Montag, 3. Juni 2013

2013.06.04: Unterricht

 

KLZ – 4. Juni 2013

 

Zentralmatura: Schulversuche starten ab Montag

Ab Montag bricht laut Unterrichtsministerin Claudia Schmied eine "neue Ära in der AHS" an: die diesjährigen Schulversuche für die Zentralmatura, bei der ab 2014 an den AHS und ab 2015 an den BHS alle Maturanten idente Klausuren schreiben müssen.

Geht es nach Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP), beginnt ab am Montag mit den Maturaterminen "eine neue Ära in der AHS". Denn ab dann finden die diesjährigen Schulversuche zur Zentralmatura statt, bei der ab 2014/15 an den AHS und ab 2015/16 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) alle Maturanten am selben Tag idente Klausuren schreiben müssen - "wie es auf international höchstem Niveau Standard ist", so Schmied.

An den AHS üben schon jetzt "mehr als 90 Prozent" in mindestens einem Fach für den Ernstfall - das entspricht in etwa den Zahlen der vergangenen Jahre.

Vor allem in den Fremdsprachen nehmen die AHS fast flächendeckend am Schulversuch teil. Insgesamt finden heuer rund 12.000 schriftliche Prüfungen an 308 AHS und 71 BHS nach dem neuen Schema statt, im Vollausbau sind es 42.000 Prüfungen.

Die Vorbereitungen in Mathematik - die Kritik von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern an mangelnder Vorbereitung hatte zur Verschiebung des Prestigeprojekts geführt - laufen laut Schmied bereits auf Hochtouren: Die AHS würden die am 23. Mai vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) angebotene "Probematura" für die 7. Klasse gut annehmen, vielerorts werde sie als mehrstündige Schularbeit durchgeführt. Außerdem würden sich "immer mehr" BHS bereits "startklar" für die Diplomprüfung im Fach Angewandte Mathematik melden.

 

 

Österreich – 4. Juni 2013

 

 

Neue Zentral-Matura 

Jeder Fünfte bekommt „Sehr gut"

Neue Prüfung für alle ab 2015 - Probegalopp bisher erfolgreich. 

Vergangenes Jahr hatte es große Aufregung um die neue Einheitsmatura gegeben. An einem Tag sollen ja künftig alle Maturanten österreichweit dieselben Fragen bei der schriftlichen Prüfung gestellt bekommen.

Schmied verschob Start aufgrund der Proteste
Aufgrund der Proteste hatte Unterrichtsministerin Claudia Schmied den Start für die flächendeckende Matura in Gymnasien vom Schuljahr 2013

14 auf 2014/15 verschoben. In den BHS startet sie erst 2016/17. Doch die Befürchtungen waren offenbar verfrüht – bisher läuft die Zentralmatura gut, wie aktuelle Ergebnisse aus dem Mai zeigen:

Top in Mathe: So haben sage und schreibe 22,6% ein „Sehr gut" in Mathe, jeweils knapp 18% sind top in Englisch und Deutsch die Zahl der Fleck" hält sich in Grenzen.

15.800 hatten Einheits-Matura in Englisch
Laut BIFIE-Direktor Martin Netzer entsprechen diese Werte dem langjährigen Durchschnitt. Nur in Mathe seien die Noten besser. Netzer führt das darauf zurück, dass die Zahl der Maturanten in Mathe noch vergleichsweise gering sei – also eher gute Schüler angetreten seien.

Die meisten in Englisch: Mit Abstand am höchsten war die Beteiligung in Englisch (15.854 Maturanten von 18.000), gefolgt von Deutsch (2.393), Französisch (1.283) und Mathe (682), das nur an den Berufsbildenden Schulen angeboten worden war.

Kommentar Schmieds: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Zentralmatura kein Himmelfahrtskommando ist."

 

Wiener Zeitung – 4. Juni 2013

 

Mehr als Hälfte der Schulen nimmt an Zentralmatura teil

Neue Matura bringt ähnliche Ergebnisse

 

 

  • Noten in etwa wie bisher, für Schmied ist Zentralmatura auf gutem Weg.

 

Wien. Auf gutem Weg sieht Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) die Vorbereitungen zur 2014/15 an den allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) und 2015/16 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) startenden neuen Reifeprüfung. Mittlerweile nehmen 88 Prozent der AHS und 21 Prozent der BHS - das ist insgesamt etwas mehr als die Hälfte aller Schulen - an den laufenden Schulversuchen dazu teil und absolvieren mindestens ein Fach nach dem Zentralmatura-Schema, so der Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), Martin Netzer, bei einer Pressekonferenz am Montag. Die heuer dabei vergebenen Noten entsprechen dem langjährigen Schnitt in den betroffenen Fächern.

Ab dem Schuljahr 2014/15 (AHS) bzw. 2015/16 (BHS) müssen alle Maturanten die neue "Standardisierte Reife- und Diplomprüfung" ablegen, deren Kern landesweit idente, von zentraler Stelle vorgegebene Maturabeispiele beim schriftlichen Teil vorsieht. Außerdem muss davor eine sogenannte vorwissenschaftliche Arbeit verfasst werden, die am Beginn des Sommersemesters im letzten Schuljahr (AHS) bzw. einen Monat vor den Klausuren (BHS) abgegeben werden muss. Für die mündlichen Prüfungen stellen die Fachlehrer der Schule für jeden Gegenstand mindestens drei und maximal 24 Themen zusammen. Daraus zieht der Schüler zwei Themen und muss sich für eines entscheiden.

An den AHS haben heuer zwischen 6. und 16. Mai rund 17.200 Matura-Kandidaten eine oder mehr Klausuren mit zentral erstellten schriftlichen Prüfungsaufgaben absolviert, das sind etwa 95 Prozent aller rund 18.000 Maturanten. An den BHS haben rund 3.700 Personen teilgenommen, das sind etwa 18 Prozent aller rund 20.700 Maturakandidaten. An den BHS wurden die Schulversuche heuer erstmals angeboten.

Mit Abstand am höchsten war die Beteiligung bei den Schulversuchen auch heuer in Englisch (insgesamt 15.854 Maturanten), gefolgt von Deutsch (2.393), Französisch (1.283) und Angewandter Mathematik (682). Die dabei vergebenen Noten würden nach Auswertung von rund 80 Prozent der Arbeiten dabei in etwa dem langjährigen Durchschnitt entsprechen, so Netzer: In Deutsch wurden 18 Prozent der Arbeiten mit "Sehr Gut" und vier Prozent mit "Nicht Genügend" bewertet, in Englisch ebenfalls 18 Prozent mit "Sehr Gut" und zehn Prozent mit "Nicht Genügend".

In der (nur an BHS) angebotenen Angewandten Mathematik gab es 23 Prozent "Sehr Gut" und nur vier Prozent "Nicht genügend" - diese Zahlen müsse man aber mit Vorsicht genießen, da hier nur 15 Schulen erstmals teilnahmen. Diese "Pionierschulen" seien besonders engagiert, die Ergebnisse daher womöglich nach oben verzerrt. An den AHS gibt es keine Mathe-Schulversuche in den Maturaklassen - stattdessen fanden in den 7. Klassen (also den Maturaklassen des kommenden Jahres) zahlreiche "Probematuras" statt, die vielerorts als mehrstündige Schularbeiten durchgeführt wurden.

Für Schmied zeigen die Zahlen auch, dass die Zentralmatura "kein Himmelfahrtskommando" ist. Jede Aufgabe, die zentral vorgegeben werde, sei zuvor feldgetestet worden, die Beispiele befänden sich in einem permanenten Prozess der Überprüfung. In Summe werde man ein "sehr ausgewogenes, gleichzeitig ambitioniertes Modell der neuen Matura einführen".

Bundesschulsprecher Felix Wagner sieht die Zentralmatura-Versuche mit gemischten Gefühlen. Zwar sei die schriftliche Englisch-Matura größtenteils mit positivem Erfolg durchgeführt worden, so Wagner in einer Aussendung. "Dennoch bleiben in vielen anderen Gegenständen einige Probleme ungelöst." Insgesamt habe man "noch einen langen Weg vor sich, damit der erste Durchgang der Zentralmatura erfolgreich durchgeführt werden kann".

 

- 4. Juni 2013

 

Weitere Tests für Zentralmatura absolviert

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sieht die Vorbereitungen für die 2014/2015 startende Zentralmatura auf gutem Weg, sagte sie gestern bei einer Pressekonferenz.

An den allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) haben heuer zwischen 6. und 16. Mai rund 17.200 Maturakandidaten eine oder mehrere Klausuren mit zentral erstellten schriftlichen Prüfungsaufgaben absolviert, das sind etwa 95 Prozent aller rund 18.000 Maturanten. An den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) haben rund 3.700 Personen (18 Prozent) teilgenommen, dort wurden die Schulversuche heuer erstmals angeboten.

Noten entsprechen Schnitt

Die dabei vergebenen Noten würden dem langjährigen Schnitt in den betroffenen Fächern entsprechen, so der Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE), Martin Netzer, bei der Pressekonferenz.

In Deutsch wurden 18 Prozent der Arbeiten mit „Sehr gut" und vier Prozent mit „Nicht genügend" bewertet, in Englisch ebenfalls 18 Prozent mit „Sehr gut" und zehn Prozent mit „Nicht genügend". Am höchsten war die Beteiligung bei Englisch gefolgt von Deutsch, Französisch und Angewandter Mathematik.

„Kein Himmelfahrtskommando"

Für Schmied zeigen die Zahlen, dass die Zentralmatura „kein Himmelfahrtskommando" ist. Jede Aufgabe, die zentral vorgegeben werde, sei zuvor feldgetestet worden, die Beispiele würden permanent überprüft. Bundesschulsprecher Felix Wagner sieht die Zentralmatura-Versuche mit gemischten Gefühlen. In vielen Gegenständen seien Probleme noch ungelöst. Insgesamt habe man „noch einen langen Weg vor sich".

Ab dem Schuljahr 2014/15 (AHS) bzw. 2015/16 (BHS) müssen alle Maturanten die neue „Standardisierte Reife- und Diplomprüfung" ablegen, deren Kern landesweit idente, von zentraler Stelle vorgegebene Maturabeispiele beim schriftlichen Teil vorsieht. Zudem muss eine eine vorwissenschaftliche Arbeit verfasst werden.

 

"Kronen Zeitung" vom 04.06.2013                           Seite: 14

Ressort: politik

 

Wi, Abend, Bgld, Ktn, Wi, N.Ö., Vbg, Wi, Wi, Stmk, Ti, O.Ö., Sbg, Morgen

 

Mittel sollen verdoppelt werden Details weiterhin offen

 

Noch keine Einigung: Zitterpartie um Ausbau der Ganztagsschule

 

Wien. - Eigentlich haben die Länder schon vor Wochen grünes Licht für den Ausbau der Ganztagsschule gegeben, doch der entsprechende Beschluss ist noch immer nicht fertig. Noch wird an technischen Details über die Förderungen gefeilscht, ob das Thema heute im Ministerrat fixiert wird, ist unklar.

 

   Die "grundsätzliche Zustimmung" der Länder stehe fest, betonte Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner Mitte Mai. Ab 2014 sollen die zur Verfügung stehenden Mittel auf 160 Millionen Euro verdoppelt, die Betreuungsplätze von derzeit 120.000 auf 200.000 ausgebaut werden. Damit soll es künftig an fast jedem Schulstandort ein entsprechendes Angebot geben, sowohl als reine Nachmittagsbetreuung als auch in verschränkter Form von Unterricht und Freizeit. "Das ist ein Schlüsselprojekt für eine moderne Schule und das, was die Eltern wollen", betont Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und verweist auf etliche Studien, die den Mangel an Betreuungsplätzen aufzeigen.

 

   Doch seit dem groß vereinbarten Konsens nach der Landeshauptleutekonferenz in Bregenz ist wenig geschehen. Es hakt an technischenDORIS VETTERMANNDetails, wer wofür welche Förderungen bekommen soll. Schon in der vergangenen Woche sollte der Ausbau der Ganztagsschule im Ministerrat beschlossen werden, musste aber mangels Einigung verschoben werden. Und auch jetzt ist unklar, ob es heute eine Lösung gibt. Die Zitterpartie geht also weiter.

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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