Donnerstag, 25. Juli 2013

2013.07.25: Unterricht

 

"Der Standard" vom 25.07.2013                                Seite: 6

Ressort: Inland

 

Bundesland, Bundesland Abend

 

Lehrerdienstrecht: Gewerkschaft glaubt nicht an finale Runde

 

   Wien – Derzeit laufen in Sachen Lehrerdienstrecht die Gespräche der Teilgewerkschaften (Pflichtschule, AHS, Berufsschule, BMHS, Landwirtschaftsschulen) mit Beamten auf Hochtouren, für Samstag ist dann wieder eine Runde auf politischer Ebene angesagt. Dass es die letzte für eine Einigung notwendige Verhandlung sein wird, glaubt Lehrer-Chefverhandler Paul Kimberger (FCG) allerdings nicht. Ob der Plan der Regierung, bis Mitte August einen Begutachtungsentwurf zustande zu bringen, realistisch ist, will er nicht daher beurteilen. „Solange kein Verhandlungsergebnis da und in den Gesetzesentwurf eingearbeitet ist, ist das ein Blindflug“, sagt Kimberger.

 

   Am Mittwoch fand eine Gesprächsrunde der AHS-Gewerkschafter statt, die sich wiederholt besonders kritisch zur geplanten Reform geäußert hatte. Thema waren die Dauerbrenner Arbeitszeit und Gehalt. Der Regierungsentwurf sieht vor, dass es künftig eine einheitliche Gehaltsstaffel für alle Lehrer gibt und diese statt 20 bis 22 künftig 24 Stunden unterrichten sollen (22 Stunden klassischer Unterricht plus jeweils eine Stunde für Klassenvorstands- und Mentorentätigkeit bzw. Beratungs- und Betreuungsarbeit). (APA)

 

 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 25.07.2013             Seite: 3

Ressort: Politik

 

 

Lehrerdienstrecht: Am Samstag geht es in die 33. Runde

 

   LINZ. Eines weiß Paul Kimberger, Chefverhandler der Lehrergewerkschaft für ein neues Dienstrecht, schon im Vorhinein: Auch die 33. Verhandlungsrunde zwischen Regierung und Gewerkschaft am kommenden Samstag wird nicht die letzte sein. Er, so Kimberer, könne sich nicht vorstellen, dass dabei zu einer Einigung komme.

 

   Große Hürde bei Gymnasien

 

   Die größte Hürde muss im AHS-Bereich überwunden werden. Denn für Gymnasiallehrer bringt das neue Dienstrecht die größten Herausforderungen. Deren Unterrichtszeit würde sich bei bestimmten Fächerkombinationen (z. B. zwei Sprachen) um bis zu sechs Stunden pro Woche erhöhen, was die AHS-Gewerkschaft ablehnt.

 

   Thema bei der Runde am Samstag wird auch sein, wer künftig Schulbibliotheken betreuen soll. Nachdem die Gewerkschaft verlangt hatte, dass Lehrern, die dies übernehmen, eine Wochenstunde Unterricht erspart werden sollte, schlug Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) vor, diese Arbeit doch dem Unterstützungspersonal, das es künftig an Schulen geben soll, zu überlassen. Das lehnt Kimberger ab, weil man dafür "große pädagogische Kompetenzen" brauche. (eda)

 

 

"Österreich" vom 25.07.2013                                   Seite 6

Ressort: Politik

 

Isabelle Daniel

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg

 

Politik-Insider

 

Regierungs-Fahrplan zum neuen Lehrerdienstrecht

 

feinschliff. Am Samstag werden erneut rot-schwarze Ministerinnen und Lehrergewerkschaft über ein neues Dienstrecht verhandeln.

 

Danach soll es schnell gehen. So lautet zumindest der Wunsch der Regierung:

 

Die Ministerinnen würden letzte kleine Änderungswünsche (vornehmlich der AHS-Lehrer) noch einfließen lassen.

 

Danach soll ein an sich fertiger Entwurf den Beamten übergeben werden. Diese müssten dann schließlich -in Abstimmung mit den SPÖ-Ministerinnen Claudia Schmied und Gabriele Heinisch-Hosek sowie Maria Fekter endlich eine tatsächliche Gesetzesvorlage fertig stellen.

 

Diese könnte dann von der Regierung in die Begutachtung geschickt werden. Vier Wochen kann die Vorlage dann geprüft werden. In dieser Zeit sollen Rechnungshof und Co. dann Beanstandungen machen.

 

Dieses Vorgehen wäre freilich auch ohne Zustimmung der Gewerkschaft machbar -und auch mit der VP möglich.

 

Über das Gesetz im Parlament tatsächlich abstimmen, will die VP freilich nur mit dem Ja der Lehrer...

 

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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