Donnerstag, 13. Juni 2013

2013.06.13: Unterricht

 

OTS0153 II 13.06.2013 11:52:47

 

Schmied: Ab 2014 160 Millionen Euro jährlich für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung

Utl.: Bund-Länder-Vereinbarung zur Finanzierung von Personal und Infrastruktur soll Ausbau auf 200.000 Betreuungsplätze sichern

SPÖ/Schmied/Bildung/Tagesbetreuung/Länder/Gemeinden

Bei einer Pressekonferenz heute, Donnerstag, präsentierte Bildungsministerin Claudia Schmied zusammen mit dem Gemeindebundpräsidenten Bürgermeister Helmut Mödlhammer die Eckpunkte für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung. Im Ministerrat wurde nun der 15a-Vertrag beschlossen, der mehr finanzielle Mittel von Seiten des Bundes vorsieht. Die Regierung stockt ab 2014 die jährlichen Zuschüsse von 80 auf 160 Millionen Euro auf, mit dem Ziel, ab 2018/19 eine Betreuungsquote von 30 Prozent zu erreichen. "Neben der erstklassigen Qualität des Angebots ist uns hier besonders wichtig, die Eltern finanziell zu entlasten. Schon mehrfach hat die Arbeiterkammer in einer Studie die hohen Kosten für Nachhilfe aufgezeigt. Bei qualitätsvollen Ganztagsschulen fallen diese, wie auch Hausaufgaben, weg", weist Schmied auf die Vorteile hin. ****

Die Bildungsministerin erläuterte, dass der 15a-Vertrag ein wichtiges Vehikel sei, um die Schulerhalter, also in vielen Fällen die Gemeinden, beim Ausbau der schulischen Tagesbetreuung zu unterstützen. Eine direkte Finanzierung der Gemeinden sei nicht möglich. "Für das Freizeitpersonal stocken wir ab 2015 die Zuschüsse auf 9.000 Euro pro Gruppe und Jahr auf, für Infrastruktur von 50.000 Euro auf 55.000 Euro. Die erstklassige Qualität der öffentlichen Schulen und ein vielfältiges Angebot sollen so sichergestellt werden", erläutert Schmied.

Darüber hinaus gebe es weitere Verbesserungen. Die Personalkosten etwa würden nun bis 18 Uhr und nicht wie bisher bis 16 Uhr gefördert werden. Damit könne noch weiter auf die Bedürfnisse der Eltern eingegangen und für die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche Betreuung sichergestellt werden. "Die beschlossene Vereinbarung gibt Zeit in der Schule für mehr Lernen, Üben, individuelle Förderung statt bezahlter Nachhilfe, aber auch für Freizeit. Dazu zählt Kunst und Kultur, aber auch, das ist mir besonders wichtig, die tägliche Turnstunde", führt die Bildungsministerin aus.

Auch für die Gemeinden selbst sei eine gute Ganztagsschule entscheidend. "Sie sorgt nicht nur für Zufriedenheit im Ort, sondern ist auch ein wichtiger Standortfaktor für Betriebsansiedelungen. Die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sind für uns wichtige Schulpartner", macht Schmied klar und dankte Präsident Mödlhammer für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Eltern hätten einen Rechtsanspruch auf eine schulische Tagesbetreuung, wenn zwölf Kinder sie in Anspruch nehmen würden. Die verschränkte Form könne auch klassenweise an den Standorten eingeführt werden. "Alle Familien, die eine schulische Tagesbetreuung in Anspruch nehmen möchten, sollen eine in unmittelbarer Wohnnähe haben. Das ist mein Ziel", sagte Schmied. (Schluss) sn/bj

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APA0154 II, XI 13.06.2013 11:51:42

 

Lehrerdienstrecht: Für Schmied gilt weiter der Regierungsvorschlag

Utl.: "Natürlich gilt das, es wurde ja nicht aufgehoben" - Auch Umsetzung der Reform in Etappen vorstellbar

Schule/Lehrende/Gewerkschaften/Österreich

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KORREKTUR-HINWEIS
In APA0154 vom 13.06.2013 muss es zweiten Absatz, vierter Satz
richtig heißen: Etappenplan (nicht: Etappenziel)
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Geht es nach Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) ist in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft zum Lehrerdienstrecht trotz des jüngst präsentierten ÖVP-Modells weiterhin der vor über einem Jahr akkordierte Regierungsvorschlag gültig. "Wir haben ihn lange gemeinsam erarbeitet und abgestimmt und das ist der Weg und der Kurs", so Schmied am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz. "Natürlich gilt das, es wurde ja nicht aufgehoben", betonte sie ihr "Grundvertrauen, dass Vereinbarungen gelten".

Ob die ÖVP diese Sicht teile, wollte sie nicht kommentieren. "Wir brauchen wirklich eingehende Gespräche und sicher kein Public Viewing über die Medien." Gleichzeitig zeigte Schmied Bereitschaft, vor der Nationalratswahl Ende September keine Gesamtreform, sondern nur erste Schritte zu fixieren: "Wenn es ein Etappenplan ist, ist es ein Etappenplan. Das wichtigste ist, dass Bewegung in der Sache bleibt." Fest stehe, dass es ein erstklassiges öffentliches Bildungssystem brauche, und dazu sei ein leistungsorientiertes Dienst- und Besoldungsrecht notwendig, das Anforderungen wie die Ganztagsschule oder die Vordienstzeiten von Quereinsteigern berücksichtige.

Heute, Donnerstag, Nachmittag findet die 28. Verhandlungsrunde zum Lehrerdienstrecht mit einer kleinen Runde Gewerkschafter inklusive GÖD-Chef Fritz Neugebauer (V) statt, die achte unter Beteiligung von Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) und Finanzministerin Maria Fekter (V). Thema soll der Ausbau des Unterstützungspersonals sein, wobei die Gewerkschaft hier 13.000 zusätzliche Posten will, die Regierung hingegen nur 2.000.

Vor gut einer Woche hatte die ÖVP ein eigenes Modell für das neue Dienstrecht vorgelegt, das sich deutlich vom Regierungsvorschlag unterscheidet: Bisherige Regierungsposition war eine einheitliche Gehaltstabelle für alle Lehrer sowie eine Anhebung der Unterrichtsverpflichtung von derzeit 20 bis 22 auf 24 Stunden. Der ÖVP-Vorschlag sieht indes vor, dass Pflichtschullehrer (Volks-, Haupt-, Sonderschule) weiter weniger verdienen sollen als Bundesschullehrer (AHS, BMHS) - zumindest als Übergangslösung bis zum Wirksamwerden der neuen Lehrerausbildung 2019. Außerdem soll es keine Unterrichtsverpflichtung geben, sondern jede der verschiedenen Lehrergewerkschaften individuell eine (über der derzeitigen Unterrichtsverpflichtung liegende) Präsenzzeit ausverhandeln, in der die Lehrer an der Schule anwesend sein müssen.

(schluss) jle;jul

 

APA0154 II, XI 13.06.2013 10:54:23

 

Lehrerdienstrecht: Für Schmied gilt weiter der Regierungsvorschlag

Utl.: "Natürlich gilt das, es wurde ja nicht aufgehoben" - Auch Umsetzung der Reform in Etappen vorstellbar

Lehrende/Öffentliche Finanzen/Schule/Österreich

Geht es nach Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) ist in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft zum Lehrerdienstrecht trotz des jüngst präsentierten ÖVP-Modells weiterhin der vor über einem Jahr akkordierte Regierungsvorschlag gültig. "Wir haben ihn lange gemeinsam erarbeitet und abgestimmt und das ist der Weg und der Kurs", so Schmied am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz. "Natürlich gilt das, es wurde ja nicht aufgehoben", betonte sie ihr "Grundvertrauen, dass Vereinbarungen gelten".

Ob die ÖVP diese Sicht teile, wollte sie nicht kommentieren. "Wir brauchen wirklich eingehende Gespräche und sicher kein Public Viewing über die Medien." Gleichzeitig zeigte Schmied Bereitschaft, vor der Nationalratswahl Ende September keine Gesamtreform, sondern nur erste Schritte zu fixieren: "Wenn es ein Etappenziel ist, ist es ein Etappenziel. Das wichtigste ist, dass Bewegung in der Sache bleibt." Fest stehe, dass es ein erstklassiges öffentliches Bildungssystem brauche, und dazu sei ein leistungsorientiertes Dienst- und Besoldungsrecht notwendig, das Anforderungen wie die Ganztagsschule oder die Vordienstzeiten von Quereinsteigern berücksichtige.

Heute, Donnerstag, Nachmittag findet die 28. Verhandlungsrunde zum Lehrerdienstrecht mit einer kleinen Runde Gewerkschafter inklusive GÖD-Chef Fritz Neugebauer (V) statt, die achte unter Beteiligung von Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) und Finanzministerin Maria Fekter (V). Thema soll der Ausbau des Unterstützungspersonals sein, wobei die Gewerkschaft hier 13.000 zusätzliche Posten will, die Regierung hingegen nur 2.000.

Vor gut einer Woche hatte die ÖVP ein eigenes Modell für das neue Dienstrecht vorgelegt, das sich deutlich vom Regierungsvorschlag unterscheidet: Bisherige Regierungsposition war eine einheitliche Gehaltstabelle für alle Lehrer sowie eine Anhebung der Unterrichtsverpflichtung von derzeit 20 bis 22 auf 24 Stunden. Der ÖVP-Vorschlag sieht indes vor, dass Pflichtschullehrer (Volks-, Haupt-, Sonderschule) weiter weniger verdienen sollen als Bundesschullehrer (AHS, BMHS) - zumindest als Übergangslösung bis zum Wirksamwerden der neuen Lehrerausbildung 2019. Außerdem soll es keine Unterrichtsverpflichtung geben, sondern jede der verschiedenen Lehrergewerkschaften individuell eine (über der derzeitigen Unterrichtsverpflichtung liegende) Präsenzzeit ausverhandeln, in der die Lehrer an der Schule anwesend sein müssen.

(schluss) jle;cm;jul

 

 

OTS0113 II 13.06.2013 10:53:19

 

Unabhängige GewerkschafterInnen unterstützen Initiative "Schluss mit der Zweiklassenpädagogik"

Utl.: Unterschriftenaktion für gemeinsames Dienstrecht und PädagogInnenausbildung gestartet.

Bildung/LehrerInnen/Dienstrecht/Initiative/Zweiklassenpädagogik/UG

www.zweiklassenpaedagogik.at ist online. Thomas Bulant, Daniel Landau, Elmar Mayer, Bernd Schilcher, Reinhart Sellner und Harald Walser haben damit eine Unterschriftenaktion zum LehrerInnendienst- und Besoldungsrecht gestartet, bei der es um grundlegende Bildungsreformfragen geht. Gemeinsame tertiäre PädagogInnenausbildung (Masterstudien) und gemeinsames Dienstrecht für ein als Einheit gesehenes sozial-integratives Bildungswesen: Schluss mit der Zweiklassenpaedagogik - Es geht um die Zukunft der Kinder!

Aus dem Plattformtext: "Weil uns alle Kinder gleich viel wert sind, steht für die Unterzeichnenden unverrückbar fest: Die verantwortungsvolle Arbeit aller PädagogInnen für unsere Kinder ist gleich wertvoll - nicht gleichARTIG aber gleichWERTIG! Daher muss für gleichwertige Master-Qualifikation der Lehrerinnen aller Altersstufen gleicher Lohn bezahlt werden."

Die Unabhängigen GewerkschaferInnen im öffentlichen Dienst, rufen im Vorfeld des ÖGB-Bundeskongresses und am Tag der 28. Verhandlungsrunde - der ersten nach dem Alleingang der ÖVP-MinisterInnen Fekter und Töchterle - auf, der Plattform www.zweiklassenpaedagogik.at beizutreten - jede Unterschrift trägt dazu bei, ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass uns alle Kinder und die sie Unterrichtenden gleich viel wert sind!

Reinhart Sellner von der UG in der GöD ergänzt: "Die Regierungspläne, notwendige Reformvorhaben mit Kostensenkungen durch Arbeitszeiterhöhungen zu verbinden und damit ihre Qualität in Frage zu stellen, sind für alle Betroffenen - für LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern - unannehmbar. Bildung kostet. Zukunftstaugliche Bildungsreformen zur Förderung aller Kinder und Jugendlichen kosten. Vermögensbezogene Steuern sind zur ausreichenden Finanzierung der öffentlichen Dienste notwendig."

Glück auf!

Beate Neunteufel-Zechner, Reinhart Sellner, UGöd-Vorsitzteam

Rückfragehinweis:
Reinhart Selnner, UGöD-Vorsitzteam
Tel: 0676/343 75 21
e-mail: reinhart.sellner@gmx.at
Internet: www.ugoed.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3521/aom

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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