Dienstag, 2. September 2014

2014.09.02.: APA Bildung

Austria Presse Agentur – 2. September 2014

 

 

Neue Mittelschule: In vier Bundesländern Umstellung schon komplett

Utl.: In Burgenland, Kärnten, Niederösterreich und Tirol werden 2014/15 keine neuen Hauptschulklassen mehr eröffnet

 

Die Umstellung der Hauptschulen auf Neue Mittelschulen (NMS) schreitet voran: Gab es im vergangenen Schuljahr mit dem Burgenland lediglich ein Bundesland, in dem schon alle Hauptschulen auf NMS umgestellt waren, sind es im aktuellen Schuljahr 2014/15 bereits vier. So werden heuer auch in Kärnten, Niederösterreich und Tirol keine neuen Hauptschul-, sondern nur mehr NMS-Klassen eröffnet.

 

Im neuen Schuljahr kommen bundesweit 136 NMS-Standorte dazu, insgesamt sind damit bereits knapp 96 Prozent der bisherigen Hauptschulen umgewandelt. De facto fast umgestellt sind die Hauptschulen in Wien (99 Prozent), Oberösterreich und Steiermark (je rund 98) sowie Vorarlberg (95 Prozent). Salzburg liegt bei 79 Prozent. Bis 2015/16 soll die NMS die Hauptschule in allen 1. Klassen ablösen, 2018/19 ist die Umstellung in allen Jahrgängen abgeschlossen.

 

Die NMS wurde 2008 als Modellversuch gestartet. Mit 2012 wurde sie als neue Schulform eingerichtet und - ohne die eigentlich geplante vorherige Evaluierung - beschlossen, dass die NMS die Hauptschule ablösen soll. Die wissenschaftliche Untersuchung der Schulform soll nun Anfang 2015 nachgereicht werden.

 

NMS erhalten vom Bund sechs Zusatzstunden für "pädagogische Fördermaßnahmen" in den Gegenständen Mathematik, Deutsch und Englisch. Die zusätzlichen Ressourcen können für die Besetzung dieser Fächer mit je zwei Lehrern (Teamteaching) eingesetzt werden, oder aber für Individualisierung, differenzierten Unterricht in der Klasse, Begabungs- und Begabtenförderung, inklusive Pädagogik, Förderung in temporären Schülergruppen sowie Förder- und Leistungskurse.

 

An den NMS werden Schüler mit und ohne AHS-Reife gemeinsam unterrichtet, anders als in Gesamtschulsystemen gibt es in Österreich mit der AHS aber weiterhin eine zweite Schulform für Zehn- bis 14-Jährige. Dem Aufruf, ebenfalls an der Umstellung auf NMS teilzunehmen, sind bisher nur elf AHS gefolgt.

 

 

 

 

 

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