Dienstag, 21. Oktober 2014

2014.10.21: Bildung

APA0294 II, XI 21.10.2014 13:29:37

 

Zentralmatura - Bei Fremdsprachen künftig fixe Grenze für "Genügend"

Utl.: 60 Prozent sind Voraussetzung für positive Note - Entsprechende Vereinbarung zwischen Bifie und Bundesschülervertretung

Schule/Oberstufe/Österreich/Österreich-weit

Bei den Fremdsprachen wird es bei der Zentralmatura, in deren Rahmen im Mai erstmals alle AHS-Schüler am selben Tag idente schriftliche Aufgaben lösen müssen, eine fixe Grenze für eine positive Benotung geben. 60 Prozent sollen künftig für ein "Genügend" reichen, wie am Montag zwischen dem zuständigen Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) und Bundesschülervertretung (BSV) vereinbart wurde.

Bei der Generalprobe im heurigen Frühjahr hatte es große Aufregung gegeben, weil das Bifie mit variablen Notenschwellen ("Cut Scores") gearbeitet hatte. Zwar waren schon bisher grundsätzlich 60 Prozent als Grenze für ein "Genügend" festgelegt, allerdings konnte diese je nach Schwierigkeit der gestellten Aufgaben leicht variieren. Beim letzten Schulversuch waren wegen einfacherer Prüfungsfragen daher in Englisch 63 Prozent für ein "Genügend" notwendig, auch in den anderen Fremdsprachen wurden die "Cut Scores" angepasst.

Künftig sollen immer die 60 Prozent für ein positives Ergebnis reichen, bestätigt man im Bifie auf APA-Anfrage eine Aussendung der BSV. Die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Aufgaben sollen so adaptiert werden, dass die Maturanten der verschiedenen Jahrgänge vergleichbare Anforderungen erfüllen müssen. "Dieses Verhandlungsergebnis stellt einen großen Erfolg für die Schüler dar", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann von der VP-nahen Schülerunion in einer Aussendung. Er ortet aber noch weitere Probleme: Die Schülervertreter stoßen sich etwa an der Kürzung der Vorbereitungsstunden für die mündliche Matura.

Bei der Zentralmatura müssen alle Maturanten an den selben Tagen idente, zentral vorgegebene Aufgaben lösen. Korrigiert werden sie aber vom jeweiligen Klassenlehrer nach einem standardisierten Raster. Neben der Zentralmatura besteht die neue "Standardisierte kompetenzorientierte Reife- und Diplomprüfung" noch aus einer "Vorwissenschaftlichen Arbeit" sowie ebenfalls leicht reformierten mündlichen Prüfungen. An den AHS startet die neue Matura im aktuellen Schuljahr, an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) erst ab 2015/16.

(schluss) jle;aku;ks

OTS0156 II 21.10.2014 13:13:07

 

BM Heinisch-Hosek: "Wir werden die Sexualpädagogik neu ausrichten"

Utl.: 100 Verhütungskoffer werden an Schulen vergeben

Bildung/Schule/Sexualpädagogik

Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte heute gemeinsam mit der Bundesjugendvertretung (BJV) einen neuen Videospot zum Thema Sexualpädagogik. Der Spot ist Teil der Kampagne der BJV "RDN WR KLRSEX" und zeigt Probleme im Umgang mit dem Thema Sexualität auf. Im Rahmen der Pressekonferenz stellte die Ministerin auch zentrale Maßnahmen für eine Neuausrichtung der Sexualpädagogik an Schulen vor.

"Verhütung und sexuelle Aufklärung sind heute wichtiger denn je. Denn obwohl wir in einem Zeitalter der Kommunikation und Information leben, gibt es oft große Unwissenheit, Unklarheit und auch Verunsicherung. Hier will ich gegensteuern und die richtigen Maßnahmen setzen", so Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Zentrale Maßnahmen zur Neuausrichtung der Sexualpädagogik in Schulen:

Sexualerziehung als Unterrichtsprinzip

Als Unterrichtsprinzip kann Sexualerziehung als Querschnittsmaterie in jeglichen Unterricht einfließen, wenn es der Lehrerin, dem Lehrer adäquat und notwendig erscheint. Der entsprechende Grundsatzerlass soll überarbeitet werden, die Ministerin wird dafür einen eigenen Beirat einsetzen.

Evaluierung zu Erwartungshaltungen an Schulen

Das BMBF hat vor wenigen Wochen eine Studie in Auftrag gegeben, um zu eruieren, welche Vorstellungen und Erwartungen LehrerInnen und SchülerInnen haben und wie eine künftige Sexualpädagogik an Schulen aus ihrer Sicht gestaltet sein soll. Die Ergebnisse sollen in die Neuausrichtung miteinfließen.

100 Verhütungskoffer für die Schulen - kostenlos

100 Schulen erhalten den "Verhütungskoffer" der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung gratis. Der Koffer enthält wichtige Informationen und Anschauungsbeispiele, um Jugendlichen niederschwellig alle Themen rund um erste sexuelle Erfahrungen und Verhütung zu vermitteln. Die ersten 100 Schulen, die sich an das Ministerium wenden, bekommen den Koffer gratis, natürlich steht die Bestellung der Koffer beim ÖGF allen Schulen in Österreich offen. (Kosten: 115 Euro)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Bildung und Frauen
Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5025
julia.valsky@bmbf.gv.at


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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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