Mittwoch, 21. Mai 2014

2014.05.21: Bildung

APA0355 II, CI, XI 21.05.2014 14:16:14

 

Nachhilfe: Heinisch-Hosek setzt auf Ganztagsschule

Utl.: FPÖ gegen "Ganztagsschulfanatiker"

Schule/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) setzt im Kampf gegen den hohen Nachhilfeaufwand auf die Ganztagsschule. Eine ganztägige Betreuung verringere Aufwand und die Kosten für Nachhilfe beträchtlich, so die Ministerin in einer Aussendung. Die FPÖ stößt sich dagegen an den "Ganztagsschulfanatikern" in der SPÖ.

"Ich will Ganztagsschulen ohne Hausübungen. Die Eltern sollen mit den Kindern den Rest des Tages in Ruhe, mit Freizeit verbringen und nicht mit Hausübung Schreiben und Nachhilfe bezahlen", so Heinisch-Hosek. Die Regierung investiere daher bis 2018 insgesamt 400 Millionen Euro in den Ausbau der Ganztagsschule. Außerdem würden die Sprachförderkurse für die nächsten zwei Jahre verlängert, um Schüler mit Deutsch als Zweitsprache zu unterstützen.

Die Vizepräsidentin des Kärntner Landesschulrats, Elisabeth Dieringer-Granza (FPÖ), appellierte dagegen in einer Aussendung an die Arbeiterkammer, "auch hier reinen Wein einzuschenken, denn die Ganztagsbetreuung ist auch nicht kostenlos". Die Wahlfreiheit zwischen halb- und ganztägigem Unterricht müsse in Österreich unbedingt erhalten bleiben und die finanzielle Belastung für Eltern reduziert werden.

(schluss) aku;ks

APA0376 II, WI 21.05.2014 14:41:00

 

LH - Konferenz - Beschlüsse zu TTIP und Breitbandoffensive

Utl.: Länder wollen von Regierung "verbesserte Information" - Militärkommanden sollen bleiben

Bundesländer/Politische Bewegungen/Burgenland/Österreich

Bei ihrer Konferenz im burgenländischen Stadtschlaining haben die Landeschefs am Mittwoch auch "eine verbesserte Information" von der Regierung zum Freihandelsabkommen TTIP eingefordert, sagte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Aus Sicht der Länder habe "die Information nicht den entsprechenden Wert", wie dies in anderen Ländern, etwa in Deutschland der Fall sei, so Kaiser.

Im Hinblick auf die medizinische und ärztliche Versorgung gebe es von den Landeshauptleuten einstimmige Unterstützung für jene Initiativen, die sich dafür einsetzen, dass im ländlichen Raum auch das Führen von Hausapotheken für Ärzte ermöglicht werden soll, berichtete Kaiser. Bekräftigt haben die Landeshauptleute auch den Beschluss, "dass die Militärkommanden in den Ländern bleiben müssen."

Gemeinsam wolle man über die Verbindungsstelle der Bundesländer den in Not geratenen Nachbarn in Serbien und Montenegro helfen. Die Hilfe gehe in die Richtung, dass man sich beim Wiederaufbau und der Wiederherstellung von Lebensbedingungen einklinken werde, erläuterte Kaiser.

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Länder, den Bund zu ersuchen, die Breitbandoffensive beim Internetausbau fortzuführen, so Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP). Pühringer wies darauf hin, dass es um eine kofinanzierte Initiative gehe, die Länder somit bereit seien, selbst weiter zu finanzieren. "Wir halten einfach insbesondere für die Zukunft des ländlichen Raumes die Breitbandoffensive für etwas ganz Entscheidendes." Im Doppelbudget 2014/15 seien dafür keine weiteren Budgetmittel vorgesehen. "Wir fordern daher auf und ersuchen, hier nicht abzubrechen."

Bei den Fachhochschulen gehe es den Ländern "darum, dass das Koalitionsübereinkommen eingehalten wird, nämlich, dass es in Zukunft zusätzliche Studienplätze in den einzelnen Bundesländern gibt einerseits und andererseits, dass es zu einer Valorisierung der Kosten kommt", erklärte Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Seit vielen Jahren sei die Refundierung des Bundes gleich geblieben, "aber für die Bundesländer sind die Kosten höher geworden." Dass man vom Bund eine höhere Refundierung bekomme, "das steht auch im Koalitionsübereinkommen." Hier werde man Gespräche führen, "dass das auch umgesetzt wird", meinte Niessl.

Einen sehr großen Stellenwert habe für die Länder auch die Erwachsenenbildung, sagte Niessl. In dem Zusammenhang soll laut Landeshauptleutekonferenz die 15a-Vereinbarung zur Förderung von Lehrgängen für Erwachsene, beispielsweise zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses, verlängert werden.

Thema der Konferenz war außerdem die Auftragsvergabe: Dabei gebe es das Prinzip, sie an jene Firmen zu vergeben, die den billigsten Preis bieten. Das sei aber "oft keine faire Auftragsvergabe", meinte Niessl. In Zukunft sollten auch andere Kriterien als der Preis berücksichtigt werden. Als Beispiele nannte er die Qualität der Arbeitnehmer sowie des eingesetzten Materials, die Lehrlingsausbildung und Verstöße gegen das Lohn- und Sozialdumpinggesetz."All das kann in die Ausschreibung auch hineingegeben werden", so Niessl: "Da geht es um die Stärkung der Wirtschaft in den einzelnen Regionen."

Mit 1. Juli übernimmt Kärnten den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz. Die nächste LH-Konferenz soll am 18. November in Klagenfurt stattfinden, kündigte Landeshauptmann Kaiser an.

(schluss) hcg;jul;cts

OTS0235 II 21.05.2014 13:59:57

 

LH-Konferenz unter dem Motto "Starke Regionen. Unsere Zukunft!" - BILD

Politik/Kommunales/Burgenland/Bildung

Landeshauptleute befassten sich mit den Schwerpunkten Bildung, Ausbildung, Vergaberichtlinien und Freihandelsabkommen Unter dem Motto "Starke Regionen. Unsere Zukunft!" fand heute auf Burg Schlaining unter dem Vorsitz von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl die Landeshauptleutekonferenz statt. Nachdem am Vorabend Bundeskanzler Werner Faymann zu informellen Gesprächen begrüßt werden konnte, nahmen heute auch die Bundesminister Rudolf Hundstorfer und Gabriele Heinisch-Hosek an den Beratungen der Landeshauptleute im Burgenland teil.

"Wir haben uns bei der heutigen Tagung sehr intensiv mit den zentralen Zukunftsthemen Bildung und Ausbildung beschäftigt", so der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Hans Niessl. Mit der Unterrichtsministerin sei man übereingekommen, einen intensiven, ergebnisoffenen Bildungsdialog zu führen, um die Strukturen im Bildungssektor effizienter zu gestalten. Das Ziel müsse lauten: "Weniger Geld für die Verwaltung und mehr Geld für die Klassenzimmer. Das Ziel lautet beste Bildung für die Kinder und sparen in der Verwaltung."

Zum Thema Ausbildungsgarantie äußerte sich Bundesminister Hundstorfer. Derzeit seien jährlich rund 9.000 Jugendliche nach Abschluss der Pflichtschule auch noch nach drei Monaten weder in Ausbildung noch in Erwerbstätigkeit. Die Landeshauptleutekonferenz habe das Projekt "Ausbildung bis 18" begrüßt und sich bereit erklärt, an der Umsetzung dieses wichtigen Zukunftsprojektes mitzuwirken, zeigte sich der Vorsitzende der LH-Konferenz erfreut. "Es geht darum, nicht wegzuschauen, wenn Jugendliche keine Ausbildung machen. Wir müssen darauf schauen, sie in Ausbildung zu bringen", so Hundstorfer. Es solle zu einer Ausbildungspflicht analog zur Schulpflicht kommen.

Weiters befasste sich die Landeshauptleutekonferenz mit der Finanzsituation der Fachhochschulen sowie mit dem Thema Erwachsenbildung. Die Länderchefs fordern zusätzliche Studienplätze an den Fachhochschulen und eine Valorisierung der Bundesmittel. Passend zum Motto "Starke Regionen. Unsere Zukunft!" befassten sich die Landeshauptleute auch mit Kriterien des Vergabeverfahrens. Die Landeshauptleutekonferenz hat sich dafür ausgesprochen, dass bei der Umsetzung der neuen Vergaberichtlinien dem Bestbieterprinzip besondere Beachtung geschenkt wird und dieses auch grundsätzlich Anwendung finden soll. Niessl: "Wir wollen vom Billigstbieter- zum Bestbieterprinzip." Faire Vergaben würden die regionale Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze im Land sichern. So sollten zum Beispiel auch Kriterien wir die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Qualitätsnormen eine entsprechende Berücksichtigung finden. Der Landeshauptmann verwies in diesem Zusammenhang auch auf die von ihm im Burgenland gestartete Initiative "Wir bauen burgenländisch".

Im Sinne der Stärkung des ländlichen Raums und auch der regionalen Wirtschaft sei eine Fortführung der Breitbandoffensive ein Gebot der Stunde. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer sieht darin "einen ganz entscheidenden Punkt". Er verwies auch darauf, dass es sich dabei um eine kofinanzierte Initiative handle und somit auch die Länder bereit seien, finanzielle Beiträge zu leisten. Niessl dazu: "Wir wollen den Bund in dieser wichtigen Frage mit guten Argumenten überzeugen."

Das Freihandelsabkommen TTIP stand heute ebenfalls auf der Tagesordnung. Die Landeshauptleutekonferenz fordert vom Bund, dass die Länder umfassend und vollständig über den Verhandlungsgegenstand und den Verhandlungsfortschritt informiert werden. Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, nächster Vorsitzender der LH-Konferenz: "Diese Vorgehensweise fordern wir bei allen Maßnahmen ein, die sich auf die Länder auswirken."

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OTS0205 II 21.05.2014 12:52:24

 

Heinisch-Hosek zu AK-Nachhilfebarometer: Ganztagsschule entlastet Kinder und Eltern

Utl.: Verlängerung der Sprachförderkurse verbessert Chancengerechtigkeit

Bildung/Schule/Ganztagsschule/Nachhilfe

"Kinder werden in der verschränkten Ganztagsschule optimal gefördert", so die Bildungsministerin anlässlich der Präsentation des AK Nachhilfebarometers 2014. Eine ganztägige Betreuung verringert Aufwand und die Kosten für Nachhilfe beträchtlich, das belege das AK-Barometer deutlich. "Die Bundesregierung investiert bis 2018 insgesamt 400 Millionen Euro in den Ausbau der Ganztagsschule, damit schaffen wir Plätze für rund 200.000 Schülerinnen und Schüler."

Dieses Reformprojekt wird wie geplant umgesetzt und zeige, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei. "Ich will Ganztagsschulen ohne Hausübungen. Die Eltern sollen mit den Kindern den Rest des Tages in Ruhe, mit Freizeit verbringen und nicht mit Hausübungschreiben und Nachhilfe bezahlen", unterstrich die Bildungsministerin.

Um vor allem Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache zu unterstützen, werden außerdem die Sprachförderkurse für die nächsten zwei Jahre verlängert, unterstrich die Bildungsministerin. "Wir investieren 25 Millionen Euro pro Jahr in diesen Bereich, weil Sprachkompetenz eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn ist", so Heinisch-Hosek. Hier sei die Abstimmung mit den Kindergärten essentiell, wo es ebenfalls Unterstützung beim Spracherwerb gebe. "Als Bildungsministerin ist es mir ein großes Anliegen, Kinder jahrgangsübergreifend und langfristig zu fördern", so Heinisch-Hosek.

Auch der Forderung nach einer "indexbasierten Mittelverteilung", so wie es die AK fordert, stehe die Ministerin offen gegenüber. Hier werde man sich gemeinsam mit den Ländern und SchulpartnerInnen anschauen, wie das Bildungsbudget noch effektiver bei den Schülerinnen und Schüler ankommen kann, so die Ministerin abschließend.

Rückfragehinweis:
Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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