Donnerstag, 23. Oktober 2014

2014.10.23: Bildung

OTS0177 II 23.10.2014 13:07:59

 

Nationalrat - Heinisch-Hosek: Schuleingangsphase erleichtert Übergang für Kinder

Utl.: Bildungsbudget und -reform sowie Einkommenstransparenz als Themen der Aktuellen Stunde

SPÖ/Nationalrat/Heinisch-Hosek/Bildung/Frauen/Aktuelle Stunde

Im Rahmen der "Aktuellen Stunde" im Nationalrat erläuterte heute die Bundesministerin für Bildung und Frauen, Gabriele Heinisch-Hosek, die neue Schuleingangsphase. Ziel sei es, den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule zu erleichtern. "Wir wollen Kinder zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr als Einheit betrachten und sanft von einer in die nächste Bildungseinrichtung begleiten." In Österreich gibt es hierzu 35 Projektschulen, die wissenschaftlich begleitet werden. Flexible Eingangsphasen haben sich als Schulversuche bereits bewährt.

Einen großen Schwerpunkt legte die Bundesministerin auf die Sprachförderung für Kinder und SchülerInnen. Die Mittel dafür belaufen sich für die Kindergärten auf 20 Millionen Euro pro Jahr, im Schulbereich auf 25 Millionen. "Die Bildungssprache ist Deutsch, doch Unterricht in der Erstsprache ist ebenso relevant. Erst wenn ich meine Erstsprache beherrsche, kann ich auch gut Deutsch und weitere Sprachen lernen."

Zwtl.: Weichen für neue Ausbildung für ElementarpädagogInnen gestellt

Zur Ausbildungsreform für PädagogInnen hält Heinisch-Hosek fest, dass es jetzt schon mehrere Modelle gäbe, um einen Bachelor oder Master in der frühkindlichen Erziehung zu absolvieren. Hier sei es Aufgabe der Länder, ihre Durchführungsgesetze entsprechend anzupassen.

Zwtl.: Ergebnisse der Evaluierung der Neuen Mittelschule liegen 2015 vor

Die Einführung der Neuen Mittelschule bezeichnete die Bundesministerin als einen wichtigen Schritt. 2008/09 wurden die ersten 67 Standorte eingerichtet, diese wurden über vier Jahre begleitet. 2018/2019 werden alle Hauptschulen auf NMS umgestellt sein. "Es wurde evaluiert, wie die individuelle Förderung von SchülerInnen funktioniert hat, wie Kompetenzen vermittelt wurden und wie es sich das auf SchülerInnen und auf PädagogInnen ausgewirkt hat. Im Jänner 2015 werde ich diese Ergebnisse präsentieren können", kündigte Heinisch-Hosek an.

Die Bildungsministerin bekennt sich zu dem mit großer Mehrheit beschlossenem Projekt Neue Mittelschule (NMS) und verweist auf das Ziel, bis 2018/2019 alle Hauptschulen auf NMS umzustellen. Viele LehrerInnen der AHS und BHS würden jetzt schon in Doppelbesetzung an NMS unterrichten, wobei die Zahl der BHS-LehrerInnen deutlich höher sei. Auch hier würde das Evaluationsergebnis abgewartet werden, um Hürden aus dem Weg zu räumen.

Zwtl.: Budgetmittel bleiben gleich, Mitteleinsatz kann variieren

Hinsichtlich des Budgets hielt die Bildungsministerin fest, dass gegenüber 2013 das Bildungsbudget gestiegen ist, allerdings wurde auch ihr Ressort angehalten, einen Sparbeitrag zu leisten. Heinisch-Hosek wolle darüber diskutieren, ob jede Schule dieselben Mittel benötigt oder ob sie im Hinblick auf bestimmte soziale Kriterien verteilt werden sollen. "Ein Beispiel ist, über sozialindizierte Ressourcenverteilung nachzudenken", führte Heinisch-Hosek aus und verweist auf den Austausch mit den Niederlanden, Deutschland und Irland, wo es bereits Projekte dieser Art gibt. Hierbei gehe es darum, dass der Fokus nicht nur auf die Schulen, sondern auf den sozialen Kontext gelegt wird. "In der Frage der Bildung geht es ja nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um Fragen der Infrastruktur, von Spielplätzen bis Bibliotheken, Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Eltern. Hier bin ich sehr aufgeschlossen für Ideen."

Im Zusammenhang mit dem Budget sind auch die gestiegenen Mieten bei der Bundesimmobilien-Gesellschaft (BIG) zu sehen. Hierzu stellte Heinisch-Hosek in Aussicht: "Wir werden eine Stundung der BIG-Mieten beantragen. Das strukturelle Defizit, das auch durch Mietsteigerungen entstanden ist, konnte bisher immer abgegolten oder reduziert werden." Wichtig sei ihr zu betonen, dass die LehrerInnengehälter sicher sind, "darauf können sich die Pädagoginnen und Pädagogen verlassen".

Zwtl.: Große Verbesserungen bei Erwachsenenbildung

Heinisch-Hosek berichtete weiters, dass die Initiative Erwachsenenbildung für die nächsten drei Jahre verlängert wird. Mit der "Initiative Erwachsenenbildung" können 13.600 Personen die Basisbildung und 5.800 Personen den Pflichtschulabschluss kostenlos nachholen.

Zwtl.: Politische Bildung als Pflichtmodul

Heinisch-Hosek betonte die Wichtigkeit der "Politischen Bildung": "Das ist mehr als Staatsbürgerschaftskunde oder die Farbenlehre der Parteien. Hier wird das Demokratieverständnis der SchülerInnen gefördert." Am 3. November tage dazu ein Beirat, der die Umsetzung begleite.

Zwtl.: Einkommensunterschiede zwischen Männer und Frauen schließen

Die Frauenministerin bekannte sich einmal mehr zu dem Ziel, die beruflichen Chancen von Frauen zu verbessern. Dafür sei ein Bündel an Maßnahmen notwendig. Heinisch-Hosek erläutert: "Auch wenn der Equal Pay Day dieses Jahr zwei Tage später stattfindet, schließt sich die Einkommensschere nicht schnell genug. Wir wollen einerseits mit Einkommensberichten und verpflichtenden Gehaltsangaben für Transparenz sorgen. Wir prüfen gerade in welcher Form wir beide Maßnahmen nachschärfen können. Andererseits gibt es sehr viele Projekte, die wir unterstützen, die Mädchen für atypische Berufe, Studien und Lehrstellen begeistern sollen. Wir setzen hier auch schon im Kindergarten an. Gleichzeitig ist es mir als Frauenministerin wichtig, dass Männer mehr Familienarbeit leisten und Sozialberufe ergreifen können." Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spiele für viele Frauen eine große Rolle. Dementsprechend würden hier viele Mittel verwendet werden, um Eltern diese zu erleichtern. So würden rund 300 Millionen Euro in Kindergärten und 400 Millionen Euro in den Ausbau von Ganztagsschulen investiert werden.

In Sachen Einkommenstransparenz verweist Heinisch-Hosek darauf, dass 40 Prozent aller unselbstständig Erwerbstätigen mit den Einkommenstransparenzberichten erfasst seien. Das beträfe 6.500 Unternehmen in Österreich mit 150 oder mehr beschäftigten. Auch hier sei zu überprüfen, ob Nachschärfungen wie dem Erfassen von kleineren Einheiten möglich sei. Dabei müsse natürlich die Anonymität erhalten bleiben. Eine Evaluierung gemeinsam mit den Sozialpartnern sei bereits angelaufen. Die Ministerin machte klar: "Wir wollen ganz genau schauen, welche weiteren Hebel es braucht und wo wir nachschärfen können. Es gibt kein Allheilmittel, sondern es bedarf einer Vielzahl an Maßnahmen. Ein Beispiel ist der Online-Gehaltsrechner, auf dem bereits über 1,3 Millionen Menschen nachgeschaut haben, ob sie fair bezahlt werden. (Schluss) sn/kg

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0155 II 23.10.2014 12:44:26

 

Heinisch-Hosek gegen Vorverurteilung der Neuen Mittelschule

Utl.: Fragestunde im Nationalrat zu den Themen Bildung und Frauen

Nationalrat/Fragestunde/Bildung/Frauen/Heinisch-Hosek

Im Jänner 2015 werden die Ergebnisse der Evaluierung der Neuen Mittelschule (NMS) vorliegen. Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek sprach sich heute in der Fragestunde des Nationalrats entschieden gegen "Vorverurteilungen" dieses Schultyps aus und bekannte sich im Übrigen zum Plan der Bundesregierung, die NMS ins Regelschulwesen zu überführen. Konfrontiert wurde die Ressortleiterin u.a. auch mit Fragen zum Bildungsbudget und zur Schulfinanzierung vor dem Hintergrund der beabsichtigten Stundung der Schulmieten. Weitere Themen waren zudem der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule, aber auch der umstrittenen Bereich des politischen Einflusses im Schulwesen. Stellung bezog Heinisch-Hosek, in deren Zuständigkeitsbereich auch die Frauenagenden fallen, schließlich zur Einkommenssituation von Frauen und zum sogenannten Gender Pay Gap.

Attentat in Ottawa: Bures drückt ihrem Amtskollegen Solidarität und Verbundenheit des österreichischen Parlaments aus

Vor Aufruf der einzelnen Fragen erinnerte Nationalratspräsidentin Doris Bures an den gestrigen Anschlag im Regierungsviertel Ottawas und brachte ihrem kanadischen Amtskollegen die Bestürzung, aber auch die Solidarität und Verbundenheit des österreichischen Parlaments zum Ausdruck. Noch bestehe über die Hintergründe dieser furchtbaren Tat nicht volle Klarheit, meinte Bures. Trotzdem sei es ihr aber wichtig festzuhalten, dass Gewalt niemals legitimes Mittel zur Erreichung politischer Ziele sein dürfe.

Neue Mittelschule soll ins Regelschulwesen überführt werden

Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek legte einmal mehr ein Bekenntnis zur Überführung der Neuen Mittelschule ins Regelschulwesen ab und stützte sich dabei auch auf einen einstimmigen Beschluss der Bundesregierung. Wie sie der ÖVP-Abgeordneten Brigitte Jank mitteilte, werden die ersten 67 Standorte über vier Jahre hindurch begleitet, wobei das Ergebnis dieser Evaluierung im Jänner 2015 vorliegen wird. Sie halte nichts von Vorverurteilungen der Neuen Mittelschule vor Abschluss dieser Evaluierungsphase, betonte die Ministerin dem FPÖ-Mandatar Gerald Hauser gegenüber, der die Befürchtung geäußert hatte, die NMS werde auch dann fortgesetzt, wenn das Ergebnis ähnlich schlecht ausfällt wie jenes bei den Bildungsstandardtests "8.Schulstufe/Englisch".

Heinisch-Hosek für sanften Übergang vom Kindergarten in die Volksschule

Kindern soll mehr Zeit beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule gegeben werden. Heinisch-Hosek sprach sich dafür aus, die Kinder sanft hinüber zu begleiten und verwies in diesem Zusammenhang auf 35 diesbezügliche Pilotprojekte. Im Kern gehe es dabei um eine flexible Eingangsphase, bei der das letzte Kindergartenjahr und die beiden ersten Volksschuljahre als Einheit gesehen werden. Ab dem Schuljahr 2016/17 sollen die Maßnahmen der Pilotprojekte dann auf ganz Österreich ausgerollt werden, kündigte die Ministerin auf Fragen der SPÖ-Abgeordneten Elisabeth Grossmann an.

Was die Sprachförderung betrifft, stehen insgesamt 45 Mio. € zur Verfügung, 20 Mio. € für den Kindergartenbereich und 25 Mio. € auf Volksschulebene. Heinisch-Hosek maß dabei auch dem muttersprachlichen Unterricht große Bedeutung zu und gab zu bedenken, nur wer seine Erstsprache beherrscht, könne der Bildungssprache Deutsch folgen.

Ministerin will Mitteleinsatz an den Schulstandorten anders verteilen

Zu Fragen des Bildungsbudgets, die unter anderem von den Abgeordneten Walter Rosenkranz (F) und Harald Walser (G) aufgeworfen wurden, hielt die Ministerin zunächst fest, die Dotierung des Bereichs Bildung sei gegenüber 2013 nicht weniger geworden. Es gehe nun darum, den Mitteleinsatz an den Schulstandorten anders zu verteilen, die Gelder werden aber insgesamt gleich bleiben. Bei einer allfälligen sozialindexierten Finanzierung der Standorte werden jedenfalls Beispiele aus den Niederlanden und deutschen Bundesländern geprüft. Um das strukturelle Defizit in der Höhe von 100 Mio. € abzugelten ist nach den Angaben der Ministerin auch geplant, eine Stundung der Schulmieten zu beantragen. Die Gehälter der LehrerInnen sind jedenfalls nicht gefährdet, versicherte Heinisch-Hosek. Team Stronach-Sprecher Robert Lugar kommentierte die Stundungspläne des Ressorts kritisch mit den Worten, die Regierung mache genau das, was jeder macht, bevor er in Konkurs geht - sie zahlt einfach ihre Mieten nicht.

Heinisch-Hosek: Kenne nicht die Parteibücher der BewerberInnen für Leitungsfunktionen

Von NEOS-Klubobmann Matthias Strolz auf den parteipolitischen Einfluss im Schulwesen angesprochen, teilte die Ministerin mit, dieses Thema werde von der Schulreformkommission im Gesamtpaket Schulverwaltung behandelt. In der Frage der Landesschulräte sei aber auch zu bedenken, dass die VizepräsidentInnen dieser Gremien gewissen Kontrollfunktionen ausüben. Zu der Kontroverse um die Nominierung eines Vizepräsidenten des Wiener Stadtchulrats bekräftigte Heinisch- Hosek der FPÖ-Abgeordneten Petra Steger gegenüber, sie werde keine Weisung erteilen. Der Streit werden wohl letztlich vom Verfassungsgerichtshof entschieden werden müssen.

Was die Besetzung von Leitungsfunktionen an den Schulen betrifft, wies die Ressortleiterin Vorwürfe des systematischen parteipolitischen Einflusses zurück und meinte, sie kenne nicht die Parteibücher all jener, die sich für DirektorInnenposten bewerben.

Gender Pay Gap: Heinisch-Hosek für volle Transparenz bei den Einkommen

Breiten Raum nahmen in der Fragestunde auch die immer wieder festgestellten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern ein. Heinisch-Hosek ortete den Grund dafür vor allem bei den frauentypischen Branchen, die weniger hoch entlohnt werden als etwa von Männern bevorzugte technische Berufe. Auch seien zu wenig Frauen in Führungspositionen tätig. Die 300 Mio. € für Kinderbetreuungseinrichtungen und die zusätzlichen 400 Mio. € für die ganztägigen Schulen wertete sie in diesem Zusammenhang als großen Schritt, um den Frauen mehr Karrieremöglichkeiten zu bieten. Wichtig sei aber auch, junge Mädchen verstärkt für technische Berufe zu gewinnen, betonte sie und war darin einer Meinung mit dem Abgeordneten Gisela Wurm (S) und Dorothea Schittenhelm (V). So soll das Interesse von Mädchen für Technik bereits möglichst früh geweckt werden. Geplant ist deshalb ein Girls Day Mini, der den Kindergarten miteinbezieht. Auch soll in der Bildungsorientierung an den Schulen mehr Geschlechtersensibilität Eingang finden.

Entscheidend ist für Heinisch-Hosek darüber hinaus volle Transparenz bei den Einkommen von Männern und Frauen. Das Instrument der Einkommensberichte wird derzeit evaluiert und auf allfällige notwendige Nachschärfungen überprüft, ließ sie dabei die Grünen- Mandatarin Aygül Berivan Aslan wissen. Dabei werde sich herausstellen, ob es möglich ist, die Einkommensberichte auch von KMU verlangen. Darüber hinaus ist auch der Gehaltsrechner nach Einschätzung der Ministerin eine von vielen Maßnahmen, Bewusstseinsbildung zum Schließen der Einkommensschere zu schaffen. Erfreut zeigte sich die Ministerin dabei über den Umstand, dass bereits 1,3 Millionen Männer und Frauen "nachgeschaut" haben.(Fortsetzung Nationalrat) hof

Rückfragehinweis:
Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
mailto:pk@parlament.gv.at
http://www.parlament.gv.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/172/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

APA0302 KI, II, XI 23.10.2014 13:19:24

 

Lehrerausbildung: Musikrat schlägt "Musikalarm"

Utl.: Weniger Stundenkontingente in der Volksschullehrer-Ausbildung an PH

Schule/Musik/Hochschule/Österreich

Der Österreichische Musikrat (ÖMR) warnt vor dem "quantitativ und qualitativ drastischen Zurückfahren" von Musik im Zuge der neuen Lehrerausbildung. Dies betreffe sowohl die Stundenkontingente als auch den Einzel- und Gruppenunterricht im Zuge der Neugestaltung der Curricula an den Pädagogischen Hochschulen (PH), heißt es in einer mit "Musikalarm #1" betitelten Aussendung.

"Statt wie früher rund 14 Stunden umfasst die Musikausbildung für angehende Volksschullehrer in Zukunft nur noch rund vier Stunden in der Grundausbildung", so der Musik-Fachinspektor im Wiener Stadtschulrat, Ferdinand Breitschopf, in "News". Schon jetzt sei die Musikausbildung der Volksschullehrer schlecht, so ÖMR-Präsident Harald Huber. Künftig würde der stark eingeschränkte Musikunterricht an den PH nur noch in Gruppen stattfinden, wodurch etwa das nur im Einzelunterricht mögliche Erlernen von Instrumenten praktisch wegfalle.

Bei der Ausbildung der Sekundarschul-Lehrer fürchtet der ÖMR eine Überlastung der Musik-Unis. Derzeit werden die AHS-Lehrer an den Unis ausgebildet, die Hauptschul- bzw. Neue Mittelschullehrer an den PH. Künftig gibt es im Sekundarstufenbereich eine Verpflichtung zur Kooperation der Einrichtungen zumindest im Masterbereich - wie diese genau aussehen wird, steht aber noch nicht fest.

Außerdem stößt sich der ÖMR an den Subventionskürzungen für Musik-Wettbewerbe wie "prima la musica" bzw. das "Jugendsingen".

(schluss) aku;jle

OTS0157 II, WB 23.10.2014 12:48:12

 

vida-Jugend zu Lehrlingsausbildung: Nicht nur fordern sondern auch fördern

Utl.: vida Jugendvorsitzender Della-Pietra: "Friss oder stirb-Mentalität der Arbeitgeber ist verantwortungslos."

Bildung/Jugend/Lehre/Gewerkschaften/Vida

"Dass sich immer mehr junge Menschen dagegen entscheiden, eine Lehre als FriseurIn, Koch oder Kellner zu absolvieren, erstaunt niemanden", so Markus Della-Pietra, Bundesjugendvorsitzender der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida. Er reagiert damit auf die Aussage von Erich Huber von der Wirtschafskammer Wien in dem gestrigen Beitrag des ORF Wien "Zu wenige Lehrlinge: Junge Frisöre gesucht".

Anstatt zu jammern müsse man handeln und das Image dieser Lehrberufe verbessern. Der erste Schritt wäre eine deutliche Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen, der zweite die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dringenden Handlungsbedarf dafür sieht Della-Pietra zum Beispiel bei den angehenden FriseurInnen, KosmetikerInnen und FußpflegerInnen: "Sie bekommen zwar ihr Werkzeug im Betrieb zur Verfügung gestellt, aber für den Praxisunterricht in der Berufsschule oftmals nicht oder in schlechtem Zustand. Der Lehrling hat hier zwei Möglichkeiten: Entweder auf eigene Kosten das Werkzeug wieder einsatzfähig machen oder eine eigene Ausrüstung kaufen. Diese ?Friss? oder stirb? - Mentalität der Arbeitgeber lehnen wir ab. Hier gibt es die klare Forderung der vida Jugend, dass der Dienstgeber alle benötigten Utensilien gebrauchsfähig, sowohl für den Betrieb als auch für die Berufsschule zur Verfügung stellt." Zum Punkt soziale Kompetenzen der jugendlichen ArbeitnehmerInnen, die laut Huber unhöflich und unpünktlich sind, findet der Jugendvorsitzende der Gewerkschaft vida auch klare Worte: "Natürlich sind soziale Kompetenz sowie Kundenumgang im Dienstleistungsbereich enorm wichtig. Hier muss von Seiten der Arbeitgeber einiges kommen: Nicht nur fordern sondern auch fördern."

Es gibt Betriebe, in denen immer wieder ein hoher Anteil der Lehrlinge die Lehrabschlussprüfung nicht schafft. "Das spricht sich bei den Lehrstellensuchenden herum und die machen einen großen Bogen um solche Unternehmen. Sich dabei auf das schlechte Schulsystem auszureden, zeugt von Verantwortungslosigkeit dieser Ausbilder gegenüber den Lehrlingen. Hier darf die Wirtschaftskammer nicht tatenlos zuschauen. Den schwarzen Schafen gehört die Lehrberechtigung entzogen, denn diese Betriebe schaffen sicher keine Fachkräfte für die Zukunft", so Della-Pietra.

Rückfragehinweis:
vida-Öffentlichkeitsarbeit
Patrick Nikitser
Tel: 01/53 444 79-262
Mobil: +43 664 614 57 39
patrick.nikitser@vida.at
www.vida.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/143/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen