Freitag, 22. März 2013

2013.03.22 - Krone: Tägliche Turnstunde

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2013.03.22: Unterricht

 

OÖN – 22. März 2013

 

Streit ums Geld dominiert Verhandlungen über Lehrerdienstrecht

WIEN. Bis zu 3100 Euro brutto monatlich können Junglehrer mit dem von der Regierung geplanten neuen Lehrerdienstrecht verdienen. Die Gewerkschaft lehnt das Gesamtpaket weiter ab.

„In einer Woche“, so hatte es im Februar nach dem letzten Treffen zwischen Regierung und Lehrergewerkschaft zum neuen Lehrerdienstrecht geheißen, werde weiterverhandelt. Gedauert hat es vier Wochen: Donnerstag-Nachmittag saßen die Ministerinnen Claudia Schmied (Bildung, SP), Gabriele Heinisch-Hosek (Beamte, SP) und Maria Fekter (Finanzen, VP) den Lehrervertretern, allen voran Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger, wieder gegenüber.

Sein knappes Resümee nach der fast vierstündigen Runde: „Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen.“ Beide Seiten sprachen aber erneut von „konstruktiven“ Gesprächen. Nach Ostern soll weiterverhandelt werden. Von den Ministerinnen hatte es gestern kein neues Angebot gegeben, denn aus Sicht der Regierung ist das neue Gehaltsschema in Kombination mit den geplanten Ausnahmen bei der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung schon ein „sehr gutes“.

Alle Lehrer sollen künftig 2420 Euro brutto Einstiegsgehalt erhalten – bei einheitlich 24 Unterrichtsstunden pro Woche.

Bei Zusatzaufgaben, wie der Tätigkeit als Klassenvorstand, sinkt die Unterrichtsverpflichtung. Für Klassenvorstände an Volksschulen bedeutet das Regierungsangebot damit 23 statt bisher 22 Wochenstunden, aber schon beim Jobeinstieg 400 Euro mehr Gehalt.

Dass Lehrer an AHS-Unterstufen und Hauptschulen (Sekundarstufe eins) zu den Verlierern zählen, wie Teile der Gewerkschaft behaupten, wird von Regierungsseite zurückgewiesen. Denn für jedes Hauptfach bekommen Lehrer Zulagen in Höhe von 24 Euro pro Wochenstunde. In der Sekundarstufe zwei steigt die Zulage auf 36 Euro. Bis zu 3160 Euro Einstiegsgehalt sei für diese Lehrer drinnen, mehr als 2420 Euro könnten fast alle von ihnen bekommen.

Nach Berechnungen der Regierung hätten nur „ein paar hundert Lehrer“ keinen Anspruch auf Zulagen – etwa weil sie nur Nebenfächer unterrichten. Auch sie würden aber von den höheren Gehältern profitieren, weil sie mehr Geld schon früher im Erwerbsleben hätten.

 

 

SN – 22. März 2013

Nach HTL schon Akademiker

Die BHS-Maturanten mit eingerechnet, läge die Akademikerquote im Durchschnitt

Wien (SN-par). Mit der HAK- oder HTL-Matura bereits Akademiker? Die Sozialpartner hätten nichts dagegen. Deshalb sieht ihr Bildungsreform-Modell auch einen „Short Cycle Degree“ als Abschluss der berufsbildenden höheren Schulen vor.

Diesen akademischen Grad gibt es schon im angloamerikanischen Raum. Laut Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer, entspricht er dem ersten Jahr des (meist dreijährigen) Bachelorstudiums.

Der Vorteil der Aufwertung der BHS: Österreich hätte schlagartig eine höhere Akademikerquote. Sie läge laut Berechnungen der Statistik Austria bei 26,2 Prozent und wäre somit „annähernd gleich“ wie der Schnitt jener 21 EU-Staaten, die bei der OECD dabei sind (27,6 Prozent). Ohne die BHS-Abschlüsse liegt Österreichs Akademikerquote bei 14,9 Prozent – Werkmeister, Akademie- und Kollegabsolventen zu Uni-, PH- und FH-Absolventen dazugerechnet – bei 19,7 Prozent.

Wegen des Fachkräftemangels dürfe kein einzelner Schüler auf der Strecke bleiben. „Wir haben schon heute 10.000 Jugendliche weniger“, sagt Landertshammer. Die Sozialpartner schlagen deshalb vor, die Erfüllung der Schulpflicht daran zu knüpfen, ob ein Schüler Mindeststandards erreicht. Höhere Schulen sollen sich außerdem aussuchen können, welche Schüler sie aufnehmen.

 

 

"Österreich" vom 22.03.2013                                  Seite 12

Ressort: Politik

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich

 

Neues Dienstrecht: Abbruch nach drei Stunden

 

Lehrer: Neugebauer fehlt, Regierung ist verärgert

 

Zum x-ten Mal starteten Regierung &Lehrer Verhandlungen zum Lehrer-Dienstrecht.

 

Wien. Donnerstag, 15 Uhr, Bundesamtsgebäude Hohenstaufengasse 3 in Wien. Abseits des Regierungsbezirks verhandelten die Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Claudia Schmied mit der Lehrergewerkschaft (Paul Kimberger &Eckehard Quin). Die Regierung bietet künftigen Lehrern Startgehälter von 2.420 bis 3.163 Euro. Die Gewerkschaft ist skeptisch.

 

Nach dreieinhalb Stunden war aber schon wieder Schluss. Nach Ostern soll es dann weitergehen.

 

Für leichten Ärger bei der Regierungsdelegation sorgte, dass Beamtenchef Fritz Neugebauer -er führte zeitweise den Vorsitz im Nationalrat -diesmal fehlte. "Da merkt man schon, wie die Wertigkeit ist", bedauerte man im Beamtenministerium. (gü)

 

 

 

"Kronen Zeitung" vom 22.03.2013                            Seite: 3

Ressort: politik

 

Wi, Abend, Bgld, Ktn, Wi Mitte, Wi Nord, Wi Süd, Wi West, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi, Morgen

 

DORIS VETTERMANN

 

Pädagogen-Dienstrecht: Weiter Streit

 

Poker um Gehalt für Lehrer voll entbrannt

 

Wien. - Die zähen Verhandlungen um das neue Lehrerdienstrecht gingen am Donnerstag in die nächste Runde - und noch immer ist keine Einigung in Sicht. Nun ist der Poker um die Gehälter für die Pädagogen voll entbrannt. Die streitbare Gewerkschaft betont: "Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen."

 

   2420 Euro für Volksschullehrer, 3161 Euro für AHS-Oberstufenlehrer in Hauptfächern - so lautet der Vorschlag der Regierung. Und um zu untermauern, dass dies ein "gutes Angebot" sei, betont das Unterrichtsministerium: "In elf Ländern der EU wurden die Lehrergehälter reduziert oder eingefroren, in Österreich hingegen den steigenden Lebenshaltungskosten angepasst."

 

   Doch das lassen die Pädagogen nicht gelten. "Ein Gehalt in der Höhe von 3161 Euro würde nur einen kleinen Teil der Lehrer betreffen. Gilt das für alle, würde ich sofort zustimmen", so Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger zur "Krone". Und er stellt klar: "Die letzten Gespräche sind zwar stets gut und konstruktiv verlaufen, aber wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen."

 

   Die Regierung will das Lehrerdienstrecht noch heuer im Herbst unter Dach und Fach bringen. Doch auch nach unzähligen Verhandlungsrunden ist keine Einigung in Sicht. Der oberste Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer sagte erst vor kurzem, dass er diesen Termin "schon lange für illusorisch" halte.

 

 

 

"Kurier" vom 22.03.2013                                    Seite: 2

Ressort: Innenpolitik

 

Wi, Abend

 

Neues Angebot und Munition aus Brüssel sollen Blockade brechen

 

   von patricia haller

Lehrergehälter. Die Regierung zückt im Poker mit der Gewerkschaft um höhere Lehrergehälter eine neue Karte: Gagenkürzung in anderen EU-Ländern. Gewappnet mit neuen Zahlen, wie gut es im EU-Vergleich um das österreichische Bildungssystem steht, gingen am Donnerstag die Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek (Beamte, SPÖ), Claudia Schmied (Bildung, SPÖ) und Maria Fekter (Finanzen, ÖVP) in eine neue Verhandlungsrunde mit der Lehrergewerkschaft. Aus Verhandlerkreisen hieß es, es werde ein neues Angebot geben. Details dazu waren nicht zu erfahren. Außerdem sollten die Gewerkschafter nochmals den schriftlichen Vorschlag der Regierung für ein neues Dienstrecht bekommen.

 

   Knackpunkte sind nach wie vor Bezahlung und Arbeitszeit. Die Regierung will die Unterrichtszeit erhöhen, beim Berufseinstieg mehr zahlen, dafür aber die Lebensverdienstkurve abflachen. Dabei befürchtet die Gewerkschaft sehr hohe Verluste bezogen auf den Lebensverdienst.

 

   Gegen den EU-Trend. Die Regierungsvertretern gingen mit neuer Zahlen-Munition aus Brüssel in die gestrigen Verhandlungen: Die Bildungsausgaben sind 2012 gegenüber 2011 real um etwas mehr als ein Prozent gewachsen, in Staaten mit hohen Defiziten wurde dieser Ausgabenposten teils sehr stark gekürzt

 

   In elf Ländern der EU wurden im Jahr 2011 die Lehrergehälter und Zulagen eingefroren oder reduziert. In Österreich wurde dagegen die Teuerung abgegolten. Auch um den Arbeitsmarkt für Lehrer steht es hierzulande gut. Zwischen 2000 und 2007 war die Zahl der beschäftigten Lehrer rückläufig. Seit 2007 ist Österreich aber das einzige EU-Mitgliedsland mit einer steigenden Anzahl an Arbeitsplätzen - und zwar um rund 11.000 Jobs.

 

   Die Regierung will, dass das Lehrerdienstrecht vor der Nationalratswahl paktiert wird. Notfalls wollen Kanzler und Vizekanzler mit Beamtengewerkschafts-Chef Neugebauer direkt verhandeln.

 

 

Wiener Zeitung – 22. März 2013

 

Sozialpartner fordern ein Orientierungsjahr für Schüler, um Drop-outs zu senken

Polytechnikum für alle?

 

 

  • Wirtschaftskammer: Schulsystem derzeit "Weltmeister des Mittelmaßes".

 

Wien. (kats) Nein, die Situation in Österreich verschlechtert sich nicht. Aber gleichzeitig werden alle anderen Staaten besser. So fasst Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer, die aktuelle Situation in Österreich zusammen. Und die Zahlen geben ihm recht: mehr als 30 Prozent der jugendlichen Pflichtschulabgänger können nicht sinnerfassend lesen. Immer mehr Unternehmen haben Probleme, fähige Lehrlinge zu finden. Zudem sinkt europaweit die Zahl der Schulabgänger ohne weiterführenden Schulabschluss, während sie in Österreich stagniert, wie die Statistik Austria erst Anfang der Woche bekannt gegeben hat.

"Die Gesellschaft hat sich verändert, daher sollte sich auch die Bildung verändern", sagte Landertshammer in einem Hintergrundgespräch am Donnerstag. Er konkretisierte das entsprechende Reformpapier der Sozialpartner von vor drei Wochen:

Gefordert wird ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr, das - so wie das erste - gratis sein sollte. Hier müsse es vor allem um Kompetenzen in der deutschen Sprache gehen, denn diese seien oft ungeachtet des Migrationshintergrunds unterentwickelt.

Weiters sollen die Drop-out-Raten gesenkt werden. Diese seien vor allem bei den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen enorm - sie liegen bei durchschnittlich 50 Prozent, aus den Handelsschulen fallen sogar 80 Prozent hinaus. Dazu müsste über die Finanzierung an der Aufnahmepolitik der Schulen gedreht werden: Derzeit erhalten die Schulen ihre Budgets anhand der Zahl der Schulanfänger eines Jahrgangs. Daher würden möglichst viele Kinder aufgenommen - auch jene, von denen man weiß, dass sie hinausfallen werden. Die Finanzierung der Schulen müsste ähnlich wie bei den Fachhochschulen an die Absolventen gekoppelt werden. Die Schulen müssten die Möglichkeit haben, ihre Schüler autonom mit Aufnahmeverfahren auszusuchen.

Kernpunkt der Reformbestrebungen ist die Neudefinition der Schulpflicht. Statt einer Abschaffung des Polytechnikums fordert Landertshammer eine Art "Polytechnikum für alle": Zwischen Sekundarstufe I und II soll ein Jahr eingezogen werden, in dem alle Schüler in den Genuss verpflichtender Potenzialanalysen, politischer Bildung, wirtschaftlichen Grundkenntnissen kommen. Die Schulpflicht wäre dann nicht nach 9 Schuljahren absolviert, sondern erst, wenn Bildungsziele in Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht werden.

Ruf nach Individualität
Im Unterricht fordert Landertshammer mehr Individualität: Das österreichische Schulsystem gehe von einem Normschüler aus, Ausreißer nach oben oder nach unten würden ignoriert - dadurch "sind wir Weltmeister des Mittelmaßes, das Individuum bleibt auf der Strecke", sagte er.

Weiters müsste es eine Aufwertung der BHS-Abschlüsse geben - in anderen Staaten würden vergleichbare Abschlüsse bereits als akademisch gelten. Die Sozialpartner wollen, dass BHS-Abschlüsse als "Short Cycle Degree" gelten, also einen ersten akademischen Abschluss darstellen, der für den Bachelor anrechenbar ist.

Schließlich soll die Durchlässigkeit zwischen Lehrberufen und akademischen durch die Schaffung von Berufsakademien erhöht werden. Analog der FHs soll dort Berufstätigen eine akademische Ausbildung ohne Matura als Voraussetzung ermöglicht werden.

Geht es nach Landertshammer, müssen die Empfehlung der Sozialpartner so schnell wie möglich umgesetzt werden, da die Vorlaufzeiten, bis eine Maßnahme greift, im Bildungswesen ohnehin sehr lange sind. Bei der nächsten Bundesregierung will man daher entsprechend Druck machen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied hält das Papier jedenfalls für eine spannende Diskussionsgrundlage. Auch aus dem Ressort von Wissenschaftsminister Töchterle hieß es, das Papier enthalte "einige interessante Anregungen".

Dort, wo es möglich ist, wollen die Sozialpartner ihre Vorschläge eigenständig umsetzen - zum Beispiel will Landertshammer schon im Jahr 2014 gemeinsam mit den Fachhochschulen eine Berufsakademie ins Leben rufen.

 

 

 – 22. März 2013

Lehrerdienstrecht: Nach Ostern wird weiterverhandelt

Dreieinhalb Stunden lang hat gestern Nachmittag ein weiteres Mal ein kleiner Kreis aus Spitzenvertretern der Lehrergewerkschaft mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (beide SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) über die noch für diese Legislaturperiode geplante Reform des Lehrerdienstrechts verhandelt.

Eine Einigung habe man zwar nicht erreicht, wie es aus dem Beamtenministerium nach dem Termin zur APA hieß. Allerdings seien es „sehr konstruktive Gespräche“ gewesen, wie auch im Unterrichtsministerium und von Lehrer-Chefverhandler Paul Kimberger (FCG) betont wurde.

Nach Ostern soll weiterverhandelt werden, laut Unterrichtsministerium ist für eine Einigung noch bis Mitte oder Ende April Zeit. Bedauern äußerte Heinisch-Hosek darüber, dass GÖD-Chef Fritz Neugebauer nicht die Zeit gefunden habe, an der Sitzung teilzunehmen.

Dieser ließ Heinisch-Hosek via APA ausrichten, er verstehe das Bedauern nicht, da er die Ministerin „ausreichend vorher“ davon in Kenntnis gesetzt habe, dass er an einem Plenartag nicht an der Runde teilnehmen könne. Als Zweiter Nationalratspräsident bleibe er an Plenartagen prinzipiell im Parlament.

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Donnerstag, 21. März 2013

Pressemeldungen - Unterricht

OTS0253 II 21.03.2013 14:11:15

 

Schulen setzten ein großes "Lese-Zeichen"

Utl.: Landesweiter Lesetag begeisterte mit über 90 Lese-Aktivitäten - LR Mennel zu Besuch bei Schulen in Sulz und Bludenz

Bildung/Lesetag/Mennel

Ein großes "Lese-Zeichen" setzten am Donnerstag, 21. März 2013 zahlreiche Schulen in ganz Vorarlberg, die sich mit über 90 verschiedenen Projekten am 3. landesweiten Lesetag beteiligten. Landesrätin Bernadette Mennel war bei ihren Schulbesuchen in Sulz und Bludenz sehr beeindruckt von der Kreativität und vom Engagement: "Die vielen Aktivitäten am Lesetag belegen, dass Lesen und Vorlesen ein fester Bestandteil des Schullebens ist. Ich danke allen für diesen großartigen Einsatz."

Bereits in den vergangenen beiden Jahren hat der Lesetag gezeigt, was Schulen alles unternehmen, um Kinder und Jugendliche zum Lesen zu motivieren. Heuer wurden wieder 95 Schulprojekte angemeldet, die vor allem Spaß am Lesen vermittelten. So gab die Kindertheatergruppe der Volksschule Sulz das Stück "Piraten lesen nicht - oder doch?" zum Besten, während an der Mittelschule Sulz unter dem Motto "Lesen lässt Ideen sprießen" ein riesiger Lese-Baum in der Aula den Leseeifer der Schülerinnen und Schüler unter Beweis stellte.

Auch in Bludenz waren die Schulen mit großem Engagement bei der Sache: Im gesamten Schulhaus der VS Mitte fanden anlässlich der neuen Schulbibliothek diverse Lese-Aktivitäten wie Bilderbuchkino, Leseturnstunde oder Kindertheater statt. In der benachbarten Mittelschule luden Leserallye, Gedichte-Werkstatt und Krimirätsel die Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen ein. Und auch die VS Obdorf widmete sich ganz dem Lesen: Alle Klassen waren an verschiedenen Leseorten wie z.B. Rathaus, Franziskanerkloster oder Seniorenheim unterwegs. Der Einsatz und die Kreativität zahlen sich jedenfalls aus: Unter allen teilnehmenden Klassen werden schöne Preise (Lesungen, Theaterworkshops etc.) verlost.

Der Lesetag ist eine Initiative von Land Vorarlberg, Landesschulrat und Vorarlberger Nachrichten. Ziel ist es, durch intensive Zusammenarbeit mit Schulpartnern, Gemeinden, Bibliotheken, Lesepatinnen und -paten etc. die Lesekompetenz und Lesefreude bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Rückfragehinweis:
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sp/jschindlegger (S)

, 21.03.2013 16:03:35

APA0345 II, XI 21.03.2013 13:16:20

 

Lehrerausbildung: Wirtschaftskammer glaubt nicht an Reform

Utl.: Wegen Kampf der Unis gegen die Pädagogischen Hochschulen

Schule/Lehrende/WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich/Österreich

Die Qualität der Lehrer ist aus Sicht von Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer (WKÖ), entscheidend für ein besseres Bildungssystem. Was die rasche Umsetzung einer dafür notwendigen Reform der Pädagogenausbildung angeht, zeigte er sich am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch jedoch skeptisch. Zwar finde er die von der Regierung geplante Reform prinzipiell gut, etwa dass es Aufnahmeverfahren geben soll. "Aber die Reform wird wohl nichts werden."

Als Grund nennt Landertshammer den "Kampf" der autonomen Unis, die derzeit die Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen ausbilden und dem Wissenschaftsministerium unterstehen, gegen die Pädagogische Hochschulen (zuständig für Lehrer an Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs-, Polytechnische Schule und NMS), die nachgeordnete Dienststellen des Unterrichtsministeriums sind.

In Sachen Dienstrecht fordert Landertshammer mehr Anwesenheit der Lehrer an den Schulen bei gleichzeitiger Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine Entlastung der Pädagogen von Verwaltungstätigkeiten.

(schluss) jle;pm

realisiert durch das SPÖ ITZ


sp/jschindlegger (S)

, 21.03.2013 16:03:35

APA0313 II, XI 21.03.2013 12:55:41

 

Wirtschaftskammer pocht auf Abbau von Sackgassen in Bildungssystem

Utl.: Schulpflicht nicht mehr von Alter, sondern von Kompetenzen abhängig machen - Schulwegentscheidungen objektivieren -

Schule/WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich/Österreich

Drei Wochen nach Präsentation des Bildungsreform-Modells der Sozialpartner hat am Donnerstag die Wirtschaftskammer (WKÖ) erneut Druck für Veränderungen gemacht. "Unser wesentliches Anliegen ist, dass es keine Sackgassen mehr geben darf", betonte der Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ, Michael Landertshammer, vor Journalisten. "Alle Jugendlichen sollen den für sie höchstmöglichen Bildungsabschluss erreichen." Das Sozialpartnermodell sieht dafür u.a. ein verpflichtendes zweites Gratis-Kindergartenjahr, ein Ende der Schulpflicht erst mit Erreichen von Mindeststandards, bessere Steuerung der Schülerströme, ein neues Finanzierungsmodell für die Sekundarstufe II und die Schaffung von Berufsakademien vor.

Derzeit könnten 30 Prozent der Jugendlichen, die die Schulpflicht absolvieren, nicht sinnerfassend Lesen und müssten für eine weiterführende Schule oder Lehre erst vorbereitet werden, bemängelte Landertshammer. Abhilfe soll ein zweites verpflichtendes, kostenloses Jahr im Kindergarten, für den künftig Mindeststandards festgeschrieben werden sollen, sowie ein Schnittstellenmanagement beim Übergang zur Volksschule und mehr Individualisierung im Unterricht schaffen. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass Schüler, die nicht Deutsch können, in Sonderschulen "abgeschoben" werden, so Landertshammer. Im Unterricht müsse auf das jeweilige Lerntempo eingegangen, schwache wie besonders begabte Schüler gefördert und auf Kompetenzen statt das Wiedergeben von Inhalten gesetzt werden.

Ob ein Schüler die Schulpflicht erledigt hat, soll künftig nicht mehr eine Frage des Absolvierens von Schuljahren, sondern des Erreichens von Mindeststandards in Deutsch, Englisch und Mathematik sein. Außerdem soll in der neunten Schulstufe verpflichtend - entweder in der Neuen Mittelschule (NMS) oder im ersten Jahr der AHS-Oberstufe - politische Bildung, Wirtschafts- und Finanzwissen vermittelt werden. Schon für die 14-Jährigen sind verpflichtende Potenzialanalysen als Entscheidungshilfe bei der Schultypenwahl und Berufsorientierung vorgesehen - quasi als "Poly für alle" bei gleichzeitiger Auflösung des eigenen Schultyps.

Für Schüler der berufsbildenden höheren Schulen (BHS) würde das bedeuten, dass sie in der Regel erst mit 20 Jahren mit Matura und Diplom abschließen. Geht es nach Landertshammer, sollen sie allerdings damit auch einen ersten Hochschulabschluss, den im angloamerikanischen Raum schon existierenden "Short Cycle Degree", erhalten. Das wäre auch wirtschaftlich wichtig, da immer öfter bei internationalen Ausschreibungen eine bestimmte Zahl an Mitarbeitern mit Hochschulabschluss Kriterium sei und österreichische Unternehmen trotz hochqualifizierter BHS-Absolventen an dieser formalen Hürde scheitern.

Von den Potenzialanalysen mit 14 Jahren erhofft sich Landertshammer, dass mehr Jugendliche jenen Bildungsweg einschlagen, für den sie am besten geeignet sind - und folglich der Dropout sinkt. Derzeit seien Image und teils falsche Versprechungen der Schulen entscheidender als das Potenzial der Schüler. Schulen würden wegen des derzeitigen Finanzierungssystems auch um jene Schüler kämpfen, von denen sie wissen, dass sie nicht erfolgreich abschließen. Die Sozialpartner wünschen sich deshalb, dass künftig die Absolventenquote mitentscheiden soll, wie viel Geld eine Schule in der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, BMHS) erhält. Diese müssten dann aber auch ihre Schüler aussuchen können.

Außerdem erwartet sich Landertshammer durch die Potenzialanalysen mehr Zulauf zur Lehre. Pilotprojekte hätten gezeigt, dass dadurch den Eltern die vielfältigen Möglichkeiten bewusst würden. Und noch eine andere Maßnahme soll die Lehre stärken: Die Einführung von Berufsakademien als weitere Hochschulform, für die Lehre und Berufserfahrung als Aufnahmekriterium reichen und die etwa mit einem "Bachelor professional" abschließen könnten. Laut Befragungen sehen Unternehmen zwölf Prozent der Mitarbeiter als Zielgruppe und wären auch bereit, diese Ausbildung mitzufinanzieren.

(schluss) jle;aku;pm

realisiert durch das SPÖ ITZ


sp/jschindlegger (S)

, 21.03.2013 16:03:35

OTS0148 SI, II 21.03.2013 11:49:20

 

BSO: Sportminister Klug unterschreibt für Tägliche Turnstunde

Utl.: Sportminister Mag. Gerald Klug setzt sich für die Tägliche Turnstunde ein und unterstützt die Initiative der Österreichischen Bundes-Sportorganisation.

Sport/Innenpolitik/Jugend/Kinder/Politik/Schule

Am Mittwoch, 20.03.2013, unterschrieb der neu angelobte Sport- und Verteidigungsminister Mag. Gerald Klug für die Tägliche Turnstunde. Im Rahmen desersten offiziellen Treffens des Ministers mit BSO-Präsident Wittmann setzt sich Klug offiziell für Initiative der Österreichischen Bundes-Sportorganisation ein und sicherte BSO-Präsident Dr. Peter Wittmann seine volle Unterstützung für diese wichtige Forderung des Sports zu.

BSO-Präsident Wittmann zeigt sich über die Zustimmung erfreut: "Für unsere Initiative, für alle Unterstützerinnen und Unterstützer und auch für den organisierten Sport ist es ein wichtiges und starkes Signal, dass uns der Sportminister in dieser bedeutenden Angelegenheit den Rücken stärkt. Ich möchte mich für sein Engagement bedanken!

"Der Gesundheitszustand unserer Jugend ist dramatisch, jedes 4. Kind in Österreich ist übergewichtig - Tendenz steigend. Um diesem Trend entgegen zu wirken brauchen wir rasch mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen. Ich will unsere Jugend wieder fit machen! Quantitativ durch Erhöhung der Sport-Einheiten und qualitativ durch den Einsatz von Expertinnen und Experten aus dem Sport", so der Sportminister.

Nachdem am 17.10.12 bereits alle 183 Nationalratsabgeordnete für Tägliche Turnstunde unterschrieben hatten, folgte am 16.11.12 ein Novum: der Nationalrat beschloss einstimmig den ersten Sechs-Parteien-Antrag der Geschichte und beauftragte damit die Bundesregierung mit der Umsetzung der Täglichen Turnstunde in Schulen und Kindergärten. Zusätzlich erhielt die Initiative prominente Unterstützung seitens der Länder. Insgesamt haben bis heute mehr als 150.000 Menschen die Initiative unterschrieben. Wittmann: "Die Tägliche Turnstunde muss gesetzlich verankert werden, es darf in der Schulautonomie nicht länger bei Sport und Bewegung eingespart werden!"

Rückfragehinweis:
Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO)
Mag. Barbara Spindler
Geschäftsführerin
Tel.: +43 / 1 / 504 44 55
mailto:office@bso.or.at
www.bso.or.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1603/aom

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sp/jschindlegger (S)

, 21.03.2013 16:03:35

OTS0142 SI, CI 21.03.2013 11:38:32

 

Sportminister Klug: Schulterschluss für die "Tägliche Turnstunde" - BILD

Utl.: "Ich will unsere Kinder wieder fit machen."

Sport/Klug/Wittmann/Turnstunde

Sportminister Gerald Klug unterzeichnet beim ersten offiziellen Treffen mit BSO-Präsident Peter Wittmann die Forderung zur "täglichen Turnstunde" an Österreichs Schulen.

"Der Gesundheitszustand unserer Jugend ist dramatisch, jedes vierte Kind in Österreich ist übergewichtig - Tendenz steigend. Um diesem Trend entgegen zu wirken brauchen wir rasch mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen. Ich will unsere Jugend wieder fit machen! Quantitativ durch Erhöhung der Sport-Einheiten und qualitativ durch den Einsatz von Expertinnen und Experten aus dem Sport", so der Sportminister, der Bundesministerin Claudia Schmied volle Unterstützung bei ihrer Initiative für mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen zusichert.

BSO-Präsident Peter Wittmann: "Wichtig ist uns die gesetzliche Verankerung. Es darf in der Schulautonomie nicht länger bei Sport und Bewegung eingespart werden. Wir haben bereits über 150.000 Unterschriften. Der Organisierte Sport bietet sich auch gerne an, Turnstunden professionell zu betreuen."

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Andreas Strobl, Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 050201-1020146
mailto: andreas.strobl@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

Mag. (FH) Anja Richter
Büro des Sportministers

Tel: 050201-1072303
anja.richter@sport.gv.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/45/aom

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sp/jschindlegger (S)

, 21.03.2013 16:03:35

APA0205 SI 21.03.2013 11:21:22

 

Sportpolitik: Neo-Sportminister Klug für "tägliche Turnstunde"

Utl.: BSO-Chef Wittmann will gesetzliche Verankerung

Sportpolitik/Wien

Der neue Verteidigungs- und Sportminister Gerald Klug hat im Rahmen des ersten offiziellen Treffens mit Peter Wittmann, dem Präsidenten der Bundes-Sportorganisation (BSO), die Forderung nach einer "täglichen Turnstunde" an Österreichs Schulen unterzeichnet. "Ich will unsere Jugend wieder fit machen!", erklärte der Steirer in einer Aussendung vom Donnerstag.

Der Gesundheitszustand der Jugend sei dramatisch, jedes vierte Kind in Österreich sei übergewichtig, mit steigender Tendenz, betonte der Minister. "Um diesem Trend entgegen zu wirken, brauchen wir rasch mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen. Quantitativ durch Erhöhung der Sport-Einheiten und qualitativ durch den Einsatz von Expertinnen und Experten aus dem Sport."

Nach Wittmanns Worten liegen schon 150.000 Unterschriften für die "tägliche Turnstunde" vor. "Wichtig ist uns die gesetzliche Verankerung. Es darf in der Schulautonomie nicht länger bei Sport und Bewegung eingespart werden. Der organisierte Sport bietet sich auch gerne an, Turnstunden professionell zu betreuen", sagte der BSO-Chef.

(schluss) ef;gw

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Jasmin Schindlegger

 

Büro Mag.a Monika Juch, MA

SPÖ-Parlamentsklub

Tel.: +43 (1) 40110-3531

Fax: +43 (1) 40110-3875

eMail: jasmin.schindlegger@spoe.at

 

Sportpolitik: Neo-Sportminister Klug für "tägliche Turnstunde"

APA0205 SI 21.03.2013 11:21:22

 

Sportpolitik: Neo-Sportminister Klug für "tägliche Turnstunde"

Utl.: BSO-Chef Wittmann will gesetzliche Verankerung

Sportpolitik/Wien

Der neue Verteidigungs- und Sportminister Gerald Klug hat im Rahmen des ersten offiziellen Treffens mit Peter Wittmann, dem Präsidenten der Bundes-Sportorganisation (BSO), die Forderung nach einer "täglichen Turnstunde" an Österreichs Schulen unterzeichnet. "Ich will unsere Jugend wieder fit machen!", erklärte der Steirer in einer Aussendung vom Donnerstag.

Der Gesundheitszustand der Jugend sei dramatisch, jedes vierte Kind in Österreich sei übergewichtig, mit steigender Tendenz, betonte der Minister. "Um diesem Trend entgegen zu wirken, brauchen wir rasch mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen. Quantitativ durch Erhöhung der Sport-Einheiten und qualitativ durch den Einsatz von Expertinnen und Experten aus dem Sport."

Nach Wittmanns Worten liegen schon 150.000 Unterschriften für die "tägliche Turnstunde" vor. "Wichtig ist uns die gesetzliche Verankerung. Es darf in der Schulautonomie nicht länger bei Sport und Bewegung eingespart werden. Der organisierte Sport bietet sich auch gerne an, Turnstunden professionell zu betreuen", sagte der BSO-Chef.

(schluss) ef;gw

 

 

21.3.: Pressespiegel - Unterricht

Österreich, 21. Mär. 2013

 

Show-Down mit Lehrern

Angebot bis zu 3.161 Euro - Gewerkschaft skeptisch. 

Der Termin wurde mehrfach verlegt – auch der Ort war bis zuletzt geheim: Doch heue Nachmittag soll es wieder soweit sein: Die Ministerinnen Claudia Schmied, Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Maria Fekter (ÖVP) verhandeln mit der Lehrergewerkschaft (Chefverhandler Paul Kimberger) das neue Lehrer-Dienstrecht. Unklar war gestern noch, ob auch Fritz Neugebauer (ÖVP) mit dabei ist.

Worum geht's? Die Regierung bittet Junglehrern Gehälter zwischen 2.428 für Volksschullehrer) und 3.160 Euro (AHS-Oberstufe, siehe unten). Dafür müssen sie statt bisher rund 22 bis zu 24 Stunden in der Klasse stehen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Lehrer über ihre gesamt Berufslaufbahn gerechnet verlieren (bis 500.000 €) – was die Regierung bestreitet.

Kimberger erklärte indes, dass keineswegs alle Lehrer auf die von der Regierung genannten 3.100 € kommen würden. Denn sonst könnte er Ja zum neuen Dienstrecht sagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 20. März 2013

FSG PflichtschullehrerInnen für Gerechtigkeit und Qualität in Dienstrechtsfragen

OTS0059 II, WI 20.03.2013 09:38:32

 

FSG PflichtschullehrerInnen für Gerechtigkeit und Qualität in Dienstrechtsfragen

Utl.: Bulant-Formel: Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung und Beziehungsarbeit

Schule/Dienstrecht/FSG/Bulant

"Ein neues Dienstrecht, das Verluste in der Lebensverdienstsumme erbringt, ist für keine Gewerkschaft akzeptierbar. Ein neues Dienstrecht, das über keine gemeinsame Gehaltsstaffel für alle LehrerInnen verfügt, schreibt die seit Jahrzehnten bestehende Besoldungsungerechtigkeit zu Lasten der LandeslehrerInnen fort und wird daher von uns abgelehnt", stellt Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, fest. Da sich die Bevölkerung aufgrund eines neuen Dienstrechtes eine qualitative Verbesserung der Schulen erhoffe, erwartet der Gewerkschafter neben der Besoldungsgerechtigkeit auch pädagogische Qualitätsimpulse von einem neuen Dienstrecht.++++ Ein neues Dienstrecht der Zukunft müsse daher die Erfordernisse eines modernen, qualitativen Unterrichts, eine gesamtheitliche Betreuung der SchülerInnen, die Einbeziehung der Eltern sowie die Arbeitsbedingungen der LehrerInnen vereinen. Der Vizechef der ARGE LehrerInnen meint dazu: "Ein sicher nicht leichtes Unterfangen, aber mit etwas Wille sind die seit Monaten starren Fronten auflösbar." Die FSG-LehrerInnen bieten in diesem Sinne ein zukunftsweisendes Modell an, das auch auf die Besonderheiten der einzelnen Schulstandorte Rücksicht nimmt. Die Eckpunkte des FSG-Modells: O 24 Stunden Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung und Beziehungs- sowie Schulentwicklungsarbeit Die Beziehungs- und Schulentwicklungsarbeit beinhaltet: O individuelle Lernberatung und Lebensbegleitung in Schülersprechstunden O Pflege der Schulpartnerschaft durch Elternsprechstunde O Zeitressourcen für Klassenführung bzw. Ganztagesbetreuung O Teamstunden für Planung und Problemberatung O fixes Stundenkontingent für Schulentwicklungsprojekt SQA (Schulqualität Allgemeinbildung) Die Umsetzung dieser Lehrverpflichtung basiert auf der Errichtung von professionellen LehrerInnenarbeitsplätzen und Besprechungsräumen. Besoldungsgerechtigkeit ist herstellbar, wenn die Besoldung die Gleichwertigkeit pädagogischen Handelns in unterschiedlichen Schularten widerspiegelt und die Anfangsgehälter attraktiv gestaltet.

Rückfragehinweis:
FSG-GÖD-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
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20.3.: Pressespiegel - Unterricht

Standard, 20. Mär. 2013

 

Schule und Volk: Also wenn Sie mich fragen ...

Kommentar der anderen | Karl Heinz Gruber, 19. März 2013, 19:28

Warum die einmal mehr statistisch untermauerten Defizite der heimischen Bildungspolitik plebiszitär nicht lösbar sind

Zumindest in Wien dürfte der Bedarf an weiteren Volksbefragungen derzeit wohl gestillt sein. Der Wiener Bürgermeister Häupl hat denn auch klargestellt, dass sein Vorschlag, zum Thema "Gemeinsame Schule auf der Sekundarstufe I" eine Volksbefragung durchzuführen, nicht ernst gemeint war, sondern Ausdruck seiner Frustration über die bildungspolitische Entscheidungsschwäche der gegenwärtigen Bundesregierung.

Tatsächlich ist kaum ein Politikbereich für eine Volksbefragung so schlecht geeignet wie die Bildungspolitik, und zwar aufgrund des fatalen Umstandes, dass sich jedermann für einen Experten für Schule und Bildung hält. Man hat schließlich neun bis 13 Jahre die Schule besucht (im Falle eines Sitzenbleibens ist die Bildungsexpertise durch das zusätzliche Schuljahr noch fundierter), oder man kennt den Schulbetrieb aus der mehr oder weniger leidvollen Perspektive von Eltern mit Schulkindern.

Diese individuellen oder familiären Erfahrungen sind jedoch höchst subjektiv und an ganz spezifische (zum Beispiel großstädtische oder ländliche) Schulstandorte gebunden; von ihnen auf die Struktur und die Funktion des Schulsystems in seiner Gesamtheit zu schließen ist absolut unzulässig, wird aber dennoch dauernd gemacht.

In einer meiner Vorlesungen im Audimax der Uni Wien ließ ich mehrere hundert Lehramtsstudierende schätzen, für wie groß sie den Anteil der Kinder halten, die mit zehn Jahren in eine AHS übertreten. Ihre eigenen Schulkarrieren und jene in ihrem sozialen Umfeld verallgemeinernd, schwankten die Schätzungen der Studenten so um die 75 Prozent, der "Rest" waren wohl Haupt- und Sonderschüler. In Wirklichkeit treten österreichweit bloß 34 Prozent der Volksschüler in eine AHS-Unterstufe über.

Betriebsblind

Die Lehrerschaft mag, was die Sekundarschulübertritte betrifft, besser informiert sein, aber vor Betriebsblindheit ist auch sie nicht gefeit. Bei der vor kurzem abgehaltenen Enquete des Tiroler Landeshauptmanns zu einer Gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen behaupteten Funktionäre der AHS-Lehrergewerkschaft, es gäbe in österreichischen Schulen keine soziale Auslese. Sie mussten mit folgendem Zitat aus dem Nationalen Bildungsbericht 2012 belehrt werden: "Nahezu zwei Drittel der 17-Jährigen, deren Eltern über einen Hochschulabschluss verfügen, besuchen die AHS. Verfügen die Eltern hingegen nur über Pflichtschulbildung, streben nur acht Prozent eine AHS-Matura an."

Angesichts der weitverbreiteten Ahnungslosigkeit über die tatsächliche Wirkung des Schulsystems stellt sich die Frage, ob genug getan wird, um der Bevölkerung zu jenem Niveau von Informiertheit und Mündigkeit zu verhelfen, das sie befähigt, ihr "Bürgerrecht auf Bildung" wahrzunehmen - sei es bei "privaten" Schullaufbahnentscheidungen, sei es bei Volksabstimmungen oder -befragungen, wenn es darum geht, auf der Systemebene rational zwischen verschiedenen Optionen zu entscheiden.

Wie es scheint, wird gegenwärtig eine kostbare Ressource für bildungspolitische Aufklärung unzureichend genutzt: der Nationale Bildungsbericht (NBB) 2012. Diese hervorragende Bestandsaufnahme des österreichischen Schulsystems ist vor kurzem zum zweiten Mal publiziert worden. Mit ihren zahlreichen Daten, Tabellen und Grafiken ist diese Analyse der Wirkungsweise der österreichischen Schulen hervorragend geeignet, den österreichischen Bildungsdiskurs aus seiner dumpfen Ignoranz und gehässigen Lagermentalität herauszuführen. Die beiden Bände der Vollfassung des NBB 2012 gehören als Pflichtlektüre auf das Nachtkastl jedes (Bildungs-)Politikers auf Bundes- und Landesebene. (Sie sind allerdings so schwer, dass bei der Lektüre im Liegen die Gefahr von Rippenbrüchen besteht). Aber selbst "bildungsnahen" Personengruppen wie Lehrern oder Elternvertretern ist der Kauf und die Lektüre dieser gewichtigen "Türstopper" kaum zuzumuten.

Für diese Lesergruppe gäbe es zwar, abgesehen von der Möglichkeit, sich den NBB 2012 oder Teile davon von der Homepage des Bifie herunterzuladen, die 35-seitige Kurzfassung; "gäbe" deshalb, weil sie leider nur in einer Auflage von 6000 Stück gedruckt wurde, was für eine umfassende österreichweite Verbreitung offensichtlich nicht ausreicht.

Kürzlich haben die Sozialpartner einen bemerkenswerten Anstoß zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungswesens gegeben. Wie wäre es, wenn Gewerkschaftsbund, Wirtschafts-, Arbeiter- und Bauernkammer ihrem Bekenntnis zur Schulreform eine flankierende Maßnahme zur Aufklärung der österreichischen Öffentlichkeit folgen ließen - eine gemeinsam finanzierte, leicht lesbare Version des NBB, die an jeden Haushalt geschickt wird? Bei allem Respekt vor der vorliegenden Kurzfassung des NBB, sie liest sich etwas "spröde". Aber wenn zum Beispiel zwei Bildungsjournalistinnen den Text auflockerten, Haderer und Pammesberger ein paar zum Schmunzeln verleitende Zeichnungen beisteuerten und Josef Hader und Barbara Coudenhove-Kalergi ein ermunterndes Vorwort dafür schrieben, könnte das die Zahl derjenigen, die behaupten "Mir kennan s' über de Schui nix erzöhn ...", möglicherweise drastisch verringern. (Karl Heinz Gruber, DER STANDARD, 20.3.2013)

Karl Heinz Gruber (Jg. 1942) lehrt Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Universität Wien. Foto: UrbanVon Wiens Zukunft als Olympia-Stadt musste sich Bürgermeister Michael Häupl basisdemokratisch verabschieden. Gut, dass er nicht auch noch nach der Gesamtschule gefragt hat.

 

 

Presse, 20. Mär. 2013

 

Bis zu 50 Prozent brechen Schule ab

 (Die Presse)

Jeder zweite Schüler verlässt die berufsbildenden mittleren Schulen ohne den geplanten Abschluss. An den AHS-Oberstufen bricht knapp ein Viertel der Schüler ab.

Wien/Beba. Je nach Schulform brechen bis zu 50 Prozent der Schüler die ursprünglich geplante Schulbildung ab. Das zeigt der Bericht „Bildung in Zahlen“ der Statistik Austria. Die Statistik verfolgt dafür die Laufbahn jener rund 75.000 Schüler, die im Herbst 2006 in die neunte Schulstufe kamen.

 

Besonders drastisch ist die Situation demnach an den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) – etwa Handelsschulen oder HTL-Fachschulen. Jeder zweite Schüler verlässt diese Schulen ohne den ursprünglich geplanten Abschluss: An den vierjährigen BMS sind es mit 50,6 Prozent noch etwas mehr als an den dreijährigen BMS (48,4 Prozent, siehe Grafik oben).

Etwas höher ist die Erfolgsquote an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS). Auch dort fällt aber ein Drittel der Schüler ohne einen erfolgreichen Abschluss aus der Schule bzw. wechselt in eine andere Schulform oder eine Ausbildung. Fazit ist: Nur gut die Hälfte der BHS-Schüler (57 Prozent) hat den Abschluss nach fünf Jahren geschafft. Die restlichen knapp zehn Prozent wiederholen die letzte Klasse.

Auch an den AHS-Oberstufen geht ein Teil der Schüler im Laufe der vier Jahre verloren: Auf Anhieb schaffen die Matura nur knapp 68 Prozent. Fünf Jahre nach dem Start der fünften Klasse haben schließlich drei Viertel der Schüler maturiert (auch die erfolgreichen Wiederholer werden hier gezählt). 23 Prozent der AHS-Oberstufenschüler haben die Schule abgebrochen oder wechselten in eine andere Ausbildung.

 

Viele weichen dem „Poly“ aus

Dass die Zahl der Abbrecher bzw. Aussteiger stets nach der neunten Schulstufe am höchsten ist, ist auffällig: An den AHS-Oberstufen hat nach einem Jahr jeder zehnte Schüler abgebrochen, an den BHS jeder sechste, an den BMS verlässt nach dem ersten Jahr gar jeder dritte Schüler die Schule.

Das ist allerdings kein Zufall, sondern zeigt einmal mehr das Problem mit der neunten Schulstufe: Viele Schüler nutzen ein Schuljahr an weiterführenden Schulen – vor allem an berufsbildenden mittleren Schulen –, um das letzte Jahr ihrer Schulpflicht abzuleisten, zugleich aber der unbeliebten Polytechnischen Schule auszuweichen. Dass dies keine bloße Annahme ist, wird deutlich, wenn man den weiteren Bildungsweg dieser Schüler verfolgt: Von jenen, die die BMS nach der ersten Klasse abbrechen, wechseln zwei Drittel an eine Berufsschule und somit in eine Lehrausbildung – die Hälfte von ihnen hat ein positives Zeugnis und dürfte sogar in die nächste Klasse aufsteigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2013)

 

 

Presse, 20. Mär. 2013

Morgen Geheim-Gipfel der Regierung

Kanzler schickt Ministerinnen vor.

Morgen ab 14 Uhr liefert sich die Lehrer-Gewerkschaft mit der Regierung wieder einen Schlagabtausch. Die Verhandlungsrunde für ein neues Dienstrecht findet hinter verschlossenen Türen statt, weder Termin noch Ort wird offiziell bestätigt. Da Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) für die Koordination zuständig ist, wird das Geheimtreffen wohl auch im Kanzleramt stattfinden. Mit am Tisch: Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP). Kanzler Werner Faymann (SPÖ) erklärte das neue Dienstrecht erst kürzlich zur Chefsache, lässt aber erst einmal die drei ­Ministerinnen verhandeln.

Lehrer sind unzufrieden mit Regierungsangebot
Die Verhandlungen sind festgefroren. Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger erteilt dem Angebot der Regierung (höhere Einstiegsgehälter bis zu 3.100 Euro, dafür sollen sich die Lehrer auch 24 Stunden statt bisher 20 bzw. 22 Stunden in die Klassen stellen) eine Abfuhr: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Von meinem Ziel eines modernen Dienstrechts lasse ich mich nicht so schnell ­abbringen.“

Entwurf zu Ausbildung neu kommt in nächsten Tagen
In den Endzügen hingegen befindet sich die Neuregelung der Lehrerausbildung. Unterrichts- und Wissenschaftsministerium wollen in den nächsten Tagen einen Gesetzesentwurf vorlegen. Angehende Lehrer sollen künftig einen vierjährigen Bachelor absolvieren, das ein- bis zweijährige Masterstudium ist berufsbegleitend.

Studie: Bildung wird nach wie vor vererbt
Eine neue Studie der Statistik Austria – Bildung in Zahlen 2011/12 – zeigt: Das Elternhaus entscheidet über die Bildung. Aus der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen erreichten 53 Prozent der Kinder aus Akademikerhaushalten einen Uni-Abschluss, aber nur fünf Prozent jener Kinder, deren Eltern nur die Pflichtschule abgeschlossen haben.

 

 

 

Salzburger Nachrichten, 20. Mär. 2013

 

Die Mädchen hebenunser Bildungsniveau

20.03.2013

Wien (SN-par). Die Österreicher sind heute wesentlich besser gebildet als noch vor 30 Jahren – und zu verdanken ist das den Mädchen. Für Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria, ist die „stärkere Bildungsbeteiligung der Frauen“ für das gestiegene Bildungsniveau innerhalb der Bevölkerung verantwortlich.

Nach dem am Dienstag präsentierten Datenband „Bildung in Zahlen 2011/2012“ der Statistik Austria hat sich die Zahl der Akademikerinnen unter den 25- bis 64-Jährigen von 1981 bis 2010 von mageren drei Prozent auf 15 Prozent verfünffacht. Jene der Männer hingegen hat sich von 6,1 auf 14,1 bloß etwas mehr als verdoppelt. Hatten vor 30 Jahren noch 56 Prozent der Bevölkerung lediglich den Pflichtschulabschluss, waren es 2010 nur mehr 18,4 Prozent. Unter den heute 25-Jährigen gibt es annährend gleich viele Akademikerinnen wie Akademiker, unter den Studierenden sind bereits mehr junge Frauen als Männer.

Ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken wird, weil unterdessen in allen höheren Schulen mehr Mädchen als Buben sitzen. Die Matura ist zu 59 Prozent weiblich – und danach geht’s meist weiter an die Universität. Dort sind Frauen die fleißigeren Studenten. In der Regel studieren sie etwas kürzer als ihre männlichen Kollegen.

Überhaupt beginnen 85 Prozent aller AHS-Maturanten innerhalb von drei Jahren ein Studium an einer Uni, Fachhochschule, Pädagogischen Hochschule oder an einem Kolleg. An der Uni belegt ein Drittel ein geisteswissenschaftliches Fach, gefolgt von Technik (19 Prozent), Wirtschaft- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Jus, Medizin und Bodenkultur. Seit 1998 ist interessanterweise die Zahl der Naturwissenschaftsstudenten am stärksten gestiegen. Sie hat sich verdoppelt.

Trotz des höheren Bildungsniveaus der heimischen Bevölkerung hat sich bisher nichts daran geändert, dass Kinder von Eltern mit Pflichtschulabschluss meist ebenfalls in keine höhere Schule gehen. Umgekehrt stammen mehr als die Hälfte der 25- bis 44-jährigen Akademiker selbst aus einem Akademikerhaushalt.

Auch die Schulwahl – Neue Mittelschule hin oder her – ist gleich geblieben. Ein Drittel geht nach der Volksschule in ein Gymnasium. Zwei Drittel wechseln in die Hauptschule oder in die Neue Mittelschule.

 

 

Wiener Zeitung, 20. Mrz. 2013

 

Eigener Hochschulabschluss vom Bildungsniveau der Eltern abhängig

"Bildung nach wie vor vererblich"

 

Von Petra Tempfer

 

  • Experte Hopmann: Differenzierung wäre besser als Gleichbehandlung.

 

 

 

Wien. "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." "Wie das Herrl, so’s G’scherrl." Sprichworte wie diese gibt es seit langem. Alarmierend ist, dass selbst heute noch mehr als die Hälfte der 25- bis 44-Jährigen aus Akademiker-Haushalten im Schuljahr 2011/12 einen Hochschulabschluss erreichten - aber nur fünf Prozent all jener, deren Eltern als höchste Ausbildung lediglich einen Pflichtschulabschluss aufweisen. Auch umgekehrt besteht dieser Zusammenhang: 32 Prozent der Kinder aus einem Elternhaus mit höchstens Pflichtschulabschluss, aber nur fünf Prozent der Akademikerkinder bleiben auf der untersten Ausbildungsstufe.

So viel zu den nackten Zahlen des aktuellen Bandes "Bildung in Zahlen 2011/12", den Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer am Dienstag präsentierte. "Bildung ist also nach wie vor vererblich", folgerte dieser daraus, und: "Es ist noch immer von Relevanz, aus welchem Elternhaus sie kommen."

Allein - warum ist dieser Zusammenhang offensichtlich unverrückbar, obwohl die Klassenschülerhöchstzahlen reduziert, ein verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt worden ist und Neue Mittelschulen (NMS) zunehmend die Hauptschulen ersetzen? Zudem wurden die Studiengebühren abgeschafft. "Das sind alles Scheindebatten, die man da führt", meint dazu Bildungsexperte Stefan Hopmann im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", "in Österreich wurde noch keine einzige schulpolitische Maßnahme getroffen, die der sozialen Ungleichverteilung entgegengewirkt hätte." Sämtliche bisher getätigten Schritte seien kontraproduktiv gewesen. Die Abschaffung der Studiengebühren etwa, die zu Studieneingangsphasen als Aufnahmeverfahren geführt hat. "Wer überlebt? Die, die aus einem Milieu kommen, in dem man mit dem akademischen Niveau umgehen kann. Die anderen müssen fünfmal mehr leisten", sagt Hopmann.

Hauptschule oder AHS wesentlich für Karriere
Oder die NMS, die als gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen geführt wird, damit Kinder nicht schon nach der Volksschule entscheiden müssen, ob sie in eine AHS oder Hauptschule weitergehen sollen. "Das ist nur ein weiterer Baustein der Gleichbehandlung - dabei wäre eine Differenzierung die einzige Lösung", so Hopmann. Jeder Einzelne, bei dem es Schwächen gibt, müsste seiner Ansicht nach gezielt gefördert werden. Dort, wo mehr Hilfsbedarf besteht, müsse investiert werden. "Das ist keine Frage der Höhe der öffentlichen Mittel, die in Bildung investiert werden - Österreich liegt dabei über dem EU-Durchschnitt -, sondern eine Frage der richtigen Verteilung."