Mittwoch, 12. März 2014

2014.03.12: Bildung

APA0343 II, XI 12.03.2014 13:50:01

 

Schülerdaten: Wirtschaftskammer gegen Teststopp

Utl.: Katholischer Familienverband dafür

Schule/Datenschutz/Österreich

Gegen die Aussetzung des PISA-Tests in Österreich im Jahr 2015 spricht sich die Wirtschaftskammer (WKÖ) aus. Es sei "eine Blamage, dass eine Datenlücke zum Anlass herangezogen wird, um bei den PISA-Tests der OECD auszusteigen", so WKÖ-Präsident Christoph Leitl in einer Aussendung.

Dahinter stehe "offensichtlich auch das Kalkül, die Kontrolle von Bildungsstandards abzuwürgen, da die PISA-Ergebnisse für Österreich - vornehm ausgedrückt - nicht sonderlich erfreulich waren", mutmaßt Leitl. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hatte mit dem Verweis auf fehlende Datensicherheit alle im Frühjahr anstehenden Bildungstests abgeblasen. Auf einem rumänischen Testserver einer Partnerfirma des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), das die Erhebungen für die Testungen durchführt, waren im Vormonat ungeschützte Ergebnisse von informellen Schülertests aus den Jahren 2011 und 2012 aufgetaucht.

Unterstützt wird das Aussetzen der Tests vom Katholischen Familienverband. Die dadurch frei werdenden Geldmittel sollten den Schulen für die Verbesserung der Unterrichtsqualität zur Verfügung gestellt werden, hieß es in einer Aussendung.

Die Grünen kritisierten Heinisch-Hoseks Vorgehen als "unprofessionell und kontraproduktiv". Mit dem vorläufigen Ausstieg aus PISA "ist gewährleistet, dass bis zu den nächsten Wahlen keine schlechten Ergebnisse mehr die biedermeierliche Selbstzufriedenheit in Österreich stören", so Bildungssprecher Harald Walser in einer Aussendung. Sein Team Stronach-Pendant Robert Lugar forderte die Ministerin auf, die Datensicherheit sicherzustellen und die Tests durchführen zu lassen. "Wenn sie aber dieser ihrer Aufgabe nicht nachkommen will, dann soll sie gehen und Experten Platz machen."

(schluss) aku;cm;spu

OTS0184 II 12.03.2014 13:41:17

 

Schülerdaten - Darabos: Datenschutz und Vertrauensrückgewinn hat oberste Priorität

Utl.: BM Heinisch-Hosek sorgt für volle Aufklärung und 100-prozentige Datensicherheit - Nicht mit Daten hantieren, solange keine Sicherheit gegeben ist - Walsers Hypo-Vergleich ist unsäglich

SPÖ/Darabos/Bildung/Schule/Datenschutz/Heinisch-Hosek/Grüne

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek setzt in Sachen Sicherheit von Schülerdaten die richtigen und notwendigen Schritte. Das sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Der Schutz von personenbezogenen Daten von Schülern und Lehrern hat oberste Priorität. Nach dem gezielten Angriff auf die BIFIE-Daten gibt es bei den Schulpartnern Verunsicherung, daher gilt es jetzt, durch die gesetzten Maßnahmen das Vertrauen von Schülern, Eltern und Lehrern zurückzugewinnen". Ministerin Heinisch-Hosek sorge für "volle Aufklärung und hundertprozentige Datensicherheit", sagte Darabos, der betonte, dass er es für fahrlässig hielte, wenn jetzt zum Tagesgeschäft übergegangen würde, ohne dass die Datensicherheit garantiert ist. ****

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos unterstrich, dass Ministerin Heinisch-Hosek alles unternimmt, um Verunsicherungen auszuräumen und Vertrauen zurückzugewinnen. Ein wesentlicher Beitrag dazu sei auch der intensive Austausch mit den Schulpartnern. "Ministerin Heinisch-Hosek hat im Rahmen eines Treffens alle Schulpartner ausführlich über das weitere Vorgehen bei den Bildungstests informiert und auch über den Status quo in der Causa BIFIE berichtet", betonte Darabos. Angesichts der Vorfälle im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) "dürfen wir die Datenschutzbedenken nicht zur Seite wischen und einfach weitertesten". Denn die Sicherheit der Daten von Schülern und Lehrern "ist ein hohes Gut und eignet sich keinesfalls dafür, politisches Kleingeld zu wechseln", so Darabos an die Adresse des grünen Bildungssprechers Walser.

Dass Walser zum wiederholten Male Bildungsthemen mit dem korrupten System der Hypo Alpe Adria vergleicht, ist für Darabos "unsäglich und klarer Beleg dafür, dass es Walser nicht um eine seriöse Bildungsdebatte, sondern nur um billige Skandalisierung geht". (Schluss) mb/ah

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