Donnerstag, 23. Oktober 2014

2014.10.23: Bildung

OTS0145 II 23.10.2014 12:24:42

 

El Habbassi an Heinisch-Hosek: Bei Politischer Bildung "Nägel mit Köpfen machen"

Utl.: ÖVP-Jugendsprecher El Habbassi fordert rasche Umsetzung von Regierungsprogramm - Verankerung von Schülerparlamenten höchste Zeit

Parlament/ÖVP/Fragestunde/Heinisch-Hosek/El Habbassi

"Junge Menschen dürfen ab 16 wählen. Eine ordentliche schulische Grundlage, die junge Menschen zeitgemäß auf demokratische Prozesse und ihre Mitspracherolle in der Politik vorbereitet, existiert jedoch noch nicht. Dabei steht schon lange außer Streit, dass Politische Bildung als Pflichtmodul ab der sechsten Schulstufe verankert werden soll", verweist ÖVP-Jugendsprecher Abg. Asdin El Habbassi BA auf das Regierungsprogramm und sieht den Ball klar bei der zuständigen Bildungsministerin Heinisch-Hosek: "Der Grundkonsens zu dieser Thematik steht. Darum bin ich verwundert, dass die Bildungsministerin in der Fragestunde noch immer nicht in der Lage war, einen konkreten Umsetzungsfahrplan darzulegen. Ich erwarte mir, dass bei diesem wichtigen Thema Politische Bildung endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden."

Ein wesentliches Element, um junge Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern, sieht El Habbassi in der geplanten gesetzlichen Verankerung von Schülerparlamenten auf Landes- und Bundesebene: "Zahlreiche ehrenamtliche Schülerinnen und Schüler engagieren sich bereits in der Schülervertretung und zeigen auf, dass junge Menschen mitbestimmen wollen. Das Bekenntnis zu mehr politischer Partizipation von jungen Menschen darf nicht zu einem Stehsatz verkommen. Daher erwarte ich mir eine rasche gesetzliche Verankerung von Schülerparlamenten im Schülervertreter-Gesetz (SchVG)", schließt El Habbassi. (Schluss)

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OTS0125 II 23.10.2014 11:55:58

 

ÖGJ fordert "Politische Bildung" als eigenständiges Pflichtfach an Schulen

Utl.: Kultur der politischen Bildung enorm unterentwickelt

Bildung/Gewerkschaften/Jugend/Schule

"Es reicht nicht, der Jugend immer nur Politikverdrossenheit vorzuwerfen. Der Staat muss auch Geld in die Hand nehmen, damit die in Österreich enorm unterentwickelte Kultur der politischen Bildung verbessert wird", fordert Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Seit der Herabsetzung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahren wurde es in Österreich verabsäumt, begleitende Maßnahmen im Unterricht an den Schulen zu setzen. "In einigen Bundesländern wird politische Bildung nur rudimentär unterrichtet, in anderen ist sie hingegen gut ausgebaut. Der Zugang zu politischer Bildung muss aber für alle Jugendlichen sichergestellt werden", fordert Ernszt die Verankerung "Politische Bildung" als eigenständiges Pflichtfach für alle Schultypen ab der fünften Schulstufe.

Rückfragehinweis:
ÖGB-Kommunikation
Katja Dämmrich
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OTS0085 II, XI 23.10.2014 10:57:42

 

Walser: Budgetloch im Bildungsbereich im Jahr 2015 wird dramatisch

Utl.: Fragestunde im Parlament bestätigt Grüne Befürchtungen

Innenpolitik/Bildung/Budget/Schulen/Fragestunde/Grüne

"Dass mir Ministerin Heinisch-Hosek auf meine Frage nach dem Bildungsbudget 2015 keine Antwort geben konnte oder wollte, ist indiskutabel", reagiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser nach der Fragestunde im Nationalrat verärgert und sieht seine Befürchtungen bestätigt: "Das Budgetloch im Bildungsbereich im Jahr 2015 wird dramatisch!" Die Grünen hatten bereits bei der Beschlussfassung darauf hingewiesen, dass die aus dem Budget ersichtliche Unterfinanzierung des Bildungsbereichs im nächsten Jahr dramatisch wird: "Die mit der Gewerkschaft bereits ausgehandelte Lohnerhöhung wird deutlich über 100 Millionen kosten. Dafür ist im Budget 2015 bislang noch kein Cent vorgesehen!"

Walser hatte Bildungsministerin Heinisch-Hosek konkret danach gefragt, ob im Budget 2015 Vorsorge für die Lohnsteigerungen bei den LehrerInnengehältern getroffen wurde und um eine kurze Antwort mit "ja oder nein" gebeten. Heinisch-Hosek lehnte diese Entscheidungsfrage ab und sprach über das noch nicht verhandelte Budget 2016. "Dass Ministerin Heinisch-Hosek in dieser hochrelevanten Frage die Antwort verweigert, ist für mich ein deutlicher Hinweis darauf, dass der von mir für 2015 errechnete Fehlbetrag von zumindest 240 Millionen Euro nicht vom Tisch zu wischen ist. Ich werde darüber nochmals eine Auskunft verlangen", fügt Walser an, der gleichzeitig daran erinnert, dass die Stundung der Mietzahlungen für die Schulen an die Bundesimmobiliengesellschaft die Probleme für die Bildungsbudgets in den kommenden Jahren noch verschärfen wird: "Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben, das gilt gerade für den finanziellen Bereich!"

Für Walser sei die Quintessenz der heutigen Fragestunde im Nationalrat: "Wir debattieren, evaluieren und bilden unzählige Arbeitskreise und Kommissionen bis zum Sankt Nimmerleinstag." Inzwischen werde das Bildungssystem systematisch an die Wand gefahren: "Wir müssen jetzt die finanziellen Mittel für die kommenden Jahre sichern und tiefgehende Reformen angehen. Wenn nichts passiert, wird es bald ein böses Erwachen geben", warnt Walser.

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
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APA0150 II, XI 23.10.2014 10:21:04

 

Nationalrat: Heinisch-Hosek bleibt budgetär vage

Utl.: Frauenministerin gegen verpflichtendes Pensionssplitting

Nationalrat/Schule/Pensionen/Österreich

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sagt weiter nicht, wie sie die von der Bundesimmobiliengesellschaft gestundeten Schulmieten aufbringen will. In der Fragestunde des Nationalrats verwies sie darauf, dass erst die Verhandlungen mit der BIG liefen, sie aber davon ausgehe, die 100 Millionen erst im ersten Quartal 2016 zahlen zu müssen.

Wie Heinisch-Hosek das Geld bis dahin auftreiben will, ließ sie offen. Sicher sei jedenfalls, dass die Lehrergehälter ausbezahlt werden können.

Verständnis äußerte die Ministerin für die Weigerung des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ), den freiheitlichen Kandidaten für das Amt des Stadtschulrats-Vizes Maximilian Krauss abzulehnen. Es sei legitim zu verlangen, dass man für das Amt entsprechende Wertehaltungen mitbringe, meinte Heinisch-Hosek zu Angriffen der Freiheitlichen gegen ihren Parteifreund Häupl.

In ihrer Funktion als Frauenministerin lehnte Heinisch-Hosek auf ÖVP-Anfrage das von der Volkspartei propagierte verpflichtende Pensionssplitting ab. Sie sei überzeugt, dass Paare sich das selbst ausmachen können, erklärte die Ressortchefin.

(schluss) bei;has

OTS0065 II, CI 23.10.2014 10:12:47

 

Schule: Zu wenig Zeit für politische Bildung

Utl.: Aber schon in der Volksschule wollen LehrerInnen ihre SchülerInnen mit politischen Zusammenhängen vertraut machen, zeigt Sora-Studie für Wien

Bildung/Schule

Ob SchülerInnen an den Volksschulen und in der Mittelstufe Politische Bildung bekommen oder nicht, ist derzeit oft ein Glücksspiel. Mehr als die Hälfte der LehrerInnen sagt, sie hätte wegen des umfangreichen sonstigen Lehrplans keine Zeit für Politische Bildung. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Untersuchung zur Politischen Bildung in den Schulen für Sechs- bis Vierzehnjährige, für die das Institut Sora ingesamt 476 LehrerInnen in Wien befragt hat. Freilich gibt selbst in der Volksschule jede/r dritte LehrerIn an, Politische Bildung häufig zu unterrichten, und weitere zwei Fünftel tun das manchmal. "Darauf können wir aufbauen", sagt Melitta Aschauer, Bereichsleiterin Bildung in der AK Wien, heute Donnerstag bei der Präsentation der Studie in der Pädagogischen Hochschule Wien. Sie fordert verpflichtende Aus- und Weiterbildung der LehrerInnen in Politischer Bildung. Ruth Petz, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Wien, unterstreicht die Wichtigkeit der nachhaltigen Verankerung der Politischen Bildung in Aus-, Fort- und Weiterbildung. Durch die Gründung des "Zentrums für Politische Bildung" an der Pädagogischen Hochschule Wien in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien fließt Politische Bildung interdisziplinär in Lehre und Forschung ein.

Die Sora-Befragung lief im Auftrag der Pädagogischen Hochschule Wien in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer Wien. Erfreulichstes Ergebnis: Über 80 Prozent der LehrerInnen an den Wiener Volks-, Haupt-, Neuen Mittelschulen und der Unterstufe der Gymnasien messen der Politischen Bildung in der Schule große Bedeutung zu. Rund die Hälfte der LehrerInnen hält sich selbst für die Politische Bildung ihrer SchülerInnen verantwortlich (Volksschule: 55 Prozent; Mittelstufe: 49 Prozent). Allerdings hängt die Umsetzung des generellen Unterrichtsprinzips "Politische Bildung" (in der neuen Mittelschule und der Unterstufe der Gymnasien soll sie auch Teil des Kombinationsfachs "Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung" sein) stark von den LehrerInnen selbst ab.

Mehr als die Hälfte der LehrerInnen sagt, sie hätte wegen des umfangreichen sonstigen Lehrplans keine Zeit für Politische Bildung. Ein Drittel sagt, es fehle die Ausbildung, um Politische Bildung zu vermitteln. Überdies verlässt sich mehr als die Hälfte der LehrerInnen in der Vorbereitung des Unterrichts in Politischer Bildung hauptsächlich auf eigene Ideen und selbstgestaltetes Material.

Am wichtigsten ist es den LehrerInnen, die Fähigkeit zu vermitteln, gewaltfrei Konflikte zu lösen und sich selbst eine kritische fundierte Meinung zu bilden. Auch die Erziehung zu Toleranz und Gerechtigkeit hat einen wichtigen Stellenwert. Umgekehrt gelingt es den LehrerInnen nur mäßig, die Mitgestaltung und Mitbestimmung des Unterrichts durch die SchülerInnen zu fördern und schuldemokratische Prozesse zu begleiten.

"In der Politischen Bildung sollen Schülerinnen und Schüler auch lernen können, für ihre eigenen Interessen einzutreten", fordert AK Bereichsleiterin Melitta Aschauer auch "mehr politische Bildung im engeren Sinn". Dabei unterstützt sie die LehrerInnen, die laut Umfrage bessere Lehrmaterialien und mehr Fort- und Weiterbildung in Politischer Bildung wünschen. Ausgebaut gehöre das Fach Politische Bildung auch in der LehrerInnenausbildung selbst.

Rasch umgesetzt werden sollen die Pflichtmodule "Politische Bildung" im Geschichteunterricht für die SchülerInnen in der Mittelstufe, wie das im Regierungsprogramm versprochen wurde. Letztlich müsse Politische Bildung als eigenes Fach eingeführt werden.

Rektorin Ruth Petz sieht in den Ergebnissen einen Auftrag für die starke Positionierung der Politischen Bildung im Zusammenhang mit der PädagogInnenbildung Neu. "Die Resultate dieser Studie zeigen, dass auch die Politische Bildung in den verschiedenen Lehramtsstudien der Pädagogischen Hochschule Wien weiter verstärkt werden muss." Ruth Petz weiter: "Die professionsorientierte Reflexion des politischen Verständnisses von angehenden PädagogInnen stellt eine Grundlage für die Sicherung eines solidarischen Demokratieverständnisses dar."

SERVICE: Kurzfassung der Studie "Politische BildnerInnen 2014" unter http://wien.arbeiterkammer.at/bildungspolitik

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:peter.mitterhuber@akwien.at
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APA0090 II, XI 23.10.2014 09:04:50

 

Lehrer orten zu wenig Zeit für politische Bildung

Utl.: Ein Drittel vermisst Ausbildung dafür

Schule/Lehrende/Wien

Rund die Hälfte der Lehrer an den Volksschulen und der Sekundarstufe I (Hauptschulen, Neue Mittelschulen, AHS-Unterstufe) in Wien hat nach eigenen Angaben wegen des umfassenden sonstigen Lehrplans keine Zeit für die Vermittlung von politischer Bildung. Das zeigt eine im Auftrag der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien und der Arbeiterkammer (AK) erstellte Sora-Studie.

An der Erhebung, die am Donnerstag Nachmittag präsentiert wird, haben 476 Lehrer teilgenommen, davon 201 Volksschulpädagogen und 275 Lehrer der Sekundarstufe I. Politische Bildung ist kein eigenes Unterrichtsfach, sondern seit Ende der 1970er Jahre ein sogenanntes Unterrichtsprinzip in allen Gegenständen, Schultypen und Schulstufen. In den Hauptschulen/Neuen Mittelschulen/AHS-Unterstufen soll sie außerdem Teil des Fachs Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung sein.

Ein Drittel der Pädagogen gab an, dass ihm die nötige Ausbildung in Sachen Politischer Bildung fehlt. Dementsprechend äußerten die Befragten den Wunsch nach mehr Unterrichtszeit für Politische Bildung und mehr Fort- und Weiterbildung in dem Bereich. Allerdings hat nur ein kleiner Bruchteil der Lehrer die bestehenden Angebote dafür genutzt.

Die konkrete Ausgestaltung des Unterrichtsprinzips ist von den Lehrern oft selbstgestrickt: Mehr als die Hälfte der Lehrer in der Sekundarstufe I verlässt sich bei der Unterrichtsvorbereitung vor allem auf eigene Ideen bzw. selbstgestaltetes Material, etwas weniger als die Hälfte setzt auf Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen, nur ein Drittel auf anerkannte Schulbücher.

Das Unterrichtsprinzip selbst wird an den Schulen offenbar durchaus gelebt: Sogar in der Volksschule gibt jeder dritte Lehrer an, Politische Bildung häufig zu unterrichten. Weitere zwei Fünftel tun das manchmal. Ängste und Befürchtungen der Lehrer rund um Politische Bildung gibt es zwar, diese werden aber von einem eher kleineren Teil der Pädagogen geäußert: 17 Prozent der Volksschullehrer befürchten, dass es unmöglich sei, politische Bildung objektiv zu gestalten, ein Viertel hält sie für zu kompliziert und jeweils etwas mehr als ein Drittel hält die Kinder für zu jung bzw. hat Angst, dass es als Parteiwerbung in der Schule genützt werden könnte.

Die Arbeiterkammer fordert die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm angekündigten Pflichtmodule "Politische Bildung" im Geschichtsunterricht ab der Mittelstufe. Langfristig müsse es auch ein eigenes Fach geben. Für PH-Rektorin Ruth Petz zeigt die Studie, dass die Politische Bildung in den diversen Lehramtsstudien weiter verstärkt werden müsse.

(schluss) aku;jle;has

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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