Montag, 8. Juli 2013

2013.07.08: Unterricht

OTS0073 II, KI 08.07.2013 11:59:45

 

BZÖ-Bucher: Angebot an Bundeskanzler Faymann: Bildungsreform noch vor der Wahl gemeinsam beschließen!

Utl.: ÖVP-Verzögerungsversuch muss verhindert werden

Innenpolitik/Schule/Öffentlicher Dienst/Österreich/Bucher/BZÖ/Faymann

BZÖ-Chef Josef Bucher macht SPÖ Bundeskanzler Werner Faymann nach der heutigen Aussage von ÖVP-Obmann Spindelegger, das Lehrerdienstrecht erst nach der Nationalratswahl zu beschließen, ein Angebot: "Rufen wir in der Sommerpause gemeinsam eine Sondersitzung des Nationalrates ein. SPÖ und BZÖ haben 68 bei 61 dafür benötigten Abgeordneten und beschließen wir eine moderne Bildungsreform. Eine Mehrheit im Nationalrat ist dafür vorhanden. Es muss Schluss sein mit der Dauerblockade der ÖVP-Gewerkschafter und ihres Blockadekomplizen Spindelegger. Der Reformstau muss ein Ende haben."

Jetzt droht für Bucher maximal eine fauler Kompromiss beim Lehrerdienstrecht, dessen Umsetzung erst nach den Wahlen erfolgen soll und jeder Österreicher wisse, dass sich SPÖ und ÖVP nach Wahlen an Einigungen und Versprechen äußerst selten erinnern. "Hier wird auf Kosten der Zukunft unserer Kinder auf Zeit gespielt". Wenn alle anderen Länder billiger sind, dann müsse Österreich besser sein. nur bestausgebildete Jugendliche sichern für den BZÖ-Chef Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

"Wenn hier die ÖVP trotz Pisa-Dauerdesaster, trotz enormer Bildungskosten, die so dringend notwendige Bildungsreform blockiert und nicht nur Parlament, Eltern und Kinder, sondern auch die abertausenden engagierten Pädagogen - die sich mit voller Kraft um die ihnen anvertrauten Schüler kümmern - in Geiselhaft nimmt, dann muss damit Schluss gemacht werden. Ich lade die SPÖ ein, hier mit dem BZÖ und der Opposition in Verhandlungen zu treten und, wenn es um unsere Kinder und damit die Zukunft geht, wenigstens einmal in fünf Jahren Mut zu beweisen. Es gilt über alle Parteigrenzen hinweg, Reformen umzusetzen. Die schwarzen Reformverweigerer dürfen mit ihren billigen Tricks nicht mehr durchkommen", so Buchers Appell an Faymann.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ


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APA0133 II, XI 08.07.2013 11:20:06

 

Lehrer: Spindelegger rechnet mit Sommereinigung - Beschluss nach Wahl

Utl.: VP-Chef über Bewegung von Gewerkschaft und SP-Ministerinnen erfreut

Schule/Öffentlicher Dienst/Österreich

Die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht werden nach Einschätzung von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) im Sommer positiv abgeschlossen werden. Allerdings sei es "wohl klar", dass der Gesetzesbeschluss dazu erst nach der Wahl erfolgen werde, so der ÖVP-Obmann am Rande einer Integrations-Pressekonferenz (eigene Meldung folgt) Montagvormittag. Begründet würde dies von Spindelegger damit, dass bis zum Urnengang am 29. September keine regulären Sitzungen des Nationalrats sondern höchstens mehr Sondersitzungen stattfinden würden.

Ein Problem wäre solch ein späterer Beschluss für den Vizekanzler nicht. Denn Sozialpartner-Einigungen mit der Gewerkschaft würden auch für die nächste Regierung gelten, meint Spindelegger. Dass es zuletzt Fortschritte in den Verhandlungen gegeben hat, ist für den ÖVP-Chef Folge davon, dass sich sowohl Lehrergewerkschaft als auch die SPÖ-Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Claudia Schmied bewegt hätten.

(schluss) bei;pm

APA0056 II, XI 08.07.2013 09:13:28

 

Lehrer-Minus bei Sonderpädagogik, Plus bei Tagesbetreuung

Utl.: An Pflichtschulen - Viel weniger Planstellen für Sprachförderkurse in Wien

Schule/Österreich

An den Pflichtschulen sind seit 2007 rund 500 Lehrer-Planstellen für die Unterstützung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf weggefallen. Umgekehrt kam praktisch die gleiche Anzahl an Pädagogen für die seither ausgebaute ganztägige Betreuung dazu, wie die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) zeigt. Die Zahl der Planstellen für Sprachförderkurse ist im gleichen Zeitraum leicht - um rund 30 Posten - gestiegen.

Die Entwicklung bei den Stellen für den sonderpädagogischen Förderbedarf und die Tagesbetreuung ist in allen Bundesländern einheitlich: Den größten Zuwachs bei den Planstellen für die Ganztagsangebote verzeichnete Wien (plus 80), gefolgt von Niederösterreich (72), Oberösterreich (57), Burgenland (42), Steiermark (60), Vorarlberg, Kärnten (je 26), Salzburg (23) und Tirol (21). Insgesamt gibt es derzeit knapp 700 Planstellen für die Tagesbetreuung.

Das größte Minus bei den Posten für den sonderpädagogischen Förderbedarf gibt es in Oberösterreich (minus 136), der Steiermark (95), Niederösterreich (74), Tirol (63), Kärnten (52), Salzburg (34), Wien und Vorarlberg (je 27) und Burgenland (neun). Für den sonderpädagogischen Förderbedarf sind insgesamt rund 6.450 Posten veranschlagt.

Bei den Sprachförderkursen verzeichnete Wien einen Rückgang von 50 Planstellen. Oberösterreich stockte um 25 Pädagogen in diesem Bereich auf, Salzburg um 23, Vorarlberg um 15. Alle anderen Bundesländer verzeichneten kaum Änderungen. Insgesamt gibt es derzeit rund 450 Planposten für Sprachförderkurse.

In der Anfragebeantwortung wird darauf verwiesen, dass die Berechnung des Planstellenbedarfs auf Basis der jeweiligen Schülerzahlen erfolgt. Daneben gibt es vom Bund noch Strukturmittel in Höhe von 25 Mio. Euro bzw. Zuschläge für Sprachförderung und Tagesbetreuung.

(schluss) aku;jle;pm

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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