Dienstag, 4. Juni 2013

2013.06.04: Unterricht

OTS0263 II 04.06.2013 15:50:38

 

Mayer: Gemeinsame PädagogInnenausbildung ist bildungspolitischer Meilenstein

Utl.: SPÖ-Bildungssprecher erfreut über Beschluss im Unterrichtsausschuss

SPÖ/Nationalrat/Mayer/Bildung/PädagogInnenbildung NEU

"Nach mehr als vier Jahren Verhandlungen haben wir heute mit der PädagogInnenbildung NEU einen Meilenstein in der Bildungspolitik beschlossen", freute sich SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer am Dienstag am Rande des Unterrichtsausschusses gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Das Kernstück der Reform ist die Vereinheitlichung der Lehrerausbildung: "Die Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Pädagoginnen und Pädagogen gehört endlich der Vergangenheit an, alle Lehrerinnen und Lehrer werden über eine gleichwertige Ausbildung auf hohem Niveau an pädagogischen Hochschulen und Universitäten verfügen", betonte Mayer. ****

Angehende Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen werden zukünftig ein vierjähriges Bachelorstudium absolvieren, entweder an einer Universität oder einer Pädagogischen Hochschule(PH). Anschließend daran folgt für die LehrerInnen der gesamten Sekundarstufe ein eineinhalbjähriges Master-Studium, das in jedem Fall in Kooperation mit einer Universität erfolgen wird.

Mayer ist überzeugt, dass die engere Kooperation zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen für eine gute Mischung aus wissenschaftlicher und pädagogischer Ausbildung sorgt und die Qualität in jedem Klassenzimmer verbessern wird. Er hob außerdem die Kompetenzorientierung in der neuen Lehrerausbildung hervor, die den heutigen Anforderungen im Lehrberuf entspricht: "Pädagoginnen und Pädagogen werden auf einen Unterricht vorbereitet, in dem es in erster Linie um die Aneignung von Kompetenzen geht und nicht um kurzfristig abrufbares Wissen", erläuterte Mayer.

Das Ziel muss sein, auch Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen in das neue Ausbildungssystem zu integrieren. "Die Voraussetzungen dafür sind mit der neuen Ausbildung geschaffen, Elementarpädagogik wird als Schwerpunkt und Erweiterungsmöglichkeit im Lehramtsstudium für die Primarstufe angeboten, jetzt liegt die Verantwortung bei den Ländern und Gemeinden, das auch umzusetzen", betonte Mayer.

Fest verankert sei auch die inklusive Pädagogik in der neuen PädagogInnenausbildung. "In allen Lehramtsstudien werden inklusive Kompetenzen in den Bereichen Diagnostik, Beratung, Motorik & Mobilität, Gender, Deutsch als Zweitsprache und Interkulturalität vermittelt", so Mayer abschließend gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. (Schluss) mis/ph/mp

Rückfragehinweis:
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OTS0264 II 04.06.2013 15:52:05

 

Huainigg: Integration beginnt im Lehrerzimmer!

Utl.: Neues Hochschulgesetz ermöglicht Menschen mit Behinderung Zugang zu Pädagogischen Hochschulen

Parlament/ÖVP/Schule/Integration/Huainigg

In Österreichs Schulklassen waren Pädagoginnen und Pädagogen mit körperlicher Beeinträchtigung bisher eine Seltenheit. Doch das soll nun endlich der Vergangenheit angehören. "Integration beginnt im Lehrerzimmer!", pointiert der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung Abg. Franz-Joseph Huainigg die Notwendigkeit der vorliegenden Novelle des Hochschulgesetzes. "Integrativer Unterricht kann nur unter der Bedingung stattfinden, dass auch Menschen mit Behinderung zu Pädagog/inn/en ausgebildet werden, was - im Gegensatz zu den Universitäten - an den Pädagogischen Hochschulen bisher nicht passiert und von mir oft kritisiert worden ist", sagt der Abgeordnete heute, Dienstag, anlässlich der Beschlussfassung der "PädagogInnenbildung Neu" im parlamentarischen Unterrichtsausschuss. Huainigg gratuliert Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zu diesem bildungspolitischen Meilenstein des Heranführens der Pädagogischen Hochschulen an die Universitäten.

Das neue Hochschulgesetz ebnet nun auch Studierenden mit Beeinträchtigung den Weg in die Lehrerausbildung: "Davon profitieren nicht nur Lehrer/innen mit Behinderung, die dadurch eine Jobmöglichkeit erhalten, sondern vor allem auch die Schüler/innen, die dadurch gesellschaftliche Diversität und Vielfalt im Klassenzimmer kennenlernen. Ein gehörloses Kind in einer "hörenden Klasse" kann beispielsweise vom Umgang mit einem gehörlosen (Zweit-)Lehrer profitieren. Es wird in seiner Sprache, der Gebärdensprache, von einem "native speaker" unterrichtet. Gleichzeitig entstehen neue Perspektiven für das behinderte Kind", ist Huainigg sicher.

"Das öffentliche Bild von behinderten Menschen wird noch allzu oft von Vorurteilen und Berührungsängsten gespeist. Gerade Pädagog/inn/en mit körperlichen Einschränkungen können dem aufgrund ihrer eigenen Betroffenheit entgegenwirken", zeigt sich der selbstbetroffene Behindertensprecher von der Vorbildwirkung überzeugt. Huainigg appelliert an Unterrichtsministerin Claudia Schmied, nicht wieder "durch die Hintertüre die Zugangsbeschränkung der körperlichen Eignung im Verordnungsweg zu erlassen, so wie es 2007 geschah". Nun kommt es auf die Umsetzung der Gesetzesnovelle an. "Integration kann an Schulen nur dann nachhaltig gelebt werden, wenn schon im Lehrerzimmer mit positivem Beispiel vorangegangen wird", so Huainigg abschließend. (Schluss)

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OTS0267 II, CI 04.06.2013 15:57:28

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Lehrerbildung NEU erfordert viele Verbesserungen

Utl.: Pädagogische Universitäten nach finnischem Vorbild, Praxisausbildung von Beginn an

FPÖ/Rosenkranz/Bildung/Lehrer/Unterricht/Parlament

Die Eintracht von Unterrichtsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Töchterle in Bezug auf die Lehrerbildung NEU kann der FPÖ-Bildungssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Unterrichtsausschusses Dr. Walter Rosenkranz nicht nachvollziehen: "Von den 153 Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf die Mehrheit ablehnend, das muss uns zu denken geben." Etliche essenzielle Punkte seien in dem Entwurf vergessen worden - sie gelte es noch zu berücksichtigen.

"Die Harmonisierung der Lehrerbildung an zwei Orten, PHs und Universitäten, ist nur die zweitbeste Lösung", fährt Rosenkranz fort, "Die beste Lösung wäre zweifellos die vom Rechnungshof empfohlene Vereinigung der wissenschaftlichen und didaktischen Kompetenzen unter einem Dach in Form von Pädagogischen Universitäten." Hier könne - im Gegensatz zur Gesamtschule - auch Finnland als Vorbild dienen. Weitere wichtige Punkte seien die Berücksichtigung der Praxisausbildung vom ersten Tag als Lehramtsstudent an. Rosenkranz: "Für gute Lehrer ist nicht entscheidend, dass sie zu Studienbeginn studierfähig sind, sondern letztlich ihre Berufsfähigkeit im Lehrerberuf."

Wichtige Eigenschaften, wie die Fähigkeit, gute Beziehungen zu den Schülern aufzubauen, Stressresistenz, aber auch Fachwissen seien dazu nötig. "Hier herrscht vor der Abstimmung über die 'Lehrerbildung NEU' noch dringender Handlungsbedarf um keine halbherzige Lösung zu bekommen." Bedauerlich sei ebenso, dass die so wichtige Elementarpädagogik im Kindergarten gänzlich fehle. "Entscheidend für die Zukunft des Lehrerberufes ist aber auch ein neues Lehrerdienstrecht, das eigentlich gleichzeitig mit der 'Lehrerbildung NEU' vorgelegt hätte werden müssen", so Rosenkranz.

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
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