes-Stummvoll

Büro Kurt Schober

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Parlament

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

15.12.2011 Unterricht 2. Teil

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OTS0247 CI 15.12.2011 15:43:42

 

AKNÖ: Wichtiger Schritt in der Bildungspolitik - langjährige AKNÖ-Förderung wird umgesetzt

Utl.: 1.215 NiederösterreicherInnen können in den nächsten drei Jahren kostenlos Bildung nachholen

Erwachsenenbildung/Arbeiterkammer/Niederösterreich/Landtag

Der niederösterreichische Landtag beschließt heute, dass der Pflichtschulabschluss kostenlos nachgeholt werden kann. AKNÖ-Präsident Haneder spricht von einem "richtigen Schritt zu mehr Chancengleichheit".

Heute wird im niederösterreichischen Landtag eine wichtige Forderung der AKNÖ beschlossen: Pflichtschulabschlüsse können kostenlos nachgeholt werden. Auch Basisbildungskurse sollen österreichweit von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden. Eine mehr als notwendige Maßnahme: Eine(r) von zwanzig Jugendlichen verlässt die Pflichtschule ohne positiven Abschluss. Damit sinken die Chancen am Arbeitsmarkt und das Einkommen. "Viele Menschen entscheiden sich erst später im Leben dazu, einen Abschluss nachzuholen. Durch die Kostenfreiheit fällt damit besonders für einkommensschwache Menschen die finanzielle Belastung weg", zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder erfreut.

Ein weiteres Problem beim Nachholen von Bildungsabschlüssen, dass es zu wenige Kurse in Niederösterreich gibt. Durch die geplante Kostenübernahme durch Bund und Länder ist zu erwarten, dass dieses Angebot steigen wird. Das Land Niederösterreich rechnet mit 315 Personen, die den Pflichtschulabschluss in den nächsten drei Jahren nachholen wollen. Erfreut zeigt sich sich Haneder auch über einen zweiten Landtagsbeschluss heute. "Auch Kurse, wo man Basisbildung wie Schreiben, Lesen und Rechnen nachholen kann, sind demnächst kostenlos". Davon sollen 900 NiederösterreicherInnen profitieren.

"Kurse erwachsenengerecht machen"

Gleichzeitig müssten die Kurse erwachsenengerecht werden. "Es ist anachronistisch, wenn heute erwachsene Menschen, die im Beruf stehen, Fächer nachholen müssen, die 10 bis 14-Jährige in der Hauptschule haben. Es würde viel mehr Sinn machen, wie bei der Berufsreifeprüfung auch hier einen Praxisbezug herzustellen, anstatt Erwachsene mit unzähligen Nebenfächern aufzuhalten." Wichtig sei auch eine bessere soziale Absicherung all jener, die solche Kurse besuchen, "Ansonsten wird das für viele Betroffene in der Realität trotzdem nicht möglich sein."

Rückfragehinweis: AKNÖ-Bildungsexperte Mag. Markus Riedmayer 05-7171-1975
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OTS0213 II 15.12.2011 14:03:03

Jarmer: Abschaffung der Sonderschulen und Inklusion sind Menschenrechte

Utl.: Keine Zustimmung der Grünen zu Integration nur in Haushaltsschulen und Polytechnischen Schulen

Im heute stattfindenden Unterrichtsausschuss soll die Ausweitung des Integrativen Unterrichts für SchülerInnen mit Behinderungen beschlossen werden, allerdings nur in Haushaltsschulen und Polytechnischen Schulen. "Ich fordere echte Gleichbehandlung und faire Chancen für Kinder mit Behinderungen. Mit halben Sachen lassen wir uns nicht abspeisen", kritisiert Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen. Die Grünen werden der Regierungsvorlage daher nicht zustimmen. "Stattdessen bringen wir einen eigenen Antrag auf Abschaffung der Sonderschulen ein. Die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen verpflichtet Österreich dazu, Diskriminierungen gegenüber Behinderten abzuschaffen. Sonderschulen stellen eine solche dar", so Jarmer.
Rückfragehinweis: Die Grünen Tel.: +43-1 40110-6697 mailto:presse@gruene.at
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APA0300 CI, II 15.12.2011 12:52:02

Erstes Salzburger "Lerncafe" fördert Kinder mit Migrationshintergrund

Utl.: Kostenlose Nachmittagsbetreuung mit Jause und Freizeitgestaltung - 15 Kinder nützen das Angebot bereits

Seit 1. Dezember setzt die Caritas Salzburg mit einem speziellen Lerncafe auf Förderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. 15 Kinder nützen die kostenlose Lern- und Nachmittagsbetreuung in der Pfarre St. Elisabeth im Salzburger Stadtteil Itzling bereits. Sieben ehrenamtliche Mitarbeiter gestalten das Programm, das aus Lernen, einer gesunden Jause und Freizeit besteht.

Betreut werden die Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren, an drei Tagen der Woche. "In den ersten zwei Stunden werden Hausaufgaben gemacht, gelernt, geübt und auf Prüfungen vorbereitet. Wir wollen für die Kinder aber nicht nur ein schulisches Lernen gestalten, sondern vor allem ein integratives soziales Lernen in der Gemeinschaft. Nach der Lernzeit gibt es eine Jause, wobei wir darauf achten, dass diese gesund ist, um den Kindern beizubringen, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist. Die restliche Zeit ist für Spiel und Spaß da", erklärte Hans Kreuzeder, Direktor der Caritas Salzburg heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch.

14 der Kinder, die am Integrationsprogramm derzeit teilnehmen, haben einen Migrationshintergrund, ein Mädchen ist österreichischer Herkunft. Fünf Kinder befinden sich auf der Warteliste. Beim Lernen werden die Kinder in zwei Gruppen und auf zwei Räume aufgeteilt. Um diese Kinder kümmern sich jeweils zwei bis drei Helfer, drei bis vier fände die Projektleitung optimal."Wir wollen den Kindern einfach eine gute und ausgeglichene Nachmittagsbetreuung bieten, bestehend aus Lernen, aber auch aus einer kreativen Freizeitgestaltung. Letzte Woche haben wir zum Beispiel das Nikolausfest gefeiert, außerdem zeichnen die Kinder gerade unser Maskottchen, eine Eule", erklärte Nada Sedlak, Projektleiterin des Cafes.

Die Caritas setzt auf Zusammenarbeit mit Schulen, der Großteil der betreuten Kinder stammt aus der in der Nähe liegenden Volksschule Pestalozzi. "Wir pflegen stets Kontakt zu den Herkunftsschulen, um von den Lehrern über Schwächen der Kinder informiert zu werden. Auch die Eltern werden in Form von Gesprächen miteinbezogen. Nicht alle Kinder können die Schule ohne zusätzliche Hilfe bewältigen, oft haben Eltern aber nicht die nötigen finanziellen Mittel, um einen Nachhilfeunterricht zu finanzieren oder haben zu schlechte Deutschkenntnisse, um ihre Kinder selbst zu unterstützen", sagte Kreuzeder.

Das Projekt wird vom Staatssekretariat für Integration mit 22.000 Euro im Jahr unterstützt, die Gesamtkosten belaufen sich auf 35.000 Euro. Im Pinzgau soll schon bald ein weiters Lerncafe eröffnen.

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OTS0107 II 15.12.2011 11:07:28

Keuschnigg: Bildungsthema liegt uns am Herzen

Utl.: Stv. ÖVP-Fraktionsvorsitzender der Bundesrat "kann Vorwurf Neuwirths nicht im Raum stehen lassen"

Bei allem Respekt und bei aller Kollegialität kann ich doch den Vorwurf der scheidenden Bundesratspräsidentin Neuwirth, wonach die verfassungsrechtliche Verankerung von Bildungsdirektionen an der ÖVP-Fraktion gescheitert sei, nicht unwidersprochen lassen, sagte der stv. Fraktionsvorsitzende der ÖVP-Bundesräte Georg Keuschnigg heute, Donnerstag, am Rande der Plenarsitzung des Bundesrates.

"Präsidentin Neuwirth weiß genau, dass für das Frühjahr 2012 ein Gipfel der Bundesregierung mit den Landeshauptleuten vereinbart ist, bei dem die Reform der Schulverwaltung umfassend diskutiert werden soll. Es macht daher wohl wenig Sinn, vorher etwas zu beschließen, das diese Verhandlungen möglicherweise belastet", stellte Keuschnigg klar.

"Die Bildung und die Schulreform liegen uns am Herzen, aber es muss einen breiten Konsens auch mit den Landeshauptleuten geben. Schnellschüsse bringen nichts, die nötige Zeit müssen wir uns nehmen", schloss Keuschnigg und dankte der scheidenden Bundesratspräsidentin abschließend namens der ÖVP-Fraktion für die sonst gute Zusammenarbeit und Vorsitzführung. (Schluss)

Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs Tel.: 01/40110/4436 http://www.oevpklub.at
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OTS0049 II 15.12.2011 09:56:30

Jugend Innovativ: Der Countdown läuft!

Utl.: Innovative Ideen noch rasch bis 30. Dezember 2011 bei Österreichs bekanntestem Wettbewerb für kreative und innovative Lösungen von Schüler/innen und Lehrlingen anmelden.

Mit dem Motto "Mit Ideen wachsen!" bietet Jugend Innovativ im Schuljahr 2011/12 erneut den fruchtbaren Boden für kleine und große Ideen von Schüler/innen und Lehrlingen im Alter von 15 bis 20 Jahren. Die österreichweite Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur geht zum 25. Mal auf die Suche nach kreativen und innovativen Lösungen in den Themenfeldern Business, Design, Engineering und Science. Zudem nehmen Projektideen, die das Klima schützen bei Jugend Innovativ einen besonderen Stellenwert ein. NEU! Für den Sonderpreis "idea.goes.app" werden innovative, praktische und smarte Apps bzw. App-Konzepte gesucht!

SHL: Einfallsreichtum wird bei Jugend Innovativ belohnt!

Engagierte Jugendliche, die zeigen was in ihnen steckt und ihre kreativen und innovativen Lösungen nicht nur "im Kopf haben" sondern diese auch in Form von Projekten ausarbeiten, werden im Rahmen des Wettbewerbs mit Projektbudgets bis zu EUR 500,- pro Projekt belohnt! Die spannenden Ergebnisse und Entwicklungen der Jugendlichen werden der Öffentlichkeit sowohl bei den Halbfinal-Events in den einreichstärksten Bundesländern als auch beim Bundes-Finale präsentiert, bei dem die die begehrten Hauptpreise an die Besten pro Kategorie vergeben werden: Geldpreise in der Höhe von rund 32.000,- und zudem Entsendungen zu internationalen Messen und Wettbewerben in Europa, den USA und Asien.

SHL: Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 30. Dezember 2011! Die Online-Anmeldung ist auf ww.jugendinnovativ.at im Log-in-Bereich durchzuführen und reicht zunächst aus, um sich die Teilnahme am laufenden Wettbewerb zu sichern. Die Grundlage für die Wettbewerbsbewertung bildet die schriftliche Dokumentation über Projektarbeit inklusive aktueller Ergebnisse, die bis 2. März 2012 über das Einreichportal einzureichen ist.

Details und Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb sowie inspirierende Projekt-Beispiele der letzten Jahre sind auf der Website www.jugendinnovativ.at zu finden.

SHL: Über Jugend Innovativ

Ziel des österreichweiten Schüler/innen-Wettbewerbes ist, das Kreativitätspotenzial, die Innovationskraft und den Ideenreichtum junger Talente und Nachwuchsforscher/innen zu fördern und ans Tageslicht zu bringen. Die Teilnahme bietet innovativen Schüler/innen und Lehrlingen im Alter von 15 bis 20 Jahren die einmalige Chance, ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bisher haben 5.500 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe von 1,3 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten.

Jugend Innovativ wird von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur durchgeführt und weiterentwickelt. Als Unterstützer fungieren die Raiffeisen Klimaschutz-Initiative und T-Systems Austria.

Rückfragehinweis: Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft m.b.H. Jana Zach Tel.: +43 1 501 75 514 mailto:j.zach@awsg.at www.jugendinnovativ.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/35/aom

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Eva Maria Bartes-Stummvoll

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