Montag, 31. März 2014

2014.04.01: Newsletter Bildung

 

OÖN – 1. April 2014

 

Leitl drängt weiter auf PISA-Teilnahme Österreichs

WIEN. Der Wirtschaftskammer-Präsident will notfalls eine Durchführung nur in Oberösterreich, nach Vorbild Quebecs.

 

"Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben": Mit diesen Worten machte sich Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (VP) am Montag erneut für die Teilnahme Österreichs an der PISA-Bildungsstudie stark.

Er kenne Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP), sie sei "vernünftigen Argumenten zugänglich", so Leitl. Wie berichtet, hatte Heinisch-Hosek Österreichs Teilnahme am Haupttest 2015 und den heuer nötigen Vortests wegen einer Überprüfung der Datensicherheit beim durchführenden Bildungsforschungsinstitut abgesagt.

"Es ist nicht sinnvoll, die Alarmanlage auszuschalten, nur weil man den Alarm nicht hören will", spielte Leitl auf mögliche andere Gründe für die Absage an. Österreich habe sich seit der ersten PISA-Teilnahme im Wesentlichen nicht verbessert, so die Wirtschaftskammer.

Sollte Heinisch-Hosek bei der Absage bleiben, dann dürfe sie zumindest die oberösterreichischen Bestrebungen einer eigenständigen Teilnahme nicht blockieren, so Leitl. Schließlich nehme auch die kanadische Provinz Quebec an PISA teil. Er, so Leitl, würde sich auch wünschen, dass sich mehrere Bundesländer anschließen, "aber es ist deren eigene Entscheidung". (jabü)

 

 

Der Standard – 1. April 2014

 

 

Wirtschaftskammer hat noch Hoffnung auf PISA-Teilnahme

Zumindest Oberösterreich soll Studie durchführen können - Informelle Schülertests

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hat die Hoffnung auf eine Teilnahme Österreichs an der nächsten PISA-Studie noch nicht aufgegeben. "Ich kenne (Bildungsministerin, Anm.) Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ, Anm.) gut und weiß, dass sie vernünftigen Argumenten zugänglich ist", meinte Leitl am Montag vor Journalisten.

Heinisch-Hosek hatte die Teilnahme Österreichs an allen Bildungstests der kommenden Monate gestoppt, da beim Bifie, das die Erhebungen durchführt, die Datensicherheit nicht gewährleistet sei. Darunter fallen etwa die Bildungsstandard-Erhebungen sowie die Feldtests für die PISA-Studie und die Naturwissenschafts- und Mathe-Studie TIMSS. Auf einem rumänischen Testserver einer Bifie-Partnerfirma waren im Vormonat ungeschützte Ergebnisse von informellen Schülertests aus den Jahren 2011 und 2012 aufgetaucht.

Einzelne Bundesländer

Am liebsten wäre es dem Wirtschaftskammer-Chef, wenn die Republik geschlossen an PISA teilnähme - wenn nicht, müsse einzelnen Bundesländern auf ihren Wunsch hin die Chance zur Teilnahme eröffnet werden. Bisher hat nur Oberösterreich Interesse gezeigt. Im Bildungsministerium ist man allerdings der Ansicht, dass kein Bundesland einen Alleingang unternehmen dürfe.

In anderen Staaten würden durchaus einzelne Länder oder Regionen immer wieder an PISA teilnehmen, verwies Leitl etwa auf die kanadische Provinz Quebec. "Warum soll nicht auch ein österreichisches Bundesland für Österreich stehen?" Anhand der Resultate eines Bundeslandes könne man durchaus Stärken und Schwächen der österreichischen Schule benennen.

Zoff

Der Leiter der bildungspolitischen Abteilung der Kammer, Michael Landertshammer, kann das Aussetzen der Studie nicht nachvollziehen. "Bei allem Verständnis, dass die Regierung ein Budget auf die Beine bringen muss und das ein willkommener Punkt ist, wo man einsparen kann: Wenn ich Fieber habe und das Thermometer wegschmeiße, habe ich ja deswegen auch nicht kein Fieber mehr." Als weiteres Argument für ein Aussetzen bei PISA vermutet Landertshammer auch die Vermeidung von regierungsinternen Konflikten: "Wenn es wie erwartet keine besseren Ergebnisse gibt, erspart man sich auch Zoff."

 

 

"Kronen Zeitung" vom 01.04.2014                            Seite: 2

Ressort: Politik

 

Wi, Abend, Bgld, Ktn, Wi, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi, Morgen

 

Leitl für PISA-Studie Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl...

 

   Leitl für PISA-Studie Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl drängt auf eine Teilnahme Österreichs am PISA-Test. Zumindest einzelnen Bundesländern müsse der Test ermöglicht werden, so Leitl. Bisher fordert Oberösterreich einen Alleingang - laut Bildungsministerium ist dies jedoch nicht möglich.

 

 

"Kleine Zeitung" vom 01.04.2014                             Seite: 38

Ressort: Leserbriefe

 

WILHELM ZILLNER fordert Ministerin Heinisch-Hosek zum Handeln auf.

 

Steiermark

 

DEBATTE

 

Offener Brief an die Unterrichtsministerin

 

„Lehrplan-veränderungen und Stunden-kürzungen betreffen in erster Linie jene Fächer, die dann bei PISA getestet werden.“

 

   Geben Sie eine klare Stellungnahme zur Neuen Matura bzw. zu deren Implementierung im Jahr 2015 ab! Die Durchhalteparolen und Verschiebungen, die das Projekt mittlerweile jahrelang begleiten, müssen ein Ende haben. Die Schüler/innen und auch die sie betreuenden Lehrer/innen haben ein Recht darauf, endlich verlässlich bestätigt zu bekommen, dass die Matura in jener Form stattfinden wird, in der sie seit Jahren vorbereitet und die auch in Schulversuchen erfolgreich erprobt wird. Vor allem in den Fremdsprachen gibt es die Neue Reifeprüfung seit mehreren Jahren in fast allen Schulen, und es ist nicht ein einziger Fall bekannt, dass dabei Daten an die Öffentlichkeit gelangt wären.

 

   Ermöglichen Sie uns, zu einer datenbasierten Schulentwicklung zurückzukehren, indem Sie die durch nichts zu rechtfertigende Absage der Bildungsstandards-Überprüfung, die Anfang April hätte stattfinden sollen, zurücknehmen! Diese Testungen wurden mit erheblichem finanziellem Aufwand vorbereitet, und sie basieren auf einem gesetzlichen Auftrag. Inhaltlich bieten sie den Schulen eine Fülle von Rückmeldungen, wie wirksam ihre Schulentwicklungsprozesse sind. Diese Testungen jetzt zu stoppen, zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht einmal ein einziger Durchlauf abgeschlossen ist, ist unverantwortlich, unserer Meinung nach nicht einmal gesetzeskonform. Dass die Unterlagen fix und fertig erstellt, teilweise sogar schon verschickt sind, sei nur am Rande erwähnt. Und dass die Testungen mit Papier und Bleistift durchgeführt werden, ein unmittelbares Datenleck also überhaupt nicht entstehen kann, ebenfalls.

 

   Ihre Vorgangsweise in dieser Thematik unterstützt diejenigen, die an der Verlässlichkeit des Bildungssystems zweifeln, in ihrer Skepsis. Schule kann nur gut funktionieren, wenn es klare Vorgaben gibt, die für alle Beteiligten im System transparent sind, und alle auf die Einhaltung dieser Vorgaben vertrauen können.

 

   Erklären Sie konkret, warum Österreich an den Testungen zu PISA vorläufig nicht teilnimmt! Der Dachverband der AHS-Direktoren steht den PISA-Testungen durchaus kritisch gegenüber. Sie messen in weiten Bereichen etwas anderes als das, was den Schulen über Unterrichtsprinzipien und Schwerpunkte seit Jahren angeordnet wird. Wir erinnern daran, dass Lehrplanveränderungen und Stundenkürzungen seit vielen Jahren in erster Linie jene Fächer betreffen (Deutsch, Mathematik, naturwissenschaftliche Fächer), die dann bei PISA getestet werden. Eine grundsätzliche Diskussion darüber würden wir sogar begrüßen. Die Absage mit der Begründung des Datenlecks macht Österreich allerdings international lächerlich. Es ist befremdlich, dass die Schließung dieses Datenlecks durch Experten nicht in kürzester Zeit möglich ist.

 

   Wilhelm Zillner ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der AHS-Direktoren

 

 

 

"Österreich" vom 01.04.2014                                  Seite 21

Ressort: Wirtschaft

 

Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg

 

Wirtschaftskammer will Matura mit Lehre

 

Wien. Die Lehre mit Matura gibt es schon -nun soll auch die Matura mit Lehre kommen. Maturanten sollen in der 7. oder 8. Klasse als Wahlfach die Theorie absolvieren und nach der Matura in einem "Intensivjahr" den Lehrabschluss machen können, so Wirtschaftskammer-Chef Leitl.

 

 

"Kronen Zeitung" vom 01.04.2014                            Seite: 6

Ressort: Wirtschaft

 

Wi, Abend, Bgld, Ktn, Wi, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi, Morgen

 

Mehr Chancen für Berufseinstieg Jugendlicher

 

Leitl will Lehrlinge mit Matura

 

   Wien. - "Unser duales Ausbildungssystem ist ein Welterfolg", rühmt WKÖ-Präsident Leitl. Aber man könnte es noch verbessern: Künftig sollten Maturanten binnen eines Jahres eine komplette Lehre abschließen können. "Mit 19 soll man beides haben können, eine allgemeine Ausbildung und eine abgeschlossene Berufsausbildung." Bei uns haben 1,4% der Lehrlinge Matura, in Deutschland sind es 25%.

 

 

"Oberösterreichische Nachrichten" vom 01.04.2014             Seite: 9

Ressort: Wirtschaft

 

 

Matura mit Lehre und im Eiltempo

 

   WIEN. Seit 2009 können sich Lehrlinge parallel zur Berufsausbildung auch auf die Matura vorbereiten und diese absolvieren. Nun soll im Gegenzug Maturanten ein rascher Lehrabschluss ermöglicht werden.

 

   Zumindest fordert das die Wirtschaftskammer und sieht es, wie Präsident Christoph Leitl (VP) am Montag formulierte, als "kleine Revolution". Schon in der 7. und 8. Klasse sollen sich demnach Oberstufenschüler in einem Wahlfach auf einen Lehrberuf vorbereiten können, der Lehrabschluss könnte nach einem "Intensivjahr" bereits zwölf Monate nach der Reifeprüfung erfolgen, so Leitl. Das Modell soll auch Studienabbrechern eine schnelle Berufsausbildung ermöglichen. Die Gewerkschaftsjugend zeigte sich skeptisch über die "Expresslehre". (jabü)

 

 

"Kurier" vom 01.04.2014                                   Seite: 11

Ressort: Wirtschaft

 

Wi, Abend, Länder, Morgen

 

Wirtschaftskammer schlägt Matura mit Lehre vor

 

   Sozialprestige. Künftig soll es für Maturanten die Möglichkeit geben, in der 7. oder 8. Klasse als Wahlfach die theoretischen Grundlagen für eine Lehrausbildung zu erwerben. Danach könnte man ein "Intensivjahr" anschließen, das mit der Lehrabschlussprüfung endet. Dies fordert Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl. "Wir haben noch immer einen starken Restbestand an Imageproblemen bei der Lehre, die sich mit Sozialprestige verbinden." Die Möglichkeit, mit 19 Jahren beide Abschlüsse zu haben, würde er als "kleine Revolution" empfinden. Denn bisher benötigen Maturanten zwei Jahre Lehrausbildung.

 

   Das Modell Lehre mit Matura ist laut Leitl bereits erfolgreich. Zehn Prozent der Lehrlinge nutzen diese Kombi. Darüber hinaus soll eine Meisterprüfung den Zugang zur Fachhochschule eröffnen. Die Kammer startet zudem mit Berufsakademien, die Lehrabsolventen mit Berufserfahrung den Zugang zu einer Ausbildung auf akademischem Niveau eröffnet.

 

 

"Die Presse" vom 01.04.2014                                Seite: 7

Ressort: Inland

 

Österreich, Abend, Österreich, Morgen

 

Nachrichten

 

Wirtschaftskammer will Matura mit Lehre

 

   Die Wirtschaftskammer wünscht sich die Matura mit Lehre: AHS-Schüler sollten am Ende ihrer Schullaufbahn damit nicht nur die Matura in der Tasche haben, sondern auch einen Lehrabschluss. Dazu sollten die Schüler in der 7. oder 8. Klasse zunächst als Wahlfach die theoretischen Grundlagen für die Lehre erwerben, um dann nach der Matura in einem Intensivjahr zur Lehrabschlussprüfung zu kommen. Die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) übt am Vorschlag Kritik: Es sei "verantwortungslos, den Maturanten einzureden, dass ein Lehrabschluss eine leicht zu holende Zusatzqualifikation ist".

 

 

"Kleine Zeitung" vom 01.04.2014                             Seite: 32

Ressort: Wirtschaft

 

Kärnten

 

Matura mit Lehre soll kommen

 

Kammer-Präsident Leitl fordert Lehrabschluss für Maturanten nach einem Jahr.

 

   Die Lehre mit Matura ist bereits voll anerkannt und wird immer besser angenommen. Zehn Prozent der Lehrlinge nutzen bereits diese Kombination. Waren es in Kärnten im Jahr 2010 noch 735 „Maturanten-Lehrverträge“, so waren es Ende 2013 schon 806.

 

   Doch da ist immer noch das Imageproblem des Lehrlings. Immer noch sagen viele Eltern: „Wenn das Nachbarskind in eine höhere Schule geht, soll auch unser Kind in eine höhere Schule gehen – es ist ja nicht blöder.“ Und die Lehrlingszahlen sinken und sinken.

 

   Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl plädiert nun für eine Systemänderung. Er fordert neben der „Lehre mit Matura“ die „Matura mit Lehre“. Für Maturanten soll es künftig die Möglichkeit geben, in der 7. und 8. Klasse zunächst als Wahlfach die theoretischen Grundlagen für den Lehrberuf zu erwerben und dann nach der Reifeprüfung in einem „Intensivjahr“ zur Lehrabschlussprüfung zu kommen.

 

   Derzeit wird Maturanten für die Lehrabschlussprüfung nur ein Jahr Ausbildungszeit angerechnet. Sie brauchen daher noch einmal zwei ganze Jahre bis zum Lehrabschluss. „Da überlege ich dann aber schon, ob ich in der gleichen Zeit nicht fast schon einen Bachelor habe“, sagt Leitl.

 

   Kärntens Landesschulratspräsident Rudi Altersberger kann der Idee vieles abgewinnen. Er räumt allerdings ein: „Am BORG Althofen wurde so etwas in Kooperation mit der Firma Flextronics schon einmal angeboten und es gab eine sehr schlechte Nachfrage.“ Warum? Altersberger mutmaßt: „Nach der Matura will niemand mehr pauken. Und die Burschen gehen zum Militär.“ Altersberger ist also für eine Lehrabschlussprüfung vor der Matura. Und er hält die Leitl-Idee nur an großen Schulen für umsetzbar, an sehr großen.

 

   200 Lehrberufe gibt es in Österreich, in Kärnten werden 170 davon gelehrt. Wie die Maturanten-Lehre für all diese Berufe aussehen soll, kann sich noch niemand vorstellen.

 

   Fix ist: „Wir müssen unsere alten Rollenbilder über Bord werfen. Die demografische Entwicklung verlangt nach neuen Zielgruppen für Lehrberufe“, sagt Benno Tosoni, Leiter der Lehrlingsstelle in der Kärntner Wirtschaftskammer.

 

   EVA GABRIEL

 

 

"Kleine Zeitung" vom 01.04.2014                             Seite: 28

Ressort: Wirtschaft

 

MARKUS ZOTTLER

 

Steiermark

 

KOMMENTAR

 

Radikal Gutes

 

   Beinahe jeder vierte neue Azubi hat in Deutschland Abitur. Ins österreichische Vokabular übersetzt, startet in Deutschland also jeder vierte Lehrling seine Lehrzeit mit der Matura im Gepäck. Auch wenn sich die deutschen Abiturienten auf einige wenige Ausbildungsberufe konzentrieren und die Zulassungsbeschränkung Numerus clausus viele Schulabgänger von ihrem Wunschstudium abhält: In Österreich sind derlei Zahlen undenkbar. Erst langsam entdecken Maturanten die Attraktivität einer Lehre (siehe Seiten 30/31), den Mangel an heimischen Fachkräften kann man so freilich vorerst nicht wettmachen. Noch immer gilt die Lehre gesellschaftlich als zu wenig erstrebenswert. Maturanten jetzt einzureden, dass ein Lehrabschluss eine leicht zu holende, einjährige Zusatzqualifikation ist (Copyright Christoph Leitl), ist ein radikaler Vorschlag. Der dem Image der Lehre (als Expressgut) zusätzlich schaden kann.

 

   Trotzdem hat die Idee viel Potenzial und in ihrer Radikalität Unterstützenswertes. Die Politik der kleinen (Aufklärungs-)Schritte geht man ohnehin schon zu lange.

 

   Sie erreichen den Autor unter markus.zottler@kleinezeitung.at

 

 

Wiener Zeitung – 1. April 2014

 

Bildungssystem

Nach Lehre mit Matura jetzt Matura mit Lehre

 

 

 

 

 

 

 

Von Wolfgang Zaunbauer

 

·         Die Bildungsvisionen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl: Mehr Individualisierung und attraktivere Lehre.

 

 

Wien. Seine große Schulliebe war die deutsche Literatur. Doch anstatt sich ausgiebig in Goethe und Schiller zu vertiefen, "musste ich 90 Prozent meiner Energie auf die Angstfächer Mathematik, Physik und Latein verwenden". Dieses Schicksal - was man gerne und gut macht zu vernachlässigen, um sich völlig auf das zu konzentrieren, was einen nicht besonders interessiert und einem nicht sonderlich liegt - will Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl den zukünftigen Schülern ersparen. Der seit Samstag 65-Jährige fordert mehr Individualisierung des Unterrichts - und hat auch sonst einige Bildungs-Ideen auf Lager.

Leitl fordert "ein System, das Talentreserven hebt", wie er am Montag vor Journalisten erklärte. Die Lehrpläne würden von allen Schülern das selbe Niveau verlangen. "Wo Probleme da sind, reitet man darauf herum. Wo mehr Talent ist, liegt es brach." Stattdessen soll im Zuge einer Individualisierung des Unterrichts von einem Schüler in besseren Fächern mehr, in schwächeren Fächern weniger verlangt werden. Wobei natürlich am Ende der Schulpflicht sichergestellt werden müsse, dass gewisse Mindeststandards erreicht seien. Das Alter soll dabei jedoch nicht eine starre Grenze bilden: "Zur Not dauert es dann halt ein Jahr länger."

Nicht einfach "schulscheu"
Gleichzeitig braucht es aus Sicht des WKO-Präsidenten aber auch eine verpflichtende Potenzialanalyse aller Schüler. Mit ihr soll letztlich festgestellt werden, wo die Begabungen der jungen Leute sind. Ziel soll sein, dass jeder 19-Jährige entweder einen Schul- oder einen Berufsabschluss hat. Gerade jene 8000 Jungen, die jedes Jahr ohne Schul- oder Lehrabschluss abbrechen - "gesellschaftlicher Sprengstoff" -, seien keineswegs einfach "schulscheu", sondern oft durchaus talentiert. Aber das Talent wird oft einfach nicht erkannt.

Für Leitl, einen bekennenden Fan des dualen Bildungssystems, geht es aber nicht nur um Schul- oder Berufsabschluss, sondern immer mehr um Berufs- und Schulabschluss. Nachdem in den letzten Jahren die Bemühungen im Bereich "Lehre mit Matura" intensiviert wurden, will Leitl künftig auch den anderen Weg gehen: "Matura mit Lehre." Nach abgeschlossener AHS-Matura soll es möglich sein, innerhalb eines Jahres (statt bisher in zwei) einen Lehrabschluss nachzuholen.

Kritikern - am Montag sprach sich etwa die Gewerkschaftsjugend gegen eine solche "Expresslehre" aus - hält Leitl entgegen, dass etwa im Strafvollzug einjährige Lehren durchaus gängig sind.

 

 

 

Heute - 1. April 2014

 

Junge Stimmen

Karmasin will "Politik" als Pflichtfach in der Schule

 

Flächendeckende Einführung des Fachs "Politische Bildung" ab der fünften Schulstufe: Das forderte Familienministerin Sophie Karmasin am Montag bei der Präsentation einer gemeinsamen Kampagne mit der Bundesjugendvertretung (BJV) zur EU-Wahl.

+++ Gratis-Nachhilfe soll vorerst in Volksschulen starten +++

Unter dem Motto "junge.stimmen.für.europa" sollen Jungwähler zur Teilnahme an der Wahl motiviert werden. Junge würden sich einbringen wollen, allerdings fehle es oft an Wissen, so Karmasin. BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik ergänzte, dass es mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre alleine nicht getan sei. Infos: jungestimmen.eu.

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Freitag, 28. März 2014

2014.03.28: Bildung

OTS0217 II, CI 28.03.2014 15:08:05

 

Junge ÖVP: PISA-Absage weiter unverständlich

Utl.: Daten sicher genug für Zentralmatura, aber zu unsicher für Bildungstestung?

ÖVP/Bildung/Schule/PISA/BIFIE/El Habbassi/Thauerböck

Anlässlich der heute bekannt gegebenen Durchführbarkeit der Zentralmatura hält die Junge ÖVP fest: "Die PISA-Absage bleibt unverständlich. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das BIFIE zwar die wichtigste Prüfung im Leben eines Schülers durchführen kann, die Bildungstestungen jedoch 'aus Sicherheitsgründen' nicht. Der Eindruck, dass hier eine Durchführung der Testung verhindert werden soll, bleibt bestehen", halten der JVP- Nationalratsabgeordnete Asdin El Habbassi und Dominik Thauerböck, Generalsekretär der Jungen ÖVP, unisono fest. ****

Trotz der schiefen Optik bezüglich der Datensicherheit wurde damit endlich Klarheit beim Thema Zentralmatura geschaffen: "Es war längst überfällig, dass es für die von der Zentralmatura betroffenen Schülerinnen und Schüler jetzt endlich Gewissheit über die Art ihrer bevorstehenden Abschlussprüfung gibt. Gleichzeitig muss auch die begleitende Evaluierung der Zentralmatura sichergestellt werden. Hier darf es zu keinen weiteren Fehlern seitens des Unterrichtsministeriums kommen", zeigen sich beide abschließend überzeugt.

Rückfragehinweis: Junge ÖVP, Stephan Mlczoch, Mobil: 0664 859 29 33 Stephan.Mlczoch@junge.oevp.at Internet: http://junge.oevp.at http://facebook.com/jungeoevp

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/165/aom

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APA0424 II, XI 28.03.2014 15:19:23

 

Gratis-Nachhilfe - Bildungsforscher: "Nur Oberflächenreparatur"

Utl.: Hopmann: "Wie eine Autowerkstatt, die eine Nachreparatur anbietet"

Schule/Öffentliche Finanzen/Politische Bewegungen/SPÖ/Wien

Die von der Wiener SPÖ angekündigte Gratis-Nachhilfe für Pflichtschüler ist für Bildungsforscher Stefan Hopmann (Uni Wien) "ein bisschen wie eine Autowerkstatt, die eine Nachreparatur anbietet". Das Angebot der Stadt sei besser, als für Lernschwache nichts zu tun, bleibe aber "nur Oberflächenreparatur". Eigentlich nötig wären mehr Ressourcen für differenzierten Unterricht und den Schulalltag.

Hopmann sieht im Gespräch mit der APA die Gefahr, dass das geplante Modell durch den Gießkannen-Effekt nur zu einer wachsenden Kluft zwischen sozial starken und schwachen Schülern führt. "Würden wir dort Ganztagsschulen mit dem richtigen Personal machen, wäre das viel besser. So entlasten wir nur einige Mittelschichtfamilien von Nachhilfekosten." Hopmann plädiert für gezielte Interventionsprogramme für Schüler, die aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen mehr Hilfe brauchen, und zwar am besten in enger Koordination mit der Schule.

Die Tatsache, dass Schüler Nachhilfe benötigen, ist laut dem Bildungsforscher per se noch kein Beleg dafür, dass die Schule versagt. Dafür habe diese viel zu wenig Einfluss auf die Leistung. Die Nachhilfe zeige vielmehr, dass jene Eltern, die dies können, in bessere Bildung ihrer Kinder investieren.

Den Bedarf nach dieser Maßnahme darauf zurückzuführen, dass es in Österreich keine Gesamt- bzw. Ganztagsschule gibt, nannte er im APA-Gespräch "dummes Zeug": Auch in Ländern mit solchen Schulsystemen existiere "Shadow Education", teilweise gebe es in Gesamtschulländern sogar mehr Nachhilfe als in Österreich. Man könne nicht verhindern, dass manche Schüler Nachhilfe brauchen. Man solle aber die öffentlichen Gelder auf jene konzentrieren, die von der Familie nicht gefördert werden können.

(schluss) jle;aku;ham

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2014.03.28: Bildung

OTS0190 II 28.03.2014 13:25:08

 

Grossmann erfreut über planmäßiges Stattfinden der Neuen Matura

Utl.: Bildungsministerin Heinisch-Hosek geht mit gutem Beispiel voran und sorgt für volle Datensicherheit

SPÖ/Grossmann/Bildung/Matura/Datenschutzrat/Heinisch-Hosek

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann begrüßt die verantwortungsvolle und konsequente Vorgangsweise von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Sachen Datensicherheit. "Die Datensicherheit für die neue Matura ist vom TÜV im Auftrag der Bildungsministerin intensiv überprüft worden. Die Experten sind zu dem erfreulichen Schluss gekommen, dass kein erhöhtes Sicherheitsrisiko mehr besteht und die neue Matura an den Schulversuchsstandorten daher wie geplant durchgeführt werden kann. Ministerin Heinisch-Hosek ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen und hat alles getan, damit die heiklen und sensiblen Daten von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern künftig sicher sind", betonte Grossmann heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Grossmann schließt sich zudem der Empfehlung des österreichischen Datenschutzrates an, demzufolge die unzulässige Veröffentlichung der BIFIE-Daten für alle Ressorts ein Anlass sein könnte, die Datensicherheit gründlich zu überprüfen und dem Datenschutzrat bzw. dem Parlament Berichte dazu vorzulegen.

Abschließend zeigt sich Grossmann darüber erfreut, dass es für die kommenden Maturantinnen und Maturanten jetzt Klarheit gibt und die neue Matura an rund 400 Schulen im Schulversuch wie geplant abgehalten werden kann. (Schluss) mb/sl/mp

Rückfragehinweis:
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OTS0186 II 28.03.2014 13:13:32

 

Heinisch-Hosek: "Neue Matura kann wie geplant durch BIFIE durchgeführt werden"

Utl.: Laut TÜV Austria kein erhöhtes Sicherheitsrisiko - Umfassende Überprüfung des BIFIE durch TÜV folgt

SPÖ/Heinisch-Hosek/Schule/Bildung/Matura/BIFIE

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat heute, Freitag, gemeinsam mit Harald Montenegro vom TÜV Austria über das Ergebnis der Datensicherheitsüberprüfung hinsichtlich der neuen Matura informiert. "Die neue Matura an den Schulversuchsschulen kann wie geplant durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung durchgeführt werden. Das Fazit der Experten ist, dass es zu diesem Zeitpunkt kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die neue Matura gibt", betonte die Ministerin. Es seien Sicherheitsmängel festgestellt worden, die jedoch durch das BIFIE umgehend behoben wurden. ****

Die Ministerin gab bei der Pressekonferenz auch bekannt, dass der TÜV Austria eine umfassende Überprüfung der gesamten Datensicherheit des BIFIE durchführen wird, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Bis dahin könne es aus Datensicherheitsgründen keinerlei Testungen geben. Mit dem TÜV Austria habe man einen kompetenten Partner auf der Seite, der nach intensiver Prüfung zum Schluss gekommen ist, dass die Schulversuchsmatura an den fast 400 Standorten wie geplant durchgeführt werden kann. Die SchülerInnen können die neue Matura also in jener Form ablegen, die sie trainiert haben, sagte Heinisch-Hosek.

Der TÜV Austria werde nun eine umfassende Prüfung aller Prozesse, der Abläufe und der Datensicherheit des BIFIE vornehmen. Bis Mai werde dazu "ein gemeinsamer Masterplan erarbeitet, in dem der genaue Umfang der Prüfung, die nächsten Schritte und der genaue Prüfungsablauf festgelegt werden. Zuerst werden die Abläufe in der Organisation sowie die Entscheidungsstrukturen und die Arbeitsprozesse durchgeprüft, danach die Datensicherheit", erklärte Heinisch-Hosek.

Bis zum Abschluss dieser umfassenden Überprüfung (vermutlich Ende 2014) werde es wegen der Datenschutzbedenken keine Testungen geben. Konkret könnten die für heuer geplanten Feldtestungen für PISA nicht erfolgen, daher könne auch PISA 2015 nicht stattfinden. Die Überprüfung der Bildungsstandards (nächstes Jahr Deutsch vierte, übernächstes Jahr Deutsch achte Schulstufe) findet statt, ergänzte die Ministerin, die betonte, dass sie gemeinsam mit dem TÜV daran arbeitet, dass die Daten der SchülerInnen jetzt und in Zukunft sicher sind. (Schluss) mb/ah

Rückfragehinweis:
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OTS0185 II, XI 28.03.2014 13:08:58

 

Jank: Endlich Entscheidung zu Zentralmatura- Begleitende Evaluierung sicherstellen

Utl.: ÖVP-Bildungssprecherin: Kritik am Aussetzen von PISA

Parlament/ÖVP/Zentralmatura/Heinisch-Hosek/Jank

ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank begrüßte heute, Freitag, die Entscheidung zum Stattfinden der Zentralmatura. "Es hat lange gedauert, aber es ist gut, dass endlich eine Entscheidung gefallen ist", sagte Jank zu den Aussagen von Bildungsministerin Heinisch-Hosek. "Mit der Zentralmatura kommt es zu einer besseren Vergleichbarkeit der Leistungen der Maturantinnen und Maturanten", so Jank, die als nächsten Schritt hier eine Internationalisierung im Bildungssystem als wichtig erachtet. Notwendig sei auch, eine begleitende Evaluierung der Zentralmatura sicherzustellen.

Es müsse zur Kenntnis genommen werden, dass der beauftragte TÜV die Sicherheit im Datenaustausch nicht als vollständig gegeben einstuft und noch weitere Prüfungen als notwendig erachtet. Allerdings ist für die ÖVP-Bildungssprecherin unverständlich, warum es keine Prüfung von Alternativen für eine PISA-Feldtestung (Programme for International Student Assessment) gibt. "Für ein hochtechnisiertes Land wie Österreich muss der Ausfall eines Anbieters doch nicht zur Absage des Gesamtprojekts führen", meint Jank. "Durch die Absage der Testungen werden Testreihen unterbrochen, eine stimmige Weiterführung ausgeschlossen und die Vergleichbarkeit ist nicht mehr gegeben", schloss die ÖVP-Abgeordnete. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at


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APA0309 II, XI 28.03.2014 13:29:48

 

Gratis-Nachhilfe - Expertin: Auslagern von Förderung "Armutszeugnis"

Utl.: Koenne: Aber positiv, dass öffentliche Hand sich für Unterstützung von Kindern mit Lernschwierigkeiten verantwortlich fühlt - Geld besser für Ausbau von Ganztagsschulen einsetzen

Schule/Öffentliche Finanzen/Unterstufe/SPÖ/Österreich

Lob mit Einschränkungen gibt es von Bildungsexpertin Christa Koenne für die angekündigte Gratis-Nachhilfe an Wiener Pflichtschulen ab Herbst. Es sei positiv, dass die öffentliche Hand sich dafür verantwortlich fühle, Kinder bei Lernschwierigkeiten zu unterstützen. "Aber das auszulagern und zu sagen: 'Wir brauchen eine Nachhilfe jenseits des organisierten Bildungssystems', ist ein Armutszeugnis."

Innerhalb der schulpflichtigen Zeit sei die Förderung von Kindern mit Lernproblemen die Aufgabe der Schule, betont die ehemalige AHS-Direktorin, die sich auch beim Bildungsvolksbegehren engagiert hat, im APA-Gespräch. "Wenn ich Kinder pflichtig mache, habe ich als öffentliche Hand die Verantwortung dafür, dass sie dieser Pflicht nachkommen können und muss sie dabei unterstützen." In gut funktionierenden Schulsystemen würden die Schulen diese Aufgabe auch selbst übernehmen, dort gebe es eine klarere Trennung zwischen den Aufgaben von Schule und Familie.

Es sei zwar gut, dass Wien nun diese Förderung selbst anbiete und nicht mehr auslagere an Nachhilfeinstitute oder Lehrer, die am Nachmittag im "Pfusch" Förderunterricht geben. "Aber das Geld könnte man an den Schulen selber brauchen. Man müsste sie zu Ganztagsschulen ausbauen, die die Aufgabe haben, Kinder bei Lernschwächen zu unterstützen."

(schluss) jle;aku;ban

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2014.03.28: Bildung

Mittagsjournal, 28.3.2014

 

Heinisch: Zentralmatura kommt wie geplant

Helga Lazar

Die Zentralmatura an den Schulversuchsschulen könne wie geplant durchgeführt werden, hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) heute bekannt gegeben. Die Sicherheitsprüfung beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) zur Zentralmatura ist positiv ausgefallen.

Kein Sicherheitsrisiko mehr

Eltern, Schüler und Lehrer können aufatmen: Bildungsministerin Gabriele Heinisch Hosek hat heute entschieden: "Die neue Matura an den Schulversuchsschulen kann wie geplant durch das BIFIE durchgeführt werden. Das heißt, keine Lehrerin, kein Lehrer muss sich die Beispiel selbst suchen, es wird auch keine Ersatzpakete geben müssen. Und die Schülerinnen und Schüler können wie geplant was sie trainiert haben, nämlich diese neue Art der Matura, durchführen."

Bei dieser Prüfung durch den TÜV seien tatsächlich Sicherheitsmängel zum Vorschein gekommen, die umgehend behoben worden seien, so Heinisch-Hosek. Jetzt gebe es laut Experten kein erhöhtes Sicherheitsrisiko in diesem Bereich mehr.

Prüfung auch fürs Management

Ein Ergebnis dieser Prüfung war aber auch, dass hinsichtlich der Datensicherheit und auch anderer Prozesse und Abläufe im BIFIE ein grundsätzlicher Handlungsbedarf bestehe. Nun werde es eine entsprechende Prüfung geben, kündigt die Bildungsministerin an. PISA und Bildungsstandards bleiben deshalb weiter ausgesetzt. Auch das kritisierte Management werde einer Prüfung unterzogen, ob Managementfehler gemacht wurden, so Heinisch-Hosek. Etwaige Schlüsse darauf wolle sie aber nicht vorwegnehmen.

Die Kritik, dass seitens des Unterrichtsministeriums aus Spargründen eine frühere Datensicherheitsprüfung abgelehnt wurde, entspreche nicht der Wahrheit, so die Ministerin: "Der Aufsichtsrat hat einstimmig vier Tage, bevor die Tageszeitung 'Die Presse' diese Geschichte herausgebracht hat, am 21.2., das BIFIE ermächtigt, dem TÜV einem Angebot näher zu treten." Dazu kam es dann durch das Auftauchen des Datenlecks dann allerdings nicht mehr.

 

Mittagsjournal, 28.3.2014

 

Zentralmatura: Beifall gepaart mit Unverständnis

Klaus Webhofer

Schüler und Lehrer begrüßen die nun getroffene Entscheidung der Ministerin, mit den Schulversuchen zur Zentralmatura weiter zu machen. Allerdings: Warum dafür das Bifie sicher genug sein soll, für Bildungstests aber nicht, sorgt für Kopfschütteln.

 

 

ORF – 28. März 2014

Zentralklausuren ja, Schulvergleich nein

„Die neue Matura an den Schulversuchsschulen kann wie geplant durch das BIFIE durchgeführt werden“, hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Freitag bekanntgegeben. Die von ihr in Auftrag gegebene Sicherheitsprüfung beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) zur Zentralmatura sei positiv ausgefallen, trotz des „Datenlecks“ bei Schülertestungen.

Besagtes „Datenleck“ war für Heinisch-Hosek der Grund, zumindest für heuer aus allen Bildungsvergleichen vom internationalen PISA-Test abwärts auszusteigen. Im Hinblick auf das Wunschprojekt Zentralmatura hatte sie eine Untersuchung angeordnet, ob die österreichweit einheitlichen, vom BIFIE vorgegebenen Beispielaufgaben auch sicher sind. Diese nun abgeschlossene Untersuchung habe gezeigt, dass es kein erhöhtes Sicherheitsrisiko gebe, sagte Harald Montenegro vom TÜV bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

„Best Practice“

Beim BIFIE seien sehr viele „Best-Practice-Sicherheitsmaßnahmen“ vorhanden, man habe aber auch gewisse Risiken entdeckt, so Montenegro. Diese seien allerdings unmittelbar geschlossen worden beziehungsweise passiere das gerade. Als nächster Schritt wollen Ministerium und BIFIE einen „Masterplan“ für die Überprüfung der Datensicherheit des BIFIE erstellen. Die Ministerin hatte zuletzt gesagt, man werde zumindest bis Jahresende brauchen, um genügend Datensicherheit für Bildungsvergleiche gewährleisten zu können.

An rund 400 Schulen werden bereits im Schulversuch zentral vorgegebene Klausuren eingesetzt. Die Vorbereitung auf die neue Reifeprüfung kann nun wie geplant weitergehen. Die ÖVP-nahe Schülerunion zeigte sich in einer Aussendung erfreut, dass die heuer teilzentral Maturierenden nun endlich „beruhigt in die nächsten Wochen blicken können“. Wichtig sei, dass „der wahrlich holprige Weg zur neuen Matura endlich endet. Es ist fünf vor zwölf, jetzt muss alles klappen.“

Schüler wundern sich

Durch OECD-Zugeständnisse wären sieben Monate Zeit zur Schließung aller Datenlecks und die Teilnahme an PISA zur Verfügung gestanden, erinnerte die Schülerunion. „Die Überprüfung der Datensicherheit der Zentralmatura hat wenige Wochen gedauert, für PISA reichen über sieben Monate nicht. Leider fürchtet sich wohl die neue Ministerin vor den Auswirkungen der gescheiterten Reformen mit der Neuen Mittelschule“, so die Schülerunion. Österreich blamiere sich international und versage sich selbst „wichtige Erkenntnisse aus den Testungen“.

Auch der grüne Bildungssprecher Harald Walser sah im nunmehrigen grünen Licht für die Zentralmatura nur den Beleg, dass „die Panikmache um die angebliche Datenunsicherheit im BIFIE nur ein kostspieliges Schattenboxen der Ministerin“ gewesen sei. Es gebe „nach wie vor kein Anzeichen für ein Datenleck“, so Walser. Tatsächlich waren die Daten offenbar nicht über das BIFIE, sondern vermutlich über einen Subunternehmer an die Öffentlichkeit gelangt.

„Ministerium würde in TÜV-Test durchfallen“

Heinisch-Hosek solle „die Karten auf den Tisch legen und ihre wahren Beweggründe für den Teststopp nennen“, forderte Walser. Offenbar müssten „nicht die BIFIE-Server überprüft werden, sondern vielmehr die Vorgangsweise der Ministerin. Aber ich fürchte, das Bildungsministerium würde derzeit in einem TÜV-Test durchfallen.“ Der im Bundeskanzleramt angesiedelte Datenschutzrat bescheinigte Heinisch-Hosek am Freitag, mit dem Teststopp richtig gehandelt zu haben, traf jedoch über die Zentralmatura keine Aussage.

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

2014.03.28: Bildung

APA0234 II, XI 28.03.2014 12:06:53

 

Gratis-Nachhilfe für Wiener Pflichtschüler: Opposition skeptisch

Utl.: ÖVP, FPÖ und Team Stronach sehen Beleg für Scheitern der roten Bildungspolitik - Pflichtschul-Elternverband erfreut

Unterstufe/Lehren und Lernen/Öffentliche Finanzen/Wien

Die SPÖ-Ankündigung der Gratis-Nachhilfe für Wiener Pflichtschüler hat bei der Opposition alles andere als Beifallsstürme ausgelöst. FPÖ und ÖVP orteten einen Beleg für das Eingeständnis des Scheiterns der roten Bildungspolitik. Der Pflichtschul-Elternverband freute sich am Freitag indes über die Maßnahme.

Der kostenlose Zusatzunterricht sei "ein Eingeständnis für das völlige Scheitern der roten Bildungspolitik", so die Interpretation von Wiens blauem Klubchef Johann Gudenus. Denn "sozialistische Bildungsexperimente" à la Gesamtschule hätten zu einem Niveauverlust und damit auch zu einem massiven Bildungsrückgang geführt. Mit der Gratis-Nachhilfe betreibe man Symptombekämpfung statt Ursachenbeseitigung.

"Vorsichtig optimistisch" zeigte sich die Wiener ÖVP-Bildungssprecherin Isabella Leeb: "Uns ist jedes Mittel Recht, das hilft, die teils katastrophalen Bildungskarrieren der Wiener Schüler zu verbessern." Man werde die Frage der Finanzierung aber genau beobachten: "Sicher ist, dass die Kosten für die jahrzehntelangen Versäumnisse der SPÖ im Bildungsbereich von den Steuerzahlern selbst zu tragen sein werden", kritisierte Leeb.

Das Team Stronach ortete ebenfalls ein Eingeständnis der SPÖ, dass die rote Bildungspolitik gescheitert sei. Nachhilfe ersetze keinen vernünftigen Schulunterricht.

Freude hingegen herrscht beim Wiener Pflichtschul-Elternverband. "Die Initiative der Stadtregierung ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer Schule die sich an den Bedürfnissen der Schüler orientiert und sich bemüht, unterschiedliche soziale Voraussetzungen auszugleichen", so Verbandsvorsitzender Martin Spitzl. Man wolle an der Detailplanung mitwirken, hofft er auf eine entsprechende Einladung der Stadt.

(schluss) rie;wak;ban

OTS0145 II 28.03.2014 12:01:34

 

NEOS: Bildung braucht grundlegende Reform anstatt Gratis-Nachhilfe für Wien

Utl.: Beate Meinl-Reisinger kritisiert Verschleierung des Bildungsnotstands in Wien

Innenpolitik/NEOS/Bildung/Nachhilfe

Die Initiative der Wiener SPÖ zur Finanzierung von Nachhilfestunden für alle Pflichtschüler_innen geht für Beate Meinl-Reisinger, Landessprecherin von NEOS Wien, an den eigentlichen Problemen im Bildungsbereich vorbei. Grundsätzlich sei es die Aufgabe der Schule, die Schüler_innen im Regelunterricht auf einen erfolgreichen Abschluss vorzubereiten. "Das österreichische Schulsystem krankt an allen Stellen. Wir schaffen es nicht, alle Kinder entsprechend am Weg mitzunehmen. Was macht man nun? Man klebt Pflaster auf die Wunden anstatt sich um das eigentliche Problem zu kümmern", zeigt sich Meinl-Reisinger verärgert. Anstatt echte Reformen im Pflichtschulsystem anzugehen, etwa durch autonome Schulen, echte freie Schulwahl und einer Mittleren Reife für alle Kinder, werden durch diese Finanzhilfe nur die Systemfehler im Bildungsbereich kaschiert.

"Die Wiener SPÖ hat gut erkannt, dass sie im Bildungsbereich in der Stadt gelinde gesagt versagt. Die Gratis-Nachhilfe in Wien mag zwar gut gemeint sein, bekämpft aber nur das Symptom. Wenn eine Ampel defekt ist muss die Stadt ja auch die Ampel reparieren und nicht die Kosten der Blechschäden übernehmen", so Meinl-Reisinger weiter.

Durch die jahrzehntelange Bildungsblockade von SPÖ und ÖVP bleiben die Kinder und auch die Eltern auf der Strecke. Lernschschwache Schülerinnen und Schüler müssten in den Schulen gefördert und mitgenommen werden. "Bei allem guten Willen und Vorwahlkampf: Wenn sich Herr Oxonitsch auf den Bundeskoalitionspartner ausredet, ist das billig. Gerade bei den Pflichtschulen liegt die Kompetenz in den Ländern", so Meinl Reisinger abschließend.

Rückfragehinweis:
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OTS0114 II 28.03.2014 11:27:36

 

Walser: Erste Überprüfung der BIFIE-Server zeigt erwartetes Resultat

Utl.: Grüne wollen TÜV für das Bildungsministerium

Innenpolitik/Grüne/Walser/Bildung/Zentralmatura/BIFIE/Datenschutz

"Die Panikmache um die angebliche Datenunsicherheit im BIFIE war nur ein kostspieliges Schattenboxen der Ministerin und endete wie das Hornberger Schießen", kommentiert der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, die heutige Verlautbarung von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zur Durchführung der Zentralmatura und ergänzt: "Das war viel Lärm um nichts."

Die Überprüfung der Server durch TÜV-Austria hat das von Experten erwartete Resultat gebracht. "Ich bin für die betroffenen SchülerInnen und LehrerInnen erleichtert, dass wenigstens in Bezug auf die Zentralmatura alles wie vorgesehen läuft. Aber die wochenlange Verunsicherungsstrategie hat viel Schaden angerichtet", meint Walser.

Natürlich müsse für die größtmögliche Datensicherheit gesorgt werden. Es gäbe jedoch nach wie vor kein Anzeichen für ein Datenleck. "Die Ministerin soll die Karten auf den Tisch legen und ihre wahren Beweggründe für den Teststopp nennen", sagt Walser und ergänzt: "Nicht die BIFIE-Server müssten überprüft werden, sondern vielmehr die Vorgangsweise der Ministerin. Aber ich fürchte, das Bildungsministerium würde derzeit in einem TÜV-Test durchfallen".

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
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APA0187 II, XI 28.03.2014 11:25:07

 

Schülerdaten: Zentralmatura-Schulversuche finden wie geplant statt 1

Utl.: TÜV: Kein erhöhtes Sicherheitsrisiko - Viel Best Practice bei Bifie, aber auch Risiken

Schule/Datenschutz/Österreich

Die Sicherheitsprüfung beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) zur Zentralmatura ist positiv ausgefallen. "Die Neue Matura an den Schulversuchsschulen kann wie geplant durch das Bifie durchgeführt werden", hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Freitag bekannt gegeben. An rund 400 Schulen werden bereits im Schulversuch zentral vorgegebene Klausuren eingesetzt.

Heinisch-Hosek hatte nach dem Wirbel um ungeschützte Schülertest-Daten beim Bifie eine Untersuchung angeordnet, ob die österreichweit einheitlichen, vom Bifie vorgegebenen Beispielaufgaben auch sicher sind. Diese nun abgeschlossene Untersuchung habe gezeigt, dass es kein erhöhtes Sicherheitsrisiko gebe, erklärte Harald Montenegro vom TÜV bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Beim Bifie seien sehr viele Best-Practice-Sicherheitsmaßnahmen vorhanden, man habe aber auch gewisse Risiken entdeckt. Diese seien allerdings unmittelbar geschlossen worden bzw. passiere das gerade. Als nächster Schritt wird von Bildungsministerium und Bifie ein Masterplan für die Überprüfung der gesamten Datensicherheit des Bifie erstellt.

(fortsetzung) jle;aku;ban

OTS0110 II 28.03.2014 11:23:51

 

Schülerunion zeigt sich nach Zusage der Ministerin beruhigt

Utl.: Gaar: "Hoffentlich endet der holprige Weg der neuen Matura"

Bildung/Schule/Matura/Schülerunion/Heinisch-Hosek/Gaar

In der heutigen Pressekonferenz bestätigte Bildungsministerin Heinisch-Hosek die Durchführung der Matura in diesem Schuljahr. Rund einen Monat vor den ersten Terminen der schriftlichen Reifeprüfung können die diesjährigen Maturanten, die teilzentral maturieren, beruhigt in die nächsten Wochen blicken.

"Wichtig ist, dass jetzt die Sicherheit der Daten gewährleistet ist und der wahrlich holprige Weg zur neuen Matura endlich endet. Es ist fünf vor zwölf, jetzt muss alles klappen", zeigt sich Thomas Gaar, Bundesobmann der Schülerunion, über die Bekanntgabe erfreut.

Zwtl.: Beharren auf PISA-Stopp nicht nachvollziehbar

Weiterhin herrscht Unverständnis über die Absage der österreichischen Teilnahme beim PISA-Test. Die OECD hat die Frist für die PISA-Vortestungen sogar bis Oktober verlängert. Diese Zeit müsse reichen, um die Datensicherheit zu gewähren.

"Österreich blamiert sich auf internationalem Parkett. Im innerösterreichischen Vergleich könnten wichtige Erkenntnisse aus den Testungen gewonnen werden. Die Überprüfung der Datensicherheit der Zentralmatura hat wenige Wochen gedauert, für PISA reichen über sieben Monate nicht. Leider fürchtet sich wohl die neue Ministerin vor den Auswirkungen der gescheiterten Reformen mit der Neuen Mittelschule", so Gaar.

Foto zur honorarfreien Verwendungen: Thomas Gaar: http://public.ftp.schuelerunion.at/thomas_gaar.JPG

Rückfragehinweis:
Edin Kustura
Pressesprecher Schülerunion
edin.kustura@schuelerunion.at
0664 520 12 11


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945