Dienstag, 9. Juli 2013

2013.07.09: Newsletter Unterricht

 

"Kleine Zeitung" vom 09.07.2013                              Seite: 6

Ressort: Politik

 

Steiermark

 

Weniger Sonderpädagogen, dafür mehr Tagesbetreuung

 

Seit 2007 fielen 500 Lehrer als Förderer weg, aber etwa gleich viel neue sind in der Ganztagsbetreuung.

 

   WIEN. Rund 500 Sonderpädagogen weniger, doch in etwa gleichviel neue Lehrerplanstellen für die seit 2007 ausgebaute ganztägige Betreuung: So schaut die Rechnung von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) aus, die sie nach einer parlamentarischen Anfrage kundgetan hat. Die Entwicklung bei den Stellen für den sonderpädagogischen Förderbedarf (siehe Grafik links) und die Tagesbetreuung sei in allen Bundesländern ziemlich gleich, teilt Schmied mit. Den größten Zuwachs an Tagesbetreuung hatte Wien mit plus 80 Stellen, insgesamt gibt es rund 700.

 

 

 

OÖN – 9. Juli 2013

 

Spindelegger sieht Einigung mit den Lehrern kommen

WIEN. Die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht werden nach Einschätzung von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) in diesem Sommer positiv abgeschlossen.

Allerdings sei „wohl klar“, dass der Gesetzesbeschluss erst nach der Nationalratswahl am 29. September erfolgen werde, so der VP-Chef .

Begründet wurde dieser Zeitplan von Spindelegger damit, dass bis zum Urnengang keine regulären Sitzungen des Nationalrates, sondern höchstens Sondersitzungen stattfinden werden. Ein Problem wäre ein späterer Beschluss für den Vizekanzler nicht. Sozialpartner-Einigungen würden auch für die nächste Regierung gelten, sagte Spindelegger.

Warum hat es zuletzt doch noch Fortschritte nach 30 Runden gegeben? Spindelegger: Sowohl die Lehrergewerkschafter als auch die SP-Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Claudia Schmied hätten sich bewegt.

 

 

OÖN – 9. Juli 2013

 

Immer weniger Sonderpädagogen

WIEN. An Pflichtschulen sind seit 2007 517 Lehrer-Planstellen zur Unterstützung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf weggefallen, während es 407 mehr Stellen für ganztägige Betreuung gibt, wie Bildungsministerin Claudia Schmied (SP) dem Nationalrat erklärte.

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Allerdings hat Oberösterreich mit minus 136 Stellen den größten Verlust im sonderpädagogischen Bereich.

Der Rückgang habe mit sinkenden Schülerzahlen zu tun, sagt Bildungslandesrätin Doris Hummer (VP): 2,7 Prozent der Schüler seien die Bemessungsgrundlage für die Dienstposten der Lehrer im sonderpädagogischen Bereich. Dennoch würden diese Lehrer fehlen, weil die Grundlage nicht 2,7, sondern 3,76 Prozent sein müsste. Seit Jahren mahne sie dies beim Bund ein, sagt Hummer. Wegen der fehlenden Lehrer müsse das Land 10 Millionen Euro im Jahr für Schulassistenten aufwenden. (nie)

 

 

SN – 9. Juli 2013

Einigung zu Lehrerdienstrecht im Sommer erwartet

Die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht werden laut Vizekanzler Spindelegger im Sommer abgeschlossen. Allerdings sei es "wohl klar", dass der Gesetzesbeschluss dazu erst nach der Wahl erfolgen werde.

SPÖ-Chef Faymann hatte allerdings erst am vergangenen Samstag einen Beschluss gegen den Koalitionspartner ausgeschlossen. Es gebe im Parlament eine Mehrheit für eine Reform, so BZÖ-Chef Josef Bucher in Richtung SPÖ. "Es muss Schluss sein mit der Dauerblockade der ÖVP-Gewerkschafter und ihres Blockadekomplizen Spindelegger." Der Reformstau müsse ein Ende haben, so Bucher.

Ein Gesetzesbeschluss vor der Wahl ist aus Sicht beider Parteien dringend notwendig, denn sonst werde es bei einer Ankündigung der Reform aus wahltaktischen Gründen bleiben, von der SPÖ und ÖVP nach der Wahl nichts mehr wissen wollen.

Aus Sicht der Lehrervertreter ist eine gesetzlich fixierte Reform vor der Wahl indes rein praktisch nicht mehr umzusetzen. "Es sind zu viele Punkte, die noch fehlen", verwies Josef Gary Fuchsbauer von den Unabhängigen GewerkschafterInnen (ÖLI-UG) im APA-Gespräch auf die besondere Situation einiger Schulsparten.

Derzeit rechnen die einzelnen Teilgewerkschaften (Pflichtschule, AHS, Berufsschule, BMHS, Landwirtschaftsschulen) jenen adaptierten Gesetzesentwurf durch, der ihnen bei der 30. Verhandlungsrunde mit Unterrichtsministerin Schmied, Heinisch-Hosek (beide SPÖ) und Finanzministerin Fekter (ÖVP) überreicht wurde. Nächsten Montag (15. Juli) soll das nächste Treffen zwischen den Lehrervertretern, wie immer unterstützt durch GÖD-Chef Neugebauer (ÖVP), und den Ministerinnen stattfinden. Die Verhandlungen laufen bereits seit Mai 2012, vergangenen Freitag haben beide Seiten erstmals von einer Annäherung gesprochen.

 

 

SN – 9. Juli 2013

„Gratisstudium ist nicht plausibel“

Interview. Warum Karlheinz Töchterle Minister bleiben will. Und wie er die SPÖ von Studiengebühren überzeugen möchte.

Alexandra Parragh Karlheinz Töchterle wurde vor zwei Jahren völlig überraschend von ÖVP-Chef Michael Spindelegger als Wissenschaftsminister aus dem Hut gezaubert. Seither liegt er in allen Politikerrankings ganz weit vorn. Amtsmüdigkeit lässt er nicht einmal ansatzweise erkennen.

Sie haben im April 2011 mit viel Optimismus Ihr Amt angetreten. Ist es bei diesem Optimismus geblieben?

Karlheinz Töchterle: Der politische Alltag und die Mühen der Ebene haben mich zum Teil eingeholt. Aber einige Dinge – allen voran die Hochschulmilliarde und die Studienplatzfinanzierung – sind mir trotzdem gut gelungen. de mit der Studienplatzfinanzierung und der Möglichkeit, erstmals Zugangsregeln für mehrere stark nachgefragte Fächer einzuführen, hat die SPÖ die Ideologie des völlig ungeregelten Zugangs aufgegeben. Das Gesetz ist befristet, aber nur, um uns oder künftige Akteure zum Handeln zu bewegen.

Dazu hätten Sie keine Befristung gebraucht. Haben Sie sich erwartet, dass Ideologien in der Hochschulpolitik so eine Rolle spielen?

Töchterle: Da war ich ein bisschen naiv. Ich habe geglaubt, das schlichte Faktum, dass Universitäten beschränkte Kapazitäten haben, sei für jeden leicht nachvollziehbar. Das sieht man schon an der Medizin, wo man durch die Zugangsregelung heute qualitätsvoll studieren kann. Hätten wir sie nicht, müssten wir anstelle der 1500 Anfänger alle 10.000 Bewerber nehmen und das würde sechs Mal so viel kosten. Ich verstehe nicht, wie die SPÖ die Position „Kommt alle, studiert alle“ einnehmen kann. Man lügt damit die jungen Menschen an und mutet ihnen und den Lehrenden miserable Rahmenbedingungen zu.

Wie soll man das ändern?

Töchterle: Mit der SPÖ weiterdiskutieren, bis sie ihre ablehnende Haltung gegenüber Zugangsregeln und Studienbeiträgen aufgibt. Auch die OECD findet es nicht plausibel, dass Studierende, die es sich leisten können, in Österreich so gut wie gratis studieren. Sie weist nach, dass es kein anderes Land gibt, in dem die Haushalte so wenig zum Studium beitragen.

Wie wollen Sie die SPÖ überzeugen, die wahrscheinlich wieder Koalitionspartner sein wird?

Töchterle: Ich hoffe, dass die SPÖ sich diesmal nicht einmauernwird.

Ist ein Kuhhandel Studiengebühren gegen Gesamtschule denkbar?

Töchterle: Ich halte von solchen Kuhhandeln wenig. Ich persönlich habe zur Gesamtschule ein differenziertes Verhältnis. Durch die neue Lehrerbildung wird das Thema künftig obsolet sein, wenn alle Lehrer gleichermaßen gut ausgebildet sein werden. Wir haben mit der Volksschule außerdem eine Gesamtschule, die ihr Ziel offenbar nicht überall erfüllt. Ansonsten hätte ein Fünftel der Schüler wohl kein Problem mit dem Lesen. Ich kann manche Landeshauptleute aber insofern verstehen, als sich in Ballungsräumen etwas ändern muss. Dort drängen immer mehr Kinder ans Gymnasium und die Hauptschulen verkommen zu Restschulen. Glauben Sie noch an ein neues Lehrerdienstrecht?

Töchterle: Es hat merkbar eine Annäherung gegeben und die kommenden Wochen werden hoffentlich von allen noch gut genützt werden. Mir ist wichtig, dass bis zum Jahr 2018, wenn die ersten Lehrer die neue Ausbildung absolviert haben, eine Gesamtreform des Dienstrechts gelingt. Und dass bis dahin die Erbsenzählerei von Unterrichtsstunden ein Ende hat. International üblich ist eine Jahresarbeitszeit der Lehrer, deren Aufteilung die Schulen autonom bestimmen können. Man muss sich vor der Wahl aber nicht unnötig unter Zeitdruck setzen. Warum dann die Eile bei der Linzer Medizinfakultät?

Töchterle: Weil das ein dezidierter Wunsch breiter Kräfte Oberösterreichs ist. Demokratie funktioniert eben so, dass Leute ihre Interessen verfolgen und sich zu deren Durchsetzung der Parteien bedienen. Ich bin zufrieden, wenn der Ausbau in Oberösterreich Teil eines Gesamtpakets ist, in dem Universitäten, Fachhochschulen und Forschung gleichermaßen Priorität haben. Aber nur dann.Aber brauchen wir mehr Medizinstudenten?

Töchterle: Das ist schwer zu sagen. Laut der Ärztebedarfsstudie könnten wir bis zum Jahr 2030 unter Umständen einen Ärztemangel haben. Wie hoch er sein wird, hängt davon ab, wie viele Ärzte in Pension gegangen sein werden, wie viele Wahlärzte einen Kassenvertrag bekommen und wie viele Studienabsolventen in Österreich bleiben. Die Nachfrage nach 300 Medizinstudienplätzen mehr ist mit 10.000 Studienbewerbern jedenfalls gegeben. Warum treten Sie in Tirol als ÖVP-Spitzenkandidat an?

Töchterle: Ich bin kein ÖVP-Mitglied, aber Mitglied des Teams der ÖVP und ihr daher loyal verbunden. Man hat mir gesagt, ich kann ihr am besten helfen, wenn ich ihr in Tirol den Spitzenkandidaten mache. Darum mach ich’s, auch aus egoistischen Gründen. Je stärker die ÖVP bei dieser Wahl wird, desto leichter tu’ ich mir, meine Sachen durchzusetzen.Das heißt, Sie wollen Wissenschaftsminister bleiben?

Töchterle: Ja, ich stehe weiter zurVerfügung. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann als Wissenschaftsminister, der in seinem Ressort auch die Forschungsagenden stärker gebündelt hat.

 

 

Österreich – 9. Juli 2013

 

 

Neues Dienstrecht 

Spindelegger: Lehrer-Einigung im Sommer

VP-Chef über Bewegung von Gewerkschaft und SP-Ministerinnen erfreut.

Die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht werden nach Einschätzung von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) im Sommer positiv abgeschlossen werden. Allerdings sei es "wohl klar", dass der Gesetzesbeschluss dazu erst nach der Wahl erfolgen werde, so der ÖVP-Obmann am Rande einer Integrations-Pressekonferenz Montagvormittag. Begründet würde dies von Spindelegger damit, dass bis zum Urnengang am 29. September keine regulären Sitzungen des Nationalrats sondern höchstens mehr Sondersitzungen stattfinden würden.

Ein Problem wäre solch ein späterer Beschluss für den Vizekanzler nicht. Denn Sozialpartner-Einigungen mit der Gewerkschaft würden auch für die nächste Regierung gelten, meint Spindelegger. Dass es zuletzt Fortschritte in den Verhandlungen gegeben hat, ist für den ÖVP-Chef Folge davon, dass sich sowohl Lehrergewerkschaft als auch die SPÖ-Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Claudia Schmied bewegt hätten.

 

Österreich – 9. Juli 2013

 

 

Das sagt Österreich

Schluss mit dem Ferien-Irrsinn!

Die Hoffnung stirbt zuletzt: So hoffen 2 Millionen Eltern gemeinsam mit Kanzler und Vize, dass diesen Monat ein Durchbruch fürs neue Lehrer-Dienstrecht erfolgt und die so dringend nötige Ganztagsschule starten kann.

Das Theater um die eine Stunde mehr Unterricht pro Woche ist entwürdigend. Es schadet dem Image der Lehrer extrem. Ein Lehrer ist kein Tachinierer – sondern ein Höchstleister, dem wir das Wichtigste anvertrauen: die Zukunft unserer Kinder.

Kein Anspruch auf Sonder-Privilegien
Ein Lehrer braucht natürlich moderne Büros, Sekretariate, Laptops. No na. Er soll auch Anspruch auf ein wirklich gutes Gehalt haben. Kein Neidkomplex bitte. Lehrersein ist ein Top-Job.
Aber es muss auch gelten: Lehrer haben im Zeitalter des Internets keinen Anspruch mehr auf Sonderprivilegien.

Dazu gehört auch der Urlaubsirrsinn. Wenn schon ein neues Lehrer-Dienstrecht, dann gehört auch dieser Ferienirrsinn reformiert. Damit jene 2 Millionen Eltern, die nicht 9 Wochen Urlaub haben, nicht die Deppen der Nation sind.

Und damit unsere ­Lehrer vom Tachinierer-Image befreit werden. Weil wir keine Tachinierer als Lehrer haben wollen – sondern Höchstleister im wichtigsten Beruf des Landes.

 

 

Österreich – 9. Juli 2013

 

 

Lehrer-Ferien sind zu lang

72%: Lehrer sollen weniger frei haben.

115 Tage Urlaub! Wovon die meisten nur träumen, ist für Lehrer ganz normal. Im Zuge der Verhandlungen um das neue Dienstrecht ist nun eine hitzige Diskussion um die Lehrer-Ferien ausgebrochen. Bildungs-Volksbegehren-Initiator Hannes Androsch meint in ÖSTERREICH: „Die Sommerferien sind zu lange. Die Lehrer müssen länger in den Schulen bleiben. Mit all den freien Tagen bleiben für den eigentlichen Unterricht vielleicht 150 vollwertige Tage.“

Jetzt bekommt Androsch Rückendeckung von einer aktuellen Umfrage des Instituts Marketagent (502 Befragte): 72 Prozent sagen, dass die Ferien für Lehrer viel zu lange sind. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Marketagent unter 502 Befragten.

 

 

Krone - 9. Juli 2013

Weniger Lehrer bei Sonderpädago­gik . Gleichzeitig stieg die Zahl der Planstellen für die ausgebaute ganztägige Betreuung.

An den Pflichtschulen sind seit 2007 rund 500 Lehrer-Planstellen für die Unterstützung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf weggefallen. Umgekehrt kam praktisch die gleiche Anzahl an Pädagogen für die seither ausgebaute ganztägige Betreuung dazu, wie die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied zeigt. Die Zahl der Planstellen für Sprachförderkurse ist im gleichen Zeitraum leicht - um rund 30 Posten - gestiegen.

Die Entwicklung bei den Stellen für den sonderpädagogischen Förderbedarf und die Tagesbetreuung ist in allen Bundesländern einheitlich: Den größten Zuwachs bei den Planstellen für die Ganztagsangebote verzeichnete Wien (plus 80), gefolgt von Niederösterreich (72), Oberösterreich (57), Burgenland (42), Steiermark (60), Vorarlberg, Kärnten (je 26), Salzburg (23) und Tirol (21). Insgesamt gibt es derzeit knapp 700 Planstellen für die Tagesbetreuung. Das größte Minus bei den Posten für den sonderpädagogischen Förderbedarf gibt es in Oberösterreich (minus 136), der Steiermark (95), Niederösterreich (74), Tirol (63), Kärnten (52), Salzburg (34), Wien und Vorarlberg (je 27) und Burgenland (neun). Für den sonderpädagogischen Förderbedarf sind insgesamt rund 6.450 Posten veranschlagt.

  In der Anfragebeantwortung wird darauf verwiesen, dass die Berechnung des Planstellenbedarfs auf Basis der jeweiligen Schülerzahlen erfolgt. Daneben gibt es vom Bund noch Strukturmittel in Höhe von 25 Millionen Euro bzw. Zuschläge für Sprachförderung und Tagesbetreuung.

Spindelegger: Beschluss nach Wahl

Langsam erweichen sich die Fronten beim Lehrerdienstrecht: Die Verhandlungen werden nach Einschätzung von Vizekanzler Michael Spindelegger im Sommer positiv abgeschlossen werden. Allerdings sei es "wohl klar", dass der Gesetzesbeschluss dazu erst nach der Wahl erfolgen werde, so der ÖVP-Obmann am Montagvormittag. Begründet würde dies von Spindelegger damit, dass bis zum Urnengang am 29. September keine regulären Sitzungen des Nationalrats sondern höchstens mehr Sondersitzungen stattfinden würden. Ein Problem wäre solch ein späterer Beschluss für den Vizekanzler nicht. Denn Sozialpartner-Einigungen mit der Gewerkschaft würden auch für die nächste Regierung gelten, meint Spindelegger. Dass es zuletzt Fortschritte in den Verhandlungen gegeben hat, ist für den ÖVP-Chef Folge davon, dass sich sowohl Lehrergewerkschaft als auch die SPÖ-Ministerinnen Gabriele Heinisch-Hosek und Claudia Schmied bewegt hätten.

 

 

"Kronen Zeitung" vom 09.07.2013                           Seite: 12,13

Ressort: lokal

 

Wi, Abend, Bgld, Ktn, Wi, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi, Wi, Wi, Morgen

 

Österreicher wollen eine Verkürzung der Erholungsphase für Pädagogen Fünf

 

Kürzere Sommerferien für unsere Lehrer!

 

Streng beurteilen die Österreicher offenbar die Länge der Ferien für unsere Lehrer. In einer Umfrage wollten sie den Pädagogen nur noch fünf Wochen Sommerfreizeit zubilligen - und sie außerdem noch zu Gratis-Nachhilfeunterricht verdonnern. Außerdem werden Noten für das Personal an der Tafel verlangt. Auch die Schüler sollten - so der Volkswille - mit sieben Wochen auskommen.

 

   Arme Frau Lehrer! Sie soll jetzt nach dem Willen der Österreicher öfter an die Tafel zurück.

 

   "Gönnt man uns gar nichts mehr?", mag jetzt so manche Frau Professor stöhnen. Hinter ihr liegt ein hartes Schuljahr. Vor ihr aber eine lange Ferienzeit. In Summe neun Wochen. "Zu viel des Guten", urteilen 500 vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com Befragte. "72MARK PERRYProzent empfinden fünf Wochen sommerliche Erholungsphase für die Pauker als ausreichend", so Geschäftsführer Thomas Schwabl aus Wiener Neudorf (NÖ). 83 Prozent wollen außerdem, dass sich Herr und Frau Lehrer in den Monaten Juli und August der Fortbildung und Vorbereitungsarbeiten widmen müssen. Knapp zwei Drittel befürworten außerdem Gratis-Nachhilfeunterricht für Schüler mit schlechten Noten: Denn die Lehrer hätten Teilschuld am Versagen ihrer Schützlinge. Und sie sollten auch nicht länger ungeschoren davonkommen: Benotung, also ein Zeugnis für jene, die an der Tafel das Sagen haben!

 

   Aber auch die Schüler kommen bei dieser Ferienanfangs-Umfrage nicht ungeschoren davon: Das Sitzenbleiben nur ja nicht abschaffen! Und idealerweise nur noch sieben Wochen weg von Tafel und Schulbank.

 

 

"Kurier" vom 09.07.2013                                    Seite: 3

Ressort: Innenpolitik

 

Wi, Abend

 

ÜBERBLICKweitere Meldungen

 

Lehrer I

 

VP-Chef: Vor der Wahl kein Dienstrecht

 

ÖVP-Chef Michael Spindelegger rechnet zwar mit einer Einigung beim Lehrerdienstrecht noch im Sommer, mit mehr aber auch nicht. Es sei "wohl klar", dass es einen Gesetzesbeschluss erst nach der Nationalratswahl im September geben wird, sagte der Vizekanzler gestern. Grund dafür sei, dass es bis zur Wahl keine regulären Sitzungen des Nationalrates mehr gebe, sondern höchstens Sondersitzungen. Wie berichtet, wird es also voraussichtlich nur eine Einigung auf die Eckpunkte für das Lehrerdienstrecht zwischen Regierung und Lehrergewerkschaft geben.

 

 

Lehrer II

 

Großes Minus bei Sonderpädagogik

 

Rund 500 Posten im Bereich der Sonderpädagogik sind seit 2007 an den Pflichtschulen weggefallen. Dafür kam in diesem Zeitraum praktisch die selbe Anzahl an Lehrern in der Ganztagesbetreuung dazu. Das gab Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) aufgrund einer parlamentarischen Anfrage bekannt. Bundesweit gibt es demnach insgesamt 6450 Posten für Sonderpädagogik und 700 für Tagesbetreuung. Die Zahl der Planstellen für Sprachförderkurse ist seit 2007 um 30 Posten gestiegen. Insgesamt gibt es 450 Planposten in diesem Bereich.

 

 

– 9. Juli 2013

 

 

Kürzere Sommerferien für Lehrer?

Laut einer aktuellen Umfrage halten die Österreicher neun Wochen Sommerferien für Lehrer für zu lange. Auch Bildungslandesrat Michael Schickhofer (SPÖ) kann sich vorstellen, dass Lehrer künftig im Sommer Weiterbildungen besuchen müssen.

Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent unter 500 Österreichern im Alter von 14 bis 69 Jahren ergab, dass fast drei Viertel der Österreicher kürzere Sommerferien für Lehrer wollen: Demnach würden fünf Wochen reichen; in der übrigen Zeit sollten die Pädagogen, so das Ergebnis der Studie, vor allem kostenlose Nachhilfe geben.

Schickhofer für zwei Wochen Fortbildung

Bildungslandesrat Michael Schickhofer schlägt vor, dass Lehrer vor allem die letzten zwei Ferienwochen dazu nutzen sollten, Fortbildungen zu machen . dies sei im landwirtschaftlichen Schulwesen teilweise schon üblich. Außerdem könnten die Lehrer in dieser Zeit auch Schüler unterstützen, die Wiederholungsprüfungen haben. Diese Punkte sollten auch im Lehrerdienstrecht verankert werden, so Schickhofer.

Wie ist Ihre Meinung: Sollten die Sommerferien für Lehrer verkürzt werden?

  • Auf alle Fälle - wieso sollten Lehrer mehr Urlaub haben als jeder andere im Land?
  • Ich denke, Lehrer sollten wie Schüler Ferien haben, allerdings sollte ein Teil der Zeit für Fortbildung genutzt werden.
  • Die Sommerferien sind gerade richtig - der Lehrerjob verlangt viel ab, zudem können Lehrer nicht dann auf Urlauib gehen, wann sie wollen.

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Ich denke, Lehrer sollten wie Schüler Ferien haben, allerdings sollte ein Teil der Zeit für Fortbildung genutzt werden.

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Die Sommerferien sind gerade richtig - der Lehrerjob verlangt viel ab, zudem können Lehrer nicht dann auf Urlauib gehen, wann sie wollen.

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Große Zustimmung auch für kürzere Ferien für Schüler

Zwar findet jeder zweite Österreicher neun Wochen Ferien für Schüler immer noch angemessen, ein großer Teil der Befragten kann sich aber auch kürzere Sommerferien vorstellen - für sie wären laut Umfrage sieben Wochen ideal.

Die Befragten können sich durchaus kürzere Ferien vorstellen

Schickhofer will hier zwischen den Schultypen unterscheiden: „Bei den unter 15-Jährigen könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, die Ferienzeit zu verkürzen, aber nicht um mehr Stoff durchzumachen, sondern insbesondere, um zu wiederholen." Für über 15-Jährige, die in ihren Sommerferien unter Umständen Ferialpraktika machen, wünscht er sich weiterhin neun Wochen Ferien.

Große Zustimmung für Sitzenbleiben

Eine weitere Frage des Meinungsforschungsinstituts lautete, ob Sitzenbleiben nach wie vor zeitgemäß sei: Hier zeigte sich, dass mehr als zwei Drittel der Österreicher nach wie vor der Meinung sind, dass Schüler mit zu schwacher Leistung auch in Zukunft eine Klasse wiederholen sollten.

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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