Mittwoch, 21. Mai 2014

2014.05.21: Bildung

OTS0230 II 21.05.2014 13:43:33

 

Grossmann: Ausbau ganztägiger Schulformen bringt Reduktion von Nachhilfekosten für Eltern

Utl.: AK-"Nachhilfebarometer" zeigt: Hohe Ausgaben für Nachhilfe - Bildungsgerechtigkeit ist Voraussetzung für gerechte Zukunftschancen der Kinder

SPÖ/Grossmann/Bildung/Schule/Nachhilfe

"Die Kosten für Nachhilfe sind viel zu hoch, das ist in dieser Form nicht mehr zumutbar", betont SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann zur aktuellen AK-Erhebung bezüglich Nachhilfekosten für Familien und fordert, Schulen so zu organisieren, dass Nachhilfe nicht mehr notwendig ist. Voraussetzung dafür ist für die SPÖ-Bildungssprecherin, die Angebote der ganztägig verschränkten Schulformen- wie im Regierungsprogramm vereinbart - verstärkt auszubauen. Die Mittel dafür wurden stark erhöht, damit Bildungsgerechtigkeit auch tatsächlich umgesetzt werden kann, sagt Grossmann heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Wesentlich ist, dass die Mittel tatsächlich in Anspruch genommen werden, auch oder vor allem im ländlichen Raum", ist Grossmann überzeugt. Deshalb wird ab 2015 die Inanspruchnahme erleichtert: Bauförderungen werden pro Gruppe auf 55.000 Euro und Personalförderungen auf 9.000 Euro erhöht. Man kann künftig auch mit kleineren Gruppen ab 12 Kindern starten, um in den Genuss der Bundesförderung zu kommen.

"Es darf nicht sein, dass der schulische Erfolg der Kinder von ihrer Herkunft abhängig ist. Bildungschancen sind Zukunftschancen und diese müssen für alle Kinder gleich sein. Auch dürfen die Bildungschancen der Kinder nicht davon abhängen, ob Eltern Geld für Nachhilfe investieren können oder nicht", spricht sich Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann für den Ausbau der idealerweise verschränkten, ganztägigen Schulformen aus und vor allem auch dafür, dass Ganztagsschulen flächendeckend angeboten und somit in Anspruch genommen werden können, aber nicht müssen. (Schluss) sl/mp

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APA0295 II, XI 21.05.2014 13:23:00

 

LH-Konferenz: LH erfreut über Gesprächsangebot bei Schulverwaltung

Utl.: Pröll poltert allerdings auch gegen die Ministerin - BILD

Bundesländer/Militär/Wehrdienst/Sicherheitspolitik/Österreich

Die Landeshauptleute haben sich am Mittwoch erfreut gezeigt über das Angebot von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), ergebnisoffen über die Schulverwaltung zu diskutieren. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) erklärte gegenüber der APA allerdings auch, man sei "überrascht" gewesen, dass die Ressortchefin "nicht beweglicher" war.

Klar sei, dass die beste Bildung für die Schüler das wichtigste sei und dass Einsparungspotenziale in der Verwaltung zu heben seien, erklärte der derzeitige Vorsitzende, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Heinisch-Hosek habe erstmals zugesagt, die Beschlüsse aus Frauenkirchen diskutieren zu wollen, meinte er. Vorstellbar wäre für die Bundesländer etwa der Weg über die mittelbare Bundesverwaltung - die Vollziehung von Bundesaufgaben auf Landesebene.

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) erklärte bei der Pressekonferenz ebenfalls, man habe über die Fraktionen hinweg bekundet, dass es entweder zu einer Verländerung der Schulverwaltung kommen soll oder einer Übernahme im Rahmen der mittelbaren Bundesverwaltung: "Wir drängen uns nicht auf, wir sind auch nicht machtgeil. Wir glauben nur, dass es vernünftig ist." Niemand wolle neun unterschiedliche Schulsysteme in Österreich. Dass die Länder allerdings etwa für Finanzen und Personal zuständig sein können, beweise man im Pflichtschulbereich. Die LH seien sich einig: Bevor in der Klasse gespart wird, müsse jeder Euro aus der Verwaltung genommen werden. Die derzeitige Schulverwaltung sei eine klassische Doppelverwaltung, stellte Pühringer fest.

Erwin Pröll (ÖVP) zeigte sich beim Verlassen der Konferenz weniger freundlich gegenüber Heinisch-Hosek. Man sei "überrascht" gewesen, dass sie "nicht beweglicher" ist, so Pröll. Positiv sei, dass über den Beschluss von Frauenkirchen nun "ernsthafte Gespräche" geführt werden. Dadurch habe man die Chance, dass die Vorschläge der Länder auch umgesetzt werden. Dass auf Bundesebene neun unterschiedliche Bildungssysteme befürchtet werden, bezeichnete der niederösterreichische Landeschef als "Stumpfsinn", zumal der Bund die Bildungsziele festlegt. Man habe Heinisch-Hosek daher nahegelegt, mit den "Falschinformationen" aufzuhören. Zu den Pannen im Bildungsressort meinte Pröll: "Die Katastrophe nimmt offenbar ihren Lauf." Heinisch-Hosek trete in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin. Angesprochen auf Aussagen von Bundespräsident Heinz Fischer, der zu viel Macht seitens der Länder befürchtet, erklärte der LH: "Von einem Zentralisten ist nichts anderes zu erwarten."

Die Aussprache mit Heinisch-Hosek sei "höchst an der Zeit" gewesen und es müssen weitere folgen, stellte Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gegenüber der APA fest. Das sei man den Schülern und der Jugend schuldig. Die Länder erneuerten ihren Vorschlag, dass man in die Bildungsverwaltung etwas mehr in Länderverantwortung einbringt und Doppelgleisigkeiten abschafft. Bisher habe die Ministerin hier abgewunken, heute jedoch Gesprächsbereitschaft signalisiert: "Das ist ein erster Schritt. Ich hoffe dem folgen noch weitere und ich hoffe sie folgen zügig."

Günther Platter (ÖVP) war über die Beschlüsse der Konferenz grundsätzlich zufrieden. Dass künftig neun verschiedene Schulsysteme drohen könnten, "das ist ein völliger Schmarrn", erklärte der Tiroler. Heinisch-Hosek sei bereit, ergebnisoffen zu diskutieren, man bleibe jedoch "vorsichtig", so Platter. Salzburgs Wilfried Haslauer (ÖVP) verwies darauf, dass nun alle Varianten überprüft werden mit dem Ziel der Effizienzsteigerung.

"Zufrieden, dass wir ein gutes Stück im Bildungsdialog vorangekommen sind", war der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Heinisch-Hosek sei zwar anderer Meinung, aber: "Der Bildungsdialog ist ent-blockiert."

(schluss) jul;hcg;cts

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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