Freitag, 7. Juni 2013

2013.06.07: Unterricht

Mittagsjournal, 7.6.2013

Lehrerdienstrecht: Breite Empörung

Wolfgang Werth

Der Frust ist groß in der heimischen Bildungspolitik: Das jüngste Abgehen der ÖVP von der bisherigen, gemeinsamen Regierungslinie bei den Lehrerdienstrechts-Verhandlungen hat nicht nur die Regierungsparteien, sondern auch die Gewerkschaftsfraktionen gespalten. Heute Vormittag haben sich der Elternverein-Bundesverband für Höhere Schulen und die Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens um Hannes Androsch zu Wort gemeldet.

.

 

 

- 7. Juni 2013

Lehrerdienstrecht: AHS-Gewerkschaft warnt vor „Betonierern“

Vor den „echten Betonierern“ bei der Neugestaltung des Lehrerdienstrechts warnt die von der ÖVP-Gewerkschaftsfraktion FCG dominierte AHS-Lehrergewerkschaft.

„Selbst ernannte Bildungsexperten“ würden den neuen ÖVP-Vorschlag dafür nutzen, politisches Kleingeld zu machen, hieß es in einer Aussendung. Die AHS-Lehrer würden aber nach wie vor dazu stehen, dass eine masterwertige Ausbildung auch eine masterwertige Bezahlung aller Lehrergruppen erfordere.

Eine Aufrechterhaltung verschiedener Gehaltsstaffeln bedeutet für die Gewerkschafter nicht, dass Volksschullehrer bei künftiger Ausbildung auf Masterniveau weniger verdienen sollten als AHS-Lehrer mit vergleichbarer Ausbildung.

ÖVP: Mehr Zeit für Junglehrer

Einen falschen Fokus sieht hingegen ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager bei der Diskussion über das Lehrerdienstrecht. Statt einer großen Reform müsse man sich primär um Angebote für die in den nächsten Jahren mit dem Studium fertig werdenden Junglehrer kümmern, die noch nicht unter die neue Lehrerausbildung fallen und sich dementsprechend parallel zum Berufseinstieg nachqualifizieren müssen, so Cortolezis-Schlager zur APA.

„Statt einer Erhöhung der Lehrverpflichtung brauchen die Junglehrer in den kommenden Jahren Zeit zum Lernen.“ Neben der Tätigkeit als Klassenlehrer sollten alle Junglehrer, die nach dem alten System ausgebildet sind, Zeit bekommen, sich nachzuqualifizieren, meinte die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen