Montag, 5. Mai 2014

2014.05.05: Bildung

OTS0077 II, CI 05.05.2014 11:01:52

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Schwammige Vorgaben des Unterrichtsministeriums schuld an dezentraler Matura

Utl.: Unterschiedliche Chancen für Maturanten ja nach Bundesland

FPÖ/Rosenkranz/Bildung/Zentralmatura

Anlässlich des heutigen ersten Tages der Zentralmatura übt FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz Kritik: "Die von der FPÖ seit Beschluss der Zentralmatura kritisierte 'vorwissenschaftliche Arbeit' ist chaotisch verlaufen. Bewirkt wurde damit genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war." In manchen Bundesländern wurden alle Exposees für die vorwissenschaftlichen Arbeiten von den Landesschulräten angenommen, in anderen hingegen viele abgelehnt. "Das Konzept 'Zentralmatura' wurde somit nicht in allen Bundesländern nach einheitlichen Kriterien umgesetzt, sondern nach Gutdünken! Genau das sollte aber nicht der Fall sein."

Schuld an dem Chaos sei, so der FPÖ-Nationalrat, das Unterrichtsministerium: "Anstatt klarer Vorgaben, was die vorwissenschaftlichen Arbeiten enthalten müssen, hat man sich mit schwammigen Aussagen begnügt. Nun sind die Maturanten die Leidtragenden. Es darf aber nicht so sein, dass es in Österreich davon abhängt, in welchem Bundesland man wohnt, ob man die Matura problemlos oder nur mit Hindernissen schaffen kann."

Die FPÖ werde die genauen Bedingungen, unter denen die Exposees angenommen oder abgelehnt worden sind, durch eine parlamentarische Anfrage durchleuchten. "Ein Initiativantrag im Parlament, in dem die 'vorwissenschaftliche Arbeit' aus der Zentralmatura wieder gestrichen wird, ist ebenfalls in Ausarbeitung", kündigt Rosenkranz an. Vorwissenschaftliche Arbeiten hätten außerdem nur dann einen Sinn, wenn die Matura von den Universitäten wieder als alleiniges Aufnahmekriterium angenommen werde, schließt Rosenkranz.

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APA0109 II, XI 05.05.2014 10:33:24

 

Zentralmatura-Premiere an Kärntner Gymnasium gestartet

Utl.: Erstmals vollständige Reifeprüfung unter Bedingungen der neuen Zentralmatura - Schriftliche Klausuren mit Gegenstand Deutsch eröffnet - BILD

Oberstufe/Prüfung/Kärnten/Österreich

Sie gehören zu den Ersten, die ihre Reifeprüfung vollständig nach den Regeln der neuen Zentralmatura ablegen: Die Abschlussklasse 2013/14 des Stiftsgymnasiums St. Paul im Kärntner Lavanttal. Am Montag um 8.00 Uhr starteten 28 junge Frauen und Männer mit dem Gegenstand Deutsch in die schriftlichen Prüfungen. Der Lehrer ist Pater Thomas Petutschnig, gleichzeitig der Schuldirektor.

Die vom Bifie ausgearbeiteten Fragestellungen wurden in Papierform von einem speziellen Kurier-Unternehmen nach St. Paul gebracht, erklärte Pater Thomas in einem im Vorfeld der Prüfungen geführten Gespräch mit der APA. Geöffnet wurde das Kuvert erst unmittelbar vor der Klausur vom Lehrer im Klassenzimmer. Neue Regeln hin oder her - nervöser als in vergangenen Jahren war der Deutschlehrer nicht, sagte er und ist damit wohl nicht allein: "Auch wenn ich diesen Jahrgang mit anderen vergleiche, ist die Aufregung unter den Schülerinnen und Schülern nicht größer."

Alles wie gehabt also? Nicht ganz. Obwohl die Zentralmatura in einzelnen Fächer schon seit Jahren an sehr vielen Schulen in einzelnen Fächern durchgeführt wird, ist diese eine Premiere. Zum ersten Mal läuft alles nach den neuen Regularien ab. Das heißt, dass die Prüflinge in den vergangenen Wochen und Monaten "vorwissenschaftliche Arbeiten" verfasst haben. Nach den nun gestarteten zwei Wochen mit schriftlichen Prüfungen werden die Arbeiten einer Kommission präsentiert und müssen bei Bedarf auch im Gespräch verteidigt werden. Erst danach werden die Arbeiten benotet.

Die schriftlichen Prüfungen werden in Deutsch, Mathematik, weiteren lebenden Fremdsprachen und je nach Zweig auch in darstellender Geometrie oder Latein abgelegt. Die Fragen kennt der Lehrer natürlich nicht, dennoch ist Pater Thomas überzeugt, dass alle seine Schüler die Aufgabestellung bewältigen können. "Wir sind natürlich vorbereitet. Es geht wie in den anderen Gegenständen um Bildungsstandards." Und die neun verschiedenen Textsorten des Katalogs hat er seinen Schützlingen vermittelt. An zweien werden sie getestet.

Neben der vorwissenschaftlichen Arbeit und den schriftlichen Prüfungen bilden die mündlichen Prüfungen die dritte Säule der neuen Matura. Mitte Juni wird es für die 28 Maturanten aus Kärnten so weit sein. Die Fragen für diese Prüfungen werden von den Fachlehrern der Schule selbst erstellt. Gemeinsam arbeiten sie Fragen zu gewissen Themenbereichen aus - für Geschichte zum Beispiel für die verschiedenen Epochen. Je nach Fach gibt es 24, 18 oder 12 solcher Fragen-Pools. Bei der Prüfung zieht der Kandidat dann per Los zwei Pools und kann sich anschließend für einen entscheiden. Der Prüfer wählt dann die Frage aus.

Für den Direktor des Stiftsgymnasiums war die Vorbereitungszeit für die Premiere der Zentralmatura eine sehr interessante, wie er sagt. Eine normale Schule habe nie Kontakt zum Ministerium, zum Sektionsleiter, üblicherweise gehe alles über den Landesschulrat. Pater Thomas: "Am Minoritenplatz 5 ist man ganz weit weg vom Schulalltag. Die denken sehr juridisch, wir denken sehr praktisch. Aber das muss so sein. Für mich war es sehr interessant und lehrreich."

Anpassungsbedarf ortet der Pater noch beim Prozedere für die mündlichen Prüfungen. "Der Ablauf ist sehr kompliziert." So brauche man einen isolierten Warteraum für die Kandidaten, einen Prüfungsraum, einen Raum, in dem die Fragen gezogen werden, einen Raum, in dem nach der Prüfung auf das Ergebnis gewartet werde und unter Umständen auch noch einen Computerraum. "Wir haben jetzt fünf verschiedene Räume reserviert. Das ist ein erheblicher Aufwand, das geht vielleicht auch anders." Im Herbst ist ein Treffen mit Landesschulrat und Ministeriumsvertretern geplant, um über die Erkenntnisse der Zentralmatura-Premiere zu sprechen.

(schluss) ton;mfw;feh;spu

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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