Freitag, 12. September 2014

2014.09.12: Bildung

APA0304 II, XI 12.09.2014 13:32:55

 

Heinisch-Hosek will bei Klausur Schulautonomie-Paket vorlegen

Utl.: Schulen sollen Unterrichtseinheiten selbst festlegen können - Ziel: Mehr Projektarbeit ermöglichen

Schule/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will bei der Regierungsklausur Ende September unter anderem ein Schulautonomie-Paket vorlegen. So sollen Schulen etwa über die Dauer bzw. Verteilung der Unterrichtseinheiten selbst entscheiden können, so die Ministerin im "Kurier" (Freitag-Ausgabe) und Ö1-"Mittagsjournal".

Die derzeitigen 50-Minuten-Einheiten können zwar schon jetzt etwa mittels Schulversuchen flexibler gestaltet werden. Diese Zeitautonomie will die Ministerin aber unbürokratischer und einfacher handhabbar machen: " Wir wollen erreichen, dass man weder über einen Schulversuch noch über komplizierte Konstrukte innerhalb eines schulischen Systems die Zeit nach dem, was das Gesetz will, richten muss", so Heinisch-Hosek im "Mittagsjournal". Ziel des bereits im Regierungsprogramm verankerten Projekts ist die Ermöglichung von mehr Projektarbeit - diese soll fächerweise oder auch fächerübergreifend mehrere Tage oder Wochen dauern können.

"Dass die Schulglocke alle 50 Minuten läutet, das soll weg, das ist ein leidiges Thema", meinte die Ministerin im "Kurier". Über die Verteilung des Unterrichts über den Schultag sollen die Direktoren sowie die Schulpartner, also Eltern, Lehrer und Schüler, entscheiden.

(schluss) aku;jle;jul

APA0328 II, XI 12.09.2014 14:07:50

 

Uni-Zugang: Fast alle dürfen Lehrer werden

Utl.: In Graz haben 90 Prozent der Prüflinge Recht auf Studienplatz, in Klagenfurt 85 Prozent, in Innsbruck "so gut wie alle", an der TU Graz alle - Daten der Uni Wien erst nächste Woche

Universität/Lehrende/Berufsausbildung/Österreich/Steiermark

Bei den heuer erstmals an der Uni Graz, der Technischen Uni Graz, den Unis Wien, Klagenfurt und Innsbruck abgehaltenen Aufnahmeverfahren für das Lehramtsstudium sind nur die wenigsten Bewerber gescheitert. So haben an der Uni Graz 90 Prozent der Prüflinge den Test bestanden, in Klagenfurt 85 Prozent, in Innsbruck "so gut wie alle" und an der TU Graz alle. Die Ergebnisse aus Wien fehlen noch.

Eigentlich müssen erst mit der neuen Lehrerausbildung ab 2016/17 auch die Universitäten verpflichtendend Aufnahmetests durchführen, mehrere Unis haben damit allerdings schon in diesem Studienjahr begonnen. Im Vergleich zu den Studienanfängerzahlen früherer Jahre gab es vorerst keine gröberen Veränderungen. Allerdings muss nicht jeder, der den Test bestanden hat, auch tatsächlich ein Lehramtsstudium beginnen. Dafür ist noch die Inskription nötig.

Die Ergebnisse im Detail: An der Uni Graz haben von den 926 Angetretenen 842 die Aufnahmeprüfung bestanden. Zum Vergleich: Zuletzt gab es an der Uni Graz 786 (2012/13) bzw. 915 (2011/12) Erstsemestrige für Lehramtsstudien. An der Technischen Uni (TU) Graz erhalten alle der 18 angetretenen Prüflinge das Recht auf einen Studienplatz. Zuletzt gab es dort 13 bzw. 15 Anfänger.

An der Uni Klagenfurt waren 194 Personen zum Test angetreten, 164 haben ihn positiv absolviert. Im Studienjahr 2012/13 gab es in Klagenfurt 137 Studienanfänger beim Lehramt, im Jahr davor waren es 134. In Innsbruck haben laut Uni rund 490 Personen und damit"so gut wie alle" Angetretenen bestanden. In Innsbruck hatten in den Vorjahren 522 bzw. 493 Studentinnen und Studenten neu ein Lehramtsstudium begonnen.

In Wien waren von den 2.400 Angemeldeten 2.000 Personen zur Prüfung erschienen. Erst nächste Woche soll feststehen, wie viele von ihnen das erforderliche Minimum von 30 Prozent der Punkte erreicht haben und sich gleich einschreiben dürfen. Doch auch wer schlechter abgeschnitten hat, kann nach Absolvierung eines zusätzlichen Informations- und Beratungsgesprächs mit dem Studium beginnen. Zuletzt gab es in Wien in den vergangenen Jahren 1.748 bzw. 1.708 Lehramtsstudienanfänger.

(schluss) jle;aku;jul

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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