Dienstag, 11. März 2014

2014.03.11: Bildung

 

APA0392 II, XI 11.03.2014 14:08:54

 

Schülerdaten - VP-Landesschulchef Enzenhofer: Entscheidung "verfrüht"

Utl.: PISA- und TIMSS-Ausfall koste internationale Reputation

Schule/Datenschutz/Oberösterreich

Für "verfrüht" hält der Sprecher der VP-Landesschulratspräsidenten, Fritz Enzenhofer (OÖ), die Absage der heurigen Bildungsstandard-Erhebungen. Das Aussetzen bei der PISA- und TIMSS-Studie würde zu einem Verlust an Reputation führen, so Enzenhofer zur APA.

Laut Enzenhofer wäre es durchaus möglich gewesen, die Bildungsstandard-Erhebungen zunächst durchzuführen. Die Tests würden ja mit Papier und Bleistift geschrieben. "Anschließend hätte man sie unter Verschluss halten und erst einspeisen können, wenn die Datensicherheit gegeben ist. Wenn ich das dann erst im November oder Dezember mache, wird halt die Auswertung um ein halbes Jahr verzögert. Und wenn die Sicherheitsprüfung negativ ausfällt, kann ich sie noch immer wegwerfen."

In Sachen PISA und TIMSS gehe er davon aus, dass mit der OECD Kontakt aufgenommen worden sei. "Ansonsten würde ich mir eine solche Entscheidung nicht anmaßen", so Enzenhofer. International verliere man enorm an Ansehen, wenn man nicht in der Lage sei, solche Studien durchzuführen. "Und natürlich wird es jetzt Stimmen geben, die sagen, dass wir das machen, weil die Ergebnisse nicht so gut ausgefallen sind."

"Ich bin kein Freund dauernder Erhebungen", meinte Enzenhofer. "Aber wenn ich datenbasierte Schulpolitik machen will, muss ich die Daten auch erheben." Keinesfalls dürfe man jetzt das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) als Sündenbock hinstellen. "Nach meinen Informationen hat das Bifie keinen Fehler gemacht."

(schluss) aku;jle;bei

APA0357 II, XI 11.03.2014 13:39:13

 

Schülerdaten - PISA-Stopp für FPÖ richtig, aber aus falschen Motiven

Utl.: Grüne: "Panikreaktionen"

Schule/Datenschutz/Österreich

Die FPÖ begrüßt die Absage der Teilnahme an der PISA- und TIMSS-Studie 2015. Einschränkung: "Was an sich richtig ist, geschieht bei Ministerin (Gabriele, Anm.) Heinisch-Hosek aber leider aus den falschen Motiven", so Bildungssprecher Walter Rosenkranz in einer Aussendung.

Als Grund für den Teststopp vermutet Rosenkranz nicht Datenschutzprobleme, sondern "leere Kassen". Die FPÖ fordere "statt PISA und Konsorten, die wirklich enorme Summen verschlingen und bisher in Österreich ohne Folgen geblieben seien, aussagekräftigere Längsschnittstudien".

Grünen-Bildungssprecher Harald Walser forderte Heinisch-Hosek zur Besonnenheit auf. "Im Ministerium gehen offenbar Panikreaktionen ab. Entweder es steht ein riesiger Skandal an, oder die Vorgangsweise ist einfach nicht nachvollziehbar", so Walser zur APA. Datensicherheitsprobleme habe es auf einem rumänischen Testserver gegeben. "Von einem Datenleck bei zentralen Aufgaben des Bifie kann bisher keine Rede sein." Er forderte die Ministerin auf, "zu kontinuierlicher Bildungspolitik zurückzukehren, die auch überprüft, wie es an unseren Schulen ausschaut". Ansonsten falle Österreich um Jahre zurück. Dass Sparmaßnahmen für den Teststopp verantwortlich seien, wolle er gar nicht erst in Erwägung ziehen: "Sonst heißt's wirklich 'Gute Nacht, Österreich'."

(schluss) aku;jle;bei

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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