Montag, 12. Mai 2014

2014.05.12: Bildung

OTS0124 II 12.05.2014 12:23:08

 

AKS: Bildungsministerium als zentrale Schnittstelle

Utl.: Pannen und Unsicherheiten bei der Zentralmatura zeigen, Ministerium muss sich Verantwortung bewusst werden

Bildung/Schule/Matura/AKS/Bifie

Trotz der Schwierigkeiten im Vorfeld ist die Zentralmatura aus Sicht der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. "Die Pannen in der letzten Woche und die Unsicherheiten rund um die neue Form der Matura zeigen nur einmal mehr, dass noch gewaltig an der Kommunikation gearbeitet werden muss und das Ministerium sich seiner Verantwortung als zentrale Schnittstelle bewusst wird ", sagt Claudia Satler, Bundesvorsitzende der AKS. Die AKS fordert, dass die Aufgaben des Bundesinstitut für Bildung (BIFIE) wieder in das Bildungsministerium eingegliedert werden. "Das Chaos muss ein Ende haben", betont die Schüler_innenvertreterin. ****

In der letzten Woche fand der Probelauf für die "Neue Matura" in den verschiedensten Schulen statt. Zuerst gab es große Furore auf Grund des flexiblen Prozentsatzes bei der Matura in lebenden Fremdsprachen, bei dem es offensichtlich Kommunikationsprobleme gab. Dass dieser Prozentsatz sich fast jedes Jahr auf Grund des Schwierigkeitsgrades der Testaufgaben ändert, ist schon länger bekannt und eigentlich nichts Neues. Dazu kamen dann noch die Schwierigkeiten mit den Angabezetteln bei der zentralen Mathematikmatura an 5 Schulen Wiens. Doch solange es die Matura gibt, ist es wichtig, dass diese zentral vonstatten geht. "Der große Vorteil der Zentralmatura ist ja, dass die Lehrperson nicht mehr gleichzeitig den_die Prüfer_in darstellt und damit für alle die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden", erklärt Satler. Genau das könne das Schulsystem in Österreich grundlegend aufwerten. "Dass es aber noch viele weitere Schritte zur Verbesserung benötigt, ist natürlich klar", so Satler weiter.

Mittlerweile wird auch hinterfragt, wie sinnvoll diese Prüfung am Ende der Schullaufbahn ist. Jedoch ist die Position der AKS seit Jahren jene, dass die Matura abgeschafft werden muss. Eine punktuelle Prüfung, die Schüler_innen in Ziffernoten einteilt, sei keinesfalls begrüßenswert und spiegle kaum das Können der Schüler_innen wider, so Satler. "Wir wollen die Probleme im Schulsystem an der Wurzel packen. Wir müssen allen Kindern und Jugendlichen in Österreich ein Schulsystem bieten, in dem sie sich wohlfühlen, frei entfalten können und zu kritischen Menschen herangezogen werden. Schüler_innen müssen dazu fähig sein, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und zu hinterfragen - und das in jedem Bundesland gleichermaßen", betont die Bundesvorsitzende. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Claudia Satler
AKS Bundesvorsitzende
tel: 0699 11408142
mail: claudia.satler@aks.at


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
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