Freitag, 28. Juni 2013

Pressemeldungen - Unterricht

OTS0195 II 28.06.2013 13:10:46

 

Mayer ad Walser: Notorisches Schlechtreden ändert nichts an Erfolgsgeschichte Neue Mittelschule

Utl.: 58 Prozent der NMS-Absolventen haben AHS-Reife - Zahlreiche Vorteile der NMS - Walser offenbar gegen chancengerechte Bildung

SPÖ/Mayer/Bildung/Schule/Neue Mittelschule/Walser

Mit Unverständnis reagiert SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer auf jüngste Äußerungen des grünen Bildungssprechers Walser und des Bildungswissenschafters Haider zum Thema Neue Mittelschule (NMS). "Hier haben sich zwei gesucht und gefunden, die aus leicht durchschaubaren Motiven und wider besseres Wissen gegen das Erfolgsmodell Neue Mittelschule agitieren. Es ist schade, dass einem karenzierten AHS-Direktor und einem ehemaligen BIFIE-Direktor, dessen Vertrag nach einem vernichtenden Rechnungshof-Bericht über den Umgang mit Steuergeld nicht verlängert wurde, zum Thema Bildung nicht mehr einfällt als notorisches Schlechtreden." Walsers Frontalattacke auf die erfolgreiche Neue Mittelschule sei "nichts anderes als ein Offenbarungseid dahingehend, dass der grüne Bildungssprecher nur in Sonntagsreden für ein chancengerechtes Bildungssystem und in Wirklichkeit Verfechter eines elitären Bildungssystems ist", sagte Mayer heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Neue Mittelschule sei ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur gemeinsamen Schule und liefere damit einen großen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit. Die Neue Mittelschule biete außerdem eine Reihe von Vorteilen, betonte Mayer mit Verweis auf individuelle Förderung, Team-Teaching und die neue Lern- und Lehrkultur. Dass die NMS ein voller Erfolg ist, werde nicht nur durch mehrere Umfragen zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule belegt, sondern auch durch aktuelle Zahlen zur AHS-Reife der NMS-Schülerinnen und -Schüler, betonte Mayer. Demnach schaffen rund 58 Prozent der NMS-Schülerinnen und -Schüler die Berechtigung zum Aufstieg in eine AHS bzw. BHS. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Anstieg von 10,1 Prozent, zeigte sich Mayer über den Erfolg der Neuen Mittelschule erfreut.

Dass Walser und Haider bloße Spekulationen als Tatsachen verkaufen, sei ein deutlicher Beweis für die "unsaubere Vorgangsweise von Walser und Haider, denen es nur um Kritik um der Kritik willen geht. Das Heranziehen der Bildungsstandards für Aussagen über die Neue Mittelschule ist unseriös, schließlich liegen laut Haiders eigener Analyse vor gerade einmal sechs Monaten aufgrund der geringen Anzahl an getesteten Schülerinnen und Schülern der NMS bei den Bildungsstandards weder zuverlässige noch repräsentative Daten vor", betonte Mayer. Die Aussagen von Walser und Haider seien daher "an den Haaren herbeigezogen und richten sich von selbst", stellte der SPÖ-Bildungssprecher klar.

"Der Neuen Mittelschule, bei der Chancengerechtigkeit und die individuelle Förderung aller Talente groß geschrieben wird, gehört die Zukunft. Daran ändert auch das notorische Schlechtreden von Walser & Co. nichts. So ein Erfolgsprojekt einzustellen, das beweisbar mehr Schülerinnen und Schülern aus sozial nicht privilegierten Familien eine Chance auf höhere Bildung ermöglicht, wäre ein Rückschritt in die bildungspolitische Steinzeit", unterstrich Mayer. (Schluss) mb/sn

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sp/jschindlegger (S)

, 28.06.2013 13:27:30

APA0295 WI, II, XI 28.06.2013 13:10:00

 

Wifo/IHS-Chefs rufen nach mehr Bildung gegen hohe Arbeitslosigkeit

Utl.: Aiginger: "Entscheidend für Wachstum und Vollbeschäftigung" - Keuschnigg: "Neue Arbeitslosigkeit darf sich nicht verfestigen" - Unterm Strich kein Lohn-Plus - Teuerung bei uns höher

Volkswirtschaft/BIP/Wirtschaftswachstum/Österreich/Wien

Angesichts der aufgrund der schwachen Wirtschaft heuer stark steigenden Arbeitslosigkeit in Österreich rufen die Chefs von Wifo und IHS nach mehr Zukunftsausgaben in Bildung und Forschung. "Der Bildungssektor entscheidet darüber, ob die Wirtschaft wächst und es Vollbeschäftigung gibt", sagte Karl Aiginger am Freitag bei der Erläuterung der jüngsten Konjunkturprognose. Auch Christian Keuschnigg hofft auf "eine Politik, die die Wirtschaft stärkt" mit einem Strukturwandel und einer Stärkung der Unternehmen für eine allfällige nächste Krise: "Die neue Arbeitslosigkeit darf sich nicht verfestigen, sondern man muss versuchen, die Menschen durch Qualifizierung wieder in Arbeit zu bringen."

Fehlende Bildung sei "das größte Arbeitslosigkeitsrisiko", so IHS-Chef Keuschnigg. Wifo-Leiter Aiginger verwies vor allem auf das bekannte "Mismatch-Problem", dass es einerseits einen Mangel an Fachkräften und Hochqualifizierten gebe, dass andererseits aber Unqualifizierte ohne Job blieben. Bei 25 Prozent Leseschwäche unter den 15-Jährigen dürfe dies nicht verwundern, so Aiginger, zugleich würden andere wegen Überarbeitung unter einem Burn-out leiden.

Für die Arbeitslosenrate in Österreich befürchten sowohl Wifo als auch IHS wegen der schwachen Konjunktur heuer einen starken Anstieg von 7,0 auf 7,5 Prozent der unselbstständigen Erwerbstätigen, also nach nationalem Berechnungsmodus. Das IHS rechnet für 2014 wegen der dann besseren Wirtschaftsaussichten nur noch mit einem Verharren auf diesem hohen Niveau, das Wifo prognostiziert jedoch eine weitere leichte Verschlechterung auf 7,6 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl steigt heuer laut Wifo auf 282.000 und nächstes Jahr auf 290.000, das seien sogar um 20.000 mehr als im Krisenjahr 2009. Und hinzu kämen noch rund 75.000 Menschen in AMS-Schulungen.

Nach EU-Kriterien dürfte die heimische Arbeitslosenrate - trotz zugleich wachsender Gesamtbeschäftigung - von 4,3 auf 5,0 Prozent zulegen und 2014 nochmals weiter auf 5,1 Prozent. Das sei in beiden Jahren "höher als das Maximum vor der Krise" von damals 4,8 Prozent, so Aiginger.

Licht am Horizont gibt es dem Wifo-Chef zufolge vorerst nicht: "Wir sehen keine Chance dass die Arbeitslosigkeit von dem hohen Sockel in den nächsten Jahren heruntergeht, weil das Wirtschaftswachstum zu niedrig ist." Allein ein bis eineinhalb Prozent mache pro Jahr der technische Fortschritt aus, durch den es trotz Wachstums keinen Beschäftigungsanstieg gebe.

Zu den Arbeitsmarktproblemen komme noch hinzu, dass den Beschäftigten von den durchaus ansehnlichen Bruttolohnerhöhungen - in vielen Branchen nominell über 3 Prozent - durch Inflation und Steuerprogression unterm Strich nichts bleibe. Zwar würden die Reallöhne 2013 und 2014 um je 2,4 Prozent zulegen, nach Inflation seien es aber nur noch 0,2 bzw. 0,4 Prozent, und inklusive Steuerprogression komme für heuer -0,1 Prozent und für 2014 +0,1 Prozent heraus, rechnete der Wifo-Chef vor.

Angst vor einer galoppierenden Inflation müsse man freilich nicht haben, verwies Aiginger auf die vom Wifo für heuer erwartete Rückbildung von 2,4 auf 2,2 Prozent und dann noch 2,0 Prozent Preisanstieg 2014.

Dass die Inflation in Österreich aber um rund ein Prozent höher als in Deutschland und Europa sei, liege "zu 80 Prozent am Differenzial bei Dienstleistungen und kaum an industriellen Produkten". Als Exempel verwies der Wifo-Chef auf "regulierte Bereiche" wie die Rauchfangkehrer-Kosten, die Mobilfunk-Grundentgelte, Parkpickerl, die Straßenmaut, aber auch den Sektor Gastronomie.

(fortsetzung-moeglich) sp;tsk

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