Donnerstag, 9. Oktober 2014

2014.10.09: Bildung

OTS0108 II 09.10.2014 11:02:16

 

Bundesrat - Posch-Gruska: Kinder durch Schulstart NEU und Schuleingangsphase individuell fördern

Utl.: Projekt erleichtert Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule

SPÖ/Bundesrat/Posch-Gruska/Bildung/Schulstart NEU

In ihrer Rede zum Bundesrat strich Inge Posch-Gruska, SPÖ-Sprecherin für Familie und Jugend im Bundesrat, die wichtigsten Eckpunkte des vorgelegten Reformprojekts "Schulstart NEU" von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hervor. "Mit dem "Schulstart NEU" legen wir den Fokus auf den Übergang vom Kindergarten zur Volksschule. Bildung bei den Kleinsten steht im Fokus, damit werden wir Kinder gezielt früh fördern und den Schulbeginn erleichtern. Unsere Kinder bekommen dadurch mehr Sicherheit, können schon in der ersten Klasse ein höheres Vertrauen in die Schule entwickeln." Ängste und Unsicherheiten, die Posch-Gruska als Probleme erkennt, können mit der gezielten Förderung der einzelnen SchülerInnen abgebaut werden. "Darüber hinaus wird erleichtert, dass VolksschullehrerInnen aktiv in den Kindergarten gehen. Davor wäre das nicht möglich gewesen und ich freue mich sehr über diesen Fortschritt." Als besonders positiv unterstrich Posch-Gruska, dass nicht vorgeschrieben wird, in welcher Sparte Kinder gefördert werden sollen, "stattdessen wird jeder Schwerpunkt beim Fördern individuell auf das Kind ausgerichtet". ****

Wichtigste Kernpunkte des Projekts sind eine qualitätsvolle Kinderbetreuung, das Stärken der Elementarpädagogik und des Kindergartens als Bildungseinrichtung. Ziel ist weiters ein gelungenes Übergangsmanagement vom Kindergarten zur Volksschule und das Umsetzen einer neuen Schuleingangsphase. Das verpflichtende letzte Kindergartenjahr und die ersten beiden Volksschuljahre sollen zu dieser Schuleingangsphase mit klaren Bildungszielen zusammengefasst werden. "In dieser Phase wird besonders auf die individuelle und ganzheitliche Förderung der Kleinsten eingegangen und sie werden in ihrer individuellen Entwicklung und bei ihren persönlichen Lernprozessen unterstützt. Damit tragen wir zu einer Erhöhung des Bildungsniveaus bei und verbessern die Chancen - und infolge dessen die Geschlechtergerechtigkeit in der Schule", fasste Posch-Gruska zusammen.

Nicht nur für Kinder sei dies eine bildungspolitische Errungenschaft, sondern auch für ihre Eltern: "Den Eltern bringt diese neue Schuleingangsphase mehr Informationen darüber, wie ihre Kinder betreut werden. Sie werden stärker in den Werdegang ihrer Kinder eingebunden und sie erhalten leistungsbezogene Beurteilungen, die konkrete Rückmeldungen über die Stärken und Schwächen der Kinder geben."

Das Programm "Schulstart Neu" stärke darüber hinaus alle BildungspädagogInnen, da diese schon sehr früh die Bildungsbiografie der Kinder mitgestalten können. Für LehrerInnen ist es positiv, wenn sie bereits vor dem Eintreten in die Schule ihre zukünftigen SchülerInnen kennen lernen können. "Mit dem so gewonnenen Wissen können die LehrerInnen ihren Unterricht nach den Bedürfnissen der Kinder in der Klasse ausrichten", erklärte Posch-Gruska.

Die SPÖ-Bundesrätin, die auch als Bürgermeisterin im Burgenland arbeitet, nannte auch einen pädagogischen Jour Fixe als Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit von Gemeinden, Kindergärten und Volksschulen aussehen könne, bei der die Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt steht. "Initiativen wie diese zeigen, wie ein Übergangsmanagement vom Kindergarten zur Volksschule aussehen kann und in welchem Rahmen individuelle Förderungen besprochen werden können." Als Schwerpunkt könne auch die Lese-Frühförderung gewählt werden. "Gerade am Beginn des Lernens in der Schule ist es wichtig, die Lust am Lesen zu fördern. Das können wir mit der Schuleingangsphase kombinieren", so Posch-Gruska mit Blick darauf, dass es offiziell 300.000 Menschen in Österreich gäbe, die nicht lesen und schreiben können.

Wie auf Gemeindeebene Familienförderung beim Schulstart gestaltet werden kann, zeige das Schulstartgeld. Der Schulstart ist laut Posch-Gruska für viele Familien eine finanziell schwierige Angelegenheit. "Ein Schulstartgeld, wie es beispielsweise im Burgenland in der Höhe von 100 Euro an Familien ausbezahlt wird, ist eine gute Möglichkeit, Eltern zu entlasten", so Posch-Gruska. (Schluss) kg/mb

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