Freitag, 7. November 2014

2014.11.07: Bildung

OTS0033 II 07.11.2014 09:03:56

 

Grossmann: Nur wer Probleme hat, macht Probleme

Utl.: Klare Absage an Forderung nach Strafen und Drohungen

SPÖ/Grossmann/Bildung/Schule/Strafen

Die Forderung des ÖVP-Landesschulratspräsidenten Enzenhofer, "unbequeme" SchülerInnen zu disziplinieren, weist SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann entschieden zurück. SchülerInnen sind laut Grossmann nicht grundlos auffällig, stattdessen weise ihr Verhalten auf Schwierigkeiten in ihrem Leben hin. "Nur wer Probleme hat, macht Probleme. SchülerInnen mit Strafen zu drohen, sie damit in Angst zu versetzen, kann keine Lösung sein. Besser ist es, sie pädagogisch zu begleiten und zu unterstützen." ****

Hinter euphemisierenden Begriffen von Seiten des ÖVP-Funktionärs verbirgt sich laut Grossmann die Forderung, pädagogisch in längst vergangene Zeiten zurückkehren zu dürfen, die wir bereits überwunden glaubten. Grossmann hält dem entgegen, dass Pädagogik mit autoritärem Antlitz gegenüber SchülerInnen nicht nur am Problem vorbeiführt, sondern die Situation für die betroffenen SchülerInnen verschärfe.

Stattdessen benötigen diese mehr Zuwendung: "Verhaltensauffälligkeiten sind häufig ein Hilfeschrei, dem PädagogInnen nachkommen sollen und es meist auch tun." Dabei brauchen diese PädagogInnen auch Unterstützung, beispielsweise durch gezielte Fortbildungsprogramme, Supervision sowie vermehrten Einsatz von SchulpsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Für Letztere seien insbesondere die Länder zuständig. "Enzenhofer sollte sich insbesondere in seinem Bundesland um deren verstärken Einsatz kümmern. Wir müssen auf psychosoziale Hilfe setzen, nur das hilft den Lehrenden als auch den SchülerInnen", bringt es Grossmann auf den Punkt.

Die SPÖ-Abgeordnete ortet einen Versuch Enzenhofers, auf dem Rücken von SchülerInnen politisches Kleingeld zu wechseln. "Die bevorstehende Personalvertretungswahl der öffentlich Bediensteten und BeamtInnen darf kein Anlass sein, irgendeiner Form von Rohrstaberl-Pädagogik das Wort zu reden." (Schluss) sc/kg/mp

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