Dienstag, 21. Oktober 2014

2014.10.21: Bildung

OTS0058 II 21.10.2014 10:28:38

 

Bundesschülervertretung: Erfolg bei Zentralmatura Verhandlungen

Utl.: 60 Prozent Hürde bei Englisch Zentralmatura fixiert - Schwankungen, wie jene im Frühjahr, damit ausgeschlossen

Schule/Bildung/Jugend/BIFIE/Zentralmatura/Faymann

Gestern, Montag, fand in Wien eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der Bundesschülervertretung (BSV) und dem BIFIE statt. Die BSV erreichte dabei, dass der Cut-Score - also der Prozentsatz, den man für eine positive Note braucht - bei der Englisch Zentralmatura auf 60 Prozent fixiert wird. Damit sind Prozentschwankungen, wie jene beim Zentralmatura Probedurchlauf im Juni letzten Schuljahres, ausgeschlossen. Die Bundesschülervertretung betont aber auch, dass es noch viel Verhandlungsbedarf gibt.

"Dieses Verhandlungsergebnis stellt einen großen Erfolg für die Schüler dar. Da der Cut-Score auf 60 Prozent festgenagelt wurde, kann es nicht mehr zu solchen Unklarheiten, wie im Juni, kommen. Das ist ein großer und wichtiger Schritt in Richtung einer transparenten und komplikationslosen Zentralmatura, wie wir sie uns wünschen", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

Der Cut-Score war im Juni plötzlich von 60 auf 63 Prozent angehoben worden. Damit waren Schüler, die beispielsweise 61 Prozent erreicht hatten, plötzlich nicht mehr positiv.

Neben dem Cut-Score gibt es aber noch weitere Probleme bezüglich dem ersten Durchgang der Zentralmatura. So sind die Vorbereitungsstunden beispielsweise auf vier Stunden gekürzt worden. Aus Sicht der Bundesschülervertretung wirkt sich dies äußerst negativ auf die Maturavorbereitung der Schüler aus, da nun viel weniger Zeit zur Verfügung steht. Weiters gibt es viele Schüler, die noch immer offene Fragen haben. Hier will die Bundesschülervertretung eine Anlaufstelle für die Schüler sein.

"Die Kürzung der Vorbereitungsstunden ist eindeutig ein Sparen am falschen Ende. Hier sehen wir noch Verhandlungsbedarf. Vier Stunden sind viel zu wenig und die nun notwendige Vorbereitung im Regelunterricht wird nie so gut auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen können. Weiters sehen wir, dass viele Schüler noch offene Fragen haben. Hier wollen wir als Bundesschülervertretung eine Anlaufstelle für Schüler sein, um deren Fragen zu beantworten", so Faymann abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichische Schülerunion
Lukas Faymann
Bundesschulsprecher
lukas.faymann@bsv.at
0664 588 64 71


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APA0105 II, XI 21.10.2014 09:55:43

 

Ganztagsschüler sind ihren Eltern weniger entfremdet

Utl.: Keine signifikanten Unterschiede gegenüber Kindern an Halbtagsschulen in Sachen Schulleistung, Schulfreude und Freizeitverhalten

Schule/Psychologie/Wien

Ganztagsschüler fühlen sich ihren Eltern weniger entfremdet als Jugendliche an Halbtagsschulen. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der Fachzeitschrift "Erziehung und Unterricht" veröffentlichte Studie der beiden Psychologinnen Brigitte Rollett und Gloria Rajtora. Keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zeigten sich bei Schulleistung, Schulfreude und Freizeitverhalten.

Für die Studie befragten die Psychologinnen 212 Wiener Schüler in der vierten Klasse der Kooperativen Mittelschule (KMS), einer Form der Hauptschule. 92 besuchten eine Halbtagsschule, 120 eine Ganztagsschule (entweder in offener oder verschränkter Form; Schule jeweils bis mindestens 16.30 Uhr), wobei zur besseren Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Schulen immer jeweils eine Halb- und eine Ganztagsschule aus dem gleichen Bezirk ausgewählt wurden. Die Ergebnisse bestätigten dabei die Resultate einer ähnlichen deutschen Untersuchung mit rund 50.000 Teilnehmern.

Dies deute darauf hin, "dass die teilweise vorherrschende Befürchtung, ein Ganztagsschulbesuch würde Eltern von ihren Kindern entfremden und das Familienleben stören, unbegründet ist", schreiben die Autorinnen. Im Gegenteil: Ganztagsschüler berichteten von einem "signifikant niedrigeren Entfremdungsgefühl ihren Eltern gegenüber". Mögliche Gründe dafür: Einerseits könnten Eltern so in schulischen und erzieherischen Belangen entlastet und damit das Familienklima verbessert werden. Andererseits befänden sich die Jugendlichen mit 14 mitten in der Pubertät: Die "alterstypischen Streitereien und Diskussionen" könnten deshalb reduziert sein, weil die Ganztagsschüler einen großen Teil des Tages außerhalb der elterlichen Kontrolle verbringen, Reibereien damit von vornherein vermieden werden und die Jugendlichen eine stärkere Autonomie erleben.

Keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zeigten sich bei der Bindung an Freunde und Gleichaltrige - ein "leichter Trend" deutete aber darauf hin, dass Ganztagsschüler über eine geringere Entfremdung berichteten. Sie wiesen auch eine höhere soziale Verträglichkeit auf und waren weniger introvertiert. In Sachen Schulfreude, Lesehäufigkeit, Freizeitverhalten und Einschätzung der Schulleistungen unterschieden sich Ganztags- und Halbtagsschüler dagegen nicht.

(schluss) aku;jle;ks

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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