Mittwoch, 12. März 2014

2014.03.12: Bildung

 

APA0393 II, XI 12.03.2014 14:27:39

 

Schülerdaten: Wissenschaftlicher Beirat des Bifie bedauert Teststopp

Utl.: NEOS orten "durchsichtiges Ablenkungsmanöver"

Schule/Datenschutz/Wien

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) bedauern den von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verhängten Stopp aller im Frühjahr anstehenden Bildungstests und -standarderhebungen. Die Wissenschafter betonen, nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen worden zu sein, aus ihrer Sicht hätten "andere Optionen bestanden".

"Durch die Entscheidung wird der Aufbau einer wissenschaftlich fundierten Datenbasis als Grundlage einer evidenzbasierten Bildungspolitik einerseits und einer faktenbasierten Schul- und Unterrichtsentwicklung andererseits in Frage gestellt", kritisiert der wissenschaftliche Beirat.

Kritik am Teststopp kommt auch vom Parteichef und Bildungssprecher der NEOS, Matthias Strolz: Die Suche nach einem Datenleck dürfe nicht als Vorwand genommen werden, um beispielsweise kritische PISA-Ergebnisse zu verhindern. "Das ist ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Hier werden Äpfel mit Birnen vermischt", so Strolz in einer Aussendung. Für ihn ist die Devise Heinisch-Hoseks "Wir wollen in unserem bildungspolitischen Stillstand nicht gestört werden".

Strolz ist hingegen der Ansicht, dass die internationale Vergleichbarkeit benötigt werde: "Das hilft uns immens, unsere Schwachstellen zu finden, unsere Schlüsse daraus zu ziehen und neue Wege zu entwickeln."

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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