Montag, 8. September 2014

2014.09.09: Bildung

OTS0119 II 08.09.2014 13:52:13

 

AKS: Mehrfachbelastung von Schüler_innen zum Schulstart untragbar

Utl.: Vor allem Schüler_innen, die zu Beginn des neuen Schuljahres zu einer oder mehreren Nachprüfungen antreten müssen, sind mit einer Mehrfachbelastung konfrontiert

Bildung/Leistungsdruck/Nachhilfe/Nachprüfung/Schule

Heute startete das Schuljahr 2014/15 auch im Westen Österreichs und der Druck für Schüler_innen, besonders für jene, die sich Nachprüfungen stellen müssen ist enorm hoch. Die Schüler_innen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland haben die Prüfungswoche bereits hinter sich gebracht. Für Schüler_innen in den restlichen sechs Bundesländern heißt es Zähne zusammenbeißen.

Christina Götschhofer, Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen, sieht viele Kritikpunkte an den Nachprüfungen im Herbst: "Die Sommerferien dienen im Idealfall der Erholung und schaffen einen Ausgleich zum stressigen Schulalltag. Für die Schüler_innen, die Nachprüfungen absolvieren müssen, haben die Ferien nur einen Zweck: Zeit um zu Lernen. Ohne eine Pause sofort ins neue Schuljahr zu starten bringt zudem eine große psychische Belastung mit sich." Götschhofer ist überzeugt, dass eine punktuelle Leistungsabfrage, wie bei Nachprüfungen, nicht das ganze Wissen einer Schülerin_eines Schülers zum Vorschein bringt. "Wenn jemand einen schlechten Tag hat - was aufgrund des übermäßigen Drucks leicht passiert - und negativ abschneidet, so wirkt sich dies auf den Verlauf des gesamten nächsten Schuljahres aus." Besonders bei Nachprüfungen sei der Druck für Schüler_innen extrem hoch, weil von dieser einen Leistungsüberprüfung sehr viel abhängt, weiß die Vorsitzende der kritischen Schüler_innen. Auch, dass der gesamte Jahresstoff des vergangenen Schuljahres im September abgeprüft wird, findet Götschhofer problematisch. Es müsse dann der Jahresstoff von einem oder sogar zwei Fächern in nur zwei Monaten nachgelernt werden. "Die meisten Schüler_innen müssen sich den Stoff dann selbst beibringen oder alleine nachlernen. Da es schneller und einfacher ist, Nachhilfe zu beziehen, sind Nachprüfungen meist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Der Punkt ist aber, dass sich eben nicht alle eine Nachhilfe leisten können und somit werden Schüler_innen mit einem schlechteren sozio-ökonomischen Hintergrund benachteiligt", führt Götschhofer ihre Argumentation weiter. Wenn ein_e Schüler_in die Nachprüfung nicht besteht und das Schuljahr wiederholen muss, so verliert diese_r den Anspruch auf Beihilfen für Schüler_innen und dies benachteilige wieder eine Gruppe an Schüler_innen, erkennt die Vorsitzende.

"Wir wünschen den Schüler_innen in Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten einen schönen Start ins neue Schuljahr. Jenen, die zu Nachprüfungen antreten müssen, wünschen wir viel Energie und Erfolg", so die Bundesvorsitzende abschließend.

Rückfragehinweis:
Christina Götschhofer
AKS Bundesvorsitzende
Tel: 0699/11408142


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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