Freitag, 12. September 2014

2014.09.12: Bildung

Mittagsjournal, 12.9.2014

Schule: Aus für 50 Minuten-Stunden

Regina Pöll

Starre 50-Minuten-Einheiten an den Schulen, damit soll bald Schluss sein - Schulautonomie heißt das Schlagwort, das Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ hier zwei Wochen vor der Regierungsklausur erneut ins Treffen führt, sie präzisiert heute via Kurier und im Mittagsjournal ihre Vorstellungen. In der ÖVP zeigt man sich zum Thema "neuer Stundenplan" offen.

Eine Schulstunde Deutsch, dann eine Stunde Latein, danach Sport und am Ende noch Mathematik: Mit solchen fixen 50-Minuten-Einheiten soll bald Schluss sein an den Schulen, sagt Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ. Die Schulglocke sollte nicht mehr alle 50 Minuten läuten.

Sinnvoller wäre es laut Heinisch-Hosek, wenn es mehr Projektarbeiten gibt, die innerhalb eines Schuljahres fächerweise oder fächerübergreifend sogar mehrere Tage oder Wochen dauern kann. Eingeschränkt ist zum Beispiel das Blocken von Stunden schon jetzt an den Schulen möglich, die Ministerin will aber über die bisherige Regelung hinausgehen. Das Gesetz solle dahingehend geändert werden, dass man auch einen ganzen Tag frei miteinander verbringen könne.

Bis zur Regierungsklausur Ende des Monats in Schladming will Heinisch-Hosek ein Konzept auf den Tisch legen, und zwar im Rahmen eines Schulautonomie-Pakets. Gelten sollen die neuen Regeln dann sowohl an Volksschulen, Haupt- und Neuen Mittelschulen als auch an den höheren Schulen, über die Stundenpläne entscheiden sollten dort die Direktoren gemeinsam mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern, sagt Heinisch-Hosek.

Zwei-Drittel-Mehrheit nötig

Auch in der ÖVP werden die Stimmen lauter, dass die starren Unterrichtseinheiten aufgehoben werden sollen. Das fordert etwa auch der Schulsystem-Kritiker Andreas Salcher, ihn hat der neue ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner zum Bildungsexperten seiner Partei gemacht.

Mitterlehner selbst will sich heute aber nicht dazu festlegen, für ihn muss das Thema Bildung ganzheitlich angegangen werden.

Außer der ÖVP müssten noch andere Parteien zustimmen, damit die 50-Minuten-Einheiten an den Schulen fallen. Denn das würde auch das Dienst- und Besoldungsrecht der Lehrer betreffen - und das ist Verfassungsmaterie, es bräuchte also eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

 

OTS0147 II 12.09.2014 12:41:37

 

BZÖ Kärnten gegen rote Zwangstagsschulen

Innenpolitik/SPÖ

Gegen rote Zwangstagschulen in der Form, dass eine Bleibepflicht bis 16.00 Uhr besteht, spricht sich das BZÖ Kärnten aus. "Das ist der untaugliche Versuch gescheiterte sozialistische Pädagogik-Fantasien aus den Siebzigern durch die Hintertür in Kärtnen einzuführen", argumentieren die beiden BZÖ-Landtagsabgeordneten Johanna Trodt-Limpl und Willi Korak.

"Wir sind für mehr Ganztagsbetreuungsplätze aber gegen sozialistischen Zwang!" Die entsprechenden Förderrichtlinien des Landes gehörten daher umgehend wieder korrigiert und die Bleibepflicht gestrichen.

Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)
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APA0163 II, CI, XI 12.09.2014 10:58:11

 

Schulschwänzen: Land Tirol weitet "Frühwarnsystem" aus

Utl.: 2013 gab es 112 Strafen, im ersten Halbjahr 2014 bereits 48

Schule/Tirol

Dem Schulschwänzen will das Land Tirol mit dem ursprünglich an einer Schule in Wien gestarteten Projekt "SCHUL.Info SMS" entgegenwirken. Die zuständige Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) kündigte am Freitag in einer Aussendung die Ausweitung des Projektes an. 2013 gab es in Tirol 112 Strafen wegen Verletzung der Schulpflicht. Im ersten Halbjahr 2014 waren es 48.

Kommt ein Kind nicht in die Schule, werden die Eltern via SMS oder E-Mail darüber informiert. Das Projekt, das zunächst für die Polytechnischen Schulen gestartet wurde, wird nun auch für die dritten und vierten Klassen an den Neuen Mittelschulen angeboten.

Palfrader will in der Regierungssitzung kommende Woche entsprechende zusätzliche Mittel beantragen. Die Kosten übernimmt das Land Tirol. Das Service, das in mehreren Sprachen zur Verfügung steht, informiert nicht nur über Absenzen, sondern generell über schulische Aktivitäten wie etwa Impfaktionen.

Im Jahr 2013 hat der Bund die Höchststrafe für die Verletzung der Schulpflicht von 220 auf 440 Euro erhöht. Bis ein Strafverfahren eingeleitet wird, ist ein fünfstufiges Verfahren vorgesehen. Dieses beinhaltet Gespräche zwischen Pädagogen, Schüler und Eltern, enthält Zielvereinbarungen und bezieht Schulpsychologen und allenfalls die Kinder- und Jugendhilfe mit ein. Wenn all diese Bemühungen nicht fruchten, wird bei der Bezirksverwaltungsbehörde Anzeige erstattet.

(schluss) gr;wim;aku

OTS0111 II, CI 12.09.2014 11:21:18

 

FP-Gudenus: Eltern fürs Schulschwänzen einzusperren, ist Wahnsinn

Utl.: Schulschwänzen ist großteils auch ein Integrationsproblem

FPÖ/Gudenus/Bildung/Schulschwänzen

Während brutale Handy- oder Taschenräuber, U-Bahn-Schläger und gewalttätige Mitglieder von Ost-Banden in Wien lediglich auf freiem Fuß angezeigt werden, müssen Eltern, deren Kinder die Schule schwänzen, hinter schwedische Gardinen. "Was sich hier in unserem Rechtssystem abspielt, sollte eigentlich ein Kapitel von 'G'schichten aus Schilda' sein, als die gelebte Realität", wundert sich der freiheitliche Klubobmann im Wiener Rathaus, Mag. Johann Gudenus, über diese Maßnahmen, das Schulschwänzen einzudämmen. Nachdem geschätzte 80 bis 90% der Schulschwänzer Migrationshintergrund haben, muss die SPÖ in Wien zuerst hier ansetzen.

Jeder Elternteil mit mittelschulpflichtigen Kindern ist sich vermutlich darüber bewusst, dass sich ihre Sprösslinge dann und wann eine unerlaubte Auszeit nehmen, bekommen es aber gar nicht mit. "Dass Erziehungsberechtigten nicht nur mit Gefängnis gedroht wird, sondern diese tatsächlich auch eingesperrt werden, ist ein absoluter Wahnsinn", so der stellvertretende Bundesparteiobmann. "Wir haben in Wien mittlerweile ein nicht unerhebliches Kriminalitätsproblem, doch wirklich gefährliche Täter werden nicht weggesperrt, während für harmlose Eltern durchaus Platz ist", fragt Gudenus verwundert. Dass das 2012 verschärfte Gesetz nun beinhart exekutiert wird, allein in Wien wurden im vergangenen Jahr 880 Eltern gestraft, "echte" Kriminelle allerdings frei gehen, ist schlicht Wahnsinn. "Außerdem", so Gudenus, "stellt sich mir schon die Frage: Welcher Elternteil muss denn die Haft absitzen und wer beaufsichtigt in dieser Zeit die Kinder?"

"Ich fordere von der rot-grünen Stadtregierung diesen Irrwitz der Bundespolitik nicht mitzumachen, sondern stattdessen vernünftige Schul- und Bildungspolitik zu betreiben, die Schülern wie Lehrern die Notwendigkeit eines regelmäßigen Schulbesuches klar darlegen", so Gudenus abschließend. (Schluss)eh

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OTS0069 II, XI 12.09.2014 10:17:25

 

Schule - Stronach/Lugar: Autonome Verwaltung statt teurer Versorgungsposten!

Team Stronach/Lugar/Schule/Bildung/Reformen/Wien/Oberösterreich

"Die Beispiele in Wien und Oberösterreich zeigen, dass die Landesschulräte und ihre Vertreter die Maden im Fleisch unseres Schulsystems sind. Bei einem Einsparungsbedarf im Schulsystem von über 100 Mio. Euro bedienen sich diese Herrschaften völlig ungeniert", kritisiert Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. Er fordert eine autonome Verwaltung der Schulen, "damit wären Versorgungsposten mit Bezügen jenseits von 10.000 Euro abgeschafft!"

Sogar der Wiener Bürgermeister habe mittlerweile erkannt, dass speziell die Posten eines "Vize" völlig unnötig sind, weil damit keinerlei Befugnisse und Tätigkeiten verbunden sind. "Unsere Schulen können und brauchen sich diese Trittbrettfahrer am Bildungsbudget nicht mehr leisten. Wir brauchen rasch eine Verfassungsänderung, damit mit dieser Verschwendung von Steuergeldern aufgehört wird. Die Direktoren sollen ihr Schule selbst managen - dafür werden sie ja gezahlt", erklärt Lugar.

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Team Stronach Parlamentsklub/Presse
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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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