Dienstag, 18. März 2014

2014.03.18: Bildung

OTS0213 II 18.03.2014 15:51:25

 

Nationalrat - Mayer: Vorgangsweise von Bildungsministerin Heinisch-Hosek richtig

SPÖ/Nationalrat/Mayer/Dringliche/Unterricht

"Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Daten, die von Schülerinnen und Schülern erhoben werden, sicher sind. Durch die Nebenerhebungen bei Testungen - wie etwa dem PISA-Test - werden sehr sensible und heikle Daten ermittelt, um herauszufinden, wo und warum es bei Kindern Defizite gibt. Daher sind die Bedenken von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek sehr ernst zu nehmen und ihre Vorgangsweise richtig", stellte SPÖ-Abgeordneter Elmar Mayer im Rahmen der Dringlichen Anfrage der Grünen an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bezüglich des "Datenlecks" beim BIFIE am Dienstag im Nationalrat klar. Hier sei ein krimineller Akt passiert, der aufgeklärt gehöre. ****

Auch Mayer bedauerte diese Absage, denn er sei überzeugt, "dass das Ergebnis weiter nach oben gehen wird". Denn der Bildungsdampfer bewege sich weiter und "in den letzten fünf Jahren haben wir viele richtige Weichen gestellt, die sich auswirken", so Mayer. Ganz wichtig sei der Vorstoß von Bildungsministerin Heinisch-Hosek, dass man in der Grundschule von Ziffernnoten weggehen solle. Denn man wisse seit 40 Jahren aus der Entwicklungspsychologie, dass etwa ein und derselbe Aufsatz von LehrerInnen mit ein und derselben Ausbildung vom selben Jahrgang von "Eins" bis "Nicht genügend" benotet wird. Auch in Mathematik gebe es die gesamte Skala. Mit dem Notendruck und der selektiven Auslese werde die Ungerechtigkeit durch unterschiedliche Herkunft noch verstärkt.

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Schulautonomie: "Wir wollen die Schulautonomie stärken, wollen der Schule ganz klare Aufgaben geben, wo es hingehen soll, was die Bildungsziele sind und was wir am Ende der Volksschule wollen", so Mayer. Dorthin wolle man ganz gezielt im Bereich der Kompetenzen arbeiten, nicht mit wöchentlichem Notendruck. Die internationalen Tests PISA, PIRLS, TIMSS sind wichtig, um den internationalen Vergleich zu haben und auch um an den Hochschulen nachzujustieren. "Das muss man auch national tun. Dazu haben wir die Bildungsstandards eingeführt, die ganz wichtig sind, um zu überprüfen, ob alle Kinder am Ende der vierten Schulstufe lesen, schreiben und rechnen können."

"Jetzt sehen plötzlich alle die Wichtigkeit der Tests wie PISA oder PIRLS, bis hin zu den nationalen Bildungsstandards und der Neuen Matura", freut sich Mayer über die neue Gemeinsamkeit aller Fraktionen, "denn das war schon mal anders". (Schluss) bj/sl

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OTS0212 II 18.03.2014 15:50:31

 

Nationalrat - Heinisch-Hosek: Einmaliges Aussetzen der Testungen notwendig im Sinne der Datensicherheit

Utl.: Österreich in Zukunft wieder bei PISA dabei - Fokus der Bildungspolitik auf Schuleinstieg

SPÖ/Heinisch-Hosek/NR/Dringliche/Bildung/PISA

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bekräftigte heute im Rahmen der Beantwortung der Dringlichen Anfrage zum Thema BIFIE-Datenangriff ihren Entschluss, die für dieses Jahr vorgesehenen Bildungstests nicht durchführen zu lassen. "Persönliche Daten gehören zu den höchsten und schützenswertesten Gütern", betonte die Ministerin. Sie sei für die Daten der SchülerInnen und Lehrenden verantwortlich und habe daher in der Causa umgehend und verantwortungsbewusst gehandelt. Da die Datensicherheit seitens des BIFIE derzeit nicht gewährleistet werden könne, gebe es keine Alternative zum Stopp der Testungen. "Das ist kein freiwilliger, sondern ein notweniger Schritt", unterstrich Heinisch-Hosek. Österreich werde durch ein einmaliges Aussetzen im internationalen Vergleich nicht zurückfallen.****

"Dass Österreich nicht an den internationalen Vergleichstests teilnehmen kann, ist nicht erfreulich", so die Ministerin. Sie habe hier jedoch nicht überhastet, sondern im Gegenteil konsequent als "Anwältin der Schülerinnen und Schüler" gehandelt, stellte Heinisch-Hosek klar. Ihr gehe es jetzt vor allem darum, das Vertrauen der SchülerInnen wieder herzustellen. Die Überprüfung der Datensicherheit wird voraussichtlich frühestens Ende des Jahres abgeschlossen sein, berichtete Heinisch-Hosek. Dann werde sich Österreich wieder an internationalen Vergleichstests wie PISA beteiligen, versicherte die Ministerin. Eine Absage erteilte Heinisch-Hosek dem Vorschlag, Oberösterreich stellvertretend für ganz Österreich an den PISA-Testungen teilnehmen zu lassen. "Das wäre eine Stichprobe von einer Stichprobe und nicht aussagekräftig für die Leistungen aller SchülerInnen im ganzen Land."

Die Überprüfung der nationalen Bildungsstandards sei lediglich verschoben worden und werde durchgeführt, sobald die Datensicherheit wieder gewährleistet werden könne. Österreich verfüge über "eigene gute Instrumente" und Vergleichsmöglichkeiten, um zu verhindern, dass das Bildungsniveau unter einem einmaligen Aussetzen der internationalen Vergleichsstudien leide, betonte Heinisch-Hosek.

In Österreich wird jedes Jahr eine Vielzahl an Tests durchgeführt. "Die Zeit dazwischen gerät da teilweise zu kurz", konstatierte die Ministerin. Sie will den unfreiwilligen Stopp der Testungen auch dafür nutzen, sich gemeinsam mit ExpertInnen einen Überblick über sämtliche nationale und internationale Tests zu verschaffen und zu überprüfen, welche notwendig und welche weniger notwendig sind, so die Ministerin.

Die Bildungspolitik habe sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, stellte die Ministerin fest. "Österreich kann sich international messen lassen. Wir sind zu Recht stolz auf unsere FacharbeiterInnen, AkademikerInnen und WissenschafterInnen, die auf der ganzen Welt Impulse setzen". Sie wolle die gute Politik fortsetzen und einen Fokus auf den Einstieg ins Bildungssystem legen. "Wir müssen bei den Kleinsten beginnen. Ein guter Schuleinstieg ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg und weniger Schulabbrüche." Die neue Schuleingangsphase sorge für einen "sanfteren Übergang" vom Kindergarten in die Volksschule. Auch der Übergang von der Volksschule in eine der weiterführenden Schulen müsse erleichtert werden. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass Jugendliche nach der Pflichtschule eine weiterführende Ausbildung absolvieren. "Daran werden wir arbeiten. Dann bleibt Österreich auch weiterhin im internationalen Vergleich vorne", stellte Heinisch-Hosek klar. (Schluss) sc/mo

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OTS0210 II, XI 18.03.2014 15:37:15

 

Karlheinz Töchterle: Notengebung und Testung bleiben auch nach kritischer Abwägung zentral

Utl.: ÖVP-Wissenschaftssprecher richtet Bitte an Ministerin Heinisch-Hosek, Testteilnahme zu ermöglichen

Parlament/ÖVP/Bildung/Dringliche/Töchterle

"Noten und Tests haben nur eine bedingte Aussagekraft, dafür gibt es mehrfache Belege", so ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle bei der heutigen Debatte im Nationalrat im Rahmen der Dringlichen Anfrage der Grünen an Ministerin Heinisch-Hosek. "Notengebung ist etwas Relatives, auch die Ergebnisse von Testungen sind zu relativieren. Gleichwohl ist auch der Umkehrschluss unzulässig, dass Noten und Tests ohne jede Aussagekraft seien", betonte Töchterle. "Auch nach berechtigter Kritik und einer sachlichen Abwägung bleiben Notengebung und Tests zentral, ermöglichen sie doch einen internationalen Vergleich, und die Leistungsfeststellung bleibt sowohl für das System insgesamt als auch die Schülerinnen und Schüler bedeutend."

Die aktuelle Diskussion rund um Tests, Matura, Ziffernnoten etc. verdichtet für den ÖVP-Wissenschaftssprecher den Eindruck, "dass wir zu einer generellen Test-, Prüfungs- und Leistungsfeststellungsfeindlichkeit kommen". Daher richtete er die Bitte an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, "doch noch zu versuchen, an den gerade auch auf internationaler Ebene wichtigen Tests teilzunehmen. Wir dürfen das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und die langfristige Vergleichbarkeit nicht gefährden." (Schluss)

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OTS0207 II, XI 18.03.2014 15:29:20

 

Jank: Bildungsministerin soll Entscheidung für Aussetzen der Testungen nochmals überdenken

Utl.: ÖVP-Bildungssprecherin in der Dringlichen Debatte des Nationalrats

Parlament/ÖVP/Bildung/Dringliche/Jank

Die Diskussion über die Absage von Bildungstests und Standards ist keine angenehme. ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank regte heute, Dienstag, in der Dringlichen Debatte zum Datenleck im Bifie an, dass Ministerin Heinisch-Hosek die Entscheidung zur Aussetzung der Testungen nochmals einer vertiefenden Prüfung unterziehen sollte. Österreich war von Anfang an bei Pisa dabei und das Aussetzen habe weitreichende Folgen, unterstrich Jank.

Für die Bildungsstandard-Überprüfungen bedeute dies, dass es keine zusammengefassten Daten für den kommenden nationalen Bildungsbericht 2015 gebe. Eine Ableitung von Kriterien für erfolgreiche "gute" Schulen oder Brennpunkt-Schulen sei also erst viel später möglich. Für die PISA-Tests bedeute es, dass "wir erst am Ende dieser Gesetzgebungsperiode erfahren, wo wir bzw. unsere Kinder in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften im internationalen Vergleich liegen". Für die Fachwelt sei es in weiterer Folge unmöglich festzustellen, ob die Maßnahmen zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts auch wirken, bedauerte Jank. Aber gerade in den Naturwissenschaften würden viele wirtschaftliche Chancen liegen.

Die ÖVP-Abgeordnete appellierte zudem an die Ministerin, auch den reibungslosen Ablauf der Zentralmatura sicherzustellen. "Die Maturantinnen und Maturanten sollen im kommenden Mai ihre Matura so ablegen können, wie sie über die letzten Jahre darauf vorbereitet wurden. Die Matura ist nicht nur Voraussetzung für den Besuch einer tertiären Ausbildung, sondern auch ein ganz wichtiger Moment im Leben eines jungen Menschen. Die Maturanten haben sich einen ordentlichen Abschluss ihrer Schullaufbahn sicher verdient", so Jank.

Die Diskussionen über das sogenannte Datenleck habe zudem leider wichtige Vorhaben dieser Bundesregierung in den Hintergrund gedrängt, verwies Jank auf die Volksschule bzw. den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule. Dieser Bereich werde in der bildungspolitischen Debatte leider oft unter den Teppich gekehrt. Was hier versäumt werde, könne später in den Gymnasien oder Neuen Mittelschulen nicht oder nur mit viel Aufwand aufgeholt werden.

Der zweite Bereich betreffe die Berufs- und Bildungswegorientierung. "Nur die Wenigsten wissen schon von klein auf, was sie später einmal werden möchten." Die Verankerung der Berufs- und Bildungswegorientierung als verbindliche Übung in den AHS-Unterstufen und den Neuen Mittelschulen sieht Jank aus Sicht der Unternehmen daher als einen ersten wichtigen Schritt, dem weitere folgen müssten. Wenig bis gar keine Berücksichtigung finden laut Jank auch soziale und sozioökonomische Defizite bei Kindern. "Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen. Und wir müssen dabei erkennen, dass es nicht Aufgabe der Lehrenden in den Schulen sein kann, Abhilfe zu schaffen. Dazu müssen Fachleute ans Werk, die es schaffen, den Kindern jene Wertschätzung erfahren zu lassen, die meines Erachtens Grundvoraussetzung für ein positives Selbstwertgefühl ist."

"Wettbewerb ist notwendig und wichtig. Stellen wir sicher, dass wir alle wichtigen Tests auch durchführen können", schloss Jank. (Schluss)

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
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