Dienstag, 4. Juni 2013

2013.06.04: Unterricht

OTS0102 II, CI 04.06.2013 11:26:47

 

BM Schmied: Ausbau ganztägiger Schulformen bringt höhere Bildungschancen und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Utl.: Neuer 15a-Vertrag für die schulische Tagesbetreuung ermöglicht höheren Bildungserfolg durch gezielte individuelle Förderung und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Bildung/Schmied/Ganztagsschule

"Die schulische Tagesbetreuung und die verschränkte Ganztagsschule sind Schlüsselprojekte für die Schulentwicklung - dadurch können SchülerInnen bestmöglich individuell gefördert und in ihrer persönlichen und leistungsbezogenen Entwicklung unterstützt werden. Damit ermöglichen wir den öffentlichen Schulen, ein Bildungsangebot auf höchstem Niveau anzubieten, das internationalen Benchmarks gerecht wird und auch dem Vergleich mit dem fast durchgängig ganztägigen Angebot von Privatschulen standhält. Dass Bewegung und Sport in Form einer verpflichtenden täglichen Bewegungseinheit genauso wie Kunst und Kultur etwa in Zusammenarbeit mit Vereinen und Musikschulen ein wichtiger Teil des pädagogischen Gesamtkonzepts sind, fördert die Interessen, Begabungen, Kreativität und stärkt die Persönlichkeit", erklärt die Bildungsministerin.

Zusätzlich betont Schmied den positiven Einfluss der ganztägigen Schulangeboten in sozial- und gesellschaftspolitischer Hinsicht: "Individuelle ganztägige Förderung in der Schule reduziert die Notwendigkeit von Nachhilfestunden und entlastet die Eltern finanziell. Ganztägige Schulangebote ermöglichen die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Sie verbessern durch das breitere Förderangebot auch die Bildungschancen von Kindern aus finanziell nicht so gut gestellten Familien und sie sind auch der Schlüssel zu gelingender Integration und Sprachförderung für Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch. Dass die Kinder durch mehr Sport in der Schule im Rahmen einer täglichen verpflichtenden Sport- und Bewegungsstunde fit werden, ist angesichts der Gesundheitsdaten der Kinder und Jugendlichen ebenfalls ein wichtiger Aspekt."

"Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss ist der Weg frei, dass der 15a-Vertrag zum Ausbau der schulischen Tagesbetreuung noch in dieser Legislaturperiode im Parlament beschlossen werden kann. Wir wollen ab 2014 jährlich 160 Millionen Euro in den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung investieren und im Schuljahr 2018/19 damit auf rund 200.000 Plätze kommen", begrüßt Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied den Ministerratsbeschluss und bedankt sich bei Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, Finanzministerin Dr. Maria Fekter und Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieser Initiative.

Damit wird der bisherige 15a-Vertrag mit jährlich 80 Millionen Euro bis 2018 verlängert und es werden weitere 80 Millionen Euro pro Jahr bis 2018 vom Bund bereitgestellt, womit bundesweit 160 Millionen Euro pro Jahr für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung zur Verfügung stehen. Der Bund trägt laut dieser Vereinbarung die Lehrer-Personalkosten und für die Länder sind nach einem abgestimmten Schlüssel rund 80 bis 110 Millionen Euro pro Jahr als Zuschuss für die Schulerhalter vorgesehen.

Die Schulerhalter (Gemeinden) haben damit bis 2018 Planungssicherheit beim Ausbau des ganztägigen Angebots und auch die Zuschüsse werden kräftig erhöht: Ab 2015 gibt es pro Gruppe 9.000 Euro statt bisher 8.000 Euro für das Personal im Freizeitbereich (die Lehrerpersonalkosten trägt weiter der Bund), für die Infrastruktur steigt der Zuschuss von 50.000 Euro auf 55.000 Euro pro Gruppe, der Mitteleinsatz wird auf Wunsch der Länder flexibilisiert.

Besonders wichtig ist der Bildungsministerin auch, dass in Zukunft die verschränkte Ganztagsschule gleichberechtigt mit der Tagesbetreuung im herkömmlichen Sinn angeboten werden kann. Mittelfristig will Ministerin Schmied gezielt die Eltern, denen bei der Umstellung auf ganztägige Schulformen eine zentrale Rolle zufällt, davon überzeugen, dass das optimale pädagogische Angebot für ihre Kinder die verschränkte Ganztagsschule ist, bei der Lernen, Wiederholen, Freizeit, Sport und Kultur in altersgerechter Form gleichmäßig über den Tag verteilt werden und die Schule zum aktiven Lebensraum wird, bei dem die Schulaufgaben in der Schule bleiben: Eltern haben am Abend zu Hause Freizeit und keine Lernzeit mit ihren Kindern.

Einige andere wichtige Neuerungen durch den 15a-Vertrag im Detail: + Die erweiterte Zielsetzung des Vertrags ermöglicht flexiblere Gruppenbildung bei integrativen Betreuungsangeboten, Tagesbetreuung mit besonderen Qualitätskriterien, verschränkte Ganztagsschulen und damit individuellere Förderung der SchülerInnen am Standort. + Die Mittel können für Infrastruktur und Personal flexibel eingesetzt werden, falls der Betrag im Vorjahr nicht ausgeschöpft wurde. + Alle privaten Schulen mit Öffentlichkeitsrecht sind künftig auch anspruchsberechtigt. + Personalkosten der Schulerhalter im Freizeitbereich können auch für die Zeit bis 18:00 Uhr (bisher bis 16:00 Uhr) aus Mitteln des 15a-Vertrages beglichen werden.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Josef Galley
Pressesprecher
Tel.: +43-1-53120-5019
mailto:josef.galley@bmukk.gv.at
bmukk.gv.at

mobil: +43-664-96-99-616


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APA0309 II, XI 04.06.2013 12:59:24

 

Ganztagsschule - Vereinbarung mit Ländern unterschriftsreif

Utl.: Regierung segnete 15a-Vertrag ab - Änderungswünsche der Länder berücksichtigt

Bundesländer/Schule/Regierungspolitik/Österreich

Die Bund-Länder-Vereinbarung für den weiteren Ausbau der Ganztagsschule ist unterschriftsreif, nachdem die 15a-Vereinbarung am Dienstag im Ministerrat beschlossen wurde. Damit sollen bis 2019 insgesamt rund 200.000 Ganztagesplätze zur Verfügung stehen. Die Regierung feierte den Beschluss denn auch als "Herzstück der Schulentwicklung", so Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) im Vorfeld der Regierungssitzung.

Laut Schmied wurden Bundesländerwünsche, die im Mai bei der LH-Konferenz aufs Tapet gekommen waren, berücksichtigt: Pro neu geschaffener Gruppe mit mindestens 15 Kindern sollen für zusätzliches Personal statt ursprünglich 8.000 nun 9.000 Euro an Unterstützung gewährt werden, bei infrastrukturellen Maßnahmen 55.000 statt 50.000 Euro. Alles in allem komme man mit dem Ausbau "einen großen Schritt vorwärts".

Auch Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Michael Spindelegger (V) zeigten sich zufrieden, dass die zusätzlichen Mittel für ganztägige Schulangebote noch vor der Nationalratswahl beschlossen wurden. "Das ist eine erhebliche Maßnahme und keine kleine Ergänzung", sagte Faymann. Spindelegger verwies darauf, dass es Förderung auch für katholische Privatschulen gebe, und das sei ein "durchaus gemeinsamer Beschluss".

Durch den neuen 15a-Vertrag werden ab 2014 die bisher vorgesehenen Mittel für den Ausbau von ganztägigen Schulangeboten von jährlich 80 auf 160 Mio. Euro bis 2018 verdoppelt. Der Bund trägt laut dieser Vereinbarung die Lehrer-Personalkosten, für die Länder sind nach einem abgestimmten Schlüssel rund 80 bis 110 Millionen Euro pro Jahr als Zuschuss für die Schulerhalter vorgesehen.

Ganztägige Schulformen umfassen sowohl Schulen mit reiner Nachmittagsbetreuung nach dem Unterricht als auch verschränkte Ganztagsschulen, in denen sich Unterricht und Freizeit abwechseln. Im laufenden Schuljahr haben rund 119.000 Schüler an den allgemeinbildenden Pflichtschulen und AHS-Unterstufen einen Platz in einer ganztägigen Schulform - das entspricht einer Betreuungsquote von 17,5 Prozent aller Schüler bis 14 Jahre.

Mit den derzeit zur Verfügung stehenden 80 Mio. Euro können jährlich rund 10.000 Plätze neu geschaffen werden. Durch die bis 2018 zur Verfügung stehenden Zusatzmittel sollen bis 2019 200.000 Plätze erreicht werden - die Verzögerung um ein Jahr ergibt sich daraus, dass die ausgeschütteten Mittel erst "verbaut" werden müssen.

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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