Dienstag, 9. September 2014

2014.09.09: Bildung / OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2014"

OTS0109 II 09.09.2014 11:58:11

 

Heinisch-Hosek: Österreich hat in wichtigen Bereichen der Bildung aufgeholt

Utl.: Bildungsministerin präsentiert Österreich-Ergebnisse der OECD-Studie "Education at a Glance"

Bildung/Schule/Hochschule/Kindergarten/OECD

Die heute in Paris präsentierte Studie OECD Studie "Education at a Glance" beleuchtet bildungspolitische Fragen aus einer internationalen Perspektive. Die 34 Mitgliedsländer, darunter auch 21 EU-Länder sowie 9 Nicht-Mitgliedsländern nehmen an der Studie teil.

Die Studie bestätige Trends, die wir schon in den letzten Jahren gesehen haben, erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Österreich hat sich in vielen Bereichen deutlich verbessert, vor allem bei der Berufsbildung sind wir top", so Heinisch-Hosek. Auch dass Österreich gut durch die Krise komme, zeigten die Ergebnisse der Studie, so Heinisch-Hosek. "Wir haben eine sehr niedrige Arbeitslosenrate, quer über alle Bildungsabschlüsse. Hier gehören wir zu den besten in der OECD."

Die Studie zeige auch, dass Österreich viel in die Bildung investiere, bei den Ausgaben aber mehr Effizienz gefragt sei. In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auf eine bundesweite Taskforce zum Thema indexbasierte Schulfinanzierung, die in der vergangenen Woche ihre Arbeit aufgenommen hat und Vorschläge für bundesweite Rahmenbedingungen erarbeiten soll.

Die Ergebnisse im Detail

* ÖsterreicherInnen sind gut ausgebildet - besonders bei Berufsbildung top Österreich gehört bei jenen, die einen berufsbildenden Abschluss haben, zum Spitzenfeld in der OECD. 58% der ÖsterreicherInnen haben einen berufsbildenden Abschluss auf Niveau der Sekundarstufe II. "Der OECD Durchschnitt beträgt 33%, hier liegen wir im absoluten Spitzenfeld. Das trägt dazu bei, dass Österreich eine vergleichsweise gute Arbeitsmarktlage hat", erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Erfreulich sei, dass sich Österreich auch bei elementarpädagogischen Einrichtungen deutlich gesteigert habe. 65% der 3-Jährigen besuchen einen Kindergarten (seit 2005 +18%, OECD: 70%), bei den 4-Jährigen sind es 91% (seit 2005 +9%, OECD: 84%). Der Kindergarten sei die erste Bildungseinrichtung, so Heinisch-Hosek. "Der Kindergarten legt den Grundstein für einen guten Start in die Bildungslaufbahn. Das Ergebnis macht deutlich, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln."

Die AkademikerInnenquote ist von 14% (2000) auf 20% gestiegen, wobei hier noch Aufholbedarf bestehe, erklärt Heinisch-Hosek. Es habe sich aber gezeigt, dass Jüngere stärker aufholen und mit einer Hochschulquote von 39% im OECD-Schnitt liegen. Im OECD Schnitt beträgt die Quote jener Menschen, die zumindest Sekundarstufe II abgeschlossen haben bei 75%, Österreich konnte sich seit 2000 um 7% steigern und liegt bei 83%.

* Österreich kommt weiter gut durch die Krise "Österreich bereitet die Jugendlichen besonders gut auf den Arbeitsmarkt vor. Der Anteil jener, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind, liegt deutlich unter dem OECD-Schnitt und Österreich hat sich seit 2008 sogar noch verbessert", so Heinisch-Hosek (Österreich: 9,7%, Österreich 2008: 10,4%, OECD: 15,2%). Österreich habe generell eine niedrige Arbeitslosigkeit, quer über alle Bildungsniveaus. Hier zeige sich auch die Stärke der berufsbildenden Ausbildung: 3,4% Arbeitslosigkeit bei Personen mit berufsbildendem Abschluss liegt deutlich unter OECD-Schnitt von 8,1%. Hier habe Österreich einen Spitzenwert innerhalb der EU-Länder. "In Sachen Arbeitsmarktpolitik und Berufsbildung ist Österreich sehr gut aufgestellt und meistert die Krise besser als andere Länder. Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sind eng verzahnt, das lohnt sich", so die Ministerin.

* Österreich investiert viel in die Bildung Die jährlichen Ausgaben pro SchülerIn liegen über den OECD-Schnitt (Österreich 13.116 USD pro SchülerIn, StudentIn, OECD-Schnitt 9.487 USD). Gemessen am BIP liegen die gesamten öffentlichen Bildungsausgaben mit 5,8% geringfügig über dem OECD-Mittel (5,6%). Bezieht man auch die privaten Bildungsausgaben mit ein, wird mit 5,7% des BIP etwas weniger in Bildungseinrichtungen investiert als im OECD-Vergleich (6,1%). 91,1% der Bildungsausgaben werden durch die öffentliche Hand getätigt (OECD: 83,9%)

Die hohen Investitionszahlen seien damit zu erklären, so Heinisch-Hosek, dass Österreich im OECD-Durchschnitt ein sehr gutes Betreuungsverhältnis zwischen LehrerInnen und SchülerInnen habe. So seien vor allem in der Volksschule und in der Sekundarstufe I kleine Klassengrößen einer der wichtigsten Faktoren für hohe Bildungsausgaben (Primarbereich: Österreich 18,3 SchülerInnen pro Klasse, OECD 21,3; Sekundarbereich: Österreich 21,1 SchülerInnen, OECD 23,5). Die KlassenschülerInnenzahl sei außerdem seit 2007 weiter gesunken (2007 Primarbereich 19,3; Sekundarbereich 23,4 ).

* Mehr Bewegung bei der Bildungsvererbung notwendig In Österreich bestehe vor allem bei Kindern aus Familien mit tertiärer Bildung eine überdurchschnittlich höhere Wahrscheinlichkeit, ein tertiäres Bildungsprogramm zu besuchen. "Die Studie zeigt, dass wir mehr Bewegung bei der Vererbung von Bildung brauchen", so Heinisch-Hosek. Kinder, deren Eltern AkademikerInnen sind, haben demnach viel höhere Chancen, selbst ein Studium abzuschließen, als Kinder von Personen, die die Pflichtschule absolviert haben.

"Die Offensive bei der Ganztagsschule ist eine wichtige Maßnahme für mehr Bildungsgerechtigkeit", erklärt die Bildungsministerin. Die Bundesregierung investiere bis 2018 zusätzlich 400 Millionen Euro in den Ausbau. 2018 soll jedes drittes Kind einen Betreuungsplatz haben. "Auch vom Projekt Schulstart NEU erwarte ich mir einen ordentlichen Schub", denn damit werden Kinder optimal auf die Schule vorbereitet, so Heinisch-Hosek. Das Projekt "Schulstart NEU" fasst das letzte Kindergartenjahr und die ersten beiden Volksschuljahre zu einer Schuleingangsphase zusammen. Kinder werden dabei bei dem so wichtigen Übergang bestmöglich gefördert und unterstützt, so die Ministerin abschließend.

Rückfragehinweis:
Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 53120-5025
julia.valsky@bmbf.gv.at


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APA0206 II, XI, AI 09.09.2014 11:54:52

 

OECD: Heinisch-Hosek will mehr Bildungsaufstieg durch Ganztagsschule

Utl.: Sowie besseren Übergang von Kindergarten zu Volksschule und Gesamtschule - "Etwas mehr Effizienz" bei Bildungsausgaben als Ziel - Bei Berufsbildung sei Österreich schon "Weltklasse" - GRAFIK

Schule/Internationale Wirtschaftsorganisationen/OECD/Österreich

In Österreich erreicht nur ein sehr geringer Anteil der Bevölkerung einen höheren Bildungsabschluss als die Eltern. Bei den 26- bis 64-Jährigen schaffen nur in Deutschland und Tschechien noch weniger den Aufstieg, zeigt die neue OECD-Studie "Bildung auf einen Blick". Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will nun u.a. mit einem Ausbau der Ganztagsschulen gegensteuern.

Auch bei den Jüngeren gibt es kaum Bewegung zwischen den Generationen: Nur je 21 Prozent der 25-bis 34-jährigen Männer bzw. Frauen, die nicht mehr in Ausbildung sind, erreichten einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern - in der OECD sind es dagegen immerhin 28 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen.

"Wir brauchen mehr Bewegung bei der Vererbung von Bildung", betonte die Ministerin am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung der OECD-Studie bei einem Hintergrundgespräch. Dabei will sie vor allem auf Maßnahmen wie die Ausbauoffensive bei Ganztagsschulen, vor allem der verschränkten Form mit einem Wechsel aus Unterricht und Freizeit, setzen. Um mehr Kindern den Besuch dieser "echten" Ganztagsschulen zu ermöglichen, wo soziale Benachteiligungen besser ausgeglichen werden sollen, will Heinisch-Hosek auch über eine mögliche Auflösung der Schulsprengel diskutieren, sodass künftig leichter Schulen aus Nachbargemeinden besucht werden können. Allerdings müsse man hier "akribisch aufpassen", dass es nicht zu Benachteiligungseffekten von Gemeinden, die viel in Schulen investiert haben, komme.

Als weiteres Instrument sieht Heinisch-Hosek die heuer an Pilotstandorten gestartete Volksschulreform, die für einen besseren Übergang vom Kindergarten sorgen soll. Und: "Ich würde selbstverständlich nach wie vor die Gemeinsame Schule präferieren", sagte sie in Richtung Koalitionspartner. Sie wisse zwar, dass das für Neo-VP-Parteichef Reinhold Mitterlehner nicht prioritär sei, sie wolle ihm dieses Thema aber stufenweise antragen: Möglich wäre etwa eine Trennung statt wie bisher mit zehn erst mit zwölf Jahren oder die Schaffung echter Bildungsregionen. In solchen würden 50 Prozent der AHS auf Neue Mittelschulen (NMS) umgestellt und Schüler mit und ohne AHS-Berechtigung zu gleichen Teilen auf die beiden Schulformen verteilt.

"Etwas mehr Effizienz" will Heinisch-Hosek unterdessen bei den Kosten des Bildungsbereichs schaffen. Mit Ausgaben von 13.116 US-Dollar pro Auszubildendem vom Kindergarten bis zu den Hochschulen liegt Österreich hier deutlich über dem OECD-Schnitt von 9.487 Dollar. Sie verteidigte zwar prinzipiell, dass in Österreich durch im OECD-Vergleich kleine Klassengrößen (18,3 Schüler pro Volksschulklasse, im OECD-Schnitt: 21,3) und ein "extrem gutes Betreuungsverhältnis" (auf neun Haupt-/AHS-/BMHS-Schüler kommt ein Lehrer, im OECD-Schnitt 14) hohe Kosten entstehen. Aber: "Das ist uns etwas wert." Ein weiterer Preistreiber ist die verhältnismäßig kurze Zeit, die Lehrer im Vergleich in den Klassen verbringen (an AHS-Oberstufe/BMHS 589 Stunden pro Jahr, im OECD-Schnitt in Sekundarstufe II 655 Stunden), wobei die Ministerin hier auf Verbesserungen durch das neue Lehrerdienstrecht verweist.

Gleichzeitig wurde vergangene Woche eine bundesweite Arbeitsgruppe gestartet, die sich anschauen soll, ob das eingesetzte Geld auch richtig verteilt wird. So sollen künftig etwa beim "Sonderpädagogischen Förderbedarf" die Ressourcen punktgenauer verteilt werden. Außerdem werde gemeinsam mit den Ländern nach Doppelgleisigkeiten und Parallelstrukturen gesucht.

Insgesamt sieht Heinisch-Hosek durch die aktuelle OECD-Studie bereits bekannte Trends bestätigt: Österreich sei bei der Berufsbildung "top, man kann sagen Weltklasse" und habe die Wirtschaftskrise verhältnismäßig gut bewältigt. Auch bei der Elementarpädagogik habe man "ordentlich aufgeholt", so haben 2012 schon 65 Prozent der Dreijährigen einen Kindergarten besucht (plus 18 Prozent seit 2005, OECD-Schnitt: 70 Prozent). Bei den Bildungsausgaben sei jedoch "teilweise mehr Effizienz gefragt" und bei der Bildungsvererbung brauche es weitere Schritte.

(GRAFIK 1077-14, Format 88 x 55 mm)

(schluss) jle;aku;has

APA0193 II, XI, AI 09.09.2014 11:52:23

 

OECD: "Bildung auf einen Blick" auf einen Blick 1

Utl.: Ergebnisse in Kurzform

Hochschule/Universität/Schule/OECD/Österreich/Frankreich/Hintergrund/Studenten/Bildung/Konjunktur/Volkswirtschaft/Österreichweit/Internationale Wirtschaftsorganisationen/Lehren und Lernen/Wirtschaft und Finanzen/Lehrende

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KORREKTUR-HINWEIS
In APA0193 vom 09.09.2014 muss es unter dem Stichwort
"BILDUNGSMOBILITÄT"im zweiten Satz richtig heißen: " Nur je 21
Prozent der 25- bis 34-jährigen Männer bzw. Frauen..." (nicht:
.."25- bis 24-jährigen")
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Im Folgenden Detailergebnisse für Österreich aus der heute, Dienstag, veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2014" (Education at a Glance) in Kurzform (jeweils am Ende des Absatzes in Klammer die Nummer des Indikators bzw. der entsprechenden Tabelle aus der Studie):

AKADEMIKERQUOTE: 2012 lag der Anteil der Hochschulabsolventen an der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren in Österreich bei 20 Prozent (OECD-Schnitt: 32 Prozent). Hinter Österreich liegen nur Türkei (15 Prozent), Italien (16), Chile, Mexiko (je 18) sowie Tschechien, Portugal und Slowakei (19). An der Spitze liegt Kanada (53 Prozent). (A1.3a)

AUSGABEN PRO SCHÜLER/STUDENT: In Österreich betrugen diese 2011 von der Volksschule bis zur Hochschule kaufkraftbereinigt pro Kopf durchschnittlich 13.116 US-Dollar (10.130 Euro) . Damit lagen sie weit über dem OECD-Schnitt von 9.487 Dollar. Gleiches gilt auch für die jeweiligen Einzelbereiche Kindergarten, Volksschule, Sekundarstufe und Hochschulen. (B1.1a)

BETREUUNGSVERHÄLTNIS: Vergleichsweise weniger Schüler als im OECD-Schnitt kommen in Österreich in der Volksschule und in der Sekundarstufe auf einen Lehrer. Im Primarbereich (Volksschule) treffen auf einen Pädagogen zwölf Schüler (OECD: 15), in der Sekundarstufe neun Jugendliche (OECD: 14). Lediglich im tertiären Bildungsbereich liegt das Verhältnis über dem Durchschnitt: Hierzulande kommen 17 Studenten auf einen Lehrenden (OECD: 14). (D2.2)

BILDUNGSAUSGABEN: Österreichs Bildungsausgaben gemessen an der Wirtschaftsleistung sind im Zehn-Jahres-Vergleich leicht gestiegen. Wurden 2000 noch 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildungseinrichtungen aufgewendet, waren es 2011 5,7 Prozent. Allerdings konnten die anderen OECD-Länder diesen Anteil wesentlich stärker steigern - im Schnitt von 5,4 Prozent 2000 auf 6,1 Prozent 2011. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben hat sich in Österreich im gleichen Zeitraum ebenfalls leicht erhöht (von 10,7 auf 11,4 Prozent), liegt aber nach wie vor hinter dem OECD-Vergleichswert (2011: 12,9 Prozent). (B2.2. bzw. B4.2)

BILDUNGSMOBILITÄT: In Österreich gelingt ein sogenannter "Bildungsaufstieg" verhältnismäßig selten. Nur je 21 Prozent der 25- bis 34-jährigen Männer bzw. Frauen, die nicht mehr in Ausbildung sind, erreichten einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern - in der OECD sind es dagegen immerhin 28 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen. (A4.4)

BILDUNGSNIVEAU: Der Anteil von Personen mit mindestens einem Abschluss der Sekundarstufe II (z.B. Matura, Lehre) an den 25- bis 64-Jährigen ist in Österreich seit 1997 von 74 Prozent (OECD: 64 Prozent) auf 83 Prozent im Jahr 2012 (OECD: 75 Prozent) gestiegen. Der Anstieg geht sowohl in Österreich als auch in der OECD auf das Konto der Hochschulen: Während der Anteil der Absolventen mit der Sekundarstufe II als höchstem Abschluss stagniert, ist der Anteil der Hochschulabsolventen stark gestiegen. (A1.2a bzw. A1.4.a)

HOCHSCHULABSCHLUSSQUOTE: Für Österreich prognostiziert die OECD, dass 51 Prozent eines Altersjahrgangs im Lauf ihres Lebens ein Hochschulstudium abschließen werden. Das ist leicht über dem OECD-Schnitt (48 Prozent). Betrachtet man nur die Hochschulen im engeren Sinn (Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen), sind es 39 Prozent (OECD: 38 Prozent). (A3.2a)

INTERNATIONALE STUDENTEN: Mit 15 Prozent wies Österreich 2012 hinter Luxemburg (41 Prozent), Australien (18), Großbritannien (17), der Schweiz und Neuseeland (je 16) den sechsthöchsten Anteil internationaler Studenten an den eigenen Hochschulen auf (OECD: acht). Den Löwenanteil unter den ausländischen Studenten in Österreich machen Deutsche aus, deren Anteil im Vergleich zum Vorjahr erneut um einen Prozentpunkt auf 40,5 Prozent gestiegen ist. Zweitgrößte Gruppe sind die Italiener (10,3 Prozent). (C4.1, C4.3)

(fortsetzung) aku;jle;has

APA0194 II, XI, AI 09.09.2014 11:34:25

 

OECD: "Bildung auf einen Blick" auf einen Blick 2

Utl.: Die Ergebnisse in Kurzform

Universität/Hochschule/Schule/OECD/Österreich/Frankreich/Hintergrund/Studenten/Bildung/Öffentliche Finanzen/Konjunktur/Politisches System/Volkswirtschaft/Politik/Österreichweit/Internationale Wirtschaftsorganisationen/Lehren und Lernen/Wirtschaft und Finanzen/Staatsbudget/Lehrende

KLASSENGRÖSSE: 2012 saßen in Österreich im Schnitt in der Volksschule 18 Kinder in einer Klasse (OECD: 21), nur in Estland, Griechenland, Luxemburg, der Slowakei und Lettland waren es noch weniger. Im Sekundarbereich I (AHS-Unterstufe, Hauptschule/Neue Mittelschule) lag die durchschnittliche Klassengröße bei 21 Schülern (OECD: 24), damit liegt Österreich im Mittelfeld. (D2.1)

LEHRERGEHÄLTER: Pädagogen verdienen in Österreich zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere und in allen Schultypen mehr als im OECD-Schnitt. Lag 2012 bei Volksschullehrern schon das Einstiegsgehalt mit rund 32.600 US-Dollar (kaufkraftbereinigt) pro Jahr über dem OECD-Schnitt (29.400), ist der Abstand beim Höchstgehalt mit rund 64.100 noch größer (OECD: 46.900). Ähnlich verhält es sich in der Sekundarstufe I (Ö: rund 34.100 Start-, rund 66.500 Endgehalt; OECD: 30.700 bzw. 48.900) und der Sekundarstufe II (Ö: 34.600 bzw. 69.400; OECD: 32.300 bzw. 51.700). Im Vergleich zu anderen Akademikern stehen Lehrer in Österreich dagegen nicht so gut da: So verdient ein Lehrer in der Volksschule gerade einmal 55 Prozent vom durchschnittlichen Akademiker-Gehalt, in der Sekundarstufe I sind es 60 und in der Sekundarstufe II 61 Prozent (OECD: 85 bzw. 88 und 92 Prozent). (D3.1, D3.2)

PRIVATE BILDUNGSAUSGABEN: Der Anteil der privaten Ausgaben für Bildungseinrichtungen liegt in Österreich trotz starker Steigerungen (2000: sechs Prozent) bei lediglich 8,9 Prozent (OECD: 16,1 Prozent). Dies ist vor allem auf den Hochschulsektor und das Fehlen von Studiengebühren zurückzuführen: 2011 betrug der Privatanteil im Tertiärbereich in Österreich 13,1 Prozent (2000: 3,7 Prozent), in der OECD dagegen 30,8 Prozent (2000: 24,7 Prozent). (B3.1, B3.2a, B3.2c)

SCHÜLER AN PRIVATSCHULEN: In allen Altersgruppen liegt der Anteil der Privatschüler in Österreich unter dem durchschnittlichen OECD-Niveau. Sechs Prozent der Volksschüler besuchten 2012 eine private Bildungseinrichtung (OECD: 11). Im Laufe der AHS-Unterstufe bzw. Hauptschule (Sekundarbereich I) saßen neun Prozent in Privatschulen (OECD: 14), an Höheren Schulen (Sekundarbereich II) waren es zehn Prozent (OECD: 19). (C7.1)

STUDIENANFÄNGERQUOTE: 2012 begannen in Österreich 70 Prozent eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium (OECD: 76 Prozent). Betrachtet man nur die Hochschulbildung im engeren Sinn (Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen), betragen die Anfängerquoten 53 (Österreich) bzw. 58 Prozent (OECD), ohne internationale Studenten sind es in Österreich 41 Prozent. (C3.1)

UNTERRICHTSZEIT - LEHRER: Österreichs Pädagogen müssen weniger Stunden im Jahr unterrichten als im OECD-Schnitt: Im Primarbereich ist der Unterschied noch verhältnismäßig gering (Ö: 779 Stunden, OECD: 782), im Sekundarbereich I beträgt er hingegen 87 Stunden (Ö: 607, OECD: 694), in der AHS-Oberstufe sind es 66 Stunden (Ö: 589, OECD: 655). Die Zahl der Arbeitstage liegt in Österreich mit 180 in allen Schulformen ebenfalls etwas unter dem OECD-Schnitt (183 im Primarbereich, 182 in der Sekundarstufe I und 180 in der AHS-Oberstufe), die nur für Pflichtschullehrer definierte Jahresarbeitszeit indes darüber (Ö: 1.776; OECD: 1.649 für Volksschule und Sekundarstufe I, 1.643 für Sekundarstufe II). (D4.1, D4.2)

(schluss) aku;jle;has

APA0193 II, XI, AI 09.09.2014 11:34:12

 

OECD: "Bildung auf einen Blick" auf einen Blick 1

Utl.: Ergebnisse in Kurzform

Hochschule/Universität/Schule/OECD/Österreich/Frankreich/Hintergrund/Studenten/Bildung/Konjunktur/Volkswirtschaft/Österreichweit/Internationale Wirtschaftsorganisationen/Lehren und Lernen/Wirtschaft und Finanzen/Lehrende

Im Folgenden Detailergebnisse für Österreich aus der heute, Dienstag, veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2014" (Education at a Glance) in Kurzform (jeweils am Ende des Absatzes in Klammer die Nummer des Indikators bzw. der entsprechenden Tabelle aus der Studie):

AKADEMIKERQUOTE: 2012 lag der Anteil der Hochschulabsolventen an der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren in Österreich bei 20 Prozent (OECD-Schnitt: 32 Prozent). Hinter Österreich liegen nur Türkei (15 Prozent), Italien (16), Chile, Mexiko (je 18) sowie Tschechien, Portugal und Slowakei (19). An der Spitze liegt Kanada (53 Prozent). (A1.3a)

AUSGABEN PRO SCHÜLER/STUDENT: In Österreich betrugen diese 2011 von der Volksschule bis zur Hochschule kaufkraftbereinigt pro Kopf durchschnittlich 13.116 US-Dollar (10.130 Euro) . Damit lagen sie weit über dem OECD-Schnitt von 9.487 Dollar. Gleiches gilt auch für die jeweiligen Einzelbereiche Kindergarten, Volksschule, Sekundarstufe und Hochschulen. (B1.1a)

BETREUUNGSVERHÄLTNIS: Vergleichsweise weniger Schüler als im OECD-Schnitt kommen in Österreich in der Volksschule und in der Sekundarstufe auf einen Lehrer. Im Primarbereich (Volksschule) treffen auf einen Pädagogen zwölf Schüler (OECD: 15), in der Sekundarstufe neun Jugendliche (OECD: 14). Lediglich im tertiären Bildungsbereich liegt das Verhältnis über dem Durchschnitt: Hierzulande kommen 17 Studenten auf einen Lehrenden (OECD: 14). (D2.2)

BILDUNGSAUSGABEN: Österreichs Bildungsausgaben gemessen an der Wirtschaftsleistung sind im Zehn-Jahres-Vergleich leicht gestiegen. Wurden 2000 noch 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildungseinrichtungen aufgewendet, waren es 2011 5,7 Prozent. Allerdings konnten die anderen OECD-Länder diesen Anteil wesentlich stärker steigern - im Schnitt von 5,4 Prozent 2000 auf 6,1 Prozent 2011. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben hat sich in Österreich im gleichen Zeitraum ebenfalls leicht erhöht (von 10,7 auf 11,4 Prozent), liegt aber nach wie vor hinter dem OECD-Vergleichswert (2011: 12,9 Prozent). (B2.2. bzw. B4.2)

BILDUNGSMOBILITÄT: In Österreich gelingt ein sogenannter "Bildungsaufstieg" verhältnismäßig selten. Nur je 21 Prozent der 25- bis 24-jährigen Männer bzw. Frauen, die nicht mehr in Ausbildung sind, erreichten einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern - in der OECD sind es dagegen immerhin 28 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen. (A4.4)

BILDUNGSNIVEAU: Der Anteil von Personen mit mindestens einem Abschluss der Sekundarstufe II (z.B. Matura, Lehre) an den 25- bis 64-Jährigen ist in Österreich seit 1997 von 74 Prozent (OECD: 64 Prozent) auf 83 Prozent im Jahr 2012 (OECD: 75 Prozent) gestiegen. Der Anstieg geht sowohl in Österreich als auch in der OECD auf das Konto der Hochschulen: Während der Anteil der Absolventen mit der Sekundarstufe II als höchstem Abschluss stagniert, ist der Anteil der Hochschulabsolventen stark gestiegen. (A1.2a bzw. A1.4.a)

HOCHSCHULABSCHLUSSQUOTE: Für Österreich prognostiziert die OECD, dass 51 Prozent eines Altersjahrgangs im Lauf ihres Lebens ein Hochschulstudium abschließen werden. Das ist leicht über dem OECD-Schnitt (48 Prozent). Betrachtet man nur die Hochschulen im engeren Sinn (Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen), sind es 39 Prozent (OECD: 38 Prozent). (A3.2a)

INTERNATIONALE STUDENTEN: Mit 15 Prozent wies Österreich 2012 hinter Luxemburg (41 Prozent), Australien (18), Großbritannien (17), der Schweiz und Neuseeland (je 16) den sechsthöchsten Anteil internationaler Studenten an den eigenen Hochschulen auf (OECD: acht). Den Löwenanteil unter den ausländischen Studenten in Österreich machen Deutsche aus, deren Anteil im Vergleich zum Vorjahr erneut um einen Prozentpunkt auf 40,5 Prozent gestiegen ist. Zweitgrößte Gruppe sind die Italiener (10,3 Prozent). (C4.1, C4.3)

(fortsetzung) aku;jle;has

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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