Donnerstag, 6. November 2014

2014.11.06: Bildung

APA0417 II, CI 06.11.2014 14:12:07

 

Strafen in Schulen - Schelte für Enzenhofer aus den eigenen Reihen

Utl.: ÖVP-nahe Union Höherer Schüler: verschlimmert Probleme

Schule/Lehren und Lernen/Jugend/Oberösterreich

Nach seiner Forderung, mehr "Interventionsmöglichkeiten" in Schulen zu schaffen, weht dem oö. CLV-Vorsitzenden und Landesschulratspräsidenten Fritz Enzenhofer nun auch Wind aus den eigenen Reihen entgegen: Die ÖVP-nahe Union Höherer Schüler (UHS) lehnte den Vorschlag am Donnerstag klar ab. Besser wären ein Ausbau der Schulpsychologie, psychosoziale Betreuung oder Peer- und Tutoren-Programme.

"Statt lediglich die Symptome, also das Fehlverhalten des einzelnen Schülers, durch Strafen zu bekämpfen, sollte man die Probleme bei der Wurzel packen und die Ursachen für das Fehlverhalten analysieren", so Landesobmann Florian Lietz in einer Aussendung. Landesgeschäftsführer Paul Zeinhofer warnte, dass Bestrafung allein bestehende Probleme sogar verschlimmern würde.

Enzenhofers Vorschlag hatte ihm am Mittwoch bereits Schelte von SPÖ, NEOS und der SPÖ-nahen Aktion Kritischer Schüler_innen beschert. Nur die FPÖ pochte auf "mehr Lehrerrechte".

(schluss) ver;bei

APA0403 II, XI 06.11.2014 13:53:18

 

Schulleiterkongress: Mehr Autonomie macht Schule noch nicht besser

Utl.: Experten sehen schon jetzt viele Freiheiten für Direktoren, die aber auch genutzt werden müssen

Schule/Österreich

Der vielgeforderte Ausbau von Schulautonomie allein macht Schulen noch nicht besser, warnt der Innsbrucker Erziehungswissenschafter Michael Schratz vor überzogenen Erwartungen. "Es zeigt sich überall, dass Direktoren auch bei größerer Autonomie Schulen nicht per se besser leiten", so der Forscher am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Außerdem sei in Österreich schon jetzt "sehr vieles möglich".

Beim derzeit tagenden 2. österreichischen Schulleiterkongresses, einem Vernetzungstreffen von 400 Direktoren an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, will er mit seinem Vortrag über mit dem "Deutschen Schulpreis" ausgezeichnete Leuchtturmprojekte den österreichischen Direktoren genau diese Möglichkeiten aufzeigen: "Ich will dieses 'Es geht nicht, weil...' durchbrechen."

"Wenn Schulleiter sich etwas trauen und sich hinauslehnen, werden sie vom System sicher nicht bestraft", sieht auch Fred Burda, früher selbst Direktor und nun in Wien Schulinspektor für berufsbildende mittlere und höhere Schulen, schon jetzt Raum für Freiheiten. Für ihn sind Kreativität, Einsatzfreude und ein gutes Team die wesentlichen Erfolgsfaktoren für eine gute Schule.

"Die Schulleiter müssen die Freiräume stärker nutzen" gibt auch Anton Dobart, früher Sektionschef im Bildungsministerium, als Losung aus. Gleichzeitig plädiert er aber für einen Ausbau der Autonomie: "Die Schulleiter brauchen mehr Verantwortung über Budget und Personal, dann müssen sie aber auch die Verantwortung übernehmen."

Auch Schratz wünscht sich für Direktoren mehr Freiheiten bei der Bestellung der Lehrer, wie sie schon seit 30 Jahren diskutiert werde. In der Praxis gebe es Mitsprache bei der Personalauswahl aber schon jetzt, allerdings unter Nutzung der persönlichen Netzwerke der Schulleiter. Das Argument, dass bei freier Wahl der Standorte in der Peripherie keine Lehrer mehr gefunden würden, lässt er nicht gelten. Dann müssten eben Anreize geschaffen werden, damit die Pädagogen dennoch kommen.

(schluss) jle;aku;bei

OTS0147 II, CI 06.11.2014 12:25:55

 

Walter Rosenkranz: FPÖ begrüßt sinnvolle Disziplinierungsmaßnahmen an Schulen

Utl.: "Rohrstaberlpädagogik" wird aber abgelehnt

FPÖ/Walter Rosenkranz/Lehrer/Landesschulrat/Disziplin

Zur Forderung des amtsführenden oö. Landesschulratspräsidenten Enzenhofer nach Sanktionsmöglichkeiten für Lehrer äußert sich FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Walter Rosenkranz verständnisvoll: "Auch die FPÖ fordert schon seit langem, dass Lehrer die Möglichkeit haben, gegenüber Schülern sinnvolle Disziplinierungsmaßnahmen zu setzen. Mit einer 'Rohrstaberlpädagogik' hat das aber rein gar nichts zu tun. Disziplin ist neben dem Willen zur Anstrengung und Leistungsbereitschaft immerhin eine wichtige Tugend fürs Leben."

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