Montag, 13. Oktober 2014

2014.10.13: Bildung

Mittagsjournal, 13.10.2014

 

Landesschulräte: Länder zurückhaltend

Katja Arthofer, Eva Haslinger

Sollen die Landeschulratspräsidenten und ihre Stellvertreter abgeschafft werden? Tirol und Vorarlberg haben es vorgemacht, dort hat der Bildungslandesrat diese Posten übernommen. Die Regierungsparteien wollen jetzt auch den anderen Ländern die Möglichkeit dazu geben - durch eine Verfassungsänderung. Aber was halten die Bundesländer selbst davon?

 

 

Mittagsjournal, 13.10.2014

 

Bildungsministerium schiebt Schulmieten auf

Regina Pöll

Beim Bildungsbudget wird es eng: 100 Millionen Euro fehlen. Grund sind unter anderem die Lehrergehälter, die wie bisher auch weiterhin zuverlässig ausbezahlt werden. Damit dieser strukturelle Fehlbetrag im Budget aber ausgeglichen wird, wird das Unterrichtsministerium jetzt Mietzahlungen aufschieben.

 

 

APA0218 II, XI 13.10.2014 12:12:09

 

Studie: Gesamtschule bessere Struktur - reicht aber alleine nicht

Utl.: Auch im differenzierten Schulsystem Verbesserungen möglich: "Es gibt aber Grenzen" - Gesamtschulsysteme haben Erfolgsfaktoren

Schule/Österreich

Eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen bietet einen besseren strukturellen Rahmen für gute Schülerleistungen, reicht aber allein nicht aus, um diese auch tatsächlich zu erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw). Gesamtschulländern gelinge es meist auch besser, die Ungleichheit der Schülerleistungen zu reduzieren.

Für die am Montag präsentierte, von der Wirtschaftskammer (WKÖ) beauftragte Studie hat Autor Kurt Schmid unter anderem internationale Schülerleistungsstudien wie PISA, PIRLS oder TIMSS analysiert und anschließend die Strukturen und Inputfaktoren wie Ausgaben oder Schüler-Lehrer-Relationen miteinander verglichen. Empirisch abgesichert sei jedenfalls, dass eine frühe äußere Differenzierung keine positiven Effekte zeige und dass Gesamtschulsysteme sozioökonomische Benachteiligungen reduzieren, so Schmid.

"Im differenzierten System sind schon noch Ansätze drinnen, die man verbessern kann", meinte Schmid. "Gleichzeitig gibt es aber auch Grenzen": So kreiere die Einordnung in AHS-Unterstufe oder Hauptschule bzw. Neue Mittelschule Selbstbilder in den Jugendlichen. "Damit wird ein Stück des Weges festgelegt, den man erreichen kann. Die Einstufung bedeutet immer auch eine soziale Zuschreibung." Auf Lehrerseite biete das System die Möglichkeit, Schüler von der AHS in die Hauptschule abzuschieben, anstatt sie zu fördern. Das Argument, das dass Schulsystem ohnehin durchlässig sei, stimme so nicht: "Wenn man sich die De-facto-Übertritte ansieht, gibt es eigentlich nur die von der AHS-Unterstufe in die Hauptschule, umgekehrt kaum."

Einschränkung: Die Gesamtschule biete lediglich ein formelles strukturelles Dach, um Probleme wie die Vererbbarkeit von Bildungsabschlüssen und die Ungleichheit der Schülerleistungen zu reduzieren. "Sie bedeutet nicht, dass der Unterricht auch besser wird", so Schmid.

In der Studie wird daher auch festgehalten, welche Kriterien erfolgreiche Gesamtschulsysteme ausmachen: Dies seien einerseits eine leistungsfördernde Governance-Struktur mit Schulautonomie in finanziellen und personellen Angelegenheiten sowie externen Überprüfungen von Bildungsstandards, so der Leiter der bildungspolitischen Abteilung der WKÖ, Michael Landertshammer. Außerdem müsse man weg von der Selektionsorientierung hin in Richtung einer Orientierung an den Potenzialen der Kinder. Lehrer müssten lernen, produktiv mit der Heterogenität der Schüler umzugehen und bräuchten zur Unterstützung zusätzliches Personal.

Die Systemumstellung solle dabei aber erst am Schluss stehen, so Landertshammer: Zunächst könne einmal das "Übergangsmanagement" an den Schnittstellen, also etwa zwischen Volksschule und AHS-Unterstufe/Hauptschule, verbessert und die Individualisierung des Unterrichts ausgebaut werden. Dann müssten die Lehrer in Sachen Leistungsheterogenität geschult und eine sinnvolle Überprüfung der Bildungsstandards mit Rückmeldungen implementiert werden. Wenn das alles stehe, könne man dann auch die Schulautonomie einführen und am Schluss die Schulverwaltung neu gestalten.

Die perfekte Schulwelt entsteht aber auch durch die Gesamtschule nicht. "Bestimmte Dinge wie die Risikogruppe der schlechten Schüler oder eine gewisse Vererbbarkeit von Bildungschancen kann man nicht auf null drehen", so Schmid. "Aber man kann sie verringern." So seien etwa in Finnland während der Pflichtschulzeit ein Drittel der Schüler in einer längerfristigen Fördermaßnahme. Dort betrage die Risikogruppe der schlechten Schüler fünf bis acht Prozent. "Bei uns gibt es diese Form der Unterstützung nur anekdotisch - und unsere Risikogruppe ist bei 25 Prozent."

(schluss) aku;jle;has

OTS0109 II, II 13.10.2014 12:06:10

 

FPÖ-Walter Rosenkranz: Heinisch-Hosek hat Ministerium nicht im Griff

Utl.: Mietstundung für Bildungsministerium nur ein Schuldenaufschub

FPÖ/Walter Rosenkranz/Heinisch-Hosek/Schule/Mieten

"Die Stundung der Mieten für das Bildungsministerium ist ein klarer Beweis dafür, dass Ministerin Heinisch-Hosek ihr Ressort nicht im Griff hat", äußert sich der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz zum diesbezüglichen Ansinnen von Bildungsministerin Heinisch-Hosek.

"Ihr geht es offensichtlich nicht um Einsparungen, sondern nur darum, die Schulden in die Zukunft zu verschieben, wie dies auch schon ihre Amtsvorgängerin Claudia Schmied getan hat. Echte Strukturreformen sind stattdessen nicht in Sicht, obwohl das Einsparungspotenzial enorm wäre und es schon längst eine Vielzahl an Maßnahmen gibt, die auf ihre Umsetzung warten", so Rosenkranz. Hier fehle SPÖ und ÖVP jedoch der Mut, betont der FPÖ-Bildungssprecher.

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OTS0101 II, CI 13.10.2014 11:52:34

 

VP-Hoch ad Walser: Taten statt Worte

Utl.: Diskrepanz zwischen Bundes-Grünen und Wiener Grünen

Kommunales/ÖVP/Wien/Hoch/Grüne/Walser/Schulverwaltung

"Wenn Harald Walser die Abschaffung des Vizepräsidenten in den Landesschulräten nur als ersten kosmetischen Schritt sieht, dann kann ich ihm zu 100% recht geben. Was hat aber die Grünen in Wien daran gehindert, dem Antrag der ÖVP Wien auf Verschlankung und Effizienzsteigerung in der Schulverwaltung zuzustimmen?", so der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien Alfred Hoch zur aktuellen Diskussion.

Der Antrag im Wortlaut: "Der Wiener Landtag spricht sich für eine umfassende Reformdiskussion zwischen den zuständigen Stellen des Landes Wien, der Gemeinde Wien und des Bundes sowie Experten und Vertretern aller im Landtag vertretenen Parteien aus mit dem Ziel, die Strukturen und Funktionen der Schulverwaltung aller Ebenen und Kompetenzbereiche in Wien auf den Prüfstand zu stellen und allfällige Strukturinnovationen in die Wege zu leiten. So möge zum Beispiel neben der Abschaffung der Funktion des Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrates auch die Zusammenlegung der Funktion des(r) Amtsführenden Präsidenten/-in des Wiener Stadtschulrates mit bestehenden Funktionen wie zum Beispiel der des Bildungsstadtrates diskutiert werden."

"Wieder einmal zeigt sich, dass Anspruch und Wirklichkeit bei den Grünen weit auseinander liegen. Auf die Wiener Wahlrechtsreform, die Maria Vassilakou noch in Oppositionszeiten fix zugesagt hat, warten die Wienerinnen und Wiener bisher ja auch vergeblich", so Hoch abschließend.

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OTS0091 II, II 13.10.2014 11:22:49

 

Walter Rosenkranz: FPÖ begrüßt Abschaffung der Landesschulratspräsidenten

Utl.: Kontrollmöglichkeit für Opposition muss aber erhalten bleiben

FPÖ/Walter Rosenkranz/Bildung/Schule/Landesschulrat/SPÖ/ÖVP

Der Vorschlag von SPÖ und ÖVP, die Präsidenten des Landesschulrats abzuschaffen, wird von der FPÖ begrüßt: "Für eine Verwaltungsreform im Schulbereich ist die FPÖ immer zu haben. Das Einsparungspotenzial ist allerdings bei sieben amtsführenden Landesschulratspräsidenten und sechs Vizepräsidenten begrenzt", so FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz. Er sei schon gespannt auf die von SPÖ und ÖVP präsentierten Alternativen, denn was sich Rosenkranz nicht vorstellen könne, sei, dass diese dreizehn Ämter eingespart und dafür in den Landesregierungen neue Abteilungen geschaffen würden. "Dies würde alle Einsparungen wieder aufheben. Außerdem müssen die Kontrollmöglichkeiten für die Opposition unbedingt erhalten bleiben", betont Rosenkranz.

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OTS0076 II 13.10.2014 10:57:24

 

Walser unterstützt Verfassungsänderung zur Abschaffung der Landesschulratsvizepräsidenten

Utl.: Grüne fordern völlige Entpolitisierung der Schulverwaltung

Innenpolitik/Walser/Bildung/Schule/Schulverwaltung/Landesschulräte

"Ich finde es erfreulich und hoch an der Zeit, wenn die Regierungsparteien darüber nachdenken, die Schulverwaltung schlanker zu machen", begrüßt der Grüne Bildungssprecher Harald Walser die Aussagen der Klubobmänner Andreas Schieder und Reinhold Lopatka zur Abschaffung der VizepräsidentInnen in den Landesschulräten.

Diese seien ein Relikt aus dem Jahr 1962 und zudem in der derzeit geltenden Fassung absurd. Damals wurden die fünf einwohnerstärksten Bundesländer dazu verpflichtet, das ausschließlich dem Proporz dienende Amt zu führen. 1962 war Kärnten unter den betroffenen Bundesländern und ist dadurch auch heute noch verfassungsgesetzlich verpflichtet, einen Vizepräsidenten zu führen, obwohl es einwohnermäßig von Tirol überholt längst überholt worden ist.

Walser dazu: "Das Amt ist in jeder Hinsicht anachronistisch, dient ausschließlich dem Parteieneinfluss und kostet Geld, das in den Schulen an allen Ecken und Enden fehlt. Walser betont jedoch, dass die Abschaffung der Vizepräsidenten nur ein erster kosmetischer Schritt sein könne: "Ich trete auch dafür ein, die amtsführenden PräsidentInnen durch Fachleute zu ersetzen und damit die Schulverwaltung dem Einfluss der politischen Parteien völlig zu entziehen. Wenn die Regierung dafür die Zweidrittelmehrheit sucht, so sind wir gerne als Mehrheitsbeschaffer dabei. Entsprechende Anträge der Grünen liegen vor und warten derzeit auf die Behandlung im Unterrichtsausschuss."

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OTS0074 II, CI 13.10.2014 10:51:54

 

Juraczka ad Stadtschulrat: Ressourcen dürfen nicht in der Verwaltung versanden

Kommunales/ÖVP/Wien/Juraczka/SPÖ/Schieder/Schulverwaltung

"Wir nehmen die heutigen Aussagen von SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder wohlwollend zu Kenntnis, der sich im Gegensatz zu seinen Genossen in Wien weitreichendere Reformen in der Schulverwaltung vorstellen kann", so ÖVP Wien Landesparteiobmann Stadtrat Manfred Juraczka in Reaktion auf den heutigen Bericht im Ö1-Morgenjournal.

So spricht sich Schieder für eine wirkliche Verschlankung der Schulverwaltung aus, will sowohl hinsichtlich des Vizepräsidenten als auch beim Präsidenten des Stadt- bzw. Landesschulrates eine Verschlankung erreichen und den Ländern diese Möglichkeit einräumen. (Zitat Andreas Schieder: "Am besten ist ein Chef und eine Verwaltung")

In der letzten Sitzung des Wiener Landtages wurde ein Antrag der ÖVP Wien mit rot-grüner Mehrheit niedergestimmt, der zum Ziel hatte die Strukturen und Funktionen der Schulverwaltung aller Ebenen und Kompetenzbereiche in Wien auf den Prüfstand zu stellen und allfällige Strukturinnovationen in die Wege zu leiten. Unter anderem sollte neben der Abschaffung der Funktion des Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrates auch die Zusammenlegung der Funktion des Amtsführenden Präsidenten des Wiener Stadtschulrats mit bestehenden Funktionen wie zum Beispiel der des Bildungsstadtrates diskutiert werden.

"Die rot-grüne Stadtregierung sollte die Aussagen von SPÖ-Klubobmann Schieder ernst nehmen und sich diesen Reformen nicht weiter verschließen. Denn eines müssen wir sicherstellen und muss auch die oberste Priorität haben: Die vorhandenen Ressourcen müssen bei den Schülerinnen und Schülern ankommen und dürfen nicht in der Verwaltung versanden", so Juraczka abschließend.

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OTS0022 II, XI 13.10.2014 09:15:35

 

Lehrergehälter - Stronach/Lugar: Heinisch-Hosek ist rücktrittsreif!

Team Stronach/Lugar/Bildung/Österreich/Heinisch-Hosek/Lehrer

"Wer noch einen Beweis gebraucht hat, dass Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek mit ihrem Ressort überfordert und rücktrittsreif ist - diesen Beweis erbringt die Ministerin mit dem Weg in die Schuldenfalle selbst", erklärt Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar. "Nach den ständigen Problemen mit dem Bifie, den massiven Schwierigkeiten bei der Zentralmatura und dem gescheiterten Modell der Ganztagsschule ist die Schuldenmacherei von Heinisch-Hosek die endgültige Bankrotterklärung unseres Schulsystems. Sie soll endlich Platz machen für jemanden, der im Interesse der Wirtschaft und unserer Kinder das Schulsystem wieder zum Funktionieren bringt", so Lugar.

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Andrea Steiner
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