Dienstag, 8. April 2014

2014.04.08: Bildung

APA0317 II, XI 08.04.2014 14:04:32

 

Pflichtschulinspektoren ersetzen steirische Bezirksschulräte

Utl.: Landesschulrat hat Umsetzung der Schulverwaltungsreform beschlossen - 18 PSI in sieben Bildungsregionen statt 23 Bezirksschulräte

Schule/Öffentlicher Dienst/Regierungspolitik/Steiermark

In der Steiermark werden 18 Pflichtschulinspektoren die bisher 23 Bezirksschulräte ersetzen. Diese werden in Teams in insgesamt sieben steirischen Bildungsregionen für die Umsetzung der pädagogischen Zielsetzung Sorge tragen, teilte der Landesschulrat den Beschluss des Kollegiums des Landesschulrates am Dienstag mit.

Der Nationalrat hat im Vorjahr die Abschaffung der Behörde Bezirksschulrat, dessen Kollegien sowie eine Reduzierung der Anzahl der Schulinspektoren in ganz Österreich im Ausmaß von 20 Prozent mit August 2014 beschlossen. In der Steiermark werden zu diesem Zeitpunkt 18 Pflichtschulinspektoren (PSI) deren Belange übernehmen.

Während die Bezirksschulinspektoren bisher einem der bisher 23 Bezirke zugeteilt waren, werden sie nunmehr in jeweils einer Außenstelle in den sieben steirischen Bildungsregionen gebündelt und sind direkt dem Landesschulrat zugeteilt. Vorgesehen sind mindestens zwei PSI pro Bildungsbezirk, je nach Dichte der Schulstandorte, Lehrer- und Schülerzahl können es auch mehr sein, hieß es auf Anfrage der APA.

Aktuell wurde die Zahl der Bezirksschulinspektoren durch Nichtbesetzung nach Pensionierungen bereits von 23 auf 21 reduziert. "In den kommenden Jahren" werde dieser Prozess fortgesetzt "bis die endgültige Zahl von 18 PSI erreicht sein wird", hieß es.

(schluss) ha;bei

APA0241 II, XI 08.04.2014 12:45:31

 

FPÖ-Klubobleute wollen Verländerung der Bildung bis zur Matura

Utl.: Klubobleutetreffen: Bund soll Bildungsziele vorgeben und überprüfen - Auch Steuerhoheit und Mietrecht sollten Ländersache sein

Politische Bewegungen/Bildung/Steuern/FPÖ/Vorarlberg

Die FPÖ-Klubobleute der Bundesländer und der freiheitliche Nationalratsklub wollen eine Verländerung der Bildung bis zur Matura. Der Bund soll demnach Bildungsziele vorgeben, die Ausgestaltung soll Ländersache sein. In einer Standarderhebung ab der ersten Schulstufe in allen Klassen würde überprüft, welche Ziele erreicht wurden, so der Vorschlag des halbjährlichen Klubobleutetreffens im Montafon.

Eine objektive, halbjährlich durchgeführte Standarderhebung könnte Vergleichbarkeit schaffen. Zudem erreiche man so eine Entkopplung zwischen jenen, die testen, und jenen, die lehren, erläuterte Günther Steinkellner, Klubobmann der oberösterreichischen Freiheitlichen. Man erfahre derzeit zu spät, ob die Ausbildung gut sei. In Zusammenhang mit mehr Schulautonomie würden es die Testergebnisse auch Schuldirektoren ermöglichen, Lehrer zu loben oder auf den rechten Weg zu weisen. Zudem brächte das Einsparungen in der Bildungsverwaltung. Mit dem Vorschlag wolle man den "ideologisch verzopften gordischen Knoten" der Bildungsdiskussion sprengen.

In Länderkompetenz sehen wollen die FPÖ-Klubobleute zudem die Steuerhoheit und das Mietrecht. Die Wohnungssituation sei in Wien anders als etwa in Vorarlberg, hier müsse man mehr auf die Länderstrukturen eingehen, damit weniger Wohnungen leer blieben, so der Vorarlberger FPÖ-Klubobmann Dieter Egger. Hinsichtlich der Steuerhoheit hieß es, derzeit klafften Einnahmen- und Ausgabenverantwortung auseinander. Substanzielle Massensteuern, etwa Einkommens-, Lohn- und Körperschaftssteuer, sollten daher verländert werden. Nach Schweizer Vorbild könnte der Bund einheitliche Grundsteuersätze vorgeben und die Länder Zuschläge einheben.

Egger nannte als weitere Ergebnisse der Tagung ein Nein zu einer Lkw-Maut, eine Ablehnung zu der umstrittenen Gasgewinnungsmethode Fracking und des Freihandelsabkommens zwischen Europa und den USA. Laut Johann Gudenus, FPÖ-Klubchef im Wiener Rathaus, verlangen die Klubobleute zudem eine rechtliche Verschärfung gegen das Betteln, das nicht nur in Wien zu einem Problem geworden sei. Damit die Exekutive gegen Bettler "durchgreifen" könne, sollten die geltenden Regelungen maximal ausgeschöpft werden. Dazu schlug die FPÖ die Aufnahme eines eigenen Paragrafen "in der Nähe von Nötigung" ins Strafrecht vor. Beim Bettelwesen handle es sich schließlich um eine "neue Form des Menschenhandels".

(schluss) agr;bei

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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