Donnerstag, 2. Oktober 2014

2014.10.02: Bildung

OTS0120 II, CI 02.10.2014 12:09:22

 

Walser: Bildungs-NGO "Jedes Kind" erfreulicher Anstoß aus der Zivilgesellschaft

Utl.: Grüne unterstützen Forderung der InitiatiorInnen nach besser gelingender Bildung für jedes Kind

Innenpolitik/Grüne/Walser/Bildung/Schule/Jedes Kind/NGO

"Die heute vorgestellte Bildungs-NGO 'Jedes Kind' zeigt, wie notwendig eine umfassende Reform unseres Bildungssystems ist", sagt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen. "Ich freue mich über diesen Anstoß aus der Zivilgesellschaft", betont Walser angesichts der in bildungspolitischem Stillstand verharrenden Koalitionspartner. Es sei nicht der erste Versuch aus der Gesellschaft heraus Druck in Richtung bessere Chancengerechtigkeit und individuelle Förderung zu machen, verweist Walser auf das Bildungsvolksbegehren, das immer noch seiner Umsetzung harrt. "Ich wünsche mir, dass aus dem anfänglichen Schubs ein kräftiger Schub in Richtung moderner und kindgerechter Pädagogik vom Kindergarten bis in die höheren Schulen erwächst", unterstützt Walser die InitiatorInnen.

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APA0231 II, KI, XI 02.10.2014 12:04:09

 

Zentralmatura: Volksanwaltschaft prüft wegen zu wenig Literatur

Utl.: Ministerin soll Stellung nehmen

Oberstufe/Menschenrechte/Volksanwaltschaft/Österreich-weit

Volksanwalt Peter Fichtenbauer leitet ein "Prüfverfahren zum Bedeutungsverlust der Literatur im Deutschunterricht" ein. "Ich habe die zuständige Bundesministerin für Bildung und Frauen um Stellungnahme ersucht, welche Maßnahmen sie zu ergreifen gedenkt, um das völlige Verschwinden des Literaturunterrichts zu verhindern", so Fichtenbauer in einer Aussendung am Donnerstag.

Die Regeln für die Zentralmatura hält der Volksanwalt für bedenklich: "Literarische Texte können nicht durch Leserbriefe, Roman-Bruchstücke oder Gebrauchsanweisungen ersetzt werden."

Bei der ab 2014/15 an den AHS und ab 2015/16 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) verpflichtenden Zentralmatura ist erstmals die Verpflichtung zur Stellung einer literarischen Aufgabe festgeschrieben. Künftig gibt es drei sogenannte "Themenpakete", die aus je zwei voneinander unabhängigen, gleichwertigen Aufgaben bestehen. Eine Aufgabe in einem der drei Themenpakete muss eine literarische Themenstellung beinhalten. Gleichzeitig muss dann aber noch die andere Aufgabe des Themenpakets absolviert werden. Damit kann nicht mehr wie bisher eventuell die gesamte Deutsch-Matura mit einer Literaturaufgabe absolviert werden.

(schluss) aku;cm;ham

OTS0112 II 02.10.2014 11:59:12

 

Richtlinien für islamischen Religionsunterricht: Bankrotterklärung der gesamten schulischen Werteerziehung in Österreich

Bildung/Religion/Politik/Schule

Als "endgültige Bankrotterklärung des österreichischen schulischen Werteerziehungsmodells" wertet die "Initiative Religion ist Privatsache" den Plan des Wiener "Netzwerks zur Deradikalisierung und Prävention", Richtlinien für muslimische Kindergärten und Kindergruppen einzuführen. Laut Initiative-Sprecher Eytan Reif ist es zwar zu begrüßen, wenn Behörden Maßnahmen ergreifen, um Kinder vor religiöser Radikalisierung und Indoktrination zu schützen, das Grundproblem wird damit aber nicht gelöst werden. "Die Beauftragung der Religionsgemeinschaften mit der Erfüllung des gesetzlichen Werteerziehungsauftrages der Schule ist ein Irrweg. Daran werden noch so gut gemeinte Korrekturmaßnahmen und Richtlinien nichts ändern", so Reif. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion wiederholt die Initiative ihre Forderung nach der Einführung eines für alle Schüler verpflichtenden Ethikunterrichts, der sich, unter anderem, der Religionskunde, den Menschenrechten sowie der Staatskunde widmen soll. "Die traditionelle Blindheit der österreichischen Politik auf dem zur Religion gewandten Auge rächt sich nun. Es ist höchste Zeit, das System grundlegend zu sanieren. Die Republik hat, auch im Sinne einer erfolgreichen Integrationspolitik, selbstbewusst einen humanistisch-demokratischen Wertekanon zu propagieren und nicht, wie bisher, primär den Religionsgemeinschaften die staatsbürgerliche Werteerziehung zu überlassen. Kinder sollen bereits im Vorschulalter lernen, dass einzig die schwer erkämpften Grundrechte, zu denen selbstverständlich auch die Religionsfreiheit zählt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer pluralistischen Demokratie garantieren. Eine eventuelle religiöse Werteerziehung, die den Grundwerten der österreichischen Demokratie nicht entgegensteht und der geistigen Entwicklung des Kindes angepasst ist, hat ausschließlich ergänzend stattzufinden" so Reif. Die Forderung nach einem verpflichtenden Ethik- und Religionenunterricht teilt auch Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen: "Ein staatlich organisierter Ethik- und Religionenunterricht würde den Dialog fördern und einer möglichen Radikalisierung vorbeugen." Laut Walser lässt zudem die aktuelle Gesetzeslage eine effektive staatliche Kontrolle der im Rahmen des Religionsunterrichts vermittelten Inhalte vermissen. "Es muss sichergestellt werden, dass die Inhalte des islamischen Religionsunterrichtes nicht im Widerspruch zu den Zielen der staatsbürgerlichen Erziehung stehen. Die in Österreich geltenden Freiheits- und Persönlichkeitsrechte, das Recht auf freie Religionsausübung und der Schutz der psychischen und physischen Integrität jedes Menschen stehen über jeder konfessionellen Lehre", so Walser abschließend. "Für einen Ethik- und Religonenunterricht treten auch wir ein" beteuert Nationalrätin und NEOS Vorsitzender-Stellvertreterin Beate Meinl-Reisinger. Auch die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) fordert Ethikunterricht für alle. "Es muss sichergestellt werden, dass wichtige moralische Grundfragen in der Schule besprochen werden können. Ethik ist das einzige Fach, das es möglich macht, diese Fragen von vielen Seiten zu betrachten", so Christina Götschhofer, Bundesvorsitzende der AKS.

Rückfragehinweis:
Office@religion-ist-privatsache.at
0664-4614146


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OTS0102 II 02.10.2014 11:43:14

 

GÖD-AHS-Quin: Die Stimme der Vernunft wird lauter

Utl.: "Pro Gymnasium" für Evolution statt Revolution

Gewerkschaften/Bildung/Schule/Politik

"Die Denkblockaden der Vergangenheit müssen fallen", sagt Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD. "Sinnlose bis sinnwidrige Strukturdebatten bringen uns nicht weiter." Er begrüßt daher die Gründung der Initiative "Pro Gymnasium", die sich auf die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft konzentriert - und nicht auf deren Zerschlagung.

"Wie man es auch dreht und wendet, wir brauchen mehr Vielfalt, um den unterschiedlichen Interessen, Begabungen und Neigungen unserer Kinder gerecht zu werden", meint Quin. Die Vermittlung einer umfassenden und vertieften Allgemeinbildung und das Hinführen zur Universitätsreife sind die gesetzliche Aufgabe des Gymnasiums. Für manche Jugendliche ist das der optimale Weg. Für andere wiederum ist es eine betriebliche, berufspraktische und fachliche Ausbildung, wie sie die berufsbildenden Schulen vermitteln. "Die Vielfalt der Bildungswege beschert Österreich und Deutschland die mit Abstand niedrigsten Jugendarbeitslosigkeitsraten in der gesamten EU", freut sich Quin. "Eine One-size-fits-all-Schule - egal unter welchem Tarnnamen -kann das unmöglich leisten."

"Die Stimme der Vernunft wird lauter. Die Seifenblasen der selbsternannten Bildungsexperten beginnen zu platzen. Das ist erfreulich - vor allem für unsere Jugend", so Quin abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Matthias Hofer, Mediensprecher
0664 46 04 153
matthias.hofer@goed.at


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APA0182 II, XI 02.10.2014 11:17:34

 

Neue Bildungs-NGO "Jedes Kind" will "Greenpeace für Bildung" werden

Utl.: Mitglieder der Zivilgesellschaft fordern "besser gelingende Bildung für jedes Kind" durch Wertschätzung und mehr Ressourcen in Kindergarten und Volksschule

Schule/Österreich

"Eine Art Greenpeace für die Bildung" will die neue NGO "Jedes Kind" (jedesK!ND) werden, die sich am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt hat. Die aus Mitgliedern der Zivilgesellschaft bestehende Initiative werde unabhängig agieren und sei "durchaus auch bereit, aktionistisch auf die Anliegen von Kindern hinzuweisen", so Sprecher Daniel Landau laut Presseunterlagen.

Während Schule für Kinder, Eltern und Lehrer derzeit vor allem Stress bedeute, habe die Politik sich seit Jahren in ihren "ideologischen Gräben verschanzt" und in Machtkämpfe und Kompetenzstreit mit den Ländern verstrickt, kritisierte Vorstandsmitglied Sibylle Hamann. "Wenn die Politik erstarrt, ist die Zivilgesellschaft gefordert", so die Journalistin.

Als Ziel der Initiative gibt Landau "eine besser gelingende Bildung für jedes Kind" aus: Durch Wertschätzung und Erfolgserlebnisse sollen die Kinder Sicherheit bekommen, denn immer mehr Junge hätten zu oft nur von ihren Defiziten gehört und sähen daher keine Perspektive. Um zu verhindern, dass Schüler ohne Abschluss aus dem System fallen, bräuchten Kindergartenpädagogen und Lehrer "die notwendigen Ressourcen". Dabei sei auch die Hilfe von Sozialarbeitern, Psychologen, Sprachpädagogen und Ehrenamtlichen notwendig.

In Kindergarten und Volksschule seien bessere Betreuungsverhältnisse und mehr Zeit für Elterngespräche nötig, außerdem müssten die Pädagogen für ihre Arbeit "endlich leistungsgerecht" entlohnt werden. Das Bildungsministerium soll künftig für Kindergarten und Schulen zuständig sein, fordert "Jedes Kind". Vom Ministerium verlangt die NGO außerdem einen "Kassasturz", damit das Geld, das in die Bildung fließt und von dem viel nicht bei den Kindern ankomme, transparent umverteilt werden kann.

Landau hat sich bereits beim von Ex-Vizekanzler Hannes Androsch initiierten Bildungsvolksbegehren engagiert, ebenso Bernhard Drumel, der damals für die Kampagne verantwortlich war. Im Vorstand sitzt neben Hamann außerdem die frühere Vorsitzende der SP-nahen Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), Eleonora Kleibel.

(S E R V I C E - www.jedeskind.org)

(schluss) jle;aku

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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