Montag, 22. Dezember 2014

2014.12.20: Newsletter Bildung

Die Presse – 20. Dezember 2014

 

 

Reifeprüfung für die Zentralmatura

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) macht den verunsicherten Lehrern, Eltern und Schülern Zugeständnisse. Bis der Matura ein gutes Zeugnis ausgestellt werden kann, dauert es aber noch.

 

Wien. Es ist der Versuch der Beruhigung: Der Tag, an dem die Zentralmatura starte, werde ein guter werden, verspricht Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die angeblich schlechten Ergebnisse bei einer Mathematikschularbeit zur Vorbereitung auf die Matura haben bei Schülern, Eltern und Lehrern für Verunsicherung gesorgt. „Alle Schüler werden ihre Klausurarbeit schreiben und gute Ergebnisse einfahren", sagte die Ministerin im ORF-Hörfunk. Schon die Generalprobe im Mai habe gezeigt, „dass der Notenschnitt genau so war wie bei der alten Matura – und nicht schlechter".

Gute Ergebnisse wünschen sich also nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern, sondern auch die Politik. Immerhin steht mit der Zentralmatura eine der größten bildungspolitischen Reformen vor der Reifeprüfung. Gestern, Freitag, versuchte die Ministerin, die Betroffenen mit einem Zugeständnis zu kalmieren. Nach Kritik an der Kürzung der Vorbereitungsstunden für die mündliche Matura werden diese erweitert. Künftig soll auch die Zeit zwischen Notenkonferenz und dem Ende der achten Klasse zum Üben genützt werden.

Trotzdem bleibt einiges offen. „Die Presse" hat der Zentralmatura ein erstes Zeugnis ausgestellt.

Idee. Note 1 – 2

Die Idee ist an sich eine gute: Eine vergleichbare Prüfung zum Schulabschluss ist nicht nur fairer und transparenter als die bisherige Maturapraxis, die mitunter mit Mauscheleien einherging. Zentrale Reifeprüfungen sind auch international längst üblich: In den meisten europäischen Ländern gibt es zum Schulabschluss irgendeine Art von einheitlicher Prüfung. Mehr noch: Auch die stets geforderte Schulautonomie verlangt nach einer gewissen Standardisierung. Woran sich die Geister scheiden, ist die Frage, ob wirklich der gesamte schriftliche Prüfungsteil zentral vorgegeben werden sollte – oder ob nicht eher lediglich die Basiskompetenzen geprüft werden sollen.

Kommunikation. Note 4

Der jüngste Streit um die gekürzten Vorbereitungsstunden ist symptomatisch: Wochenlang hat die Bildungsministerin Eltern und Schülern erklärt, dass ihre Sorgen unbegründet seien – um nach medialer Eskalation dann doch einzulenken. Wobei: In diesem Fall wurde immerhin kommuniziert. Anders als etwa bei dem geänderten Notenschlüssel der Englischmatura im Frühjahr, den das verantwortliche Bildungsinstitut BIFIE den Betroffenen nicht wirklich kommuniziert hat. Immerhin hat – mit erheblicher Verspätung – inzwischen die Bundesreifeprüfungskommission ihre Arbeit aufgenommen, in der Eltern, Lehrer und Schüler die Bildungsministerin beraten.

Rückhalt. Note 4 – 5

Inzwischen ist trotz des holprigen Verlaufs Eltern, Lehrern und Schülern klar, dass an der Zentralmatura wohl kein sinnvoller Weg mehr vorbeiführt. Was nicht bedeutet, dass sie sie mit Begeisterung erwarten. Tatsächlich haben es die Verantwortlichen über Jahre nicht geschafft, die Betroffenen ins Boot zu holen – bei einer Reform dieses Ausmaßes entscheidend. Schwere Patzer und Pannen verstärken die Aufregung: Schüler fühlen sich als Versuchskaninchen, Eltern fürchten um die Zukunft ihrer Kinder und manche Lehrer – die womöglich selbst unter Prüfungsangst leiden –, haben lang heftig gegen die Reform mobilisiert, statt sich konstruktiv einzubringen.

Ausgestaltung. Note 3

Selbst Befürworter einer zentralen Matura übten Kritik – und zwar an der konkreten Umsetzung. Im Fach Deutsch wurde moniert, dass die Literatur deutlich zu kurz komme. Hier zeigte sich das Ministerium am Freitag angeblich gesprächsbereit. In Mathematik stößt die Unterteilung in Grundkompetenzen und erweiterte Kompetenzen teils auf Unverständnis. Denn wer Erstere nicht besteht, dem nützt auch ein brillanter zweiter Teil nichts. In Englisch sorgte für Unmut, dass die Prozenthürde für ein Genügend je nach Schwierigkeitsgrad der Aufgaben variierte. Hier wurde bereits eine Lösung gefunden.

Vorbereitung. Note 4

Die Vorbereitungen der Zentralmatura liefen nur schleppend an – und gingen zum Teil dilettantisch weiter: Lang gab es keine geeigneten Schulbücher, kein Unterrichtsmaterial und zu wenige bzw. widersprüchliche Informationen. Das führte dazu, dass der Start der Zentralmatura um ein Jahr verschoben wurde. Dass bei der Generalprobe im vergangenen Mai dann auch noch Fehler passierten – der peinlichste: in Mathematik fehlten Prüfungsbögen – erhärtete die Zweifel. Die angeblich teils schlechten Ergebnisse bei der jüngsten Mathematik-Modellschularbeit verunsicherten weiter.

 

 

Der Standard – 20. Dezember 2014

 

 

Zentralmatura: Schüler bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung

Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek einigt sich mit Eltern, Lehrern und Schülern auf Kompromiss

Wien - Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sich am Freitag mit Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern auf mehr Vorbereitungszeit für die Zentralmatura geeinigt. Bei einer Sitzung der Bundesreifeprüfungskommission wurde beschlossen, dass die Zeit zwischen der Notenkonferenz und dem Ende der achten Klasse für die Vorbereitung auf die mündliche Matura genutzt werden kann. In diesen etwa zehn Tagen findet derzeit normaler Unterricht statt, der aber keinen Einfluss mehr auf die Noten hat.

Die Kürzung der eigentlichen Vorbereitungsstunden bleibt aber aufrecht. Schülervertreter hatten in den vergangenen Tagen scharf kritisiert, dass bei der neuen Matura nur mehr vier Vorbereitungsstunden vorgesehen waren. Bisher waren in Nebenfächern meist bis zu acht Vorbereitungsstunden möglich, in Hauptfächern bis zu zwölf oder 16.

Künftig können die Schüler in der Zeit nach Ende der achten Klasse statt des stundenplanmäßigen Unterrichts entweder in der eigenen Klasse und auch in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie schriftlich oder mündlich maturieren werden. "Ich verstehe die Sorgen und Ängste der SchülerInnen, und mit dieser Lösung wird die Vorbereitungszeit erweitert", sagte Heinisch-Hosek laut einer Aussendung. "Damit haben die Schülerinnen und Schüler mehr Betreuungszeit und können sich bestmöglich vorbereiten."

Schüler sehen nur Soforthilfemaßnahme

Bundesschulsprecher Lukas Faymann sieht in der Lösung nur eine Soforthilfemaßnahme für den kommenden Maturajahrgang, wie er in einer Aussendung mitteilte.

Vor dem Treffen hatte Heinisch-Hosek im Ö1-"Morgenjournal" noch darauf gepocht, dass die Stundenanzahl für die Vorbereitung bereits 2012 mit Gewerkschafts- und Schülervertretern vereinbart worden sei. Die jetzt geäußerten Bedenken schrieb sie den "neuen Personen" in der Schülervertretung zu. Mit der neu eingeführten vorwissenschaftlichen Arbeit, die Teil der mündlichen Prüfung ist, hätten die Schüler bereits ab jetzt sechs Monate Zeit, sich mit "guter Begleitung" vorzubereiten. "Die Aufstockung der Vorbereitungsstunden zwischen mündlicher und schriftlicher Matura ist weiterhin unbedingt notwendig", sagte Faymann. Er wünscht sich eine Behandlung des Themas im Unterrichtsausschuss im Jänner.

Moderne Matura

Grundsätzlich sieht Heinisch-Hosek die neue Reifeprüfung so: "Früher hat es Vierteltelefone gegeben, dann hat es die C64er-Computer gegeben, heute arbeiten alle mit Tablets. Und so modern wollen wir auch die neue Matura gestalten." Und für die gelte es eben auch, sich anders, nämlich umfassender vorzubereiten.

Dass die Ergebnisse der schriftlichen Probeschularbeiten in Mathematik vielerorts schlecht ausgefallen sind, beunruhigt die Ministerin nicht: "Ich bin froh, dass dieser Gradmesser stattgefunden hat – und als das sehe ich es. Ich sehe mein Glas halb voll und sage: 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind in Mathematik maturareif, und jetzt ist genug Zeit, sich gut vorzubereiten auf die eigentliche Klausur."

Folgerichtig rechnet sie auch damit, dass der 4. Mai – Starttermin der Zentalmatura – "ein guter Tag" werden wird. Ganz ungetrübt ist aber auch die ministerielle Zuversicht nicht: "Wir haben acht Sicherheitsstufen eingeplant – auch das Bifie (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Anm.) bei der Auslieferung der Arbeiten."

 

 

Heute – 20. Dezember 2014

 

Zentralmatura: Streit bei Krisensitzung beigelegt

Die Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura soll durch zusätzliche Übungsangebote zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Reifeprüfung kompensiert werden. Diesen "Kompromissvorschlag" hat SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Freitag unterbreitet. Für die Schüler ist das eine "gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung".

Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter hatten Kritik an der Kürzung der Vorbereitungsstunden geübt. Das sind jene Stunden, die zwischen schriftlicher und mündlicher Matura zur Vorbereitung auf letztere zur Verfügung stehen. Bisher wurden den Lehrern in Nebenfächern pro Klasse in der Regel acht Stunden bezahlt, in Hauptfächern zwölf oder 16. Künftig sind es nur mehr vier, außerdem werden alle Kandidaten eines Prüfungsfachs klassenübergreifend in einer Gruppe zusammengefasst.

Kritik an Bifie

Zentralmatura: Schüler protestieren nach "Fleck-Orgie"

Die Kürzung der Vorbereitungsstunden bleibt zwar aufrecht: Dafür wird die Zeit zwischen Notenkonferenz der Maturaklasse und der schriftlichen Reifeprüfung umorganisiert, so die Ministerin. In diesen etwa zehn Tagen findet derzeit normaler Unterricht statt, der aber keinen Einfluss mehr auf die Noten hat. Die Lehrer werden dafür noch innerhalb ihrer Lehrverpflichtung entlohnt.

200 Schüler am Minoritenplatz

Ministerin muss über "Bildungsleichen" gehen

Künftig können die Schüler in dieser Zeit statt des stundenplanmäßigen Unterrichts entweder in der eigenen Klasse und auch in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie schriftlich oder mündlich maturieren werden. Für Heinisch-Hosek ist das eine "praktikable Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler". Damit hätten sie mehr Betreuungszeit und könnten sich bestmöglich vorbereiten.

"Soforthilfemaßnahme"
Bundesschulsprecher Lukas Faymann sah den Vorschlag gemischt: Dabei handle es sich zwar um eine "gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung". Die Forderung der Schüler nach einer Aufstockung der regulären Vorbereitungsstunden bleibe aufrecht. Diese Lösung könne nur für dieses Schuljahr gelten, nachher müsse sie evaluiert werden.

Kontrolle der Aufgaben entfällt
Auch für die schriftliche Zentralmatura gab es Klarstellungen: Die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) gelieferten Aufgaben müssen von den Lehrern nicht vorab kontrolliert werden. Die Materialien würden an eine dazu berechtigte Person an der Schule zugestellt, die nur den Erhalt bestätige und die Anzahl der gelieferten Kuverts pro Fach mit der Zahl der Maturanten vergleiche. Das Zählen einzelner Blätter ist natürlich nicht notwendig.

Lehrer zufrieden

Zentralmatura: Kontrolle der Aufgaben vom Tisch

Die Bundes-Reifeprüfungskommission soll die zentralen Elemente der Matura begleitend evaluieren sowie Bildungsministerin Heinisch-Hosek bezüglich der Abwicklung der Prüfung strategisch beraten. Das 13-köpfige Gremium besteht neben Heinisch-Hosek noch aus zwei Landesschulratspräsidenten, Fachdidaktikern, Vertretern von Bildungs- und Wissenschaftsministerium bzw. Universitätenkonferenz sowie Personal-, Schüler- und Elternvertretern.

Ab nächstem Mal für AHS schlagend
Die neue Matura ist ab dem Haupttermin im Mai 2015 an den AHS verpflichtend. Die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) folgen erst ein Jahr später, sie können aber im Rahmen von Schulversuchen einzelne Teile der neuen Reifeprüfung, die etwas anders als an den AHS konzipiert ist, erproben.

 

 

SN – 20. Dezember 2014

 

 

Schriftliche Matura mit mehr Vorbereitung

 

WIEN. Die Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura soll durch zusätzliche Übungsangebote zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Reifeprüfung ausgeglichen werden.

 

Diesen Kompromissvorschlag machte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) am Freitag.

 

Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter hatten die Kürzung kritisiert. Es geht um jene Stunden, die zwischen schriftlicher und mündlicher Matura zur Vorbereitung zur Verfügung stehen. Bisher wurden den Lehrern in Nebenfächern pro Klasse acht Stunden bezahlt, in Hauptfächern zwölf oder 16. Künftig sind es nur noch vier.

 

Schulbetrieb wird umorganisiert

 

Die Verringerung bleibt aufrecht, dafür wird die Zeit zwischen der Notenkonferenz und der schriftlichen Reifeprüfung umorganisiert. In diesen zehn Tagen findet derzeit normaler Unterricht statt, der keinen Einfluss mehr auf die Noten hat. Die Lehrer werden innerhalb ihrer Lehrverpflichtung entlohnt.

 

Künftig können Schüler in dieser Zeit statt des stundenplanmäßigen Unterrichts entweder in der eigenen Klasse oder in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie maturieren werden.

 

Für die Schüler ist das eine "gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung".

 

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin sieht die Lösung als "die heuer einzig machbare". Ob sie auch langfristig sinnvoll sei, könne er nicht sagen: "Das muss eine Evaluierung zeigen".

 

 

Österreich – 20. Dezember 2014

 

Matura: Mehr Vorbereitung für die Schüler

Maturanten können in den Parallel-Klassen mitlernen.

Ein Aufschrei der Lehrergewerkschafter und Flashmobs der Maturanten – die bereits paktierte Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek nochmals Proteste eingebrockt.

Heinisch-Hosek präsentierte in der Sitzung der Maturakommission am Freitag nun einen Kompromiss, der angenommen wurde: Es bleibt bei den vier Vorbereitungsstunden. Dafür wird die Zeit zwischen Notenkonferenz der Maturaklasse und der schriftlichen Reife­prüfung umorganisiert. Die Schüler können in dieser Zeit Unterricht anderer Klassen in jenen Fächern besuchen, in denen sie mündlich maturieren wollen. „Damit haben die Schüler mehr Betreuungszeit und können sich bestmöglich vorbereiten", wird betont.

 

 

TT – 20. Dezember 2014

 

Zentralmatura

Zusätzliche Vorbereitung vor der schriftlichen Matura

Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter wehrten sich gegen die Kürzung der Vorbereitungsstunden bei der mündlichen Matura. Am Freitag präsentiere Bildungsministerin Heinisch-Hosek einen Kompromissvorschlag.

Wien - Die Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura soll durch zusätzliche Übungsangebote zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Reifeprüfung kompensiert werden. Diesen „Kompromissvorschlag" hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Freitag unterbreitet. Für die Schüler ist das eine „gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung".

Im Vorfeld hatten Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter Kritik an der Kürzung der Vorbereitungsstunden geübt. Dabei geht es um jene Stunden, die zwischen schriftlicher und mündlicher Matura zur Vorbereitung auf letztere zur Verfügung stehen. Bisher wurden den Lehrern in Nebenfächern pro Klasse in der Regel acht Stunden bezahlt, in Hauptfächern zwölf oder 16. Künftig sind es nur mehr vier, außerdem werden alle Kandidaten eines Prüfungsfachs klassenübergreifend in einer Gruppe zusammengefasst.

Die Kürzung der eigentlichen Vorbereitungsstunden bleibt nun zwar aufrecht: Dafür wird die Zeit zwischen Notenkonferenz der Maturaklasse und der schriftlichen Reifeprüfung umorganisiert, so die Ministerin im Zuge der Sitzung der Bundes-Reifeprüfungskommission. In diesen etwa zehn Tagen findet derzeit normaler Unterricht statt, der aber keinen Einfluss mehr auf die Noten hat. Die Lehrer werden dafür noch innerhalb ihrer Lehrverpflichtung entlohnt.

Künftig können die Schüler in dieser Zeit statt des stundenplanmäßigen Unterrichts entweder in der eigenen Klasse und auch in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie schriftlich oder mündlich maturieren werden. Für Heinisch-Hosek ist das eine „praktikable Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler", hieß es in einer Aussendung. Damit hätten sie mehr Betreuungszeit und könnten sich bestmöglich vorbereiten.

Schüler sehen nur „Soforthilfemaßnahme"

Bundesschulsprecher Lukas Faymann sah den Vorschlag gegenüber gemischt: Dabei handle es sich zwar um eine „gangbare Soforthilfemaßnahme , aber keine langfristige Lösung". Die Forderung der Schüler nach einer Aufstockung der regulären Vorbereitungsstunden bleibe aufrecht. Diese Lösung könne nur für dieses Schuljahr gelten, nachher müsse sie evaluiert werden.

Auch für die schriftliche Zentralmatura gab es Klarstellungen: Die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) gelieferten Aufgaben müssen von den Lehrern nicht vorab kontrolliert werden. Die Materialien würden an eine dazu berechtigte Person an der Schule zugestellt, die ́nur den Erhalt bestätige und die Anzahl der gelieferten Kuverts pro Fach mit der Zahl der Maturanten vergleiche. Das Zählen einzelner Blätter sei „natürlich nicht notwendig", so die Ministerin.

Die Bundes-Reifeprüfungskommission soll die zentralen Elemente der Matura begleitend evaluieren sowie Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bezüglich der Abwicklung der Prüfung strategisch beraten. Das 13-köpfige Gremium besteht neben Heinisch-Hosek noch aus zwei Landesschulratspräsidenten, Fachdidaktikern, Vertretern von Bildungs- und Wissenschaftsministerium bzw. Universitätenkonferenz sowie Personal-, Schüler- und Elternvertretern.

Die neue Matura ist ab dem Haupttermin im Mai 2015 an den AHS verpflichtend. Die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) folgen erst ein Jahr später, sie können aber im Rahmen von Schulversuchen einzelne Teile der neuen Reifeprüfung, die etwas anders als an den AHS konzipiert ist, erproben.

 

 

Wiener Zeitung – 20. Dezember 2014

 

Kompromiss

Heuer keine Alternative zu geplantem Matura-Ablauf

 

 

 

 

·         Kritik der Opposition: Um die Zentralmatura sei es "nicht gut bestellt".

 

Wien. Der Kompromiss zu den Vorbereitungsstunden bei der neuen mündlichen Matura ist für den Vorsitzenden der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, die "für heuer einzig machbare und realistische Lösung, die auch im Sinn der Schüler ist". Ob sie auch langfristig sinnvoll sei, könne er jetzt noch nicht sagen: "Man muss sowieso die ganze Matura evaluieren", so Quin zur APA.

Die nun erarbeitete Lösung bedeute keine zusätzliche Belastung für das Budget. Die Lehrer würden den Unterricht noch innerhalb ihrer Lehrverpflichtung leisten - "es ist aber auch keine Mehrbelastung für die Lehrer", so Quin.

Für den Bildungssprecher der NEOS, Matthias Strolz, ist trotz des Kompromisses, mit dem "Unterrichtseinheiten nach Notenschluss zweckentfremdet" würden, "keine langfristige Lösung in Sicht". Vor dem Hintegrund der teils schlechten Noten bei der vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) zur Matura-Vorbereitung zur Verfügung gestellten Modellschularbeit in Mathematik fordert er in einer Aussendung mehr Vorbereitung.

Um die Zentralmatura sei es "nicht gut bestellt", so der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser. Das äußere sich "an den dürftigen Ergebnissen der Probe-Schularbeiten von vor einer Woche". Heinisch-Hosek solle das "Chaos" möglichst schnell in Ordnung bringen. Scheitere die Zentralmatura, dann sei die Ministerin "rücktrittsreif", so Walser.

FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz forderte noch vor Bekanntwerden des Kompromisses in einer Aussendung mehr Vorbereitungsstunden. "Die Kinder der unmittelbar betroffenen Jahrgänge dürfen keine Versuchskaninchen sein", so Rosenkranz. Ebenfalls noch vor der Einigung ortete auch Team Stronach-Bildungssprecher Robert Lugar "Chaos".

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Freitag, 19. Dezember 2014

Bildungsnewsletter 19. Dezember 2014

APA0344 II, XI 19.12.2014 14:14:19

 

Matura: Zusätzliche Vorbereitung vor der schriftlichen Matura

Utl.: Zwischen Notenkonferenz und Ende der Maturaklasse - Heinisch-Hosek: "Praktikable Lösung" - Schüler: "Gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung

 

Die Kürzung der Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura soll durch zusätzliche Übungsangebote zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Reifeprüfung kompensiert werden. Diesen "Kompromissvorschlag" hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Freitag unterbreitet. Für die Schüler ist das eine "gangbare Soforthilfemaßnahme, aber keine langfristige Lösung".

Im Vorfeld hatten Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter Kritik an der Kürzung der Vorbereitungsstunden geübt. Dabei geht es um jene Stunden, die zwischen schriftlicher und mündlicher Matura zur Vorbereitung auf letztere zur Verfügung stehen. Bisher wurden den Lehrern in Nebenfächern pro Klasse in der Regel acht Stunden bezahlt, in Hauptfächern zwölf oder 16. Künftig sind es nur mehr vier, außerdem werden alle Kandidaten eines Prüfungsfachs klassenübergreifend in einer Gruppe zusammengefasst.

Die Kürzung der eigentlichen Vorbereitungsstunden bleibt nun zwar aufrecht: Dafür wird die Zeit zwischen Notenkonferenz der Maturaklasse und der schriftlichen Reifeprüfung umorganisiert, so die Ministerin im Zuge der Sitzung der Bundes-Reifeprüfungskommission. In diesen etwa zehn Tagen findet derzeit normaler Unterricht statt, der aber keinen Einfluss mehr auf die Noten hat. Die Lehrer werden dafür noch innerhalb ihrer Lehrverpflichtung entlohnt.

Künftig können die Schüler in dieser Zeit statt des stundenplanmäßigen Unterrichts entweder in der eigenen Klasse und auch in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie schriftlich oder mündlich maturieren werden. Für Heinisch-Hosek ist das eine "praktikable Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler", hieß es in einer Aussendung. Damit hätten sie mehr Betreuungszeit und könnten sich bestmöglich vorbereiten.

Bundesschulsprecher Lukas Faymann sah den Vorschlag gegenüber der APA gemischt: Dabei handle es sich zwar um eine "gangbare Soforthilfemaßnahme , aber keine langfristige Lösung". Die Forderung der Schüler nach einer Aufstockung der regulären Vorbereitungsstunden bleibe aufrecht. Diese Lösung könne nur für dieses Schuljahr gelten, nachher müsse sie evaluiert werden.

Auch für die schriftliche Zentralmatura gab es Klarstellungen: Die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) gelieferten Aufgaben müssen von den Lehrern nicht vorab kontrolliert werden. Die Materialien würden an eine dazu berechtigte Person an der Schule zugestellt, die ?nur den Erhalt bestätige und die Anzahl der gelieferten Kuverts pro Fach mit der Zahl der Maturanten vergleiche. Das Zählen einzelner Blätter sei "natürlich nicht notwendig", so die Ministerin.

Die Bundes-Reifeprüfungskommission soll die zentralen Elemente der Matura begleitend evaluieren sowie Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bezüglich der Abwicklung der Prüfung strategisch beraten. Das 13-köpfige Gremium besteht neben Heinisch-Hosek noch aus zwei Landesschulratspräsidenten, Fachdidaktikern, Vertretern von Bildungs- und Wissenschaftsministerium bzw. Universitätenkonferenz sowie Personal-, Schüler- und Elternvertretern.

Die neue Matura ist ab dem Haupttermin im Mai 2015 an den AHS verpflichtend. Die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) folgen erst ein Jahr später, sie können aber im Rahmen von Schulversuchen einzelne Teile der neuen Reifeprüfung, die etwas anders als an den AHS konzipiert ist, erproben.

 


 

OTS0175 II 19.12.2014 14:04:51

 

Bundesschulsprecher zu Vorbereitungsstunden: Präsentierte Lösung lediglich Soforthilfemaßnahme

Utl.: Unterrichtseinheiten nach Notenschluss werden zweckgewidmet - Langfristig für Bundesschulsprecher Faymann keine Lösung

 

Heute, Freitag, fand in Wien die Sitzung der Bundes-Reifeprüfungskommission statt. Bundesschulsprecher Lukas Faymann ist froh über die präsentierte Lösung - allerdings nur als Soforthilfemaßnahme für den kommenden Durchgang der Zentralmatura. Faymann betont, dass langfristig gesehen trotzdem wieder eine Aufstockung der Vorbereitungsstunden zwischen mündlicher und schriftlicher Matura erfolgen muss. Die Bürgerinitiative für eine Aufstockung der Vorbereitungsstunden läuft weiter. Faymann wünscht sich eine Behandlung der Thematik im Unterrichtsausschuss im Jänner.

"Die heute von der Ministerin präsentierte Lösung sehe ich als Soforthilfemaßnahme für den kommenden Maturajahrgang. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler immerhin etwas mehr Vorbereitung auf die mündliche Matura bekommen. Allerdings bleibt die Lösung eine Soforthilfemaßnahme. Die Aufstockung der Vorbereitungsstunden zwischen mündlicher und schriftlicher Matura ist unbedingt notwendig", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

Auch die parlamentarische Bürgerinitiative der Bundesschülervertretung läuft weiter. Bundesschulsprecher Lukas Faymann ist in Kontakt mit Nationalratsabgeordneten aller im Parlament vertretenen Parteien. Bis auf die SPÖ haben Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien ihre Unterstützung zugesagt. Ziel ist die Behandlung im Unterrichtsausschuss im Jänner.

"Die Bürgerinitiative läuft weiter. Wir wollen, dass die Thematik im Unterrichtsausschuss behandelt wird. Breite Unterstützung der Parlamentsparteien wurde uns bereits zugesagt", so Faymann abschließend.

Rückfragehinweis: Lukas Faymann Bundesschulsprecher lukas.faymann@bsv.at 0664 588 64 71

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1493/aom

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

Bildungsnewsletter 19. Dezember 2014

Bildung/Heinisch-Hosek/Zentralmatura/Schule

 

Heinisch-Hosek: "Kompromissvorschlag bei Zentralmatura ein gangbarer Weg!"

Utl.: Einigung in der Bundesreifeprüfungskommission sorgt für Erweiterung der Vorbereitungszeit =

 

Wien (OTS) - Bei der heutigen Tagung der Bundesreifeprüfungskommission wurde eine Erweiterung der Vorbereitungszeit als Lösung der Debatte um die Vorbereitungsstunden gefunden. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek spricht von einer praktikablen Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler. Konkret kann die Zeit zwischen der Notenkonferenz und dem Ende der 8. Klasse für die intensive Vorbereitung genutzt werden. Die SchülerInnen können in der eigenen Klasse und auch in den Parallelklassen jene Fächer und Wahlpflichtfächer besuchen, in denen sie maturieren werden (schriftlich und mündlich). "Damit haben die Schülerinnen und Schüler mehr Betreuungszeit und können sich bestmöglich vorbereiten. Ich verstehe die Sorgen und Ängste der SchülerInnen und mit dieser Lösung wird die Vorbereitungszeit erweitert", so die Ministerin erfreut.

Seit Anfang Dezember kennen die Maturantinnen und Maturanten die Themen für die mündliche Matura, bis Mitte Jänner haben sie Zeit, sich für ihre Prüfungsfächer zu entscheiden. Die Ministerin verweist darauf, dass die SchülerInnen damit sechs Monate Zeit haben, früher waren es 3-4 Wochen, um sich auf die mündliche Matura vorzubereiten. "Die neue Matura bedeutet einen Systemwechsel. Umso wichtiger ist es, dass heute gemeinsam mit allen Betroffenen ein zusätzliches Angebot geschaffen werden konnte", so Heinisch-Hosek.

 

Druck & Logistik geklärt

Auch im Bereich Logistik und Druck wurden nun klare Linien besprochen: die Materialien werden an eine dazu berechtigte Person an der Schule zugestellt, diese Person bestätigt den Erhalt der Lieferung und kontrolliert anhand Bestell- und Lieferliste die Kuverts. Das Zählen einzelner Blätter sei natürlich nicht notwendig, betont die Ministerin.

"Die neue Matura wurde über die Jahre gut vorbereitet, sie bringt mehr Fairness, gleiche Bedingungen und mehr Objektivität für alle MaturantInnen", betont die Ministerin.

 

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Rückfragehinweis:

   Mag.a Veronika MARIA

   Büro der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek

   Pressesprecherin

   Bundesministerium für Bildung und Frauen

   Minoritenplatz 5

   1014 Wien

   Tel.: +43 1 53120-5011

   Mobil: +43 664 612 47 29

   veronika.maria@bmbf.gv.at

   www.bmbf.gv.at

 

 


 

Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

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2014.12.19: Bildung

OTS0150 II, CI 19.12.2014 13:01:17

 

Stronach/Lugar: Zentralmatura ist ein einziges Chaos

Utl.: Team Stronach stellt Anfrage an Unterrichtsministerin - Optimierungsmaßnahmen gefordert

Team Stronach/Lugar/Schule/Bildung/Heinisch-Hosek/Zentralmatura

Wenige Monate vor der ersten flächendeckenden Zentralmatura an Gymnasien "brennt der Hut" - das zeigt auch die "Fleck-Orgie" an steirischen Schulen bei einem Testlauf für die vom Bifie zentral angebotene Mathe-Modellschularbeit, warnt Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. "Die Zentralmatura ist ein einziges Chaos - aber Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek scheint das nicht zu kümmern!", kritisiert Lugar. Zur Aufklärung der neuerlichen Panne bei der Zentralmatura hat das Team Stronach eine Anfrage an Heinisch-Hosek eingebracht.

Schüler, Lehrer, Eltern und Direktoren seien angesichts der wahren Monsteraufgaben beim Testlauf zutiefst verunsichert - selbst der Direktor des Bifie spreche von "fordernden Umständen" und "differenzierten" Rückmeldungen, sagt Lugar. "Entspricht es Ihren Vorstellungen, dass AHS-Schüler quasi "wehrlos" und ganz offensichtlich nicht ausreichend vorbereitet mit nahezu nicht bewältigbaren Aufgabenstellungen konfrontiert werden sollen?", will Lugar etwa von der Unterrichtsministerin wissen.

Der Team Stronach Bildungssprecher fordert mehr Transparenz bei den zu ergreifenden Optimierungsmaßnahmen und dem Beitrag des Bifie. "In spätestens einem Monat muss Heinisch-Hosek erklären, wie ihr Konzept zur Maturavorbereitung funktionieren soll - bis jetzt gibt es dafür ein klares Nicht Genügend!", so Lugar.

Rückfragehinweis:
Team Stronach Parlamentsklub/Presse
Tel.: ++43 1 401 10/8080
mailto:parlamentsklub@teamstronach.at


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
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2014.12.19: Bildung

OTS0122 II, II 19.12.2014 12:12:46

 

Walter Rosenkranz: FPÖ unterstützt Forderung nach mehr Vorbereitungsstunden für Zentralmatura

Utl.: Maturanten dürfen keine Versuchskaninchen sein

FPÖ/Walter Rosenkranz/Zentralmatura/Bildung

Der FPÖ-Bildungssprecher und Obmann des parlamentarischen Unterrichtsausschusses, NAbg. Dr. Walter Rosenkranz, schließt sich der Forderung nach mehr Vorbereitungsstunden für die Zentralmatura an: "Mich haben in den letzten Wochen viele Briefe und E-Mails von Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern erreicht, die sich über die Reduzierung der Vorbereitungsstunden verständlicherweise sehr besorgt zeigten. Die unerfreulichen Ergebnisse der Probe-Schularbeiten sprechen zusätzlich eine deutliche Sprache: Wenn die Zentralmatura kein Rohrkrepierer werden soll, dann muss Ministerin Heinisch-Hosek die Vorbereitungsstunden auf jeden Fall im ursprünglich vorgesehenen Ausmaß beibehalten."

Die FPÖ betrachte die Zentralmatura ohnehin seit Beginn sehr skeptisch: "Die Bundesreifeprüfungskommission ist hier gefordert, rasch zu handeln, damit für den nächsten Maturatermin die Weichen richtig gestellt werden. Die Kinder der unmittelbar betroffenen Jahrgänge dürfen keine Versuchskaninchen sein", so Rosenkranz.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
mailto:presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at


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OTS0064 II 19.12.2014 10:35:28

 

GÖD-Unterrichtsverwaltung: Rechnungshof bestätigt Gewerkschaftsposition

Utl.: Verländerung der Schulverwaltung bringt keine Kostenersparnis

Gewerkschaften/Bildung/Schule/Politik

Der Rechnungshof mahnt einmal mehr eine Reform der Schulverwaltung ein. So wäre etwa die "Aufgaben-, Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung bezüglich der Pflichtschulen in einer Hand zu konzentrieren", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Generell sei bei den Bundesschulen (AHS, BMHS) eine "günstigere Ausgangslage" für eine effiziente Verwaltung gegeben.

Die Bundesvertretung Unterrichtsverwaltung in der GÖD weist schon lange darauf hin, dass eine "Verländerung" der Schulverwaltung keine Kostenersparnis, keine Effizienzsteigerung und schon gar keine Vereinfachung mit sich bringen würde.

Die Personalausstattung an den Bundesschulen liegt europaweit an hinterster Stelle. Darüber hinaus existiert ein über 27 Jahre alter Ausstattungsschlüssel, der trotz inzwischen massiv gestiegener Anforderungen bei weitem nicht eingehalten wird. Es fehlen den Schulen schon jetzt weit über hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Bundesministerin für Bildung wurde schon mehrmals aufgefordert, endlich für eine ordentliche Personalausstattung zu sorgen und auch dringend benötigtes, zusätzliches Unterstützungspersonal zu organisieren. Auch der Rechnungshof bestätigt die möglichen Einsparungen bei einer Verlagerung von Aufgaben von den Pädagogen zu Verwaltungsbediensteten. Dazu braucht es aber erst einmal Personal.

Rückfragehinweis:
Johann Pauxberger
Vorsitzender der Gewerkschaft Unterrichtsverwaltung
Mobil: 0664 61 09 103
johann.pauxberger@goed.at
Strozzigasse 2, 1080 Wien


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2014.12.19: Newsletter Bildung

Morgenjournal, 19.12.2014

 

Weiter Diskussion um Zentralmatura

Regina Pöll

Nicht einmal mehr ein halbes Jahr bis zur neuen Matura, und Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ ist weiter unter Druck: Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter verlangen eine bessere Vorbereitung auf die mündliche Matura, heute wird es dazu eine Sitzung der Bundesreifeprüfungs-Kommission mit allen Beteiligten geben. Und auch die neue schriftliche Zentral-Matura wird Thema sein: Jüngste Probe-Schularbeiten für ebendiese Matura im Mai in Mathematik sind je nach Bundesland teilweise sehr schlecht ausgefallen.

Knackpunkt Mathematik

Ein Drittel Fünfer, zum Beispiel in der Steiermark: Das ist zu viel, sagen nach den vorläufigen Ergebnissen der Probe-Schularbeiten Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter. In der Krisensitzung ab Mittag wollen sie bei der Unterrichtsministerin eine bessere Vorbereitung auf die schriftliche Matura durchsetzen - und auch ein lockereres Benotungsschema. In Mathematik müssten Schüler nämlich bei den Basis-Kompetenzen zwei Drittel schaffen, sonst fallen sie durch. Und zwar egal, wie gut oder schlecht sie im zweiten Prüfungsteil sind, beim vernetzten Arbeiten.

Vorbereitung vorverlegen

Änderungen verlangen die Schulpartner auch bei der mündlichen Matura. SPÖ-Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek will bisher ja die Vorbereitungsstunden von bis zu sechzehn pro Fach auf vier kürzen - vor allem aus Kostengründen. Pro Fach soll auch nur noch ein Lehrer die Vorbereitungsstunden für ALLE Maturanten an einer Schule halten. Das muss also nicht der eigene Lehrer sein, der dann aber die mündliche Prüfung abhält. Als möglicher Kompromiss gilt jetzt, dass die Vorbereitung schon vor der schriftlichen Matura beginnt - in der eigenen Klasse statt klassenübergreifend und ohne Zusatzkosten.

 

 

Morgenjournal, 19.12.2014

 

Heinisch-Hosek kompromissbereit

Ministerin Heinisch-Hosek im Gespräch mit Andrea Maiwald

Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter verlangen eine bessere Vorbereitung auf die mündliche Matura. Heute soll es dazu eine Sitzung der Bundesreifeprüfungskommission mit allen Beteiligten und Ministerin Heinisch-Hosek geben. Als möglicher Kompromiss gilt, dass die Vorbereitung auf die mündliche Matura schon vor der schriftlichen Matura beginnt: in der eigenen Klasse statt wie geplant klassenübergreifend. Die Ministerin zeigt sich im Vorfeld kompromissbereit, wie sie im Ö1-Morgenjournal erklärt.

Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek geht mit Optimismus in die heutige Sitzung und kann sich nach eigenen Angaben einen Kompromiss vorstellen. Vier Stunden als Vorbereitungszeit auf die mündliche Matura sind nach Angaben von Schülern, Eltern und Lehrervertreter viel zu wenig.

 

 

Die Presse – 19. Dezember 2014

 

 

Zentralmatura: Verunsicherung nach Schularbeit

Eine Mathematikarbeit, die das Bildungsinstitut BIFIE als Maturavorbereitung zur Verfügung gestellt hat, soll „extrem uneinheitlich“ ausgefallen sein.

Wien. Wieder einmal herrscht Verunsicherung wegen der Zentralmatura. Erste kolportierte Ergebnisse einer Modellschularbeit in Mathematik sorgen bei Eltern und Schülern für Besorgnis: Die Klausur, die das Bildungsinstitut BIFIE als Maturavorbereitung zur Verfügung gestellt hat, soll „extrem uneinheitlich“ ausgefallen sein, wie es heißt.

In der Steiermark soll laut Berichten der „Kleinen Zeitung“ ein Drittel der Arbeiten negativ ausgefallen sein. In Wiens Stadtschulrat spricht man von stark variierenden Resultaten: So gebe es sogar innerhalb einzelner Schulen gute Klassen und solche, bei denen die Arbeit sehr schlecht ausgefallen sei. Ähnliches beobachtet AHS-Direktorensprecher Wilhelm Zillner. Aus dem Bildungsressort heißt es: Da die Korrekturfrist noch laufe, gebe es noch keine Auswertung. Schülervertreter protestierten schon gestern mit einem Flashmob. Der grüne Bildungssprecher Harald Walser fordert eine Krisenhotline.

Die Modellklausur – die als echte oder als Probeschularbeit verwendet werden konnte – wird beim heutigen Treffen der Bundesreifeprüfungskommission Thema sein. Ebenfalls diskutiert werden die gekürzten Vorbereitungsstunden vor der mündlichen Matura. Eine mögliche Lösung steht im Raum: Die Zeit zwischen Notenkonferenz und schriftlicher Matura könnte umorganisiert werden.

 

 

"Die Presse" vom 19.12.2014                                Seite: 5

Ressort: Inland

 

Niederösterreich, Morgen

 

Verunsicherung bei Zentralmatura

 

   Mathematikarbeit soll "extrem uneinheitlich" ausgefallen sein.

 

   Wien. Wieder einmal herrscht Verunsicherung wegen der Zentralmatura. Erste kolportierte Ergebnisse einer Modellschularbeit in Mathematik sorgen bei Eltern und Schülern für Besorgnis: Die Klausur, die das Bildungsinstitut BIFIE als Maturavorbereitung zur Verfügung gestellt hat, soll "extrem uneinheitlich" ausgefallen sein, wie es heißt.

 

   In der Steiermark soll laut Berichten der "Kleinen Zeitung" ein Drittel der Arbeiten negativ ausgefallen sein. In Wiens Stadtschulrat spricht man von stark variierenden Resultaten: So gebe es sogar innerhalb einzelner Schulen gute Klassen und solche, bei denen die Arbeit sehr schlecht ausgefallen sei. Ähnliches beobachtet AHS-Direktorensprecher Wilhelm Zillner. Aus dem Bildungsressort heißt es, es noch keine Auswertung. Schülervertreter protestierten schon mit einem Flashmob.

 

 

"Österreich" vom 19.12.2014                                   Seite 7

Ressort: Politik

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland

 

Schulreform: Lehrer gehen an die Länder

 

Widerstand in SPÖ erlahmt

 

Landeshauptleute sind wild entschlossen, die Verwaltung aller Lehrer an sich zu ziehen.

 

Wien. Die bildungsverhandlungen starten offiziell zwar erst am 16. Jänner - doch es hat bereits Vorberatungen gegeben. Wie der mächtige burgenländische SPÖ-Landeshauptmann

 

Hans Niessl betonte, "kommen die Verhandlungen jetzt auf Touren". Er werde dafür eintreten, die Verwaltung aller Lehrer -also auch die der rund 45.000 bundeslehrer -den Ländern zu übertragen (siehe Interview).

 

Tatsächlich dürfte der Widerstand in der SPÖ erlahmen, wie ÖSTERREICH aus Koalitionskreisen erfuhr. Nur noch bildungsministerin gabriele Heinisch-Hosek ist noch dagegen. Sie soll mit aufgewerteten aufsichtskompetenzen ins boot geholt werden. Und so könnte das Paket dann aussehen:

 

Bildungsdirektionen: Sie werden in jedem bundesland eingerichtet und wären für alle Schulen zuständig, hätten also die Verwaltung aller 125.000 Lehrer.

 

Direktoren aufgewertet: Schuldirektoren würden stark aufgewertet und sollen sich die Lehrer künftig selbst aussuchen können.

 

Ganztagsschulen: Die zahl der ganztagsschulen wird nochmals ausgebaut.

 

Aufsicht: Das bildungsministerium würde dann das Controlling übernehmen und wäre zudem für die Lehrpläne usw. zuständig.

 

 

"Österreich" vom 19.12.2014                                  Seite 13

 

Steiermark

 

Kritik an zentraler Mathematik-Matura

 

Graz. Wolfgang Erlitz, Vizepräsident des Landesschulrats, appelliert angesichts von 32 Prozent "Fünfern" bei der Mathematik-Zentralmatura an 38 steirischen Schulen an das Bifie, die Formulierungen nicht "extra kompliziert" zu gestalten. "Sieht man sich manche der Aufgabenstellungen an, hat man fast das Gefühl, dass es sich zu 80 Prozent um Deutsch und Leseverständnis und nur zu 20 Prozent um Mathematik handelt."

 

 

"Kleine Zeitung" vom 19.12.2014                             Seite: 30

Ressort: Bundesland

 

Kärnten

 

Schülerprotest gegen Ministerin

 

Wollen Kürzungen bei Vorbereitung verhindern.

 

   KLAGENFURT. Verunsicherung und Ärger bei Kärntens Schülern. „Wir wollen gut vorbereitet in die mündliche Matura gehen. Es wird Zeit, dass die Unterrichtsministerin dieses Anliegen ernst nimmt“, sagt der Obmann der Kärntner Schülerunion, Philipp Kappler. Geplant ist, dass die Vorbereitungsstunden für die mündliche Reifeprüfung gekürzt werden sollen. Statt vier Vorbereitungsstunden pro Wochenstunde im jeweiligen Fach sollen es in Zukunft in jedem Fach nur mehr vier Vorbereitungsstunden insgesamt sein. Die Bundesschülervertretung hat vergangene Woche eine parlamentarische Bürgerinitiative gegen die Kürzung gestartet. Heute tagt auch in dieser Angelegenheit die Bundes-Reifeprüfungskommission mit Ministerin Heinisch-Hosek. Die Kürzungen gehören zu den größten Kritikpunkten an der neuen Zentralmatura.

 

 

"Kleine Zeitung" vom 19.12.2014                             Seite: 30

Ressort: Ennstal

 

Ennstal

 

Wenn Verunsicherung Schule macht

 

Die Themen Zentralmatura und Modell-Schularbeiten als Vorbereitung für die Maturaprüfungen lassen auch die Gymnasial-Lehrer und Schüler im Bezirk Liezen nicht kalt.

 

   MARTIN MANDL

 

   Seit Tagen gehen an den steirischen Gymnasien die Wogen hoch. Grund dafür ist eine Modell-Mathematik-Schularbeit, deren Beispiele vom Bifie ausgearbeitet und so wie die Zentralmatura standardisiert bewertet wurde. Das Ergebnis: 32 Prozent Nicht Genügend.

 

   Auch die Lehrerschaft der Mittelschulen im Bezirk Liezen sieht der Zentralmatura, die ab 2015 verpflichtend ist, alles andere als beruhigt entgegen, auch wenn die zentralisierte Schularbeit nur in einer der sieben Maturaklassen wegen mehr als 50 Prozent Fünfer wiederholt werden muss. Hierbei handelt es sich um das BG/BRG Stainach. „Die betroffenen Schüler wissen aber, was zu tun ist, damit die Wiederholung erfreulicher verläuft“, erklärt Direktorin Ulrike Pieslinger. Das Ergebnis in den anderen beiden Maturaklassen der Schule sei hingegen zufriedenstellend. „Besser kann es immer sein, aber es ist in Ordnung. Die Arbeit war jedenfalls sehr umfangreich.“

 

  Eva Spielmann, Schulleiterin des BORG Bad Aussee, schließt sich ihrer Kollegin aus Stainach an. „Das waren insgesamt 21 Seiten Angabe“, erklärt sie. „Das ist sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer eine wahnsinnige Arbeit, denn die Schularbeiten werden auch künftig von Lehrern zusammengestellt.“ Wiederholt muss in Aussee nicht werden. Sehr Gut schaute keines heraus.

 

   Am Stiftsgymnasium in Admont gab es sehr wohl sehr gute Leistungen, auch wenn die Schulleitung mit den Ergebnissen trotzdem keine Freude hat. „Die schulinterne Vorbereitung war groß. Wenn ich daran denke, ist die Ausbeute nicht besonders“, sagt Direktor Anton Wolfram.

 

   Panik ist seit Bekanntwerden der Noten dennoch nicht ausgebrochen. „Aber die Schüler fragen nach und sind logischerweise unsicher“, sagt Wolfram. „Das war aber auch schon vorher so. Zum Beispiel war das Verschieben der Zentralmatura von 2014 auf 2015 sicher nicht zweckdienlich.“

 

   Unterstützung

 

   An der Bewertung selbst gefällt dem Admonter Direktor nicht, dass eine negative Note beim Basisteil eine positive Benotung insgesamt unmöglich macht. „Dadurch gibt es nur noch Schwarz oder Weiß, aber wir werden uns gemeinsam mit den Schülern dieser Herausforderung stellen.“

 

   In der Oberstufe in Bad Aussee ist die Nachfrage für Förderunterricht übrigens deutlich gestiegen. „Wichtig ist jetzt aber auch, dass in Medien nicht noch mehr Panik geschürt wird. Das wäre kontraproduktiv“, meint Schulleiterin Spielmann.

 

 

"Kleine Zeitung" vom 19.12.2014                             Seite: 20

Ressort: Bundesland

 

Steiermark

 

Auf Fünfer-Flut folgt Gipfel

 

Kein Ende der Kritik nach Fleck-Orgie in Mathe. Landesschulratspräsidentin Meixner beruft im Jänner Gipfel ein: „Wir tun alles, damit Schüler gut maturieren können.“

 

   BERND HECKE

 

   Die Telefone hören nicht mehr auf zu läuten. Nicht in unserer Redaktion, nicht beim Landesschulrat. Überall melden sich Eltern und konsternierte Lehrer zu Wort, die sich nach der Fünfer-Flut bei der Modellschularbeit für die AHS-Achtklassler in Mathematik Luft machen. Wie berichtet, sind fast ein Drittel der an vielen Schulen in der Steiermark absolvierten Testarbeiten negativ. Unzählige Klassen müssen die Schularbeit wiederholen, weil mehr als die Hälfte der Schüler ein Nicht genügend ausgefasst hat.

 

   Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner hat gestern ihre Experten zu einem Krisengespräch zusammengetrommelt und erste Schritte gesetzt, um ein Fiasko bei der Zentralmatura im Frühjahr 2015, für die die Modellschularbeit ja der standardisierte Testlauf war, noch abzuwenden: „Wir werden im Jänner bei einem Gipfel alle Möglichkeiten erarbeiten, wie wir den Schülern helfen können. Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie, Anm.) und das Ministerium werden von uns nach genauer Analyse der Notenbilanz entsprechende Rückmeldungen bekommen.“

 

   „Auch gute Ergebnisse“

 

   Landesschulinspektorin Gerda Lichtberger will die Situation nicht verharmlosen, legt aber Wert darauf, „dass es ja an vielen Schulen gut ausgegangen ist“. Dennoch sei bei den insgesamt 21 Seiten umfassenden Angaben die Textlastigkeit nicht in Ordnung gewesen: „Wir werden über die pädagogischen Hochschulen jetzt noch einmal Förderkurse organisieren, Lehrer müssen nachjustieren und die Schüler so vorbereiten, dass sie bei der Matura gut aufgestellt sind.“

 

   Wolfgang Erlitz, Vizepräsident des Landesschulrats, schlägt in dieselbe Kerbe. „Die Mathematik darf nicht zur Deutschprüfung werden“, fordert er das Bifie auf, die Textangaben klar und verständlich zu formulieren, statt geradezu Fallen zu stellen. Selbst Mathematiklehrer gestehen im Gespräch mit der Kleinen Zeitung, dass sie bei den ausufernden Texten Probleme hätten, die mathematische Aufgabenstellung zu erkennen.

 

   Von Lehrerseite gibt es auch Kritik an der Umsetzung, erzählt die oberste Personalvertreterin der AHS-Lehrer, Maria Schönegger: „Wir stehen ja prinzipiell zur Zentralmatura, aber bei dieser Schularbeit hat es vor allem für den zweiten Teil im Vorfeld vom Bifie viel zu wenig Übungsbeispiele gegeben.“ Ja ein Beispiel war überhaupt nicht zu erwarten, deshalb wären die Schüler von den Lehrern auch nicht darauf vorbereitet worden.

 

   Für den Direktor des Grazer Borg Monsbergergasse, Hans Adam, ist es ein Fehler, nicht mehr Lehrer aus der Praxis für die Aufgabenstellungen heranzuziehen: „Wir fordern, dass man uns jetzt deutlich mehr Fördermöglichkeiten von Bifie und Ministerium gibt.“ Man könne seine Jugend- und Schulzeit nicht rückaufrollen. Deshalb sollte man mit solchen Experimenten vorsichtiger umgehen, sagt der Direktor: „Dieser Maturajahrgang darf nicht als Versuchskaninchen missbraucht werden!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945