Mittwoch, 29. Mai 2013

Pressemeldungen Unterricht

OTS0127 II, CI 29.05.2013 12:30:36

 

VP-Leeb ad Wiener Lesetest: Brandsteidl auf einem guten Weg!?

Politik/OEVP/Wien/Leeb/Lesetest/Brandsteidl

"Wenn der Weg von Stadtschulratspräsident Susanne Brandsteidl in dieser Form weitergeführt wird (2% Verbesserung bei den leseschwachen Schülern in der 4. Schulstufe pro Jahr), dann schaffen wir es im Endeffekt allen Wiener Kindern in 10 Jahren das Lesen beizubringen", so ÖVP Wien Bildungssprecherin LAbg. Isabella Leeb zu den heute präsentierten Ergebnissen des Wiener Lesetests. Das Problem dabei ist leider nur, dass die Schulpflicht in Österreich auf 9 Jahre beschränkt ist.

Auch wenn beim Ergebnis der 4.Schulstufe eine geringfügige Verbesserung eingetreten ist, sind die Schüler der 8. Schulstufe, die nur kaum oder gar nicht lesen können weiterhin konstant. (Die vermeintliche Reduktion ist, so wie die Stadtschulratspräsident auch zugibt, wenig aussagekräftig. Es ist von einen konstanten Anzahl an leseschwachen Schülern 2013 wie 2012 auszugehen.)

Die Ergebnisse sind neuerlich "ernüchternd" und "vom großen Wurf weit entfernt". Ganz wesentlich für eine Verbesserung der Lesekompetenz ist es aber, dass die Leseförderung nicht "ergänzend" zum Regelunterricht durchgeführt wird. Derzeit ist es ja so, dass die betroffenen Kinder für die Leseförderung aus dem Regelunterricht herausgenommen werden und ihnen diese Zeit dann in anderen Gegenständen fehlt. Die Lesetests müssen auch um ein Jahr vorverlegt werden, damit leseschwache Kinder bis zum Abschluss der Volksschule ihre Defizite ausgeglichen haben.

"Es ist festzustellen, dass die Maßnahmen des Stadtschulrats in diesem Bereich nur bedingt greifen und keine substanziellen Änderungen eingetreten sind. Man kann die nächsten Jahrzehnte nicht einfach abwarten, bis wirklich positive Ergebnisse erreicht werden. Was wir brauchen sind tiefgreifende Reformen in der Wiener Bildungspolitik im Hier und Jetzt. Wichtig ist vor allem das klare Bekenntnis dazu, dass Kinder mit Sprachmängeln künftig bereits vor Schuleintritt stärker gefördert werden müssen. Kein Kind darf ohne ausreichende Sprache (Deutschkenntnisse) in den Regelunterricht aufgenommen werden. Das gilt im besonderen auch für Quereinsteiger", so Leeb weiter.

"Die Opfer dieer verfehlten Politik sind Schüler, die nicht ausbildungsfähig in die Berufswelt entlassen werden, die Lehrer sowie der Wirtschaftsstandort Wien, der angesichts der herrschenden Ausbildungsdefizite zunehmend Wettbewerbsnachteile erleidet. Die hohe Arbeitslosenquote Wiens (mit mehr als 10% negativer Spitzenreiter im Österreichvergleich) ist nicht zuletzt auch auf die desaströsen "Bildungserfolge" der Wiener Pflichtschulen zurückzuführen. Diese stehen seit 67 Jahren unter der Verantwortung der Wiener SPÖ", so Leeb abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:presse.klub@oevp-wien.at


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sp/jschindlegger (S)

, 29.05.2013 12:40:00

OTS0115 II, CI 29.05.2013 12:03:49

 

"Wiener Lesetest 2013": Leseförderung wirkt - Herausforderung bleibt

Kommunales/Wien/Schule/Bildung/Lesetest

Die Ergebnisse des "Wiener Lesetests 2013" liegen vor und werden ab kommendem Montag allen SchülerInnen (und LehrerInnen) übermittelt. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz wurden heute alle Details zum Lesetest von Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl sowie BIFIE-Direktor Christian Wiesner präsentiert.

Der "Wiener Lesetest" wird vom Stadtschulrat gemeinsam mit dem BIFIE heuer bereits zum dritten Mal durchgeführt. Ziel des Wiener Lesetests ist es, den SchülerInnen und LehrerInnen genauere Orientierungshilfe zu geben, als es andere internationale oder nationale Schulleistungstests wie etwa die PISA-Studie oder die Bildungsstandards können. Im Gegensatz zu diesen nämlich werden beim "Wiener Lesetest" nicht nur ausgewählte Gruppen, sondern alle SchülerInnen der entsprechenden Schulstufen getestet. Somit erhalten auch alle SchülerInnen (sowie ihre LehrerInnen) ihr individuelles Testergebnis und wissen, "wo sie stehen".

Der "Wiener Lesetest 2013" zeigt dabei sehr deutlich, dass sich Leseförderung bezahlt macht und die vor zwei Jahren begonnene Wiener Leseoffensive wirkt. Besonders ist dies bei der getesteten Gruppe der SchülerInnen der 4. Schulstufe sichtbar: Hier drückt sich der Erfolg der intensiven Leseförderung dadurch aus, dass die Gruppe der schwachen LeserInnen (=Lesestufe 1) gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte gesunken ist. Und auch bei den Kindern, die nach einem schlechten Lesetest 2012 in der 5. Schulstufe in diesem Schuljahr besondere Förderung erfahren haben, sind 60,40 % in eine höhere Lesestufe (ein Teil von ihnen sogar in die Gruppe der sehr guten LeserInnen) gewechselt.

Diese Ergebnisse machen Mut und zeigen, dass Wien auf dem richtigen Weg ist. Dennoch: Die nahezu unveränderten Ergebnisse bei den Kindern der 8. Schulstufe bedeuten, dass die Leseförderung weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Zudem machen die Lesetest-Resultate deutlich, dass Lesen (wie generell die Vermittlung der Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen) das wichtigste Thema der Volksschule ist und sein muss: Spätere 'Reparaturarbeiten' gelingen - wenn überhaupt - deutlich mühsamer. Überdies beeinträchtigt schwache Lesekompetenz den weiteren Schullaufbahnerfolg massiv. Denn Lesen ist die zentrale Schlüsselkompetenz, ohne die jedes andere Lernen deutlich erschwert wird.

Als Conclusio der Ergebnisse des dritten "Wiener Lesetests" bezeichnete Brandsteidl, "dass wir weiter intensiv unseren Fokus auf Tests, Diagnose und gezielte Förderung richten müssen. Das heißt, wir müssen 1. die Leseoffensive fortsetzen, 2. die Lesepädagogik noch stärker in der LehrerInnenausbildung verankern und 3. uns engagiert für die Schaffung einer Ganztagsschule für alle Kinder einsetzen. Denn: Um unsere Kinder 'besser zu machen', brauchen unsere LehrerInnen mehr Zeit, die sie mit ihnen in der Schule verbringen können."

Zwtl.: Details und Ergebnisse zum Wiener Lesetest 2013

Zielgruppe:

Alle SchülerInnen der 4. und 8. Schulstufe an öffentlichen und privaten Volks- und Hauptschulen sowie an AHS mit Öffentlichkeitsrecht. In Zahlen heißt das:

o 15.009 VolksschülerInnen der 4. Schulstufe aus 265 Schulen
und 775 Klassen
o 16.090 SchülerInnen der 8. Schulstufe aus 210 Schulen
und 728 Klassen


Ergebnisrelevant sind die Lesetests aller ordentlichen SchülerInnen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf.

Zeitpunkt:

o Die 4. Schulstufe wurde am 27.2.2013 flächendeckend getestet.
o Die 8. Schulstufe wurde am 28.2.2013 flächendeckend getestet.
o Weiters wurden zur Überprüfung der Fördermaßnahmen 2.787
SchülerInnen der 5. Schulstufe nachgetestet.


Testergebnisse:

Alle SchülerInnen erhalten ein individuelles Ergebnisblatt, auf dem das Leseverständnis in Punkten und die Einteilung in eine von drei Kompetenzstufen angegeben ist. Die Ergebnisse ergehen selbstverständlich ebenfalls an die LehrerInnen.

Ergebnis 4. Schulstufe (Volksschule)

Verteilung aller SchülerInnen auf dem 3-stufigen Kompetenzstufenmodell im Jahr 2013.

o 18, 6 % (2.640 Personen) befinden sich auf Stufe 1
(schwächste Stufe).
o 42,7 % (6.049 Personen) befinden sich auf Stufe 2.
o 38,7 % (5.493 Personen) befinden sich auf Stufe 3.


Gegenüber dem Vorjahr 2012 bedeutet dieses Ergebnis, dass sich die Prozentzahl der leseschwachen SchülerInnen von 20,6 % (2012) auf 18,6 % (2013) und somit um 2 Prozent reduziert hat. Umgekehrt konnte auch die Zahl der besonders lesestarken SchülerInnen (Kompetenzstufe 3) von 36,5 % (2012) auf 38,7 % (2013) und somit um 2,2 Prozent gesteigert werden.

Ergebnis 8. Schulstufe (AHS / HS)

Verteilung aller SchülerInnen auf dem 3-stufigen Kompetenzstufenmodell im Jahr 2013.

o 22,4 % (3.220 Personen) befinden sich auf Stufe 1
(schwächste Stufe).
o 39,5 % (5.684 Personen) befinden sich auf Stufe 2.
o 38,2 % (5.501 Personen) befinden sich auf Stufe 3.


Der Vergleich der Ergebnisse 2013 mit jenen des letztjährigen Lesetests ist schwierig, da in den letztjährigen Ergebnissen (im Unterschied zu heuer) außerordentliche SchülerInnen sowie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf enthalten waren. Die vermeintliche Reduktion der SchülerInnen der Kompetenzstufe 1 von 25,2 % (2012) auf 22,4 % (2013) ist somit wenig aussagekräftig, vielmehr ist von einer konstanten Zahl an leseschwachen SchülerInnen 2013 wie 2012 auszugehen.

Zwtl.: Intensiv-Lesekurse führen zu Erfolg bei Nachtestungen

2.787 SchülerInnen (inkl. Kontrollgruppe) wurden in der 5. Schulstufe nachgetestet, weil bei ihnen im Vorjahr beim Lesetest festgestellt wurde, dass sie noch nicht ausreichende Lesefertigkeiten hatten. Diese Gruppe umfasste jene SchülerInnen, die am Ende der Volksschulzeit als "Risikoschüler" bezeichnet wurden, weil sie nur die Kompetenzstufe 1 im Lesen erreicht hatten.

Diese Gruppe erhielt im Herbst eine von der "Soko Lesen Wien" entwickelte Spezialförderung. Diese umfasste eine "Startwoche Lesen" und "Intensiv-Lesekurse" zu je 4 Stunden pro Woche über mehrere Monate hinweg mit eigens dafür entwickelten Fördermaterialien. 60,40 Prozent dieser SchülerInnen erzielten daraufhin messbar bessere Ergebnisse im Wiener Lesetest 2013 und befinden sich ab jetzt in einer höheren Kompetenzstufe (56,50 % in der Kompetenzstufe 2, 3,90 % in der Kompetenzstufe 3). Bei diesen Kindern hat die Förderung somit gegriffen und sie sind in weiterer Folge nicht mehr als Risikoschüler zu bezeichnen.

Zwtl.: Leseförderung bleibt Schwerpukt des Wiener Schulwesens

Abschließend betonte Brandsteidl, "dass wir - solange es schlechte Leser unter Wiens SchülerInnen gibt - auch nicht zufrieden sein dürfen. Positiv ist sicherlich, dass beim Lesetest 2013 sichtbar wird, dass sich unsere Maßnahmen bezahlt machen. Gleichzeitig gibt es noch immer zu viele schlechte LeserInnen. Dementsprechend werden wir alle Leseförderinitiativen (Leseintensivkurse für alle RisikoschülerInnen in der 5. Schulstufe, Crashkurse, flächendeckende Tests - Salzburger Lesescreening und Stolperwörtertest - bereits in der 3. Schulstufe, Hernalser Lesetest flächendeckend für die 7. Schulstufe, Neu-in-Wien-Kurse) in den kommenden Schuljahren intensiviert fortsetzen." (schluss) ssr

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Dragana Lichtner und Matias Meißner
Medien- und Pressereferat des Stadtschulrates
Telefon: 01 525 25-77014
E-Mail: matias.meissner@ssr-wien.gv.at
E-Mail:: dragana.lichtner@ssr-wien.gv.at


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sp/jschindlegger (S)

, 29.05.2013 12:40:00

APA0180 CI 29.05.2013 11:31:03

 

TBC in Wiener Schulen: Ergebnisse ab Mitte nächster Woche

Utl.: Untersuchungen an insgesamt 1.500 Personen sollen heute abgeschlossen werden - BILD

Krankheiten/Schule/Wien

Nach den Tuberkulose-Erkrankungen in zwei Wiener Schulen laufen derzeit die Untersuchungen von insgesamt 1.500 Menschen - Schülern und Lehrern und Familienangehörigen. Erste Ergebnisse werden Mitte bis Ende kommender Woche vorliegen, wie Ursula Karnthaler, die Leiterin des Fachbereichs Infektionsvorsorge in der MA 15 (Gesundheitsdienste) am Mittwoch der APA berichtete. Damit bleibt die Zahl an TBC-Infizierten vorerst bei 18 bzw. 19, wenn man jene Person mitzählt, die für die Ansteckung verantwortlich sein dürfte.

Die Erkrankung war im Vorjahr festgestellt worden. Der betreffende Schüler litt an offener Tuberkulose. In jenen zwei Schulen - eine Handelsakademie in Favoriten und ein Gymnasium in Wieden - die er besuchte, wurde zunächst das nähere Umfeld untersucht. Bei 18 wurde eine Infektion festgestellt, drei Personen zeigten bereits Erkrankungssymptome.

Aufgrund des Resultats wurden die Tests nun ausgeweitet. Die Untersuchungen dürften heute abgeschlossen werden, schätzte Karnthaler. Bisher hätten sich noch keine Auffälligkeiten gezeigt, berichtete sie. Konkrete Befunde sollen aber erst kommende Woche vorliegen.

(schluss) mac;dk;lor

 

 

 

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