Mittwoch, 29. Februar 2012

2012.02.29: Bildung

OTS0204 II, XI 29.02.2012 12:33:55

 

Hochwertige, einheitliche PädagogInnenausbildung gegen LehrerInnenmangel

Utl.: ÖGB-Oberhauser: Die besten LehrerInnen für Umsetzung der Neuen Mittelschule notwendig

Bildung/ÖGB/Schulen/Universitäten

"Bildung ist Zukunft, und dafür brauchen wir die besten Lehrerinnen und Lehrer, auch in Hinblick auf die flächendeckende Umsetzung der neuen Mittelschule im Regelschulwesen. Deshalb ist sehr zu begrüßen, dass Unterrichts- und Wissenschaftsministerium nun einen Entwicklungsrat für die Pädagoginnen- und Pädagogenbildung Neu ins Leben rufen", sagt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser.++++

Der ÖGB ist in seinem Schwerpunkt "Bildung geht weiter" für eine einheitliche hochschulische Ausbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen auf Masterniveau eingetreten. Auch die Vorbereitungsgruppe der beiden Ministerien hat als Ziel festgesetzt, eine qualitativ hochwertige Ausbildung der PädagogInnen, insbesondere aller LehrerInnen, auf tertiärem Niveau, zu erreichen. "Mit dieser qualitativen Aufwertung sowie mit der noch zu verhandelnden Reform des Dienst- und Besoldungsrechts der LehrerInnen muss die Attraktivität des Lehrerberufs verbessert und dem bestehenden und drohenden Personalmangel etwas entgegengesetzt werden", sagt Oberhauser.

Rückfragehinweis:

ÖGB-Kommunikation
Florian Kräftner
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OTS0199 WI, II 29.02.2012 12:30:28

 

Industrie begrüßt Vorstoß für neue Pädagogenausbildung

Utl.: IV-VGS Koren: Wichtiges Signal zur Weiterentwicklung der Bildungspolitik - Wesentliche Forderung des Bildungsvolksbegehrens erfüllt

Wirtschaft/IV/Koren/Bildung/Lehrerinnen/Ausbildung

Die Industriellenvereinigung begrüßt die heutige Vorstellung eines Entwicklungsrates zur "Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU" durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. "Dieser Vorstoß ist ein wichtiges Signal für eine Weiterentwicklung der Bildungspolitik", betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren. Die Umsetzung einer modernen Ausbildung für alle Pädagoginnen und Pädagogen sei auch eine der wichtigsten Forderungen des von der IV unterstützten Volksbegehrens Bildungsinitiative gewesen.

Es gelte nun, den Elan, der durch das Bildungsvolksbegehren und die Initiative der beiden Minister ausgelöst wurde, weiter zu verfolgen und das Projekt "Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU" rasch umzusetzen. "Die Bemühungen, eine neue, gemeinsame Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen auf den Weg zu bringen, sind so ungemein wichtig, weil Pädagoginnen und Pädagogen die Architekten der Zukunft sind", betonte Koren. "Vor allem die Besonderheit der Berufspädagogik muss im Hinblick auf die für die Wirtschaft so wichtigen Berufsbildenden Höheren und Mittleren Schulen sowie Berufsschulen bei der Umsetzung ausreichend miteinbezogen werden", forderte Koren. Dabei sei der Fokus auf Qualität und beste Ausbildung über alles zu stellen. "Wir sehen ein Miteinander der Institutionen mit gemeinsamen Curricula, wie es an manchen Standorten bereits praktiziert wird, als Best-Practice-Beispiel, dem weitere folgen sollten", sagte Koren.

Einen wichtigen Beitrag zur Motivation und Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen leiste die IV seit Jahren, indem sie heuer am 5. März 2012 im Haus der Industrie bereits zum vierten Mal herausragende Pädagoginnen und Pädagogen für ihre Leistungen mit dem IV-TEACHER'S AWARD auszeichnet.

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APA0312 II, XI 29.02.2012 12:18:18

 

Lehrer-Ausbildung: Schmied und Töchterle wieder einig BILD

Utl.: Sehen keine Differenzen in der Frage, wo Lehrer-Ausbildung künftig stattfinden soll - Entwicklungsrat mit Mitgliedern aus Unterrichts- und Wissenschaftsministerium nimmt Arbeit auf

Lehrer/Universitäten/Hochschulen/Reform/Schmied/Töchterle

Seit vielen Monaten ist die Diskussion um die geplante Reform der Lehrer-Ausbildung von der Frage dominiert, ob dabei künftig die Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) unterstellten Unis oder die bei Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) ressortierenden Pädagogischen Hochschulen (PH) die Federführung übernehmen sollen. Ab sofort soll allerdings wieder gemeinsam vorgegangen werden: Der lange angekündigte Entwicklungsrat nimmt seine Arbeit auf, anlässlich seiner Konstituierung demonstrierten Schmied und Töchterle bei einer Pressekonferenz am Mittwoch Einigkeit. Es sei das gemeinsame Ziel, die Qualität der Lehrerausbildung zu verbessern.

Derzeit werden die Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) an den Unis sowie Pflichtschullehrer (Volks-, Haupt, Sonder- und polytechnische Schule) an den PH ausgebildet. Den PH wird dabei mangelnde Wissenschaftlichkeit, den Unis indes zu wenig Praxisbezug vorgeworfen. Künftig sollen alle Lehrer an gemeinsamen Einrichtungen ausgebildet werden. Die Schaffung dieser Einrichtungen soll der neue Entwicklungsrat koordinieren.

Schmied hatte die von ihr nominierten Mitglieder des Entwicklungsrates bereits im vergangenen Herbst vorgestellt, als sie eine PH-Reform ankündigte. Nun hat Töchterle mit Rektor Arthur Mettinger (Fachhochschule Campus Wien) und Bildungspsychologin Christiane Spiel (Uni Wien) auch die Mitglieder des Wissenschaftsministeriums nominiert. Der Entwicklungsrat soll nun einen Kompetenzkatalog erstellen, in dem festgelegt wird, was Lehrer künftig können sollen, so Schmied.

Der Rat soll außerdem anhand von Potenzialanalysen empfehlen, welche Einrichtungen in den verschiedenen Regionen für die Lehrerausbildung zuständig sein sollen und diese dann akkreditieren und Empfehlungen für die Leistungsvereinbarungen mit diesen Institutionen vorlegen. Träger der neuen Lehrer-Ausbildung könnten dabei PH, Unis, Verbund- oder Kooperationsmodelle sein, betonte Schmied. Als Zeitraum für die Umstellung werden fünf bis zehn Jahre genannt.

Töchterle betonte in diesem Zusammenhang, dass es im Gegensatz zur medialen Darstellung keinen Konflikt mit der Unterrichtsministerin in der Institutionenfrage gebe. "Es ist der Eindruck entstanden, wir wären hier kontrovers. Wir sind es nicht." Er selbst sehe diese Frage ganz pragmatisch: In Regionen, wo es Unis gibt, wäre es gut, wenn die PH die Forschungskompetenzen der Uni mitnutzen statt diese parallel selbst aufzubauen. Und wissenschaftliche Fundierung sei essenziell für die Qualität der Ausbildung.

Es gebe aber Fälle wie die PH Vorarlberg, wo es keine Uni gebe und wo eine Aufwertung zu einer Pädagogischen Uni angestrebt sei. "Das kann ein Weg sein, dauert aber ziemlich lange." Es müssten die regionalen Besonderheiten berücksichtigt werden, betonte Töchterle. Auf jeden Fall sei er "gegen Zwangsfusionen" und für enge Kooperation, meinte er in Richtung der Uni für Angewandte Kunst, die jüngst medial die Auflösung der PH Wien gefordert hat. Töchterle verwies außerdem darauf, dass von den Unis bereits "eine Fülle von Konzepten vorgelegt wurden, wie mit den PH kooperiert werden kann."

Auch Schmied hob gemeinsame Initiativen hervor. Von den 14 Anträgen für die Schaffung neuer Masterstudien, die eingegangen seien, seien in 13 Kooperationsmodelle mit Unis enthalten. "Das zeigt, dass die einzelnen Institutionen in ihrer Kooperationsfähigkeit bereits weit entwickelt sind."

(schluss) jle;cm;cts

OTS0191 II 29.02.2012 12:16:48

 

Lehrer-Ausbildung - Ministerin Schmied: Konstitution eines gemeinsamen Entwicklungsrats

Utl.: Intensiver Arbeitsprozess bei "PädagogInnenbildung NEU" - Pädagogische Hochschulen als Kompetenzzentren für Lehrerbildung - Bestmögliche gemeinsame Lehrerausbildung

SPÖ/Schmied/Bildung/Lehrer/Reform/Pädagogische Hochschulen

Bildungsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Töchterle haben heute, Mittwoch, neue Entwicklungsschritte für das gemeinsame Reformprojekt "PädagogInnenbildung NEU" präsentiert. Die neue Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer ist dank "umfangreicher Vorarbeiten" bestens vorbereitet, man befinde sich in einem intensiven Arbeitsprozess, sagte Ministerin Schmied, die darüber informierte, dass sich heute auch der gemeinsame Entwicklungsrat unter Vorsitz des Bildungsexperten Andreas Schnider konstituiert hat. Für Ministerin Schmied ist klar: "Vom Neusiedler See bis zum Bodensee muss eine bestmögliche Qualifikation der Pädagoginnen und Pädagogen gegeben sein." Den Pädagogischen Hochschulen (PH) kommt dabei in Sachen Fort- und Weiterbildung der Lehrenden eine zentrale Rolle zu. ****

Der heute nominierte Entwicklungsrat berät einvernehmlich das Unterrichts- und Wissenschaftsministerium und hat u.a. folgende Aufgaben: + Definition der Eckpunkte für Kompetenzkataloge + Weiterentwicklung bei der Koordinierung der Eckpunkte für Curricula + Anerkennung der Ausbildungsprogramme + Empfehlungen für Leistungsvereinbarungen + Erstellung eines gesamtösterreichischen Entwicklungsplans für die Verankerung der PädagogInnenbildung NEU.

Bis dato ist bereits viel an wesentlichen Vorarbeiten geschehen. Dies umfasst z.B. die Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen und die Vorbereitung neuer Studienangebote. So wurden Masterstudien für Mentoring, für kollegiales Lehren und Lernen sowie für Schulmanagement ausgeschrieben. "Wie intensiv die Zusammenarbeit zwischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten in der Praxis schon ist, zeigt die Tatsache, dass von den 14 Anträgen der Pädagogischen Hochschulen auf neue Masterstudien 13 in Zusammenarbeit mit Universitäten gestellt wurden", hob Schmied die erkennbaren Fortschritte bei diesem strategischen Schlüsselprojekt der Bildungsreform hervor. Für die Bildungsministerin ist es im nächsten Schritt von zentraler Bedeutung, Masterprogramme im öffentlich-rechtlichen Auftrag (nicht kostenpflichtige Angebote) zu verankern. Hierzu seien Gespräche mit Wissenschaftsminister Töchterle zu führen, sagte Schmied. Auch an der Stärkung der Forschungskompetenz der Pädagogischen Hochschulen werde weiter intensiv gearbeitet.

Beim gemeinsamen Reformprojekt "PädagogInnenbildung NEU" gehe es um eine bestmögliche Aus- und Weiterbildung für alle Lehrenden. Grundsätzlich soll die neue Ausbildung auf den vier Säulen Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Pädagogik und Schulpraxis basieren. (Schluss) mb/ah

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OTS0149 CI 29.02.2012 11:29:39

 

Karlheinz Töchterle zur Pädagog/innenbildung NEU: "Die besten Modelle fördern und das Wissen aller Partner nützen"

Utl.: Wissenschaftsminister nominiert Dr. Arthur Mettinger und Dr. Christiane Spiel in den neuen Entwicklungsrat

Wissenschaft/Töchterle/BMWF/PädagogInnenbildung NEU/Entwicklungsrat

In einem gemeinsamen Pressegespräch zur Pädagog/innenbildung NEU mit Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied skizzierte heute Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle wesentliche Eckpunkte für den weiteren Arbeitsprozess. "Es muss darum gehen, für unsere Kinder die bestmögliche Bildung anzustreben. Die Ausbildung ihrer Lehrerinnen und Lehrer ist dabei ein zentraler Ansatz", so Töchterle. Mit dem neu eingerichteten Entwicklungsrat, der als beratendes und empfehlendes Organ tätig werden wird, stehen den beiden Ministerien dafür ausgewiesene Kennerinnen und Kenner des Bildungswesens zur Seite. "Vom Entwicklungsrat begleitet wollen wir nun gemeinsam die Fülle der bestehenden Kooperationen sowie regionalen und schultypenspezifischen Bedürfnisse in ein Ganzes gießen", so der Wissenschaftsminister, der sich darüber erfreut zeigt, dass "sich die Universitäten vermehrt um diesen Bereich kümmern und sich hier stark einbringen".

Mit Univ.-Prof. Dr. Arthur Mettinger und Univ.-Prof. Dr. Christiane Spiel nominierte der Wissenschafts- und Forschungsminister zwei Mitglieder in den nunmehr konstituierten Entwicklungsrat, die sich bereits in der Vergangenheit intensiv dem Themenbereich der Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung widmeten. Weitere Mitglieder des Entwicklungsrates sind Dr. Andreas Schnider als Leiter und Dr. Roland Fischer. "Damit steht unseren Ministerien ein hochkarätig besetztes Gremium zur Seite, das mit hoher Kompetenz auf die Vielfalt der An- und Herausforderungen zugehen soll", erklärt Töchterle.

Für den Wissenschaftsminister ist klar: "Bereits jetzt entstehen in vielen Regionen zukunftsweisende Konzepte und vielversprechende Modelle, wie die zukünftige Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen mit Blick auf die regionalen und lokalen Begebenheiten aussehen kann. Dieses Wissen und diese Erfahrung müssen in ein Gesamtkonzept einfließen. Mein Wunsch ist es, dass sich möglichst vieles von dort aus entwickeln und wachsen kann."

Dies betrifft nicht nur die Frage der künftigen ausbildenden Einrichtungen, sondern auch die inhaltliche Ausformung der Curricula. "Die Politik hat den Rahmen vorzugeben, in dem die künftige Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen stattfinden wird, also vor allem die geforderten Qualifikationen vorzugeben. Die Erstellung der Curricula zum Erreichen dieser Qualifikationen ist hingegen Aufgabe der Bildungsinstitutionen", so Töchterle, der das Projekt Pädagog/innenbildung NEU auch als wichtigen Beitrag zur Erhöhung des gesellschaftlichen Ansehens des Berufsbildes Lehrer/in bezeichnet.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressesprecher: Markus Gorfer
Tel.: +43 1 531 20 9027
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2012.02.29: Bildung

 

OTS0149 CI 29.02.2012 11:29:39

 

Karlheinz Töchterle zur Pädagog/innenbildung NEU: "Die besten Modelle fördern und das Wissen aller Partner nützen"

Utl.: Wissenschaftsminister nominiert Dr. Arthur Mettinger und Dr. Christiane Spiel in den neuen Entwicklungsrat

Wissenschaft/Töchterle/BMWF/PädagogInnenbildung NEU/Entwicklungsrat

In einem gemeinsamen Pressegespräch zur Pädagog/innenbildung NEU mit Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied skizzierte heute Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle wesentliche Eckpunkte für den weiteren Arbeitsprozess. "Es muss darum gehen, für unsere Kinder die bestmögliche Bildung anzustreben. Die Ausbildung ihrer Lehrerinnen und Lehrer ist dabei ein zentraler Ansatz", so Töchterle. Mit dem neu eingerichteten Entwicklungsrat, der als beratendes und empfehlendes Organ tätig werden wird, stehen den beiden Ministerien dafür ausgewiesene Kennerinnen und Kenner des Bildungswesens zur Seite. "Vom Entwicklungsrat begleitet wollen wir nun gemeinsam die Fülle der bestehenden Kooperationen sowie regionalen und schultypenspezifischen Bedürfnisse in ein Ganzes gießen", so der Wissenschaftsminister, der sich darüber erfreut zeigt, dass "sich die Universitäten vermehrt um diesen Bereich kümmern und sich hier stark einbringen".

Mit Univ.-Prof. Dr. Arthur Mettinger und Univ.-Prof. Dr. Christiane Spiel nominierte der Wissenschafts- und Forschungsminister zwei Mitglieder in den nunmehr konstituierten Entwicklungsrat, die sich bereits in der Vergangenheit intensiv dem Themenbereich der Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung widmeten. Weitere Mitglieder des Entwicklungsrates sind Dr. Andreas Schnider als Leiter und Dr. Roland Fischer. "Damit steht unseren Ministerien ein hochkarätig besetztes Gremium zur Seite, das mit hoher Kompetenz auf die Vielfalt der An- und Herausforderungen zugehen soll", erklärt Töchterle.

Für den Wissenschaftsminister ist klar: "Bereits jetzt entstehen in vielen Regionen zukunftsweisende Konzepte und vielversprechende Modelle, wie die zukünftige Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen mit Blick auf die regionalen und lokalen Begebenheiten aussehen kann. Dieses Wissen und diese Erfahrung müssen in ein Gesamtkonzept einfließen. Mein Wunsch ist es, dass sich möglichst vieles von dort aus entwickeln und wachsen kann."

Dies betrifft nicht nur die Frage der künftigen ausbildenden Einrichtungen, sondern auch die inhaltliche Ausformung der Curricula. "Die Politik hat den Rahmen vorzugeben, in dem die künftige Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen stattfinden wird, also vor allem die geforderten Qualifikationen vorzugeben. Die Erstellung der Curricula zum Erreichen dieser Qualifikationen ist hingegen Aufgabe der Bildungsinstitutionen", so Töchterle, der das Projekt Pädagog/innenbildung NEU auch als wichtigen Beitrag zur Erhöhung des gesellschaftlichen Ansehens des Berufsbildes Lehrer/in bezeichnet.

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Andrea Steiner
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Dienstag, 28. Februar 2012

2012.02.29: Unterricht

 

SN – 29. Februar 2012

 

Chaos rund um die Zentralmatura

Von Alexandra Parraghthomas HÖdlmoser

Die Interessen von Schülern, Lehrern und Eltern klaffen oft auseinander. In einem Punkt aber ziehen derzeit die Schulpartner an einem Strang - bei der Zentralmatura. Die müsse unbedingt verschoben werden, lautet der Tenor.

"Wir wollen eine Verschiebung der Zentralmatura in Deutsch und Mathematik um zwei Jahre", sagt Heidrun Eibl-Göschl vom Salzburger Landesverband der Elternvereinigungen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS). In beiden Fächern gebe es erst seit Kurzem Vorgaben zu den Maturaprüfungen, dabei säßen die Schüler, die das betreffe, bereits in der sechsten Klasse. Auch die Lehrpläne in Deutsch und Mathematik seien an die neue Matura nicht angepasst, weshalb sich Lehrer und Schüler nicht ausreichend auf die Matura vorbereiten könnten.

Eine Sicht, die Philipp Emberger, Salzburger Landesschulsprecher für die BMHS teilt. "Eine seriöse Vorbereitung auf die Matura ist so absolut unmöglich", sagt er und bekommt dabei Unterstützung von Lehrerseite. "Die Situation, wie sie jetzt ist, ist total unbefriedigend", erklärt Paul Schwaiger, langjähriger Mathematiklehrer in der Elektronik-Abteilung der HTL Salzburg. "Die Schüler, die diese Prüfung absolvieren sollen, sind ja schon im Unterrichtsprozess. Dabei sind wesentliche Sachen unklar, beispielsweise die Aufteilung zwischen dem allgemeinem Teil für alle Berufsbildenden Schulen und dem speziellen Teil für die HTL." Schwaiger findet, dass die Zentralmatura überhaupt "zeitlich chaotisch" geplant worden sei.

Direktor Norbert Leitinger von der HBLA Neumarkt bei Salzburg bestätigt: "Die Verwirrung ist groß." Er sieht die größten Probleme im Fach Mathematik, weil es in diesem Fach von Schultyp zu Schultyp die größten Unterschiede gebe.

Und was sagt Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), die für die Einführung der Zentralmatura zuständig ist? Sie bleibt bei ihrem Zeitplan, dass es die neue Reifeprüfung ab 2014 an allen Gymnasien, ab 2015 an den berufsbildenden höheren Schulen geben soll. Bis 6. März läuft die Frist zur Begutachtung ihrer Verordnung noch, die festlegt, wie die Zentralmatura genau aussehen soll. "Die Schüler die im Frühjahr 2014 zur ersten regulären Reifeprüfung antreten werden, werden zu den am besten vorbereiteten Maturanten gehören", richtet Schmied auf SN-Anfrage aus.

Auch im Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das für die Ausarbeitung eines Modells für die Zentralmatura, deren Einführung und wissenschaftliche Begleitung zuständig ist, versteht man die Aufregung nicht. "Wir stellen regelmäßig Prüfungsbeispiele und Unterrichtsmaterialien zur Zentralmatura zur Verfügung. Die Lehrer können sich längst informieren", erklärt Direktor Josef Lucyshyn. Zudem böten die Pädagogischen Hochschulen, die für die Weiterbildung der Lehrer zuständig sind, regelmäßig Seminare zur Zentralmatura an. Was ist mit den Lehrplänen? "Die wurden erst kürzlich neu verfasst, müssen also nicht erst für die Zentralmatura angepasst werden", meint Lucyshyn.

Die AHS-Lehrergewerkschaft bleibt trotzdem bei ihrem Befund, dass die Zentralmatura "generell" abzulehnen sei. So steht es in ihrer ablehnenden Stellungnahme, die sie bereits vor zwei Wochen zur Verordnung der Unterrichtsministerin abgab. Gerhard Riegler, Vorsitzender des Zentralausschusses der AHS-Lehrer und in dieser Funktion direkter Ansprechpartner für Schmied in Sachen Zentralmatura, glaubt nicht, dass das letzte Wort schon gesprochen ist. Er verweist auf die modulare Oberstufe, deren Gesetzesvorschlag die AHS-Lehrergewerkschaft im Begutachtungsverfahren "mindestens so kritisch" beurteilt hatte, wie nun den Entwurf zur Reifeprüfung. "Danach haben wir nach Gesprächen ein Modell bekommen, das wir für vernünftig halten. Diesen Dialog erhoffe ich mir auch bei der Zentralmatura", sagt Riegler.

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
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2012.02.28: Bildung

 

APA0337 II, XI 28.02.2012 13:16:49

 

Bildungsvolksbegehren - Verhandlungen im Sonderausschuss vor Beginn

Utl.: Erste inhaltliche Debatte am Donnerstag - Generaldebatte und Frühpädagogik auf der Tagesordnung

Bildung/Schulen/Kinder/Parlament/Volksbegehren/Vorschau

Mehr als drei Monate nach Ende des Bildungsvolksbegehrens nimmt der eigens eingerichtete parlamentarische Sonderausschuss am Donnerstag (1. März) seine Arbeit auf. Eine einstündige Generaldebatte sowie zweistündige Beratungen zum ersten Themenblock, "Vorschulische Einrichtungen - Frühpädagogik", stehen auf der Tagesordnung und dürften zum Start vergleichsweise wenig Konfliktstoff bieten, spricht doch keine der fünf Parteien der frühkindlichen Förderung ihre Bedeutung ab.

Die Proponenten des Volksbegehrens unter der Ägide von Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch hatten diesbezüglich ein flächendeckendes Angebot an elementarpädagogischen Einrichtungen (von Krabbelstuben bis Kindergärten) bis 2020 sowie bundesweite Ganztagsangebote gefordert. Sie sollen bei sämtlichen Ausschusssitzungen zu Wort kommen und hoffen, dass bei den Beratungen jener "breite Konsens" der Fraktionen, "der auch zur Einsetzung des Bildungsvolksbegehren-Ausschuss geführt hat, erhalten bleibt und fortgesetzt wird".

Raphaela Keller, stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Dachverbands der Berufsgruppen der Kindergarten- und HortpädagogInnen und in den Ausschuss berufene Expertin, wird bei ihren Forderungen konkreter: Ein einheitliches Bundesrahmengesetz soll künftig verbindliche Mindeststandards für ganz Österreich sowie einen gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Betreuungsplatz beinhalten, "um die Qualität in der frühkindlichen Förderung garantieren zu können". Die Ausbildung von Elementarpädagogen müsse tertiärisiert und die Zuständigkeit für Kinderbetreuungseinrichtungen in die Hände des Bundes fallen, sodass diese "nicht von den lokalen Prioritätensetzungen der 9 Länder oder der rund 2.400 Bürgermeister/innen abhängig" sind.

Im Sitzungssaal wird es vermutlich voll: Neben den 26 Ausschussmitgliedern unter dem Vorsitz von SP-Bildungssprecher Elmar Mayer sind am Donnerstag Experten, Interessensvertreter und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) zur zweistündigen Debatte geladen und auch die Öffentlichkeit willkommen. Auf fünf "Halbtage" sowie eine Schlussrunde hatten sich die fünf Fraktionen im Vorfeld geeinigt, die Termine zu den Themen "Pädagogische Schwerpunkte", "Organisatorische Schwerpunkte", "Lehrerausbildung" und "Universitäten, Hochschulen, Erwachsenenbildung" sind jedoch laut den Initiatoren des Volksbegehrens noch nicht fixiert.

Das Bildungsvolksbegehren hat Mitte November mit gut 383.000 Unterschriften und einer Beteiligung von 6,07 Prozent locker die 100.000er-Hürde für eine Behandlung im Parlament genommen. Anfang Februar hat sich der eigens dafür eingerichtete Sonderausschuss konstituiert, an dessen Ende sich Androsch und seine Mitstreiter eine Entschließung mit konkreten Gesetzesinitiativen wünschen.

(schluss) pra;jle;bei

 

 

Andrea Steiner
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Montag, 27. Februar 2012

2012.02.28: Unterricht

 

Die Presse – 28. Februar 2012

 

Strafen für Schulverweigerer schrecken ab, Lösung sind sie keine

KURT SCHOLZ 

Wir entdecken das Desinteresse an der Schule vorwiegend bei denen ganz unten. Am größten freilich ist die Missachtung der Schule in der sogenannten „gesellschaftlichen Oberschicht“.

Um es gleich zu sagen: Ich mag politische Zwischenrufe nicht. Es ist keine Kunst, vom Café Landtmann oder dem Griensteidl aus der Politik gute Ratschläge zu geben. Es liegt etwas Impotentes in dieser Attitüde. Manchmal aber muss man warnen, bevor sich jemand verrennt. Zum Beispiel Staatssekretär Sebastian Kurz, der soeben höhere Strafen für Schulverweigerer vorgeschlagen hat.

Herr Kurz ist sympathisch, jung, hat seine Sache bisher gut gemacht. Man muss froh sein, wenn sich Talente wie er politisch engagieren. Und zweifellos ist seine Beobachtung, dass es Schulverweigerer gibt, richtig. Zur Idee aber, sie und ihre Familien durch 1500 Euro Strafe in die Schule zu bringen, kann man nur sagen: Einspruch, Euer jugendliche Ehren!

Ja, es gibt ein Desinteresse an der Institution Schule. Am größten ist diese Missachtung aber häufig nicht dort, wo man sie vermutet, sondern an jenem Ende des politischen Spektrums, das Staatssekretär Kurz repräsentiert. In der sogenannten „gesellschaftlichen Oberschicht“ ist – quer durch alle politischen Lager – das Repertoire fast unerschöpflich, wenn es ums Fernbleiben von der Schule geht. Es reicht von Blanko-Unterschriften über Atteste befreundeter Ärzte, von angeblichen therapeutischen Notwendigkeiten bis hin zum unumgänglichen Kurs im Dressurreiten.

Manchmal wird auch mit verblüffender Ehrlichkeit gesagt, man habe den Familienurlaub schon vor dem gesetzlichen Ferienbeginn vorgesehen. Es ist geradezu ein Sport gewisser saturierter Oberschichtsfamilien, mit einem Minimum an Schulpräsenz ein Maximum an Statusvererbung zu erreichen. Glaubt der Herr Staatssekretär wirklich, dass er von jener Cottage-Klientel, die versiert genug ist, durch alle möglichen Eulenspiegeleien Ausnahmeregelungen zu erwirken, auch nur einen einzigen Euro Strafe eintreiben wird?

Nein, der Vorschlag des Staatssekretärs wird die Hilflosen am anderen Ende der Skala treffen. Jene, die ihres Lebens und ihrer 14-, 15-Jährigen nicht mehr Herr werden. Denen ihre Jugendlichen einfach nicht mehr folgen. Die die Heizung nicht bezahlen können und bei denen Strafen schon bisher uneinbringbar waren, weil ihr Leben Strafe genug ist. Für sie war schon der bisherige Strafsatz von 220 Euro – das, was andere für zwei Ballkarten ausgeben – ein Wochenbudget.

Dass der Vorstoß des Staatssekretärs bei Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf Skepsis gestoßen ist, ehrt diesen. Die Reaktion seiner Regierungskollegin am Minoritenplatz („440 Euro gehen schon...“) zeigt hingegen, wie menschlich fremd ihr vieles in ihrem Ressort geblieben ist, was über Organisationsfragen hinausgeht.

August Aichhorn, Siegfried Bernfeld, Rudolf Ekstein haben gesagt: Schwierigkeiten macht, wer Schwierigkeiten hat. Ja, es gibt ein Problem mit dem Schulbesuch. Wir entdecken es gerne bei den Schwachen und Unterlegenen, so wie wir die Sozialschmarotzer vorwiegend in der Unterschicht und nicht bei den grenzüberschreitenden Geldkofferträgern suchen.

Strafen sind das Letzte, was Eltern aus verarmten Schichten hilft. Mag sein, dass man mit der Drohung „Tugend muss herrschen durch Strafe“ Angst erzeugt und in Einzelfällen Erfolg hat. Hilfreicher aber wäre etwas anderes: eine christlich-soziale Zuwendung. Ein Hauch an Hildegard Burjan, lieber Herr Staatssekretär.


Reaktionen senden Sie bitte direkt an: debatte@diepresse.com


Zum Autor:

Kurt Scholz war von 1992 bis 2001 Wiener Stadtschulratspräsident, danach bis 2008 Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien. Seit
Anfang des Jahres ist er Vorsitzender des Österreichischen Zukunftsfonds.

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
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2012.02.27: Unterricht

 

OTS0175 II, CI 27.02.2012 14:00:09

 

Der Kindergarten ist erste Bildungseinrichtung - und soll in der Öffentlichkeit als solche wahrgenommen werden

Utl.: Stellungnahme zum besonderen Ausschuss zur Vorberatung des Volksbegehrens Bildungsinitiative: Thema "Vorschulische Einrichtungen - Frühpädagogik"

Bildung/Kinder/Schulen/Soziales/Politik/Kommunales

Entwicklungszeit im Kindergarten ist Bildungszeit. Je jünger die Kinder, desto größer ist ihre Lernfähigkeit. Damit die Entwicklung aller Kinder bestmöglich gefördert werden kann - um die so wichtigen gleichberechtigten Bildungschancen zu ermöglichen - ist die Etablierung von fairen und optimalen Rahmenbedingungen unerlässlich.

Die St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung, zweitgrößter Träger von privaten Kindergärten und Horten in Wien, begrüßt die dringend notwendige Thematisierung der "Frühpädagogik" im besonderen Ausschuss zum Bildungsvolksbegehren.

PädagogInnen-Ausbildung Neu, Länderübergreifende Standards, Faire Bildungschancen

"Ich sehe die drei wichtigsten Baustellen bei der Ausbildung der PädagogInnen, der Schaffung von einheitlichen länderübergreifenden Rahmenbedingungen sowie bei der Schaffung von sozial fairen Bildungschancen für alle", untermauert Mag. Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung, die Dringlichkeit für den Ausschuss und für die Reformen. Die hochwertige Arbeit unserer PädagogInnen erfordert einheitliche Kollektivverträge, Betreuungsschlüssel, Öffnungszeiten und Bildungsziele.

Vor allem in Wien, einem Bundesland welches sehr stark mit der Abwanderung von PädagogInnen nach Niederösterreich zu kämpfen hat, sind der PädagogInnenmangel und somit auch eine der generellen Problemzonen im Frühpädagogiksystem spürbar. Es gilt, bundesländerübergreifend einheitliche Regelungen, verankert in einem Bundesrahmengesetz, zu finden. "Der optimale PädagogInnen-Kind-Schlüssel, die Mindestausstattung der Räumlichkeiten, die Festlegung der Aus-und Weiterbildung der PädagogInnen etc. werden längerfristig gesehen sowohl die Situation für Kinder, deren Eltern und PädagogInnen als auch die öffentliche Wahrnehmung der Kindergärten als Bildungsinstitution positiv verändern", ist sich Walter sicher.

Über die St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung

Zur St. Nikolaus-Kindertagesheimstiftung zählen derzeit insgesamt 78 Standorte in Wien mit rund 750 MitarbeiterInnen und circa 6.000 Kindern. Ein gelebtes Miteinander, Erziehungspartnerschaft und ein Interesse an den individuellen Lebensentwürfen der Kinder und ihrer Familien zeichnen die pädagogische Arbeit der Stiftung aus. Nähere Informationen zur Stiftung erhalten Sie unter www.kathkids.at sowie unter www.facebook.com/nikolausstiftung

Rückfragehinweis: Mag.a Marlene Erlacher: Tel.: +43 664 610 13 98 mailto:m.erlacher@kathkids.at www.kathkids.at

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OTS0157 II, CI 27.02.2012 13:16:05

 

Kinderfreunde: Bildung beginnt im Kindergarten

Utl.: In den parlamentarischen Beratungen rund um das Bildungsvolksbegehren muss Elementarpädagogik eine Aufwertung erfahren

Bildung/Kinder/Schulen/Soziales/Kommunales

"Seit Jahren fordern wir Kinderfreunde Reformen im Elementarbereich, jetzt ist der Zeitpunkt dafür gekommen", erklärt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde. Am 1. März wird im parlamentarischen Ausschuss zur Vorberatung des Bildungsvolksbegehrens der Bereich "Vorschulische Einrichtungen - Frühpädagogik" besprochen und hier seien Reformen dringend notwendig: "Hier muss Nägel mit Köpfen gemacht werden, wir brauchen eine bundesweite, qualitativ hochwertige, tertiäre Ausbildung für ElementarpädagogInnen und ein ambitioniertes Bundesrahmengesetz, das qualitative Richtlinien und Standards für ganz Österreich definiert", so Oxonitsch. Die Kinderfreunde unterstützen dabei die Forderungen der Plattform EduCare, die seit vielen Jahren wertvolle Lobbyarbeit im Bereich der Elementarpädagogik leistet.

Das Bildungsvolksbegehren sei eine große Chance für die Politik, endlich auch eine grundlegende Debatte über das Bildungssystem zu führen. Dabei müsse man im Elementarbereich beginnen: "Die Bildungsreform wird oft nur aus schulischer Perspektive diskutiert, dabei wird der Grundstein für die Bildungskarrieren der Kinder schon im Kindergarten gelegt", stellt Oxonitsch klar. Ein chancengerechtes Bildungssystem beginne mit flächendeckenden Angeboten im elementarpädagogischen Bereich: "Österreich braucht den Ausbau von elementarpädagogischen Einrichtungen, diese müssen bundesweit gratis angeboten werden und pädagogisch hochwertiges Programm durch gut ausgebildetes Personal anbieten. Das sind direkte Beiträge zu Chancengerechtigkeit und Integration", so Oxonitsch.

Von derartigen Reformen würden sowohl die Kinder und Eltern als auch die PädagogInnen profitieren: "Momentan sind ElementarpädagogInnen PädagogInnen zweiter Klasse, in Zukunft müssen sowohl Ausbildung als auch Dienst- und Besoldungsrecht an das der anderen PädagogInnen angeglichen bzw. integriert werden. Das funktioniert jedoch nur, wenn statt neun völlig unterschiedlichen Landesregelungen ein bundesweites Rahmengesetz gemeinsame Kriterien für die elementare Bildung festlegt", fordert Oxonitsch. Seit vielen Jahren gingen die Forderungen der Kinderfreunde in diese Richtung: "Vielleicht kommt mit dem Bildungsvolksbegehren jetzt nochmal Bewegung in diese Debatte", so Oxonitsch abschließend.

Rückfragehinweis: Mag. (FH) Daniel Bohmann Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde Tel.: 01 / 512 12 98 / 60, 0699 / 19529488, mailto:daniel.bohmann@kinderfreunde.at

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Andrea Steiner
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2012.2.27: Bildung

 

OTS0137 II, CI 27.02.2012 12:07:30

 

Plattform EduCare: Elementarbildung darf nicht zum Stiefkind der Bildungsreform werden

Utl.: Qualität in der Elementarpädagogik benötigt dringend qualifizierte MitarbeiterInnen und einheitliche hohe Standards für die Einrichtungen

Bildung/Kinder/Schulen/Familie/Soziales/Kommunales

Anlässlich des besonderen Ausschusses zur Vorberatung des Volksbegehrens Bildungsinitiative erneuert die Plattform EduCare ihre Forderung nach Reformen im elementarpädagogischen Bereich. Konkret sind die Tertiärisierung der Ausbildung sowie ein einheitliches Bundesrahmengesetz als wichtigste Anliegen der Plattform zu nennen. Österreich brauche gut ausgebildete ElementarpädagogInnen sowie einen einheitlichen Rahmen, um die Qualität in der frühkindlichen Förderung garantieren zu können.

Raphaela Keller, stv. Vorsitzende des ÖDKH - Österreichischer Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten- und HortpädagogInnen, betont, dass "die institutionellen Kinderbetreuungs- und - bildungseinrichtungen nicht von den lokalen Prioritätensetzungen der 9 Länder oder der rund 2.400 Bürgermeister/innen abhängig sein dürfen". Keller ist als Expertin für den Themenbereich "Vorschulische Einrichtungen - Frühpädagogik" in den Ausschuss kooptiert.

Mag.a Dr.in Heide Lex-Nalis, aus dem Steuerteam der Plattform EduCare und ebenfalls als Expertin im Ausschuss, ergänzt dazu, dass "im Allgemeinen nur in den institutionellen Kindertageseinrichtungen Förderbedarfe und besondere, belastende Lebenssituationen frühzeitig und qualifiziert erkannt werden können. Bei entsprechender Kompetenz der elementarpädagogischen Fachkräfte und angemessenen zeitlichen und räumlichen Ressourcen besteht dann die große Chance, bedarfsgerechte Unterstützungsmaßnahmen frühzeitig einzuleiten und im besten Fall bereits präventiv erfolgreich zu wirken."

Die Plattform EduCare fordert daher

- ein Bundesrahmengesetz, das verbindliche "Mindeststandards" für ganz Österreich festlegt und einen gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Bildungs- und Betreuungsplatz beinhaltet;

- einen verbindlichen Bildungsrahmenplan auf Grundlage des bisherigen Bildungsrahmenplanes, der - adaptiert - für ganz Österreich als Bildungsplan mit Bildungs-/Betreuungs /Erziehungszielen verabschiedet werden muss;

- eine zeitgemäße theoretische und praktische Ausbildung von PädagogInnen für den Elementarbereich auf tertiärem Niveau, gemeinsam mit den anderen pädagogischen Berufen.

Die Plattform EduCare ist eine österreichweite Arbeitsgemeinschaft aus VertreterInnen von Institutionen, Interessengemeinschaften und TrägerInnenorganisationen sowie ExpertInnen aus dem elementaren Bildungsbereich.

Rückfragehinweis:

Raphaela Keller, Stv. Vorsitzende des ÖDKH
Österreichischer Dachverband der Berufsgruppen der
Kindergarten- und HortpädagogInnen
Tel.: +43 (699) 19220503, E-Mail: office@bkhw.at

Mag.a Dr.in Heidemarie Lex-Nalis
Steuerteam der Plattform EduCare
Tel.: +43 (664) 4634580, E-Mail: heide.lex-nalis@aon.at


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2012.02.27: Bildungsvolksbegehren

 

OTS0082 II 27.02.2012 10:41:42

 

VBBI: Am ersten März beginnen die Verhandlungen im eigenen Ausschuss zum Bildungsvolksbegehren

Utl.: Die kürzlich präsentierte Studie der Universität Linz zeigt den notwendigen Handlungsbedarf

Bildung/Politik/Schulen/Universitäten/Parlament/Studie

Die erschreckende Zahl von 75.000 Jugendlichen in Österreich, die keine Schule besuchen, nicht in Fortbildung sind und keiner Arbeit nachgehen, ist (unter anderem) eine Folge der Zersplitterung und Verländerung der österreichischen Schulorganisation. Diese Tatsache ist auch eine Herausforderung für die Jugendführsorge und Jugendwohlfahrt, die mit jenen Jugendlichen befasst ist. Es verwundert daher auch nicht, dass österreichische Jugendliche seit Jahrzehnten im internationalen Vergleich im "Spitzenfeld" beim Konsum von Alkohol und Nikotin liegen.

Die Studie der Uni Linz unterstreicht mit ihren Befunden die Notwendigkeit der Bundeszuständigkeit im Bildungswesen. Zum Beispiel müssen zukünftig Schulleitungen frei von parteipolitischen und interessenspolitischen Einflüssen besetzt und der Gestaltungsspielraum am Schulstandort selber ausgebaut werden - so wie es vom Bildungsvolksbegehren gefordert wird.

Der weitere Weg des Bildungsvolksbegehrens im Parlament:

In der Nationalratsdebatte vom 19.1. wurde einstimmig von allen Fraktionen beschlossen, zur Beratung über die Forderungen des Bildungsvolksbegehrens einen eigenen Ausschuss einzusetzen. Dieser Ausschuss hat sich am 1. Februar konstituiert und nimmt mit der ersten inhaltlichen Debatte am 1. März seine Arbeit auf. Auf der Tagesordnung der ersten Ausschusssitzung stehen eine Generaldebatte und der Themenblock "Vorschulische Einrichtungen - Frühpädagogik" " (entspricht der Forderung 3 des Volksbegehrens).

In weiteren Sitzungen, deren Termine noch nicht feststehen, werden die Themenbereiche

- Bildung - Pädagogische Schwerpunkte (entspricht den Forderungen
4, 5, 7, 10 und 12 des Bildungsvolksbegehrens)
- Bildung - Organisatorische Schwerpunkte (entspricht den
Forderungen 1 und 6 des Bildungsvolksbegehrens)
- PädagogInnen-Ausbildung (entspricht den Forderungen 2 und 8 des
Volksbegehrens)
- Universitäten, Hochschulen, Erwachsenenbildung (entspricht den
Forderungen 9, 10 und 11 des Bildungsvolksbegehrens)
behandelt.


Das Volksbegehren wird in jede Ausschusssitzung, d.h. zu jedem Themenbereich, eine Anregung für Gesetzesinitiativen einbringen. Am Ende der Ausschussberatungen, also nachdem die letzte Sitzung abgehalten wurde, kommt das Bildungsvolksbegehren erneut in das Plenum des Nationalrats. Dabei wird dann jene Gesetzesinitiative zur Abstimmung kommen, die der Ausschuss im Vorfeld beschließt. Wie diese Initiative genau formuliert und welche Punkte sie beinhalten wird, ist eben derzeit Inhalt der Beratungen im Ausschuss. Besonders erfreulich wäre, wenn dabei der breite Konsens, der auch zur Einsetzung des Bildungsvolksbegehren-Ausschuss geführt hat, erhalten bleibt und fortgesetzt wird.

Mit dieser Plenarsitzung des Nationalrats endet dann der Weg des Bildungsvolksbegehrens im Parlament. Die beschlossenen gesetzlichen Regelungen treten in Kraft. Die praktische Umsetzung dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen obliegt in weiterer Folge der Exekutive, also der Regierung und den Ministerien, die in der Umsetzung (z.B. auf dem Verordnungsweg) den Beschlüssen des Nationalrats "Leben einhauchen".

Von Anfang an war den Initiatorinnen und Initiatoren sowie den Unterstützerinnen und Unterstützern des Bildungsvolksbegehrens klar, dass eine tiefgreifende Reform des Bildungswesens ein langfristiger Prozess ist. Daher werden wir auch diesen Bereich der Umsetzung weiter begleiten und beobachten.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder!

Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative
Mag. Georg Koenne, Pressereferent
Tel.: 01/3100740-24
Fax: 01/3100740-40
E: georg.koenne@vbbi.at
W: www.nichtsitzenbleiben.at


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2012.0227: Unterricht

 

Die Presse – 28. Februar 2012

 

Sparpaket droht Bildung zu verteuern

MARTIN PUCHINGER UND CHRISTOPH NESTLER

Stabilitätsgesetz 2012: Die geplante Einschränkung des Vorsteuerabzugs macht Errichtung von Gebäuden, die an Non-Profit-Organisationen vermietet werden, um 20 Prozent teurer.

Wien. Tritt das Stabilitätsgesetz 2012 in der derzeit vorliegenden Fassung des Entwurfs in Kraft, kommt es zu einer Verteuerung des Bildungssystems. Die Übergangsbestimmungen federn die Wirkung zwar ab, eine Feinabstimmung der Bildungs- und Steuerpolitik wäre dennoch wünschenswert.

Der Reihe nach: Nach derzeitiger Rechtslage ist die Vermietung von Grundstücken und Gebäuden, die nicht Wohnzwecken dienen, von der Umsatzsteuer befreit. Der Vermieter hat daher keine Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. Von den Errichtungskosten kann er jedoch die Vorsteuer nicht in Abzug bringen. Die Baukosten verteuern sich somit um 20 Prozent.

 

Vermieter kann optieren

Bisher bestand die Möglichkeit, dass der Vermieter freiwillig in die Umsatzsteuerpflicht der Vermietungsleistung optiert. Die Mietrechnung weist dann Umsatzsteuer aus, der Vermieter wahrt sich den Vorsteuerabzug, die Baukosten reduzieren sich um 20 Prozent. Nach mindestens zehn Jahren konnte der Vermieter auf die Umsatzsteueroption verzichten und musste vom damals geltend gemachten Vorsteuerabzug der Baukosten nichts mehr an den Fiskus zurückbezahlen.

Wird innerhalb der Zehnjahresfrist zurückoptiert, ist für jedes Jahr ein Zehntel der geltend gemachten Vorsteuer an das Finanzamt zurückzuzahlen. In der Regel war die Summe der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer für die Vermietung geringer als die im Zehnjahreszeitraum geltend gemachte Vorsteuer, somit ein Vorteil für Vermieter und Mieter.

Die Rückkehr zur umsatzsteuerfreien Vermietung hat in der Regel nur dann Sinn, wenn der Mieter nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und somit die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer eine Kostenbelastung darstellt. In der „klassischen“ Unternehmerkette ist die Umsatzsteuer ein Durchlaufposten und daher neutral.

Leistungen von Non-Profit-Organisationen (NPOs), wie zum Beispiel Privatschulen, Privatuniversitäten und Fachhochschulen, sind nach dem Gesetz von der Umsatzsteuer befreit. Daher hat grundsätzlich nur der Errichter des Gebäudes, der das Gebäude an die NPO vermietet und in die Steuerpflicht optiert, einen Vorsteuerabzug. Die umsatzsteuerpflichtige Vermietung hatte zur Folge, dass die Umsatzsteuer auf die Gebäudeerrichtung nicht vorfinanziert werden musste. Der damit erzielte positive Stundungseffekt erleichterte die Finanzierung von Neuprojekten, die großteils ohne öffentliche Fördergelder aufgestellt wird.

Mit dem Stabilitätsgesetz 2012 wird dieser Möglichkeit ein Riegel vorgeschoben. Die Vermietung an Unternehmer, die nicht zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind (beispielsweise private Bildungseinrichtungen), soll zukünftig nur mehr ohne Umsatzsteuer erfolgen können. Damit erhöhen sich für den Vermieter die Errichtungskosten des Gebäudes um 20 Prozent. Postwendend wird auch das Mietentgelt entsprechend erhöht werden. Genau an diesem Punkt ist Kritik fällig: Die weitergegebene Kostenerhöhung wird die österreichische Bildungslandschaft nicht „verschönern“, sondern möglicherweise zu einer Ausdünnung von privaten Bildungseinrichtungen führen, die aber bereits jetzt eine nicht mehr wegzudenkende Rolle spielen.

Übergangsfrist zur Abfederung

Diese bittere Pille wird in einem leichten Schokomantel serviert: Bis spätestens 31. März 2012 „begonnene“ Miet- und Pachtverhältnisse sollen nicht unter die Neuregelung fallen. Sollte mit der Errichtung des Gebäudes vor dem 1.April 2012 begonnen worden sein, gilt die bisherige Regelung auch dann noch, wenn der Mietvertrag nach dem 31. März 2012 abgeschlossen wurde. Ob damit Kritiker ruhiggestellt werden, bleibt abzuwarten. Die Übergangsregelung ist zwar zu begrüßen, jedoch nicht eindeutig formuliert. Über den Terminus „Errichtung eines Gebäudes“ schweigt sich der Gesetzgeber aus. Müssen die Bagger bereits auf dem Baugrund stehen, oder reicht der offizielle Spatenstich durch den Schulleiter oder den Rektor?

Die Schaffung einer „Ausnahme von der Ausnahme“ für NPOs könnte die geplante Maßnahme für den Bildungssektor entschärfen.

Die Lösung könnte jedoch auch darin bestehen, die geplante Änderung gänzlich zu streichen. Mit der Verlängerung des Beobachtungszeitraums für Vorsteuerrückzahlung von zehn auf 20 Jahre, die ebenfalls mit dem Stabilitätsgesetz 2012 geplant ist, wird der Vorteil aus den Immobilienprojekten automatisch reduziert. Zukünftig wird die umsatzsteuerpflichtige Vermietung 20 Jahre dauern, bevor in die Steuerfreiheit rückoptiert werden sollte. Dies scheint Belastung genug für das Bildungssystem zu sein.

Martin Puchinger ist Partner bei Theiss Puchinger,
Christoph Nestler ist Senior Manager bei Unitas-Solidaris.

Auf einen Blick

Der Plan. Die Vermietung an Unternehmer, die nicht zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt sind (beispielsweise private Bildungseinrichtungen), soll nach dem Konzept des Stabilitätsgesetzes 2012 künftig nur mehr ohne Umsatzsteuer erfolgen können. Damit erhöhen sich für den Vermieter die Errichtungskosten des Gebäudes um 20 Prozent. Es ist damit zu rechnen, dass der Vermieter deshalb auch die Miete entsprechend anheben wird. Das wiederum erhöht die Kosten unter anderem der privaten Bildungseinrichtungen.

 

 

Die Presse – 28. Februar 2012

 

Konflikte, Mobbing: Wenn die Schule zur Qual wird

ERICH WITZMANN 

Das Fernbleiben vom Unterricht kann auf viele Ursachen zurückgeführt werden. Bildungsforscherin Nairz-Wirth sieht Lehrer und Schulleitungen gefordert. Das Problem kündigt sich durch Warnsignale an.

Wien. Schulangst, Mobbing, Push-out durch die Lehrperson, sonstige Schwierigkeiten und Konflikte: Das Fernbleiben vom Unterricht kann auf viele Ursachen zurückgeführt werden. „Man spricht über ein Symptom, will dieses bestrafen, schaut sich aber nicht die Ursachen des Phänomens an“, sagt WU-Professorin Erna Nairz-Wirth. Und dann, mit deutlicher Kritik an dem Vorstoß von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz, der eine Erhöhung der Strafen fordert: „Bestrafen ist das allerletzte Mittel, das kann sich ja kontraproduktiv auf die Lebensumstände auswirken.“ Kontraproduktiv dann, wenn Eltern oder Erziehungsberechtigte, die in finanziell miserablen Verhältnissen leben, die Wut über die Strafe an ihrem Kind auslassen.

Erna Nairz-Wirth befasst sich derzeit mit der Endredaktion eines Berichtes über das Schulschwänzen. Dabei wurden 101 Einzelfallstudien aus dem Ausland Interviews von österreichischen Schülern gegenübergestellt und schließlich insgesamt 59 Handlungsempfehlungen gegen das Schulschwänzen erstellt. Diese wird die Stadt Wien, die Auftraggeberin der Studie, schon in Kürze erhalten. Gesichert ist, dass sich ein späterer Schulabbruch schon durch vorangegangene Schulabsenzen abzeichnet. „Das hat sich bei 99 Prozent unserer Interviews mit Schulabbrechern ergeben“, sagt Nairz-Wirth.

Das Problem wird schon früh sichtbar, aber es gibt für Österreich kein Datenmaterial über das Schulschwänzen. „Es mangelt an Aufzeichnungen“, so die WU-Professorin. „In welchen Stunden wird geschwänzt, sind es Randstunden oder bestimmte Fächer oder sind es bestimmte Lehrpersonen? Sind es Absenzen von einzelnen Schülern oder von Gruppen?“ Zwar gibt es detaillierte Eintragungen in die Klassenbücher, aber vergleichende Auswertungen einer Schulleitung oder der Schulbehörde liegen bis heute nicht vor.

Lehrer muss sofort handeln

Das Problem kündigt sich durch Warnsignale an. Das Schwänzen beginnt meistens unauffällig mit dem stundenweisen Fernbleiben, dann weitet sich dies auf Tage und zuletzt auf längere Zeiträume aus. Die Lehrer bzw. die Schulleitung müssen beim ersten Anzeichen handeln und individuell auf die betroffene Person eingehen. Handelt es sich um eine besondere Müdigkeit, um eine Krankheit, Schulangst, Mobbing, um das Anschließen an eine gleichaltrige (schulschwänzende) Gruppe? Vor allem das Mobbing werde zu wenig berücksichtigt, sagt Nairz-Wirth. Da handelt es sich um das Ausschließen und Bloßstellen durch andere Schüler, manchmal auch um Mobbing der Lehrperson, oft unbewusst verursacht. Der Aufenthalt in der Schule kann zur Qual werden.

Die Schüler leiden unter dem Druck, der durch das Fernbleiben erzeugt wird. „Keiner ist stolz, dass er geschwänzt hat“, sagt die Studienautorin, „im Gegenteil: Es wird als große Belastung empfunden.“ Als Beispiel führt sie das Gespräch mit einer Schülerin an: Die Absenzen fliegen auf, sie wird zur Rede gestellt, das Lügengebäude bricht zusammen – damit aber auch der Stress, den die Schülerin empfunden hat. Nach dem reinigenden Gewitter hat sie erstmals wieder normal durchschlafen können.

Die WU-Professorin sieht zuallererst die Lehrperson und die Schulleitung gefordert. Eine bessere Schulkultur, eine Verhaltensvereinbarung, in der das Schwänzen angesprochen wird, führen zu einer besseren Bindung der Kinder an die Schule. Dort müssen sie sich wohlfühlen, das beginne bei der Gestaltung eines Klassenraumes und ende bei einem attraktiven Unterricht. Lehrer sehen sich oft als reine Pädagogen, die Wissen vermitteln, und nicht als Ansprechpartner für die Schüler auch in deren privaten Belangen. Und nicht zuletzt ist eine Professionalisierung des Verhältnisses von Schule und Elternhaus geboten.

Das Schulschwänzen beginnt in der fünften, sechsten Schulstufe. Und zwar quer durch alle Milieus, besonders aber bei Familien mit niedrigerem Bildungsstand und da bei Kindern mit Migrationshintergrund. Gastkommentar Seite 20

Auf einen Blick

Schulschwänzen. Erna Nairz-Wirth, Leiterin der Abteilung für Bildungswissenschaft an der WU Wien, befasst sich mit dem Problem der Schulabbrecher. Nach einer Studie der Uni Linz über Jugendliche, die weder eine Schule besuchen noch in die Lehre gehen, geht es in dem Bericht der WU-Professorin um (oft dem Abbruch vorangehende) Absenzen vom Unterricht.

 

 

Die Presse – 28. Februar 2012

 

Jugendliche in der Wohlstandsfalle

BRIGITTE TRIP 

Die Überbehütung unserer Gesellschaft ist nicht der richtige Weg für junge Menschen, die sich selbst entwickeln sollen.

Rund 75.000 Jugendliche besuchen laut einer IHS-Studie keine Schule, gehen keiner Arbeit nach und befinden sich nicht in beruflicher Ausbildung. Härtere Strafen sollen das nun ändern.

Der Höhepunkt der Leistungsverweigerungsquote liegt zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr. Als Verweigernde sind hier jene gemeint, die aus einem System „herausfallen“, folglich nicht mehr dazugehören: Bereits wenige Wochen reichen, um mit dem Lernstoff nicht mehr klarzukommen. Es folgen Schuleschwänzen, schlechte Noten, Stress. Das ruft Eltern und Lehrpersonen auf den Plan mit gutem Zureden, Motivationsangeboten aller Art. Es folgen Nachhilfestunden – oft in der Höhe mehrerer Monatsgehälter – und schließlich der Schulwechsel. Oft sind es mehrere hintereinander (weil es sind ja immer die Lehrpersonen die falschen, die Eltern sowieso). Dazwischen Mediation, Coaching, Förderunterricht und Schulpsychologie. Viele Unterstützungsleistungen. Das Kind kommt nicht in Gang.

Schlussendlich – und da sind dann bereits zwei Jahre vergangen – der Schulabbruch. Das ist sehr oft im Alter von 17 Jahren der Fall. Reden, Androhen, Anbieten – nichts Wirkungsvolles dabei. Eine andere Lösung muss jetzt her: Lehre. Erstens kommt die Idee ein Jahr zu spät, zweitens sowieso nicht infrage. Für die Eltern nicht, fürs Kind erst recht nicht.

Die Leistungsbereitschaft der jungen Menschen verlegt sich dann logischerweise in die Abend- und Nachtstunden, Fortgehen bis zum Exzess. Hier kann man sich endlich wieder gut fühlen, kann zeigen, was man drauf hat, Alkohol- und Drogenexperimente sind da oft nicht weit weg. Und die Eltern? Es gibt welche, die verschlafen die Zeit und glauben ans Gute. Für die anderen gestaltet sich der Prozess zum Wahnsinn. Schlaflose Nächte, unendliche Sorgen. Mediation, Coaching, Beratung, Psychotherapie – diesmal für die Erwachsenen. Hier holt man sich Rat, wie man am besten durch diese Zeit der Respekt-, Macht- und Ratlosigkeit kommt. Damit es einem selbst besser geht! Die Eltern versuchen es dann mit Auto, eigener Wohnung und lebensnotwendigen Geldzuschüssen. Alle geben „das Beste“. Nur das Kind immer noch nicht.

Ehrlich gesagt: Kann ein junger Mensch – bei all der Unterstützung und übertriebenen Für- und Vorsorge überhaupt ins eigene Tun kommen? Die Überbehütung der Wohlstandsgesellschaft kann sich nämlich auch als Falle herausstellen: Antriebslosigkeit, Unter- und Überforderung, Orientierungslosigkeit, Leere!

Heranwachsende Menschen benötigen ein Umfeld, das Entwicklung möglich macht. Freude am Schaffen, Eigenverantwortung, Disziplin, Pflichtbewusstsein können erst wachsen, wenn nicht ständig alles abgenommen wird. Wenn die Politik nun mehr Klarheit schaffen möchte durch mehr Planung von pädagogischen und psychologischen Angeboten, strengere Regeln, härtere Sanktionen und Grenzziehungen, dann könnte das vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung sein. Nämlich junge Menschen ins „gesunde“ Tun zu bringen. Und deren Eltern gleich mit.

 

 

Die Presse – 28. Februar 2012

 

Effizienz: Woran krankt die Schulverwaltung?

Von Julia Neuhauser und Bernadette Bayrhammer 

"Die Presse" hat sich angesehen, wo es in der Schulverwaltung hakt. Wer aller mitmischt, wo es Doppelgleisigkeiten gibt – und welche Argumente bloß Scheinargumente sind.

[Wien] Im März will Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gemeinsam mit der ÖVP einen neuen Anlauf für die Reform der Schulverwaltung starten. Konzentrieren will sie sich dabei – einmal mehr – auf das sogenannte Machbare und vorerst mit der Abschaffung der Bezirksschulräte Einsparungen im einstelligen Millionenbereich umsetzen. Dabei wären nach Ansicht von Experten in der Schulverwaltung Summen im dreistelligen Bereich zu holen. Das Problem: Dafür müsste die Macht der Länder gebrochen werden. „Die Presse“ hat sich angesehen, wo es in der Schulverwaltung hakt.

1 Wie viel kostet eigentlich die gesamte Schulverwaltung?

Es kursieren die unterschiedlichsten Zahlen. Und das ist schon eines der Grundprobleme. Während das Unterrichtsministerium von 101 Millionen Euro pro Jahr spricht (für Bundes-, Landes- und Bezirksschulräte, Schulinspektoren und -psychologen), ist in einer Studie des Management Club gar von 400 Millionen Euro die Rede, die jährlich in der Verwaltung versickern. Es sei schwierig, die Zahlen zu verifizieren, sagt Thomas Mayr vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft. So sei etwa unklar, wie viele Personen in der Schulverwaltung arbeiten – aber eigentlich als Lehrer angestellt sind.

2 Wer mischt bei der Verwaltung der Schulen aller mit?

Es gibt vier Verwaltungsebenen: Bund, Länder, Bezirke und Gemeinden mit komplexen, teils einander überschneidenden und unklaren Zuständigkeiten (siehe Grafik). Die Doppelgleisigkeiten, über die geklagt werden, seien de facto Drei- und Vierfachgleisigkeiten, sagt IHS-Bildungsforscher Lorenz Lassnig.

3 Was bedeutet das konkret? Wo gibt solche vielfältigen Zuständigkeiten?

Ein Beispiel sind die Volks-, Haupt- oder Sonderschulen: Die Grundsatzgesetze kommen vom Bund, ebenso wie das Lehrerdienstrecht. Diensthoheit über die Lehrer hat in erster Linie das Land, bezahlt werden die Pädagogen vom Bund (allerdings über den Umweg des Landes, siehe Punkt 4). Schulerhalter sind wiederum Länder und Gemeinden, die auch Sachaufwand und die Personalkosten für das nicht pädagogische Personal und sonstige Investitionen tragen.

4 Was ist laut Experten das drängendste Problem in der Schulverwaltung?

Pointiert zusammengefasst: Wer nicht zahlt, schafft an. Prinzipiell werden die Landeslehrer (an Volks-, Haupt- und Sonderschulen sowie Polytechnischen und Berufsschulen) über den Finanzausgleich vom Bund finanziert. Dafür vereinbaren Bund und Länder einen Stellenplan, der sich nach Kriterien wie der Schülerzahl orientiert. Jene Lehrer, die die Länder darüber hinaus anstellen, müssen sie zwar selbst bezahlen – der Bund streckt die Gehälter aber vor. Die Länder haben in dieser Konstellation kaum ein Interesse, das Geld effizient einzusetzen.

5 Warum – wenn sie die Lehrer doch trotz allem selbst bezahlen müssen?

Durch die überplanmäßigen Besetzungen von Landeslehrern entgingen dem Bund im Schuljahr 2010/11 rund 30 Millionen Euro. Grund dafür: Der Rückforderungsbetrag je Planstelle beträgt rund 38.000 Euro, die tatsächlichen Durchschnittskosten liegen aber bei 54.000 Euro, da teilweise ältere – sprich: teurere – Lehrer angestellt werden. Demnach kostet jeder Pädagoge, den die Länder über Plan einsetzen, den Bund 16.000 Euro.

6 Wie wird diese Konstellation trotz allem argumentiert?

Ein Argument kehrt immer wieder: Die Länder wüssten angeblich besser, was für die Region das Richtige sei. Eine IHS-Analyse bezweifelt das aber. Demnach seien Entwicklungen beim Lehrereinsatz häufig unsystematisch, sagt Experte Lassnig: Wo die Zahl der Schüler steigt, ist das bei den Lehrern nicht der Fall und umgekehrt.

7 In der Schweiz ist die Schulverwaltung doch auch föderalistisch – und funktioniert.

Dass manche Föderalismusanhänger das Modell mit Verweis auf die Schulverwaltung der Schweiz verteidigen, kann Lassnig nicht nachvollziehen: In der Schweiz seien zwar die Kantone tatsächlich weitgehend für Schul- und Bildungsagenden zuständig – sie nehmen das Geld, das sie dafür ausgeben, aber auch selbst ein. Sprich: Wer anschafft, muss dort auch zahlen.

8 Welche Lösungsvorschläge für das Dilemma gibt es in Österreich?

Ministerin Schmied pochte bereits vor rund eineinhalb Jahren darauf, alle Kompetenzen beim Bund zu bündeln. Für die Länder ist das unvorstellbar. Niederösterreichs Landeschef Pröll sorgte erneut für Zündstoff – mit einem alten Vorschlag im neuen Gewand: Statt Landes- und Bezirksschulräten soll es sogenannte Bildungsdirektionen geben, die in die Zuständigkeit der Länder fallen sollen. Dann würde dem Bund lediglich die Grundsatzgesetzgebung und die Festlegung von Bildungsinhalten und Lernzielen obliegen.

9 Was ist derzeit tatsächlich in der Schulverwaltung politisch machbar?

Große Reformen scheinen ausgeschlossen (siehe Punkt 8). Einzig machbar scheint derzeit die Auflösung der Bezirksschulräte, auf die sich Ministerin Schmied mit ihrem ÖVP-Gegenüber Werner Amon geeinigt hat. Einsparpotenzial: 5,5 Millionen Euro. Sie sollen in die Landesschulräte eingegliedert werden.

10 Aber: Bekommen dann die Länder nicht noch mehr Macht?


Nicht unbedingt, denn: Anders als gemeinhin vermutet, sind die Landes- und Bezirksschulräte Behörden des Bundes. Die Macht der Länder darf dennoch nicht unterschätzt werden. Denn: Präsident des Landesschulrates ist in der Regel der Landeshauptmann bzw. die Landeshauptfrau, der bzw. die üblicherweise einen amtsführenden Präsidenten einsetzt. Das Beispiel Wien: Präsident des Stadtschulrats ist SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl, die Geschäfte führt Susanne Brandsteidl.

11 Wenn man das System umkrempeln würde, wie viel Geld könnte man sparen?

Auch hier kann man bestenfalls von Schätzungen ausgehen. Der Management Club etwa bezieht sich auf eine Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft und errechnet daraus ein Einsparpotenzial von rund 116 Millionen Euro allein in der Verwaltung der Schulen – überplanmäßige Lehrerbesetzungen nicht eingerechnet. Grund für den Mangel an tragfähigen Informationen sei eben, so Lassnig und Mayr unisono, die österreichische Form des Föderalismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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