Mittwoch, 7. Mai 2014

2014.05.07: Bildung

APA0520 CI, II, XI 07.05.2014 16:14:53

 

Werbung an Schulen: SPÖ will bessere Regelung

Utl.: Wenn schon Werbung, sollen Schulen auch etwas davon haben - Unternehmen reduzierte Werbeanteil im neuen "Mitteilungsheft"

Schule/Werbung/Urteil/Österreich

Die SPÖ spricht sich für eine bessere Regelung von Werbung an Schulen aus. Mit dem neuen Urteil des Handelsgerichts Wien, das überbordende Werbung in Gratis-"Mitteilungsheften" verbot, werde "dieser Form von Werbung erstmals eine deutliche Grenze gesetzt", freute sich SPÖ- Bildungs- und Konsumentenschutzsprecherin Elisabeth Grossmann in einer Aussendung.

Ärgerlich bei dieser Art von Werbung sei zudem, dass sie zwar ein gutes Geschäft für Marketingfirmen darstelle, aber den Schulen meist nichts bringe. "Wenn schon auf Schulwänden, Sportanlagen oder etwa Elternbriefen Firmenlogos prangen oder sogenannte 'Gratishefte' oder Lineale mit Werbung drauf an die SchülerInnen verschenkt werden, dann sollen die Schulen auch was davon haben. Denn Werbewert wird oftmals unterschätzt, von den Firmen aber sehr wohl erkannt", so Grossmann. Daher müsse man darüber reden, wie dies besser geregelt werden könne. Denkbar wären zum Beispiel Infoveranstaltungen zum Thema in den Schulleiteraus- oder -fortbildungen.

Der Hersteller der "Mitteilungshefte", das Unternehmen Young Enterprises Media, sieht das Urteil dagegen als Erfolg: Immerhin habe das Gericht festgestellt, dass Schulhefte mit Werbung grundsätzlich zulässig seien, hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Ein "Wermutstropfen" sei dagegen, dass die "erlaubte" Anzahl an Werbeseiten nicht definiert worden sei. Man habe jedoch bereits vor dem Urteil reagiert und den Werbeanteil der letzten Ausgabe um mehr als die Hälfte auf ca. sieben Seiten oder rund 13 Prozent des Hefts reduziert. Die nach wie vor unverändert hohen Bestellungen und Verwendung seitens der Schulen "bestätigen den Bedarf und das Konzept eines hochwertigen, mit schulrelevanten Seiten ausgestatteten, kostenlosen/werbefinanzierten Heftes". Man sei nach wie vor offen, gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) Umfang, Platzierung und Art der Werbung zu definieren. Das habe dieser aber bisher abgelehnt.

(schluss) aku;hai

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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