Sonntag, 29. Juni 2014

2014.06.28-30: Newsletter Bildung

 

Die Presse – 30. Juni 2014

 

 

Johanna Tradinik: "Man darf Junge nicht mundtot machen"

Johanna Tradinik, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, sieht Gemeindepolitik als Vorbild. Sie fordert die gemeinsame Schule der Zehn- bis 15-Jährigen. Gleichstellung im Beruf werde es ohne Frauenquoten nicht geben.

KARL ETTINGER

Die Presse: Ärgern Sie sich als junger Mensch über die Politik der Bundesregierung?

Johanna Tradinik: In vielen Punkten ärgere ich mich schon. Gerade wenn in Zukunftsbereichen, wie bei der Bildung, gespart wird, denke ich mir: Wo haben die ihren Kopf? Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Es gibt Bereiche, in denen darf man nicht sparen. Bildung gehört dazu. Wenn es um junge Menschen geht, darf nicht gespart werden.

Von allen Politikern werden die Zukunft und die Jugend beschwören. Wie kommt diese Diskrepanz zustande?

Junger Mensch ist man in Österreich bis zum Alter von 30 Jahren. Insgesamt sind das 2,9 Millionen Menschen, für die wir als Bundesjugendvertretung auch zuständig sind. Aber es haben halt nur die 16- bis 30-Jährigen bei einer Wahl die Möglichkeit, eine Stimme abzugeben. Dabei ist es allerdings kurzsichtig von der Politik, denn Kinder und jene unter 16 Jahren dürfen schließlich irgendwann wählen.

Machen Junge zu wenig auf ihre Anliegen aufmerksam? Warum werden sie etwa im Gegensatz zu Seniorenvertretern ignoriert?

Seniorenvertreter sind ein ganzes Leben lang in der Politik und haben daher auch eine andere Ausgangslage. Junge Menschen machen an sich nicht zu wenig. Wenn sie sich freiwillig engagieren, dann gestalten sie Gesellschaft selbst ganz stark mit. Es fehlt aber vonseiten der Parteien der Wille dazu, junge Menschen einzubinden. Prinzipiell tut die Politik zu wenig, um junge Menschen hereinzuholen. Es braucht unter anderem auch viel mehr Politische Bildung schon in der Schule. Deswegen fordern wir Politische Bildung ab der fünften Schulstufe als eigenes Unterrichtsfach.

Ist die herkömmliche Politik für Junge zu abstoßend?

Ich würde nicht sagen Politik an sich.

Sondern?

Die Personen, die diese betreiben, werden durch ihre Handlungen immer wieder unglaubwürdig. Sie vermitteln nicht den Eindruck, sie würden junge Menschen ernst nehmen. Junge bringen sich gern ein, man darf sie halt nicht mundtot machen. Es gibt zum Beispiel in vielen Gemeinden Kinder- und Jugendgemeinderäte,und das funktioniert auch gut. Das könnte man tatsächlich stark ausbauen, damit junge Menschen speziell ihr Lebensumfeld besser mitgestalten können.

Fällt Ihnen eine Politikerin oder ein Politiker ein, die oder der anders an Junge herangeht?

Mir fallen dazu die jungen Politiker im Nationalrat ein. Namen möchte ich jetzt absichtlich nicht nennen. Bei diesen besteht jedenfalls eine ganz andere Zusammenarbeit und auch eine andere Gesprächsbasis.

Was sind denn für Sie die drei wichtigsten Anliegen, um Österreich zu verbessern?

Ich fordere eine neue Schule, die auf das Jahr 2014 ausgerichtet ist und die dieses Schulsystem ablöst, wie wir es seit über hundert Jahren haben.

Neue Schule klingt nebulos, was bedeutet das konkret?

Dazu gehört eine gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 15-Jährigen und auch eine verschränkte Ganztagsschule. Man orientiert sich im Schulwesen heute an den Defiziten und fördert nicht, was junge Menschen können. Nötig ist auch viel mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung, damit diese als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft gesehen werden. Noch ein weiterer Punkt trifft gerade für Österreich zu: Man muss Mehrsprachigkeit als etwas Positives stärker fördern.

Das war jetzt ein umfassender Vorschlag für das Schulwesen, der Ihnen als Jugendliche besonders am Herzen liegt. Was sollte darüber hinaus verbessert werden?

Man sollte generell fördern, dass sich junge Menschen politisch engagieren. Angefangen, wie schon zuvor gesagt, bei Politischer Bildung als eigenem Unterrichtsfach in Schulen. Grundsätzlich sollten Politikerinnen und Politiker auf junge Menschen viel mehr zugehen.

Und der dritte Punkt?

Die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen muss vorangetrieben werden. In Österreich ist im Bereich des Bildungswesens Gleichstellung schon vorhanden. Sobald es dann aber ins Berufsleben geht, geht die Gleichstellung bei den Aufstiegschancen oder auch beim Einkommen verloren. Da muss sich etwas ändern. In letzter Zeit wurden darüber hinaus die Väterkarenz und der Väterschutz nach der Geburt politisch aufs Tapet gebracht, was wir sehr begrüßen. Dann hat man nicht mehr das Problem, dass allein Frauen bei einer Anstellung als „Risiko“ gelten, weil sie Kinder bekommen können. Es gibt jungen Männern die Möglichkeit, dass sie in Väterschutz gehen können und die Unternehmen müssen ihnen dieses Recht einräumen.

Sind Sie für Frauenquoten in Spitzenpositionen?

Ja, auf jeden Fall. Ohne Frauenquoten geht es anscheinend nicht, diese gläserne Decke im Berufsleben, die immer noch existiert, zu durchbrechen.

Halten Sie ein Schließen der Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern für realistisch?

Das kommt auf die Maßnahmen an, die gesetzt werden. Wenn etwa Frauenquoten und ein verpflichtender Väterschutz umgesetzt werden und wenn auch die Offenlegung von Gehältern tatsächlich praktiziert wird, wird sich diese Kluft sehr schnell schließen. Jedenfalls im Verhältnis dazu, dass sich seit Jahrzehnten nichts geändert hat.

Wollen Sie selbst einmal in die Politik gehen?

Ich bin jetzt schon in der Politik, in der Bundesjugendvertretung. Ich finde es vor allem positiv, dass ich mich dabei, ohne in einer politischen Partei zu sein, engagieren kann.

Ist parteipolitisches Engagement in Ihren Zukunftsplänen ebenfalls vorgesehen?

Derweil nicht.

52 JUGENDORGANISATIONEN UNTER EINEM DACH

Bundesjugendvertretung. In dieser gesetzlich verankerten Interessenvertretung sind insgesamt 52 Jugendorganisationen in Österreich mit völlig unterschiedlichen Ausrichtungen vereint, wie etwa die Kinderfreunde, die Schülerunion, die Blasmusikjugend, die Aktion Kritischer Schüler oder die Jungorganisationen der Parteien. Die Bundesjugendvertretung (BJV) ist wie Arbeiter- oder Wirtschaftskammer eine Sozialpartnerorganisation. Von der BJV werden rund 2,9 Millionen Menschen unter 30 Jahren vertreten.

Johanna Tradinik ist eine der Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung. Sie kommt von den Pfadfindern und Pfadfinderinnen Österreichs und führt seit März dieses Jahres turnusmäßig die Geschäfte der BJV. Tradinik studiert Französisch und Geschichte in Wien. Dem derzeitigen insgesamt vier Mitglieder umfassenden Vorsitzteam gehören außerdem weiters an: Jim Lefebre (Junge ÖVP), Laura Schoch (Sozialistische Jugend Österreich) sowie David Neuber (Katholische Jugend Österreich).

 

 

Die Presse – 30. Juni 2014

 

 

Schulautonome Tage: Oberösterreich will einheitliche Regelung

Schon im kommenden Schuljahr sollten alle Schüler in Oberösterreich zur gleichen Zeit frei haben, wünscht sich Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP).

In der Diskussion um die schulautonomen Tage treten der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer und Bildungslandesrätin Doris Hummer (beide ÖVP) für eine landesweit einheitliche Regelung ein. In einer Presseaussendung am Freitag appellierten sie an den Bund, rasch zu entscheiden. Schon im kommenden Schuljahr sollten alle zur gleichen Zeit frei haben, so Pühringer und Hummer.

Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern in unterschiedlichen Schulen hätten derzeit ein richtiges Betreuungsproblem, erklärte der Landeshauptmann. "Es muss möglich sein, dass die Anzahl der freien Tage für Höhere Schulen und Allgemeine Pflichtschulen im Bundesgesetz vereinheitlicht wird", betonte Hummer. In Oberösterreich sei man bereits jetzt um eine bestmögliche Koordination bemüht: Der Landesschulrat erklärt per Erlass zwei Tage pro Jahr einheitlich frei - in Abstimmung mit den Elternverbänden und der Schülervertretung sowie dem Zentralausschuss der Allgemeinen Pflichtschulen. Zusätzlich gibt er noch Empfehlungen, um eine weitere Vereinheitlichung zu ermöglichen.

 

 

ORF – 30. Juni 2014

 

Grüne Bildungssprecher fordern mehr Schulautonomie

Die grünen Bildungssprecher der einzelnen Bundesländer verlangen einen Ausbau der Schulautonomie und eine auf einem Index basierende Mittelzuteilung an die Schulen. Kritik übten sie bei einer gemeinsamen Tagung unter anderem an der flächendeckenden Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) und der ungleichen Förderung von Privatschulen, hieß es heute in einer Aussendung.

Die größte Verunsicherung orten die grünen Bildungspolitiker in den geplanten Sparmaßnahmen: Niemand wisse derzeit, wo genau es weniger Geld geben werde. „Derzeit blockieren sich Bund und Länder gegenseitig, einen sinnvollen Ausweg sehen die Grünen in einer weitgehenden Schulautonomie“, so Nationalratsbildungssprecher Harald Walser.

Eine weitere „Baustelle“ sehen die Grünen in den „schleppenden Vorbereitungen der modularen Oberstufe“: Hier würden ähnliche Pannen wie bei der Zentralmatura drohen. Daneben wollen sie sich in den kommenden Monaten einer Neuregelung der Ferienordnung, Initiativen zur Sprachförderung und der Einführung von Sprachzertifikaten für Lehrkräfte mit migrantischem Hintergrund widmen.

Im Ö1-Morgenjournal plädierte Walser außerdem für die Einrichtung von Schulombudsstellen in allen Bundesländern. Diese sollten ähnlich wie die Beschwerdekommission im Bundesheer oder der Patientenanwalt für Schüler, Eltern und Lehrer da sein und Zugriff auf Informationen haben sowie dem Parlament über Missstände im Schulwesen berichten.

 

Morgenjournal, 28.6.2014

Debatte über zentralen Schülerdaten-Speicher

Wolfgang Werth

Mit dem kommenden Schuljahr startet an rund 500 Gymnasien und berufsbildenden Höheren Schulen eine einheitliche Schüler-Datenverwaltung unter dem Namen "Sokrates Bund". Das Programm dient unter anderem der Dokumentation von Fehlstunden und der Erstellung von Schulzeugnissen. Gespeichert wird im Bundesrechenzentrum. Das Ministerium lobt den Fortschritt, die AHS-Lehrergewerkschaft ist skeptisch.

Daten von 400.000 Schülern, 530 Schulen

Bisher waren laut Unterrichtsministerium an den Schulen völlig inhomogene, großteils technisch überalterte und modernisierungsbedürftige Programme im Einsatz. Sie würden den rechtlichen und organisatorischen Anforderungen für die sogenannte Modulare Oberstufe nicht genügen - Stichwort: "Kurse statt Klassen". Und außerdem: Die Speicherung der Daten erfolgt derzeit lokal und sei damit, so das Unterrichtsministerium, von der lokalen IT-Sicherheit oder -Unsicherheit an der jeweiligen Schule abhängig. Das soll jetzt anders werden. Das Unterrichtsministerium, soeben noch durch das Bifie-Datenleck ziemlich unter druck, führt das zentrale Datensystem "Sokrates Bund" ein: Daten von 400.000 Schülern an fast 530 Schulen sollen beim Bundesrechenzentrum gespeichert werden.

Gewerkschaft dagegen

Matthias Hofer von der AHS-Lehrergewerkschaft spricht erstens von zahlreichen Kinderkrankheiten des Programms und findet zweitens dezentrale Speicherung wie bisher besser. Es habe wenig Sinn, ein gut laufendes dezentrales System, mit dem die Schulen gute Erfahrungen gemacht hätten, auf ein zentrales System umzustellen. Hofer vermutet, dass das Ministerium die Lizenz des alten Programms nicht verlängert und ein billigeres neues gekauft hat.

Ministerium verteidigt Vorteile

Tatsächlich dient Programm "Sokrates Bund" auch der Speicherung von Daten, die sehr datenschutzbewusste oder gar IT-skeptische Zeitgenossen noch datenschutzbewusster oder noch skeptischer werden lassen: Das Programm dient zum Beispiel der Dokumentation von Fehlstunden, Frühwarnungen vor dem Zeugnisfünfer, Mahnungen und es dient der Zeugniserstellung.

Das Unterrichtsministerium sagt, trotz zentraler Speicherung sollen nur die jeweils zuständigen an der einzelnen Schule Zugriff auf die Daten der jeweiligen Schule haben, das Ministerium werde nicht hineinschauen können, Daten müssten nicht mehrfach erfasst werden, Verwaltungsaufwand würde reduziert - und außerdem: Mit "Sokrates Bund" werde eine Empfehlung des Rechnungshofs umgesetzt.

 

 

ORF / Hohes Haus – 29. Juni 2014

http://tvthek.orf.at/program/Hohes-Haus/1264/Hohes-Haus/8118539/Gratis-Nachhilfe/8118547

 

 

Der Standard – 28. Juni 2014

 

 

Schülerdatensoftware: "Längere Testphase hätte viel Unmut vermieden"

Lisa Nimmervoll

AHS-Lehrergewerkschaftschef Quin kritisiert mangelhaften Support - Neos gegen Sokrates-Einsatz: "Datensparsamkeit statt Datensammelwut"

Wien – Nach dem STANDARD-Bericht über das neue zentrale Schülerverwaltungssystem "Sokrates Bund", mit dem die rund 550 Bundesschulen Österreichs - allgemeinbildende höhere Schulen (AHS) sowie berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) - ab Herbst arbeiten müssen, haben sich die Neos am Freitag gegen den Einsatz dieser Datensoftware ausgesprochen. "Sokrates schießt weit über das Ziel hinaus und ist nicht ausreichend begründet", sagte Neos-Menschenrechtssprecher Nikolaus Scherak und forderte "immer eine Überprüfung der Verhältnismäßigkeit, um nicht Persönlichkeitsrechte zu verletzen: Statt Datensammelwut brauchen wir Datensparsamkeit."

Keine neuen Daten abgesaugt

Aus dem Unterrichtsministerium hieß es dazu auf STANDARD-Anfrage, dass auch künftig "keine Daten gespeichert werden, die die Schulen bis jetzt nicht auch gespeichert haben, weil sie dafür laut Gesetz, etwa das Schulorganisationsgesetz, verpflichtet sind". Also etwa Noten, Fehlstunden, Klassenwiederholungen, aber auch Betragensnoten, Muttersprache oder Religionsbekenntnis etc. In Zukunft aber eben nicht mehr am jeweiligen Schulstandort aufbewahrt, sondern zentral im Bundesrechenzentrum gespeichert. Es werden also keine neuen oder mehr Daten als schon bisher "abgesaugt". Im Übrigen werde durch das neue System eine Empfehlung des Rechnungshofs zur Verwaltungsvereinfachung umgesetzt, heißt es im Unterrichtsressort.

Support für Lehrer nicht zufriedenstellend

Die zuständige Abteilung im Ministerium sei "jedenfalls sehr bemüht, da könnte ich nichts Negatives sagen", konzediert im STANDARD-Gespräch auch AHS-Lehrergewerkschaftsvorsitzender Eckehard Quin (Fraktion Christlicher Gewerkschafter, FCG). Ein "massives Problem" sei aber noch immer der Support durch die Betreiberfirma. Da gebe es bei Anfragen von Lehrern, die mit der Sokrates-Software arbeiten und Probleme haben, egal ob via Hotline oder per E-Mail, oft sehr lange, unzumutbare Wartezeiten. "Wenn jemand die Daten für Zeugnisse übernehmen soll und dann eine Woche auf eine Antwort warten muss, dann kommt das natürlich 'super' an", erzählt der Lehrergewerkschafter.

Quin hätte generell eine "längere Testphase, zum Beispiel ein Jahr mit Schulen, die sich freiwillig melden", bevorzugt, um die "üblichen Kinderkrankheiten, die jedes Softwaresystem hat, nicht im Vollbetrieb abzuarbeiten. So hätte man viel Unmut bei den Lehrern vermeiden können", sagt der oberste AHS-Lehrervertreter.

Die bei den Schulungen - laut Quin waren sie "endenwollend gut" und es wurde dort "sehr viel Kritik an Sokrates geäußert" - offenkundig gewordenen "Kinderkrankheiten" würden von der zuständigen Softwarefirma aber ernst genommen: "An der Lösung wird durchaus gearbeitet." So sei es einem Informatiklehrer in der Übungsphase etwa vor versammelter Lerngruppe gelungen, einen fiktiven Schüler mit dem Namen des Schulungsleiters in die Sokrates-Datenmaske einzuspeisen.

Systemlogik prallt auf Systemlogik

Aber, so hat Quin durchaus Verständnis für gewisse Anlaufschwierigkeiten: "Grundsätzlich gibt es keine Software, die keine Fehler hat. Da gibt es auch Probleme, für die man niemanden verantwortlich machen kann: Jedes Programm hat eine andere Systemlogik." Dieses Aufeinanderprallen verschiedener Systemlogiken - hier Schulverwaltung, dort Softwareprogrammierer - hätte man eben durch eine längere Testphase mit kleinerer Übungsgruppe verhindern können, meint Quin. "Man hätte die Fehler leichter gesehen und auch leichter entsprechenden Support für die Betroffenen anbieten können. Danach wäre ein flächendeckender Rollout einfacher zu organisieren gewesen."

Gegen die Umstellung weg von den einzelnen Schulen zum Bundesrechenzentrum, das künftig die Datensicherheit garantieren soll, hat Quin keine Einwände: "Da mache ich mir keine Sorgen, dass das ein Problem ist. Es ist wahrscheinlich kaum eine sicherere Datensicherung als dort, wo auch die Steuerdaten verwaltet werden."

"Was ist das denn für eine pädagogische Lektion?"

Der Statistiker Erich Neuwirth, der an der Uni Wien auch Informatik gelehrt hat, sagte im STANDARD-Gespräch zu Sokrates: "Als Statistiker will ich natürlich Daten hoher Qualität, aber ich möchte auch, dass man den Datenlieferanten erklärt, was da warum weitergegeben wird. Was ist denn das für eine pädagogische Lektion? Wir speichern alle Daten von euch zentral, ihr habt keine Ahnung, wer aller darauf zugreift, und das ist uns auch alles egal?", mahnt er mehr Transparenz bei der Datenerhebung ein. Das Ministerium hätte offensiver oder transparenter informieren müssen, vor allem auch die Eltern, was warum und wie lang gespeichert werde.

Datenmissbrauch im Unterricht thematisieren

Neuwirth plädiert dafür, diesen Umstieg auf ein neues Schülerverwaltungssystem auch gleich "didaktisch sinnvoll" zu nutzen und gleichzeitig mit der Einführung den "Lehrern eine Musterstundeneinheit für den Informatikunterricht zur Verfügung zu stellen, in der das System und möglicher Missbrauch thematisiert und auch beschrieben wird, welche Schutzmaßnahmen dagegen vorgesehen sind." Das wäre "eine lohnende Aufgabe für das Bifie", meint Neuwirth. Das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens war ja selbst vor nicht allzu langer Zeit im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Datenleck in eine Debatte über Datensicherheit im Bildungsbereich verwickelt. 

 

 

"Österreich" vom 28.06.2014                                   Seite 3

Ressort: Thema des Tages

 

B. Haas

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland

 

Niessl will Dialog mit Eltern

 

Ferien- Reform noch heuer

 

Gespräche schon ab Herbst

 

Sollen die Sommerferien verkürzt werden? LH Hans Niessl will die Frage schnell klären.

 

Wien. Sind das heuer die letzten großen Ferien? Geht es nach Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, dann soll bereits im kommenden Schuljahr eine neue Ferienordnung gelten. "Das würde ich mir wünschen", so Niessl im ÖSTERREICH-Gespräch.

 

Kinder vergessen &Eltern sind im Betreuungs-Stress

 

Wie ÖSTERREICH berichtete, hat Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine schon öfter geführte Debatte jetzt neu angeheizt und gemeint: "Neun Wochen Ferien sind zu lang." Tatsächlich gibt es dafür viele Argumente, Studien sagen etwa, dass Kinder in der langen Zeit Schulstoff vergessen. Und: Eltern kämpfen mit enormen Betreuungsschwierigkeiten. Auch Bildungsexperte Niki Glattauer spricht sich für eine Verkürzung aus. "Sechs Wochen sind genug", so der Lehrer. Niessl, früher ebenfalls Pädagoge, will nun einen "Dialog starten - aber am Schulbeginn, nicht am Schulschluss".

 

Deshalb hat er vor, schon ab Herbst mit Elternvertretern und auch mit Lehrern die Möglichkeiten auszuloten. "Ich bin da ergebnisoffen", so Niessl. Wichtig sei für ihn allerdings, dass man das "Thema wirklich ernsthaft diskutiert". Daher drängt er auch auf Umsetzung: "Ich würde mir eine neue Ferienordnung bereits für das nächste Jahr wünschen."

 

Niessl: »Dialog ab Schulbeginn«

 

ÖSTERREICH: Sind neun Wochen Ferien zu lang?

 

HaNS NIESSL: Ich würde zu diesem Thema einen Dialog starten, aber nicht zu Schulschluss, sondern zu Schulbeginn. Und ich bin ergebnisoffen, ob die Ferien statt neun dann acht oder sieben Wochen sind.

 

ÖSTERREICH: Ist der Zugang nach Maria Theresia -lange Ferien, weil Erntehelfer gebraucht werden -überholt?

 

NIESSL: Ja, so ist es. Und als ehemaliger Pädagoge sage ich auch: Ich würde mir eine neue Ferienordnung bereits für das nächste Jahr wünschen. (hab)

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Freitag, 27. Juni 2014

Bildungs-Newsletter 27. Juni 2014

OTS0024 WI, II 27.06.2014 09:05:31

 

Gesellschaftlicher Skandal Jugendarbeitslosigkeit: AK fordert Maßnahmen für 10.251 junge Oberösterreicher/-innen

 

Im Mai 2014 waren in Oberösterreich 10.251 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren entweder arbeitslos (5333), in Schulung (4478) oder auf der Suche nach einer Lehrstelle (440). AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert ein vehementeres Gegensteuern durch konjunkturbelebende Maßnahmen sowie Investitionen in den Ausbau von Bildungs- und Kinderbetreuungsinfrastruktur.

Nach wie vor 10.251 arbeitslose Jugendliche in Oberösterreich, obwohl die jüngeren Jahrgänge zurück gehen: "Die derzeitige Entwicklung hat dramatische Folgen für die Betroffenen, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft an sich", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Jugendarbeitslosigkeit führt zu geringerer Lebenszufriedenheit, schlechterer Gesundheit und geringerem Einkommen in der Zukunft. Wer schon in jungen Jahren arbeitslos ist, hat ein größeres Risiko, auch im Haupterwerbsalter häufiger keinen Job zu haben. So zeigt beispielsweise eine Studie für Deutschland, dass im Median ein Tag an Jugendarbeitslosigkeit zu 0,96 Tagen Arbeitslosigkeit in der Zukunft führt.

Seit Jahren ist bekannt, dass Jugendliche mit geringer Bildung bzw. Qualifikation ein besonders hohes Risiko, arbeitslos zu werden, haben. Aber an diesem Grundproblem ändert sich objektiv nichts. Rund die Hälfte aller arbeitslosen Jugendlichen (44,7 Prozent) verfügt maximal über einen Pflichtschulabschluss. Bei den Schulungsteilnehmern/-innen liegt der Anteil bei 71,4 Prozent.

Zwei Drittel aller arbeitslosen Jugendlichen sind zwischen 20 und 24 Jahre alt. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert daher eine Ausweitung der Ausbildungsgarantie bis zum Alter von 24 Jahren. Ähnlich wie für Jugendliche bis 18 Jahre soll es auch für diese Altersgruppe ausreichend Ausbildungsangebote und überbetriebliche Lehrwerkstätten geben. Damit diese zweite Ausbildungschance attraktiver ist als kurzfristig eine Hilfstätigkeit anzunehmen, sollte die Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes von derzeit rund 600 Euro im Monat auf ein altersadäquates Niveau - ähnlich wie beim Fachkräftestipendium - von 816 Euro angehoben werden.

Auf der anderen Seite müssen aber auch die Betriebe mehr Verantwortung übernehmen, betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: Sie müssen Jugendlichen mit geringer Bildung oder mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Chance geben und sie besser unterstützen. Um hierfür Anreize zu schaffen, muss die Lehrstellenförderung gezielter und effizienter eingesetzt werden. Nicht zuletzt muss die Lehre einer permanenten Qualitätssicherung unterzogen werden, damit weniger Jugendliche bei der Abschlussprüfung durchfallen.

Das zentrale Problem auf dem Arbeitsmarkt ist aber generell die Knappheit an Arbeitsplätzen aufgrund der schwachen Konjunktur. Wenn es gelingt, durch ein Konjunkturprogramm neue Arbeitsplätze zu schaffen, haben vor allem Jugendliche wieder mehr Chancen, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Daher sind umfassende Investitionsprogramme zur Ankurbelung der Konjunktur notwendig - neben dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere im öffentlichen Verkehr, und einem sozialen Wohnbauprogramm ist insbesondere der Ausbau von Bildungs- und Kinderbetreuungsinfrastruktur besonders sinnvoll. "Dadurch verbessert sich nicht nur die Betreuungssituation, es entstehen auch neue Arbeitsplätze und die öffentlichen Investitionen rechnen sich für den Staat innerhalb von vier Jahren", erklärt Kalliauer. Der Effekt ist ein Doppelter: Mehr Arbeitsplätze durch Investitionen und eine verbesserte Ausbildungssituation für Kinder und Jugendliche.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
mailto:walter.sturm@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/21/aom

 

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Kurier, 27.6.2014

Karin Leitner

 

Noten für Bildungsministerin

 

Miserables Zeugnis für die Schul-Chefin Nicht genügend: Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter stellen Ministerin Heinisch-Hosek miserables Zeugnis aus. 

 

Ein halbes Jahr nach Amtsantritt hat Gabriele Heinisch-Hosek jene Reputation verspielt, die sie als Beamtenministerin hatte.

 

Ein Fünfer von Lehrern

 

"Unglaubliche Fehlleistungen"

 

Seit einem halben Jahr ist die Sozialdemokratin Gabriele Heinisch-Hosek, zuvor für den gesamten öffentlichen Dienst und Frauenagenden zuständig, oberste Schulherrin (die Frauenagenden blieben ihr). Mit den schwarz-dominierten Standesvertretern hatte es noch keine Unterrichtsministerin leicht; Heinisch-Hoseks Vorgängerin Claudia Schmied (SPÖ) ebenso wenig wie deren Vorgängerin Elisabeth Gehrer (ÖVP).

 

Paul Kimberger Standesvertreter Kimberger: Ministerin ignoriert Lehrplanziele  - Foto: KURIER/Franz Gruber  Harte Kämpfer für ihre Klientel sind die Lehrergewerkschafter. Hart beurteilen sie auch Heinisch-Hosek. Ein "Nicht genügend" bekommt sie von Lehrergewerkschaftschef Paul Kimberger, der sich schon mit ihr und Schmied ausgiebig gematcht hat – wegen der künftigen Dienst- und Gehaltsregeln für Pädagogen. Warum der Fünfer? "Die Lehrplanziele, die im Regierungsprogramm vorgegeben sind – die Stärkung der Volksschulen, Sonderpädagogik, Begabtenförderung, Schulautonomie, eine neue Lehrerausbildung – werden von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek ignoriert", sagt Kimberger. "Stattdessen produziert sie unglaubliche Fehlleistungen wie die Pannenserie bei der Zentralmatura, das neue Lehrerdienstrecht. Es wird auf Kosten der Kinder eingespart. Dann gab es das Ja-und-Nein zum internationalen Pisa-Test, bis zur jetzigen Diskussion über die Verkürzung der Sommerferien. Leute in der Schule brauchen Systematik, Gerechtigkeit, Nachvollziehbarkeit und Transparenz in der Verfolgung von Unterrichtszielen. Genau das fehlt unserer Bildungsministerin."

 

Ein Vierer von Eltern

 

"Eigenartiges Führungsverständnis"

 

Als "wenig zufriedenstellend" qualifiziert Theodor Saverschel Ministerin Heinisch-Hoseks "Betragen": "Ihre Diskussionsführung ist verbesserungsbedürftig. Wenn jemand nicht auf ihrer Linie ist, wird sie nervös – und dann sehr unfreundlich."

 

PK ELTERNVERBÄNDE "ELTERN MACHEN MOBIL - BILDUNGSK Elternvertreter Saverschel: Inakzeptable Informationspolitik  - Foto: APA/HELMUT FOHRINGER  Die "Informationspolitik" der Ressortchefin missfällt dem Frontmann des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen ebenfalls: "Sie informiert meist zuerst die Medien, dann erst die Interessenvertreter. Das ist nicht akzeptabel." Wobei Heinisch-Hosek "nach dem Crash wegen der Budgetkürzung Besserung versprochen" habe. Auf die wartet Saverschel anderweitig noch: "Es mangelt nach wie vor an genügend Unterstützungspersonal für die Lehrer – von Psychologen bis Sekretariatskräften."

 

Ein "eigenartiges Führungsverständnis" Heinisch-Hoseks hat Saverschel angesichts des Datenlecks im Bildungsforschungsinstitut bifie ausgemacht: "Anfangs hat die Ministerin gesagt, sich das in Ruhe anzuschauen, dann folgte Hysterie – und sie stellte die Schülertestungen ein. Um dann den PISA-Test doch wieder machen zu lassen." Dass die zwei bifie-Direktoren ob der Probleme nicht mehr amtieren, sei zwar "ein gutes Zeichen, es gibt aber offenbar Ambitionen, diese Posten politisch zu besetzen", sagt Saverschel.

 

Positives gesteht er der SPÖ-Bildungsfrau aber auch zu: "Es ist gut, dass sie sich dagegen verwahrt, die Verantwortlichkeit für alle Lehrer den Bundesländern zu übertragen." Darauf drängen Landeshauptleute seit Längerem.

 

Ein Vierer von Schülern

 

"Großes Minus für die Zentralmatura"

 

"Einiges nicht gepasst" an Gabriele Heinisch-Hoseks bisherigem Wirken hat Bundeschülervertreterin Angi Groß. "Zuerst hat die Unterrichtsministerin den PISA-Test für 15-Jährige abgesagt – wegen des Datenlecks im Bildungsforschungsinstitut bifie, das sie vermutlich verheimlichen wollte. Jetzt findet er doch wieder statt."

 

EINIGUNG BEI ZENTRALMATURA: GROSS................. Schülervertreterin Groß: Mangelnde Mitarbeit  - Foto: APA/HERBERT NEUBAUER  Anders sei das bei TIMSS, einer ursprünglich für 2015 geplanten Volksschul-Vergleichsstudie. "Dass es die nicht gibt, ist schlecht. Um sich ein umfassendes Bild von Schülerleistungen machen zu können, muss es mehr geben als PISA." Als "großes Minus" sieht Groß, die der ÖVP-nahen Schülerunion entstammt, die Sache rund um die "standardisierte Reifeprüfung", die Zentralmatura an den Gymnasien: "Da sind beim ersten Durchgang viele Schlampigkeitsfehler passiert, etwa mit dem NS-affinen Text bei der Deutschmatura; aber auch in Englisch."

 

Wie qualifiziert Groß, die noch bis September Schüler vertritt, Heinisch-Hoseks "Betragen"? "Ein ,Sehr zufriedenstellend‘ geben wir Schüler ihr nicht, ein "Zufriedenstellend‘ ist es." Warum? "Bei Sitzungen ist sie nicht immer da. Anwesenheit wird in der Schule als Teil der Mitarbeit gewertet." Kommenden Montag gebe es einen "Runden Tisch" mit Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern zum Thema Schulrecht: "Da wird sie nicht dabei sein." Bessern werde sich Heinisch-Hosek "hoffentlich", sagt Groß, die fortan nicht mehr in eine Schule muss. Sie hat vor drei Wochen mit "gutem Erfolg" an einer HAK maturiert.

 

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"Der Standard" vom 27.06.2014                                

 

Schülerdaten werden durch neue Software zentral gespeichert

Penible Aufzeichnungen auch über Lehrer Gewerkschafter fürchtet um Datenschutz

 

Wien - Bereits im Schuljahr 2014/2015 soll an allen mittleren und höheren Schulen in Österreich die Schulverwaltungssoftware "Sokrates Bund" zum Einsatz kommen. Wie der Standard erfuhr, werden dann im Gegensatz zur bisherigen Schulverwaltung die Daten von Schülern und Lehrern an einer zentralen Stelle verwaltet. Das Unterrichtsministerium erklärt die Umstellung mit den neuen Anforderungen für die Schulverwaltung, die sich etwa durch die Modularisierung der Oberstufe ergeben. Gespeichert werden können sämtliche Schülerdaten wie Noten, Betragen, Mahnungen, Fehlstunden, Muttersprache oder Religionsbekenntnis. Manche Datensätze sollen 60 Jahre gespeichert werden. Auch Daten über die Lehrer werden gesammelt. Von der Lehrergewerkschaft kommt Kritik. AHS-Vertreter Matthias Hofer äußert datenschutzrechtliche Bedenken und zweifelt an der Funktionalität der Software.

 

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"Der Standard" vom 27.06.2014

Katrin Burgstaller

 

SCHWERPUNKT Schule wird in Datenbanken gegossen

Schülerdaten werden zentral gespeichert

 

Ab dem Schuljahr 2014/2015 sollen auf Geheiß des Unterrichtsministeriums Schüler-und Lehrerdaten mit der Verwaltungssoftware "Sokrates Bund" gespeichert werden. Lehrergewerkschafter Matthias Hofer kritisiert die Datenspeicherung.

 

Wien - An zahlreichen Bundesschulen in Österreich findet derzeit auf Geheiß des Unterrichtsministeriums eine gravierende Umstellung der Schulverwaltung statt. Alte Schulverwaltungssysteme werden abgelöst durch "Sokrates Bund". Die Software ermöglicht penible Aufzeichnungen über jeden einzelnen Schüler, aber auch über Lehrer. Im Gegensatz zu den bisherigen Verwaltungspraktiken verbleiben die Datensätze nicht an den einzelnen Schulen, sondern werden zentral gespeichert. Folglich können nicht nur die Schulen selbst auf die Daten ihrer Schüler und Schülerinnen zugreifen, sondern theoretisch auch das Unterrichtsministerium. Aus dem Unterrichtsministerium wird versichert: Sämtliche Daten werden auf Basis bestehender Gesetze und Verordnungen gespeichert. Die Daten seien ausschließlich für die mit der Verwaltung beauftragten Personen an den Bundesschulen zugänglich.

 

Zahlreiche Pannen

 

AHS-Lehrergewerkschafter Matthias Hofer unterrichtet selbst an einem Gymnasium in Tirol. Das Bundesland sei bereits im Wintersemester für "Sokrates Bund" als Pilotregion eingesetzt gewesen, sagt er. Im Gespräch mit dem Standard berichtet er von zahlreichen Pannen bei der Erstellung der Semesterzeugnisse. Über die Online-Datenbank habe man Einblick in die Notenaufzeichnungen aller Pilotschulen gehabt, schildert Hofer. Es sei sogar möglich gewesen, die Noteneingaben - auch schulfremde -zu verändern. Vonseiten des Unterrichtsministeriums heißt es dazu: "Nach Auskunft der Herstellerfirma bestand diese Sicherheitslücke zu keinem Zeitpunkt im Produktionssystem, sondern nur am Test-/Schulungssystem." Jetzt, da die Noteneingabe in die Abschlusszeugnisse ansteht, würden viele Lehrer aufgrund der Fragilität des Programms zittern, sagt Hofer. Die Maturazeugnisse habe man an vielen Standorten sicherheitshalber zusätzlich im alten Programm erstellt. In einem Rundschreiben ruft die AHS-Lehrergewerkschaft jedenfalls dazu auf, etwaige Fehler des Systems zu dokumentieren. Neben den Adressdaten, dem Familienstand der Eltern, Religionsbekenntnis, Erstsprache und "weiteren im Alltag gesprochenen Sprachen" sieht das Programm vor, Verhaltensnoten, Fehlstunden, Frühwarnungen, Mahnungen, den Leistungsabfall sowie Transferleistungen wie Schulbücher zu dokumentieren. Als "Merkmalskategorie" sind Zuordnungen wie Gewicht, Größe und Chipnummer vorgesehen. Theoretisch wäre es möglich, "Sokrates Bund" künftig als virtuelles Klassenbuch und auch als Verwaltungsprogramm für Schulärzte zu nutzen, sagt Hofer. Laut Unterrichtsministerium ist eine solche Funktion nicht vorgesehen. Die geplante Speicherdauer der Daten soll variieren. Laut Ministerium bestehen verschiedene Gesetzesgrundlagen. Ein Teil der Daten, etwa die Sozialversicherungsnummer oder ein sonderpädagogischer Förderbedarf, würden zwei Jahre nach Verlassen des Schülers aus dem System gelöscht. Daten zur Ausstellung von Zeugnisduplikaten seien 60 Jahre aufzubewahren. Im Unterrichtsministerium plant man, mit Beginn des Schuljahres 2014/15 "Sokrates Bund" an "nahezu allen mittleren und höheren Schulen des Bundes flächendeckend" einzusetzen. Nur einzelne der 529 Schulstandorte sollen aufgrund besonderer Umstellungserfordernisse zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Schuljahr umgestellt werden und den Betrieb der Software aufnehmen. Das Ministerium erklärt die Umstellung der Schulverwaltung mit neuen Anforderungen. Die an den Schulen im Einsatz befindlichen Schüler-Verwaltungsprogramme seien "großteils technisch überaltert". Aktuelle "rechtliche und organisatorische Vorgaben" wie die Modularisierung der Oberstufe hätten die alten Programme nicht erfüllt.

 

Die Verwaltungssoftware "Sokrates Bund" speichert Schüler-und Lehrerdaten zentral.

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"Der Standard" vom 27.06.2014

Lisa Aigner

 

Neue Mittelschule: „Wunder kann man nicht erwarten“

SPÖ-Bildungssprecherin: Evaluierung bis Jahresende

 

Wien – SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann dämpft die Erwartungen hinsichtlich der Neuen Mittelschule. Im Standard-Gespräch kündigt sie an, dass der Evaluierungsbericht zur neuen Schulform voraussichtlich bis Ende des Jahres fertig sein wird.

 

   „Wir haben weiterhin das Problem der Selektion. Man kann dem Konzept der Neuen Mittelschule nicht den Vorwurf machen, das es schlecht ist, wenn dort und da Bildungserwartungen nicht erfüllt werden“, sagt sie. Wenn man das Problem der frühen Trennung in Neue Mittelschulen und Gymnasien nach der Volksschule nicht beseitige, werde das Grundproblem nicht beseitigt. „Nach den ersten Beobachtungen hat sich sehr wohl einiges verbessert, aber Wunder wird man sich nicht erwarten können, wenn man das Grundproblem nicht löst.“

 

   Image schwingt mit

 

   Sie warnt vor falschen Vergleichen bei der Interpretation der Ergebnisse. Es sei klar, dass in Regionen, wo Neue Mittelschule und AHS direkt nebeneinander sind, die AHS eine stärkere Sogwirkung habe. „Da schwingt ein anderes Image mit.“ Sie empfiehlt, vor allem Ergebnisse jener Mittelschulen anzusehen, in deren Umgebungen es keine Gymnasien gibt.

 

   Die Bildungssprecherin schlägt zudem vor, dass die Ressourcen für die Schulen künftig nach sozialen Kriterien auf die Bundesländer verteilt werden. Grossmann: „Wir haben derzeit das Problem, das manche Länder ihre Dienstpostenpläne für Lehrer maßlos überziehen. Das ist so nicht hinzunehmen.“ Schulen mit vielen Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache sollen dann zum Beispiel mehr Geld bekommen. Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verteidigt Grossmann. Diese habe zu Beginn ihrer Amtszeit „großes Pech gehabt“, aus der Situation aber immer das Beste gemacht.

 

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"Der Standard" vom 27.06.2014                               

 

Zeugnisstress für Wiener Lehrer

Neue Schulverwaltungssoftware sorgte für Probleme

 

   Wien – Die Eingabe der Noten in die Zeugnisse, die die Schüler heute, Freitag, bekommen, hat sich in Wien für so manchen Lehrer mühsamer gestaltet als sonst. Wegen Problemen mit der neuen Schulverwaltungssoftware „WiSion“ musste nämlich ein Teil von ihnen die Noten zusätzlich im alten System und damit doppelt eintragen, damit die Schüler zeitgerecht ihr Zeugnis erhalten.

 

   An wie vielen Schulen Probleme bei der Noteneingabe aufgetaucht sind, lässt sich nicht sagen. „Anscheinend gibt es Standorte mit mehr und mit weniger Problemen“, sagt der Wiener Personalvertretungsvorsitzende Stephan Maresch (FCG). Teilweise hätten Schulen es zwar geschafft, mit WiSion am Bildschirm korrekte Zeugnisse zu erstellen, aber die Ausdrucke seien dann fehlerhaft gewesen. „Deshalb haben die Schulen die Zeugnisse dann mit dem alten Programm gemacht.“

 

   Für Robert Oppenauer, Leiter der für Schulen zuständigen Magistratsabteilung MA 56, handelt es sich nur um „Anlaufprobleme“ bei der Nutzung eines neuen, hochkomplexen Systems. Immerhin sei WiSion ein „Monsterprogramm“, in dem Millionen von Datensätzen in 27 Modulen den gesamten Schulalltag der Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder-, polytechnische Schule) abbilden.

 

   Die Schwierigkeiten bei der Noteneingabe führt Oppenauer auf fehlerhaften Umgang mit WiSion zurück: „Jedes neue System verursacht zunächst Aufregung. Das ist viel mit Lernen verbunden.“ Das eigentliche Ziel von WiSion sei es, den Schulleitern die Arbeit zu erleichtern: Damit soll online überprüfbar werden, wie viele Lehrer und Schüler aktuell an der Schule, welche Klassen auf Lehrausgang und welche Räume verfügbar sind. Auch die Lohnverrechnung soll damit abgewickelt werden. Insgesamt müssen dafür die Daten von 100.000 Schülern und 12.000 Lehrern zusammengeführt werden, neben den jeweiligen Schulleitern sollen zwei verschiedene Magistratsabteilungen und der Stadtschulrat darauf zugreifen können. (APA)

 

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Standard 26.6.2014/Online

 

Schüler- und Lehrerdaten werden künftig zentral gespeichert  

Katrin Burgstaller

 

Neue Software soll im Schuljahr 2014/15 an allen mittleren und höheren Schulen eingesetzt werden

An zahlreichen Bundesschulen in Österreich findet derzeit auf Geheiß des Unterrichtsministeriums eine gravierende Umstellung der Schulverwaltung statt. Alte Schulverwaltungssysteme werden abgelöst durch "Sokrates Bund". Die Software ermöglicht penible Aufzeichnungen über jeden einzelnen Schüler, aber auch über Lehrer.

Und: Im Gegensatz zu den bisherigen Verwaltungspraktiken verbleiben die Datensätze nicht an den einzelnen Schulen, sondern werden zentral gespeichert. Folglich können nicht nur die Schulen selbst auf die Daten ihrer Schüler und Schülerinnen zugreifen, sondern theoretisch auch das Unterrichtsministerium.

Aus dem Unterrichtsministerium wird versichert: Sämtliche Daten würden auf Basis bestehender Gesetze und Verordnungen gespeichert. Die Daten seien ausschließlich für die mit der Verwaltung beauftragten Personen an den Bundesschulen zugänglich.

Schulfremde Daten

AHS-Lehrergewerkschafter Matthias Hofer unterrichtet selbst an einem Gymnasium in Tirol. Das Bundesland sei bereits im Wintersemester für "Sokrates Bund" als Pilotregion eingesetzt gewesen, sagt er. Im Gespräch mit dem STANDARD berichtet er von zahlreichen Pannen bei der Erstellung der Semesterzeugnisse. Über die Online-Datenbank habe man Einblick in die Notenaufzeichnungen aller Pilotschulen  gehabt, schildert Hofer. Es sei sogar möglich gewesen, die Noteneingaben - auch schulfremde - zu verändern.

Vonseiten des Unterrichtsministeriums heißt es dazu: "Nach Auskunft der Herstellerfirma bestand diese Sicherheitslücke zu keinem Zeitpunkt im Produktionssystem, sondern nur am Test-/Schulungssystem."

Zittern vor Noteneingabe

Jetzt, wo die Noteneingabe in die Abschlusszeugnisse anstehe, würden viele Lehrer aufgrund der Fragilität des Programms zittern, sagt Hofer. Die Maturazeugnisse habe man an vielen Standorten sicherheitshalber zusätzlich im alten Programm erstellt. In einem Rundschreiben ruft die AHS-Lehrergewerkschaft jedenfalls dazu auf, etwaige Fehler des Systems zu dokumentieren.

Neben den Adressdaten, dem Familienstand der Eltern, Religionsbekenntnis, Erstsprache und "weiteren im Alltag gesprochenen Sprachen" sieht das Programm vor, Verhaltensnoten, Fehlstunden, Frühwarnungen, Mahnungen, den Leistungsabfall sowie Transferleistungen wie Schulbücher zu dokumentieren. Als "Merkmalskategorie" sind Zuordnungen wie Gewicht, Größe und Chipnummer vorgesehen. Theoretisch wäre es möglich, "Sokrates Bund" künftig als virtuelles Klassenbuch und auch als Verwaltungsprogramm für Schulärzte zu nutzen, sagt Hofer. Laut Unterrichtsministerium ist eine solche Funktion nicht vorgesehen.

Zusammenarbeit mit Systemen

In einem Schulungsskriptum für Lehrer, das dem STANDARD vorliegt, heißt es: "Manche Begriffe wie Sozialversicherungsnummern, Kürzel der LehrerInnen und DVR-Nummern der Schulen sind relevant für die Zusammenarbeit mit anderen Systemen." Hofer: "Die Frage ist, was will man mit diesen Daten? Warum werden sie plötzlich zentral erfasst?"

Das Unterrichtsministerium erklärt: Für manche Datenbereiche würden andere Programme verwendet. Zur Prüfungsplanung mit "Sokrates Bund" würden die Namen der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer benötigt. Diese würden über eine eigene Datenschnittstelle aus dem Lehrerverwaltungsprogramm automationsgestützt in "Sokrates" übernommen. Damit würden sich die Schulen den Aufwand der Mehrfacherfassung einzelner Daten ersparen. Diese Datenschnittstellen seien ausschließlich für die verschiedenen Verwaltungssysteme an den Schulen implementiert.

Variable Speicherdauer

Die Speicherdauer der Daten soll variieren. Laut Unterrichtsministerium bestehen verschiedene gesetzliche Regelungen für die Speicherdauer der einzelnen Datenmerkmale. Ein Teil der Daten, etwa die Sozialversicherungsnummer oder ein sonderpädagogischer Förderbedarf, würde zwei Jahre nach Ausscheiden des Schülers aus dem System gelöscht. Andere Daten werden länger gespeichert. So seien etwa Daten zur Ausstellung von Zeugnisduplikaten 60 Jahre lang an den Schulen aufzubewahren.

Flächendeckender Einsatz geplant

Das Ministerium will mit Beginn des Schuljahrs 2014/15 "Sokrates Bund" an "nahezu allen mittleren und höheren Schulen des Bundes flächendeckend" einsetzen. Nur einzelne der 529 Schulstandorte sollen aufgrund besonderer Umstellungserfordernisse zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Schuljahr umgestellt werden und den Betrieb der Software aufnehmen.

Die an den Schulen im Einsatz befindlichen Schülerverwaltungsprogramme seien "großteils technisch überaltert", begründet das Unterrichtsministerium die Umstellung. Sie hätten zudem "funktionell nicht alle aktuellen rechtlichen sowie organisatorischen Vorgaben wie die Modularisierung der Oberstufe" erfüllt.

Lehrerin: System "antipädagogisch"

Eine Lehrerin aus einem Wiener Gymnasium, die im Frühjahr in die Software eingeschult wurde, sagt zum STANDARD: "Ich bin schockiert über dieses mächtige Instrument und darüber, wie viel unserer Zeit in Zukunft offenbar für die Verwaltung von Schülern aufgebracht werden soll." Die lückenlose und zentral abrufbare Dokumentation sei "antipädagogisch" und könne Schüler verängstigen.

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober
Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3569

0664 / 44 45 005
kurt.schober@spoe.at

 

Donnerstag, 26. Juni 2014

2014.06.26: Bildung

ORF – 26. Juni 2014

Zeugnisse: Benotungssoftware macht doppelte Arbeit

Wegen der Probleme mit der neuen Schulverwaltungssoftware „WiSion“ mussten die Noten teilweise zusätzlich im alten System und damit doppelt eintragen werden, sodass die Schüler ihr Zeugnis zeitgerecht erhalten.

Die Eingabe der Noten in die Zeugnisse, die die Schüler am Freitag bekommen, hat sich diesmal in Wien für so manchen Lehrer mühsamer gestaltet als sonst.

Probleme mit „Monsterprogramm“

An wie vielen Schulen konkret Probleme bei der Noteneingabe aufgetaucht sind, lässt sich nicht sagen. „Anscheinend gibt es Standorte mit mehr und mit weniger Problemen“, sagt der Wiener Personalvertretungsvorsitzende Stephan Maresch (FCG) zur APA. Teilweise hätten Schulen es zwar geschafft, mit „WiSion“ am Bildschirm korrekte Zeugnisse zu erstellen, aber die Ausdrucke seien dann fehlerhaft gewesen. „Deshalb haben die Schulen die Zeugnisse dann mit dem alten Programm gemacht“, sagte Maresch.

Für Robert Oppenauer, Leiter der für Schulen zuständigen Magistratsabteilung MA 56, handelt es sich dabei nur um „Anlaufprobleme“ bei der Nutzung eines neuen, hochkomplexen Systems. Immerhin sei „WiSion“ ein „Monsterprogramm“, in dem Millionen von Datensätzen in 27 Modulen den gesamten Schulalltag der Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder-, Polytechnische Schule) abbilden.

Die Schwierigkeiten bei der Noteneingabe führt Oppenauer auf einen fehlerhaften Umgang mit „WiSion“ zurück, das Ungenauigkeiten bei der Dateneingabe nicht verzeihe: Wenn die Daten im alten Programm nicht völlig korrekt eingegeben worden seien, könne das neue sie nicht verarbeiten, betont Oppenauer. „Jedes neue System verursacht zunächst Aufregung. Das ist viel mit Lernen verbunden und die Anwender haben auch einen unterschiedlichen Zugang zum Thema EDV“, sagte Oppenauer.

Programm für 12.000 Benutzer

Das eigentliche Ziel von „WiSion“ sei es, den Schulleitern die Arbeit zu erleichtern: Damit soll online überprüfbar werden, wie viele Lehrer und Schüler aktuell an der Schule, welche Klassen auf Lehrausgang und welche Räume verfügbar sind. Auch die Lohnverrechnung und die Verrechnung der Nachmittagsbetreuung der Schüler soll über das System abgewickelt werden. Insgesamt müssen dafür die Daten von 100.000 Schülern und 12.000 Lehrern zusammengeführt werden, neben den jeweiligen Schulleitern sollen zwei verschiedene Magistratsabteilungen und der Stadtschulrat darauf zugreifen können.

2008 im Gemeinderat beschlossen, sollte „WiSion“ eigentlich schon 2011 an den Start gehen. Der Einsatz wurde allerdings mit Hinweis auf die Komplexität des Programms deutlich verschoben. Seit eineinhalb Jahren müssen Schulleiter parallel im alten und neuen System (und zwar wegen verschiedener Betriebssystem-Anforderungen auf zwei Rechnern) arbeiten, seit vergangenem November schrittweise auch Lehrer in das neue System einsteigen.

Stadt soll „Geld in die Hand nehmen“

Maresch beklagt, „WiSion“ sei trotz Warnungen der Lehrervertreter vor gravierenden Mängeln und deren Forderung nach einer späteren Einführung „beinhart durchgedrückt“ worden. Die Lehrervertreter seien zwar prinzipiell sehr froh über ein neues System, aber: „Ich kann nicht 12.000 Lehrer und 450 Direktoren als Beta-Tester einsetzen. Wir sind mit der Situation sehr unglücklich“. Maresch fordert deshalb, dass die Stadt nun „Geld in die Hand nehmen und alle Kraft darauf verwenden muss, die Probleme auszuräumen“.

Oppenauer kann unterdessen keine grundsätzlichen Fehler bei „WiSion“ erkennen: „Dann hätte ich nicht auch positive Rückmeldungen.“ Das sei nicht als Schuldzuweisung an Lehrer und Schulleiter zu verstehen, betont er. Es sei beim Wechsel von IT-Systemen aber nun einmal so, dass sich die Anwender erst an das neue Programm gewöhnen müssen.

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945