Donnerstag, 15. Mai 2014

2014.05.15: Bildung

OTS0310 II 15.05.2014 16:03:12

 

Jank: Strukturreform im Bildungsbereich notwendig

Utl.: ÖVP-Bildungssprecherin anlässlich des Budgetausschusses zum Kapitel Unterricht

Parlament/ÖVP/Bildung/Budget/Jank

"Bildung ist ein wichtiger Bereich für unsere Zukunft. Wir geben 24 Prozent mehr pro Schülerin bzw. Schüler aus als noch im Jahr 2007. Wir müssen aber hinterfragen, wie effizient die acht Milliarden Euro für die Perioden 2014/2015 eingesetzt werden und ob ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis besteht", sprach sich heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecherin Brigitte Jank anlässlich der Sitzung des Budgetausschusses zum Kapitel Unterricht für eine Strukturreform im Bildungsbereich aus.

Auch der Rechnungshof habe darauf hingewiesen, dass Strukturreformen im Bildungssektor unabdingbar seien und den Reformbedarf im Bildungsbereich von der Kinderbetreuung bis zur Universität unterstrichen. Derzeit komme zu wenig Geld bei den Betroffenen an, ohne Strukturreformen werde es auch nicht möglich sein, den Herausforderungen auf dem Bildungssektor zu entsprechen.

Das im vorliegenden Budget des Unterrichtsministeriums angeführte Wirkungsziel, das Bildungsniveau der Schülerinnen und Schüler zu steigern, ist zwar ein wichtiges Anliegen, allerdings würden ausschließlich quantitative Maßnahmen angeführt. "Aussagen und konkrete Zielsetzungen zur inhaltlichen Steigerung der Qualität fehlen", beklagt Jank.

Beim zweiten Wirkungsziel, die Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit im Bildungswesen zu verbessern, vermisst Jank eine klare Schwerpunktsetzung in Richtung MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). "Dabei bieten technischen Ausbildungen Frauen gute Karriere- und Aufstiegschancen", so Jank, die beim Budget im bildungspolitischen Bereich auch beklagt, dass Kunst- und Kultur vollständig verschwunden sei.

"Schule muss Kinder befähigen, jene Ausbildung und Fortbildung in Angriff zu nehmen, die sie tatsächlich machen möchten. Dazu brauchen wir zusätzliche Maßnahmen für Kinder bildungsferner Schichten und einen verbesserten Übergang vom Kindergarten in die Schule, damit in der weiteren Folge die Volksschule das leisten kann, was sie leisten soll: nämlich dass Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen können." Notwendig sei auch ein Fokus im Unterricht auf die Kernkompetenzen, eine Anpassung der Lehrpläne und ein Hinterfragen alter Lehrmethoden beziehungsweise das Einsetzen neuer Lehrmethoden, so Jank.

Die ÖVP-Bildungssprecherin sprach sich für eine bessere Bildungswegorientierung ab der Sekundarstufe I aus. Dazu sollten zusätzliche Experten hinzugezogen werden; die vorhandenen rechtlichen Hürden für eine stärkere Kooperation zwischen Schulen und Betrieben müssten beseitigt werden. "Kinder und Jugendliche können nicht früh genug in Betriebe hineinschnuppern und die Arbeitswelt tatsächlich kennenlernen. Dadurch erhalten sie einen Einblick, für welchen Beruf sie geeignet wären und wo ihre Neigungen liegen", schloss die ÖVP-Abgeordnete. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/169/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen