Freitag, 28. März 2014

2014.03.28: Bildung

OTS0217 II, CI 28.03.2014 15:08:05

 

Junge ÖVP: PISA-Absage weiter unverständlich

Utl.: Daten sicher genug für Zentralmatura, aber zu unsicher für Bildungstestung?

ÖVP/Bildung/Schule/PISA/BIFIE/El Habbassi/Thauerböck

Anlässlich der heute bekannt gegebenen Durchführbarkeit der Zentralmatura hält die Junge ÖVP fest: "Die PISA-Absage bleibt unverständlich. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das BIFIE zwar die wichtigste Prüfung im Leben eines Schülers durchführen kann, die Bildungstestungen jedoch 'aus Sicherheitsgründen' nicht. Der Eindruck, dass hier eine Durchführung der Testung verhindert werden soll, bleibt bestehen", halten der JVP- Nationalratsabgeordnete Asdin El Habbassi und Dominik Thauerböck, Generalsekretär der Jungen ÖVP, unisono fest. ****

Trotz der schiefen Optik bezüglich der Datensicherheit wurde damit endlich Klarheit beim Thema Zentralmatura geschaffen: "Es war längst überfällig, dass es für die von der Zentralmatura betroffenen Schülerinnen und Schüler jetzt endlich Gewissheit über die Art ihrer bevorstehenden Abschlussprüfung gibt. Gleichzeitig muss auch die begleitende Evaluierung der Zentralmatura sichergestellt werden. Hier darf es zu keinen weiteren Fehlern seitens des Unterrichtsministeriums kommen", zeigen sich beide abschließend überzeugt.

Rückfragehinweis: Junge ÖVP, Stephan Mlczoch, Mobil: 0664 859 29 33 Stephan.Mlczoch@junge.oevp.at Internet: http://junge.oevp.at http://facebook.com/jungeoevp

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APA0424 II, XI 28.03.2014 15:19:23

 

Gratis-Nachhilfe - Bildungsforscher: "Nur Oberflächenreparatur"

Utl.: Hopmann: "Wie eine Autowerkstatt, die eine Nachreparatur anbietet"

Schule/Öffentliche Finanzen/Politische Bewegungen/SPÖ/Wien

Die von der Wiener SPÖ angekündigte Gratis-Nachhilfe für Pflichtschüler ist für Bildungsforscher Stefan Hopmann (Uni Wien) "ein bisschen wie eine Autowerkstatt, die eine Nachreparatur anbietet". Das Angebot der Stadt sei besser, als für Lernschwache nichts zu tun, bleibe aber "nur Oberflächenreparatur". Eigentlich nötig wären mehr Ressourcen für differenzierten Unterricht und den Schulalltag.

Hopmann sieht im Gespräch mit der APA die Gefahr, dass das geplante Modell durch den Gießkannen-Effekt nur zu einer wachsenden Kluft zwischen sozial starken und schwachen Schülern führt. "Würden wir dort Ganztagsschulen mit dem richtigen Personal machen, wäre das viel besser. So entlasten wir nur einige Mittelschichtfamilien von Nachhilfekosten." Hopmann plädiert für gezielte Interventionsprogramme für Schüler, die aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen mehr Hilfe brauchen, und zwar am besten in enger Koordination mit der Schule.

Die Tatsache, dass Schüler Nachhilfe benötigen, ist laut dem Bildungsforscher per se noch kein Beleg dafür, dass die Schule versagt. Dafür habe diese viel zu wenig Einfluss auf die Leistung. Die Nachhilfe zeige vielmehr, dass jene Eltern, die dies können, in bessere Bildung ihrer Kinder investieren.

Den Bedarf nach dieser Maßnahme darauf zurückzuführen, dass es in Österreich keine Gesamt- bzw. Ganztagsschule gibt, nannte er im APA-Gespräch "dummes Zeug": Auch in Ländern mit solchen Schulsystemen existiere "Shadow Education", teilweise gebe es in Gesamtschulländern sogar mehr Nachhilfe als in Österreich. Man könne nicht verhindern, dass manche Schüler Nachhilfe brauchen. Man solle aber die öffentlichen Gelder auf jene konzentrieren, die von der Familie nicht gefördert werden können.

(schluss) jle;aku;ham

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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