Freitag, 28. März 2014

2014.03.28: Bildung

 

APA0101 II, XI 28.03.2014 09:46:14

 

Schülerdaten: AHS-Direktoren üben heftige Kritik

Utl.: Absage der Bildungsstandard-Überprüfungen "durch nichts zu rechtfertigen"

Schule/Datenschutz/Österreich

Heftige Kritik am von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verhängten Stopp aller vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) durchgeführten Schulleistungserhebungen üben die AHS-Direktoren. In einem Offenen Brief forderte der Direktoren-Dachverband, die dadurch entstandene Unsicherheit zu beenden und "zu einer sachlichen Schul- und Bildungspolitik zurückzukehren".

"Ermöglichen Sie uns, zu einer datenbasierten Schulentwicklung zurückzukehren, indem Sie die durch nichts zu rechtfertigende Absage der Bildungsstandards-Überprüfung, die Anfang April hätte stattfinden sollen, zurücknehmen", fordern die Direktoren. Der aufgrund eines Datenlecks beim Bifie verhängte Stopp der Tests sei "unverantwortlich, unserer Meinung nach nicht einmal gesetzeskonform". Die Unterlagen seien fix und fertig erstellt und teilweise sogar schon verschickt.

Die Vorgangsweise Heinisch-Hoseks bei diesem Thema unterstütze "diejenigen, die an der Verlässlichkeit des Bildungssystems zweifeln, in ihrer Skepsis", so die Schulleiter. "Schule kann nur gut funktionieren, wenn es klare Vorgaben gibt, die für alle Beteiligten im System transparent sind und alle auf die Einhaltung dieser Vorgaben vertrauen können."

Die Ministerin müsse außerdem konkret erklären, warum Österreich an den PISA-Testungen vorläufig nicht teilnehme. Zwar stehen die Direktoren PISA "durchaus kritisch" gegenüber. "Die Absage mit der Begründung des Datenlecks macht Österreich allerdings international lächerlich." Es sei befremdlich, dass die Schließung eines Datenlecks durch Experten nicht in kürzester Zeit möglich sei: "Die Vorgangsweise stellt in den Raum, dass wir nicht imstande sind, mit Daten ähnlich sensibel umzugehen wie alle anderen teilnehmenden Staaten." Als Alternative zum "Justamentstandpunkt" der Ministerin schlagen die Direktoren vor, sich mit dem "überbordenden Verwaltungsaufwand zu beschäftigen, der unseren pädagogischen Tagesablauf behindert, manchmal sogar lähmt".

Auch beim Thema Zentralmatura fordern die Direktoren ein klares Bekenntnis der Ministerin: "Geben Sie eine klare Stellungnahme zur Neuen Matura bzw. zu deren Implementierung im Jahr 2015 ab! Die Durchhalteparolen und Verschiebungen, die das Projekt mittlerweile jahrelang begleitet, müssen ein Ende haben." Die Schüler und Lehrer hätten ein Recht darauf, endlich die Bestätigung dafür zu bekommen, dass die Reifeprüfung in der jahrelang vorbereiteten und in Schulversuchen erprobten Form stattfinde. "Vor allem in den Fremdsprachen gibt es die Neue Reifeprüfung seit mehreren Jahren in fast allen Schulen, und es ist nicht ein einziger Fall bekannt, dass dabei Daten an die Öffentlichkeit gelangt wären."

(schluss) aku;ban

 

 

OTS0043 II, CI 28.03.2014 09:47:18

 

FP-Gudenus: Rote Bildungspolitik ist gescheitert

Utl.: Symptombekämpfung anstatt Ursachenbeseitigung

FPÖ/Gudenus/SPÖ/Bildung

Die Forderung der SPÖ nach gratis Nachhilfe ist ein bildungspolitischer Offenbarungseid und auch ein Eingeständnis für das völlige Scheitern der roten Bildungspolitik. Gerade die Wiener SPÖ forciert seit Jahren die Gesamtschule und die bereits nach kurzer Zeit völlig gescheiterte "neuen Mittelschule".

Alle sozialistischen Bildungsexperimente der vergangenen Jahrzehnte haben schlussendlich zu einem Niveauverlust und damit auch zu einem massiven Bildungsrückgang geführt. Nicht zuletzt die Ethnomorphose in Wien, die in manchen Wiener Bezirken zu Pflichtschulklassen mit einem Zuwandereanteil von 100% geführt habe, bringt neben sozialen Spannungen auch eine problematische Beschulungssituation durch die oftmals nur radebrechenden Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler.

"Wenn die Wiener SPÖ jetzt als Reaktion darauf die gratis Nachhilfe einführen möchte, so ist dies nichts anderes als Symptombekämpfung - nicht jedoch nachhaltige Ursachenbeseitigung. Diese Politik ist nicht nur Verantwortungslos - damit erweist man sowohl den Schülern aber auch dem Schulsystem einen Bärendienst", macht der freiheitliche Klubobmann Wiens.

Die FPÖ fordere in diesem Zusammenhang ein "zurück an den Start", ein Monitoring bei der neuen Mittelschule wobei am Ende auch ein Aus für dieses Experiment stehen könne und vor allem ein Ende der unseligen Gesamtschuldebatte. "Für unterschiedliche Charaktere muss es eben auch unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsstätten geben. Wer die Unterschiedlichkeit der Menschen nicht akzeptieren möchte, ist möglichweise bei Karl Marx hängen geblieben", bringt Gudenus die Sache auf den Punkt. Mit verantwortungsvoller Politik habe so ein Negieren der Realitäten jedoch gar nichts zu tun. Und selbstverständlich sei der freiheitliche Grundsatz: "Erst Deutsch, dann Schule!" heute wichtiger denn je, sagt Gudenus abschließend. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 787


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/85/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0070 II, XI 28.03.2014 10:19:43

 

Gratis-Nachhilfe - Stronach/Lugar: Häupl hat erkannt, dass SPÖ-Bildungspolitik gescheitert ist

Utl.: Endlich hinterfragen, warum Schüler im Unterricht nicht mitkommen und dann Nachhilfe benötigen

Team Stronach/Lugar/Schule/Reformen/Nachhilfe/Häupl

"Mit seinem Vorstoß für eine Gratisnachhilfe hat der Wiener Bürgermeister Häupl zumindest erkannt, dass die SPÖ-Bildungspolitik gescheitert ist. Aber eine Nachhilfe ersetzt nicht einen vernünftigen Schulunterricht. Häupl will nur die sozialdemokratische Gießkanne einsetzen, statt für sinnvolle Reformen zu sorgen", erklärt Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar.

"Es sollte doch endlich hinterfragt werden, warum Schüler im Unterricht nicht mitkommen und dann Nachhilfe benötigen", verlangt Lugar. Zu einem Gutteil sei dafür das dringend reformbedürftige Schulsystem verantwortlich. Es gebe aber durchaus auch Problemlehrer, bei denen oftmals eine ganze Schulklasse eine Förderung braucht. Statt Nachhilfe zu organisieren, sollte man diesen Problemlehrern eine neue berufliche Perspektive bieten. Dass Häupl arbeitslosen Junglehrern einen Job geben will, sieht Lugar grundsätzlich positiv. "Angesichts von rund 5.000 Problemlehrern gibt es sicher entsprechendes Potential."

"Statt Gratisnachhilfe am Nachmittag sollen doch bitte die Klassenhöchstzahlen gesenkt werden; das bringt auch die Möglichkeit zur individuellen Hilfe - unmittelbar im Unterricht. Soll doch Häupl einen ersten Schritt in Richtung Reformen machen - vielleicht kann er ja seine Unterrichtsministerin motivieren, mitzuziehen", erklärt Lugar.

Zur Kritik der AHS-Direktoren an der Absage der Bildungsstandard-Überprüfungen erklärte der Team Stronach Bildungssprecher: "Hier zeigt sich, dass unser Schulsystem dringend reformbedürftig ist!"

Rückfragehinweis:
Team Stronach Parlamentsklub/Presse
Tel.: ++43 1 401 10/8080
mailto:parlamentsklub@teamstronach.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15673/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

ORF – 28. März 2014

 

Gratisnachhilfe: Opposition reagiert verhalten

Auf die Ankündigung des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ) in der Bundeshauptstadt zukünftig gratis Nachhilfe anbieten zu wollen, reagiert die Opposition zwiegespalten. Die ÖVP ist „vorsichtig optimistisch“, die FPÖ ortet ausschließlich „Symptombekämpfung“.

„Förderung 2.0“ heißt das Programm, dass Michael Häupl am Donnerstag bei der SPÖ-Klubtagung in Rust präsentierte. Damit sollen schwache Schüler zukünftig mit gratis Nachhilfe unterstützt werden. 400 zusätzliche Lehrer sollen dafür aufgenommen werden - mehr dazu in Rust: Wien plant Gratisnachhilfe.

ÖVP grundsätzlich pro „Förderung 2.0“

Vorsichtig optimistisch zeigte sich die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Isabella Leeb, über die angedachte Gratisnachhilfe für Wiens Schüler auf der SPÖ-Klausur in Rust: „Uns ist jedes Mittel Recht, das hilft die teils katastrophalen Bildungskarrieren von Wiener Schülern zu verbessern.“ In Bezug auf die Landtagswahlen 2015 wittert Leeb das erste Wahlzuckerl: „Wenn Wahlen nahen, wird die SPÖ aktiv“.

PISA würde zeigen, dass Wiens Schüler Schlusslicht in Österreich seien. Auch der Wiener Lesetest zeige dringenden Handlungsbedarf, sagte Leeb. Offen bleibe für sie aber die Frage, woher Michael Häupl die zusätzlichen 400 Lehrer nehmen wolle und gibt an, dass in Wien derzeit bis zu 200 Lehrer fehlen würden.

FPÖ will konkrete Reformen

Bildungspolitisch hätte die SPÖ auf ganzer Linie versagt, heißt es vom Wiener FPÖ-Klubchef Johann Gudenus: „Wenn jetzt als Reaktion darauf die gratis Nachhilfe eingeführt werden soll, so ist dies nichts anderes als Symptombekämpfung - nicht jedoch nachhaltige Ursachenbeseitigung.“

Die FPÖ fordere in diesem Zusammenhang ein „zurück an den Start“, ein Monitoring bei der neuen Mittelschule wobei am Ende auch ein Aus für dieses Experiment stehen könne und ein Ende der Gesamtschuldebatte.

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen