Montag, 17. November 2014

2014.11.17: Bildung

OTS0126 II 17.11.2014 12:35:57

 

Krist: Sportangebot an Schulen ausbauen, nicht wegkürzen!

Utl.: SPÖ-Sportsprecher kritisiert VP-Blümel: Politische Bildung und Sport nicht gegeneinander ausspielen

SPÖ/Krist/Bildung/Schule/Sport

Gar nichts hält SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist vom Vorschlag von VP-Generalsekretär Blümel, in den Schulen statt Skikursen eine Brüssel-Reise durchzuführen. "Wir diskutieren laufend, wie wir Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung und Sport bringen können und darüber, dass wir das schulische Angebot in diesem Bereich steigern müssen. Der Vorschlag aus der ÖVP, Skikurse oder Sportwochen zu streichen, ist völlig kontraproduktiv", ärgert sich Krist. Gerade Skikurse und Sportwochen bieten für viele Kinder oftmals den Einstieg in eine Sportart, betont der SPÖ-Abgeordnete. ****

"Jeder kennt die Zahlen über Bewegungsmangel, Haltungsschäden und zunehmendes Übergewicht unter Kindern und Jugendlichen - mit allen dramatischen Folgen wie etwa steigenden Diabetes-Zahlen", so der SPÖ-Sportsprecher. Angesichts dessen, dass sich durch geändertes Freizeitverhalten viele Kinder privat kaum mehr sportlich betätigen, ist es umso wichtiger, dass es in der Schule ein entsprechendes Angebot gibt - angefangen von der täglichen Turnstunde bis eben zu Skikursen und Sportwochen. "Gerade diese Schulveranstaltungen bieten für viele Kinder oft den ersten Kontakt zu neuen Sportarten", weiß Krist. Politische Bildung - auch Bewusstsein für die EU - seien enorm wichtig; "wir sollten das aber nicht gegen Bewegung und Sport für unsere Kinder ausspielen", so Krist. (Schluss) sc/ah/mp

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OTS0127 II 17.11.2014 12:37:10

 

MKV-Kukacka: MKV unterstützt Initiative "Pro Gymnasium"

Utl.: ÖVP soll sich nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem abbringen lassen.

Schule/Politik

Der Mittelschüler-Kartell-Verband der katholischen farbentragenden Studentenkorporationen Österreichs (MKV) hat dieses Wochenende auf seinem Kartellrat beschlossen, die bundesweite Initiative "Pro Gymnasium" zu unterstützen und seine Mitglieder zu ersuchen, sich auf der Onlinepetition www.progymnasium.at einzutragen.

Der MKV trete für ein differenziertes, begabungsgerechtes und durchlässiges Schulsystem ein, bei dem das achtjährige Gymnasium erhalten bleibt. Er bekenne sich weiters zur Weiterentwicklung der berufsbildenden höheren Schulen. "Wir fordern für die höheren Schulen auch den verstärkten Einsatz moderner Unterrichtsformen sowie ein größeres Angebot von Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung. Selbstverständlich muss dabei die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler gewährleistet bleiben", stellte dazu der MKV-Vorsitzende Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka fest.

Der Bundesschülerobmann des MKV, Peter Stellnberger führte dazu weiters aus, dass der MKV auch für die bevorzugte Aufnahme von Absolventen der "Neuen Mittelschule" an Oberstufenrealgymnasien eintrete, denn sie seien die logische Fortsetzung der "Neuen Mittelschule" in Richtung Matura. Im übrigen befürworte die Bevölkerung nach allen vorliegenden Umfragen mit großer Mehrheit den Fortbestand und die Weiterentwicklung unseres differenzierten Schulwesens und lehne die flächendeckende verpflichtende Gesamtschule mit einer deutlichen Mehrheit ab. Auch zeigten internationale Erfahrungen und Studien, dass Gesamtschulen kein Schlüssel zum Erfolg seien. Deutsche Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg lägen mit ihrem differenzierten Schulsystem deutlich vor anderen deutschen Bundesländern und auch vor den skandinavischen "Gesamtschulländern", stellte Stellberger klar.

Im übrigen haben Deutschland und Österreich mit ihrer auf die Talente und Bedürfnisse der jungen Menschen ausgerichteten Schullaufbahn im Vergleich mit den "Gesamtschulländern" Finnland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Italien, Griechenland und Spanien eine ganz deutlich niedrigere Jugendarbeitslosigkeit.

"Der MKV erwartet sich von der Koalitionsregierung, dass die sachlich längst überholte Gesamtschuldebatte beendet wird und sich die ÖVP nicht aus Koalitionsräson vom bewährten differenzierten Schulsystem abbringen lässt. Es besteht nicht der geringste Anlass, es irgendwelchen ideologisch motivierten Experimenten zu unterziehen", schloss der MKV-Vorsitzende Kukacka.

Rückfragehinweis:
Mittelschüler Kartell-Verband


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APA0261 II, XI 17.11.2014 13:00:22

 

Matura: NEOS-Unterstützung für Schüler im Kampf um mehr Vorbereitung

Utl.: Nur mehr vier Vorbereitungsstunden für mündliche Matura - Unterrichtsministerium verweist auf neuen Zeitplan

Oberstufe/Österreich-weit

Die NEOS unterstützen die Bundesschülervertretung (BSV) in ihrem Kampf um mehr Vorbereitungsstunden für die neue mündliche Matura. Für die ab 2015 an den AHS verpflichtende neue Reifeprüfung werden den Lehrern pro Arbeitsgruppe nur mehr vier Vorbereitungsstunden pro Prüfungsgebiet bezahlt - das sind meist wesentlich weniger Stunden als bisher.

Die Änderung betrifft nicht die schriftliche Zentralmatura, sondern nur die ebenfalls leicht veränderte mündliche Reifeprüfung. Für diese werden in der Regel "Vorbereitungsstunden" angeboten, die die Lehrer in einem bestimmten Ausmaß auch bezahlt bekommen.

Bisher wurde dafür die Wochenstundenanzahl des jeweiligen Gegenstands in der achten Klasse mit vier multipliziert. In Nebenfächern (meist zwei Stunden pro Woche) wurden also meist bis zu acht Vorbereitungsstunden abgegolten, in Hauptfächern (meist drei bis vier Wochenstunden) bis zu zwölf oder 16.

Die Lehrer bekamen bisher dafür rund 200 Euro für einen Block von jeweils vier Vorbereitungsstunden plus rund 25 Euro pro Kandidat. Beispiel: Betreute ein Lehrer ein Fach mit zwei Wochenstunden in der achten Klasse, in dem bei ihm fünf Schüler maturieren, erhielt er bisher für seine acht Vorbereitungsstunden 400 Euro plus 125 Euro für die fünf Maturanten.

Künftig gibt es einheitlich nur vier Stunden, die jeweils mit einem bestimmten Prozentsatz des Gehalts einer Dienstklasse abgegolten werden. Im Moment sind das ca. 60 Euro pro Stunde, also insgesamt rund 250 Euro.

Weitere Änderungen: Bisher wurden die Vorbereitungsstunden im Regelfall pro Klasse vom jeweiligen Lehrer gehalten. Künftig werden die Kandidaten eines Prüfungsfaches aller achten Klassen in einer Arbeitsgruppe zusammengefasst. Spezialgebiete, die Schüler bisher in den Fächern ausarbeiten mussten, in denen sie mündlich angetreten sind, gibt es künftig nicht mehr.

Die BSV verhandelt derzeit mit dem Ministerium über eine Erhöhung der Zahl der Vorbereitungsstunden. Die Kürzung der Vorbereitung findet NEOS-Chef Matthias Strolz "nicht fair". Jedenfalls für den ersten Jahrgang bei der neuen Reifeprüfung erwartet er sich eine Aufstockung: "Bundesministerin (Gabriele, Anm.) Heinisch-Hosek muss hier verantwortungsvoll agieren und bei der Stundenanzahl nachlegen. Wenn es bis Anfang Dezember zu keiner Entscheidung für mehr Vorbereitungsstunden kommt, werde ich eine Online-Petition mit ins Leben rufen", so Strolz in einer Aussendung.

Im Unterrichtsministerium verweist man auf den neuen Zeitplan im Rahmen der neuen Reifeprüfung: Während bisher die Vorbereitungszeit erst nach der schriftlichen Matura begonnen habe, wüssten die Schüler nun schon im November, welche Themenbereiche bei der mündlichen Matura abgefragt werden und hätten damit auch viel mehr Zeit zur Vorbereitung. In der Vorbereitungszeit, die im Vergleich zum bisherigen Modell auch viel kürzer ausfällt (zwei statt dreieinhalb Wochen) soll deshalb künftig der Fokus auch auf inhaltlichen Schwerpunkten, Präsentationstechniken und Rhetorik liegen.

(schluss) aku;jul

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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