Dienstag, 18. November 2014

2014.11.18: Bildung

OTS0120 II, XI 18.11.2014 12:01:57

 

Karlheinz Töchterle: UG-Novelle geht auf aktuelle Herausforderungen an Hochschulen ein

Utl.: Novelle des Universitätsgesetzes passiert Ministerrat

Parlament/ÖVP/Wissenschaft/Töchterle

Die Novelle des Universitätsgesetzes (UG), die heute den Ministerrat passiert hat, geht aus Sicht von ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle auf aktuelle Herausforderungen ein und "trägt auch gesellschaftlichen Entwicklungen, die klarerweise auch an den Hochschulen zu Veränderungen führen, Rechnung". Neben formal notwendigen Adaptierungen umfasst die Novelle zahlreiche Maßnahmen, etwa auch betreffend die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeiten und die Vereinbarkeit von Studium oder Beruf mit Betreuungspflichten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige.

Betreffend Pädagog/innenbildung NEU, wo Universitäten und Pädagogische Hochschulen als Trägerinnen in vier Verbünden kooperieren, wurden ebenso Maßnahmen in die Novelle aufgenommen, wobei Töchterle betont: "Gerade bei der neuen Lehrerbildung müssen wir wachsam sein und gemeinsam mit den betroffenen Institutionen und unter Einbindung der Studierenden kontinuierlich an jenen Rahmenbedingungen arbeiten, die für eine gedeihliche Umsetzung und Weiterentwicklung notwendig sind."

Die in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder diskutierte Plagiats-Thematik ist ebenso Inhalt der Novelle. "Die Qualitätssicherung bei wissenschaftlichen Arbeiten wird gestärkt", fasst Töchterle die entsprechenden Maßnahmen, die durch ein abgestuftes System an Sanktionen definiert sind, zusammen. "Universitäten haben mittels ihrer Satzungen künftig zusätzliche Maßnahmen zur Verfügung, um gegen Plagiate oder anderes Vortäuschen von wissenschaftlichen Leistungen vorzugehen", so der ÖVP-Wissenschaftssprecher. Wichtig sei in diesem Zusammenhang aber auch, verstärkt auf das fundierte Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens von Studienbeginn an zu achten.

Betreffend Universitätsbauten sieht die UG-Novelle eine transparente Abwicklung und Finanzierung in einem "gesamtösterreichischen Bauleitplan" vor. Dieser kann in bis zu drei getrennte Planungsregionen gegliedert sein und ist zu veröffentlichen. "Sowohl der Bund als auch die Universitäten bekommen mehr Planungssicherheit, wobei bei der Erarbeitung der entsprechenden Regelungen auch darauf geachtet wurde, die Balance zwischen gebotener Transparenz und zu vermeidender Überregulierung zu wahren", betont Töchterle.

Die gesetzliche Verankerung der besseren Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie ("Betreuungspflichten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige") kommt sowohl Studierenden als auch Universitätsangestellten zugute und spiegelt geänderte gesellschaftliche Anforderungen wider. Ebenso Inhalt der Novelle ist die Frauenquote, die von 40 Prozent auf 50 Prozent angehoben und damit dem Bundes-Gleichbehandlungsgesetz angeglichen wird. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/169/aom

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OTS0105 II 18.11.2014 11:44:48

 

Heinisch-Hosek: Novelle zum Hochschulgesetz im Ministerrat beschlossen

Utl.: Kooperation für die Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten

Bildung/Hochschulwesen/Heinisch-Hosek

Heute wurden Änderungen des Hochschulgesetzes 2005 und des Universitätsgesetzes 2002 im Ministerrat beschlossen. "Mit dem heutigen Beschluss sind wir in der Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu einen wichtigen Schritt weiter", so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Die Änderungen gewährleisten die Kooperation zwischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten betreffend dem bildungspolitischen Kernprojekt PädagogInnenbildung Neu. Zu den Zielen der PädagogInnenbildung Neu zählen die nach Altersbereichen differenzierte Lehramtsausbildung, das Angebot von Bachelor- (8 Semester) und Masterstudien (mind. 2 Semester), die Ausbildung der PädagogInnen sowohl an Pädagogischen Hochschulen als auch an Universitäten bzw. in Kooperation und eine bessere Durchlässigkeit der unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten.

Die Novellen sehen weiters eine Zusammenführung unterschiedlicher studienrechtlicher Grundlagen ("Kooperationsklauseln" in § 10a HG und § 54 Abs. 9a UG) betreffend gemeinsam durchgeführter Lehramtsstudien vor: im gleichlautenden Curriculum wird geregelt, welche Bestimmungen für die Studierenden gelten, wobei grundsätzlich die für die Studierenden günstigeren Bestimmungen anzuwenden sind.

Zusätzlich, erklärt Heinisch-Hosek, komme es zur organisatorischen Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen: Dabei sei die Verankerung eines Hochschulkollegiums als Mitbestimmungsorgan geplant, weiters eine Stärkung der Aufgabenspektrum des Rektorats, die Schärfung der Aufgaben des Hochschulrates sowie die Erweiterung des Anforderungsprofils des Rektors bzw. der Rektorin.

"Mit dem heutigen Beschluss machen wir den Weg frei für die gemeinsame Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu und schaffen damit einen Qualitätsschub für unser Bildungssystem", so Heinisch-Hosek abschließend.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Bildung und Frauen
Dr.in Julia Valsky
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5025
julia.valsky@bmbf.gv.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4920/aom

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OTS0096 II 18.11.2014 11:30:32

 

Walser: Endlich gemeinsam lernen statt einsam scheitern

Utl.: Grüne fordern wie die Industriellenvereinigung sofortige Schritte zur Einführung der Gemeinsamen Schule

Innenpolitik/Grüne/Walser/IV/Bildung/Gemeinsame Schule

"Ich teile die Meinung der Industriellenvereinigung, dass eine erfolgreiche Schule nur eine Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen sein kann", kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser die heute präsentierten Forderungen der Industriellenvereinigung (IV). Im neuen Konzept der IV fänden sich zudem auch wesentliche Punkte, die Walser für eine zukunftsweisende Schule in Österreich für unabdingbar hält, wie etwa die Schulautonomie und der verschränkte Ganztagsunterricht.

Eines müsse klar sein: "Wenn die ÖVP sich weiter gegen die Gemeinsame Schule sträubt, nimmt sie wissentlich in Kauf, dass sie letztlich auch dem Wirtschaftsstandort Österreich schadet", betont Walser und: "Die ÖVP muss auch zur Kenntnis nehmen, dass elitäres Denken aus dem 19. Jahrhundert in einer demokratischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nichts zu tun hat." Mit ihrem nicht argumentierbaren Widerstand agiere die ÖVP ganz bewusst auf Kosten der Kinder. Die derzeitig als Reformen verkauften Punkte seien weit davon entfernt, eine wirkliche Wende in der Bildungspolitik herbeizuführen. "Ich gehe daher mit der IV konform und fordere die dringend notwendige Neukonzeption des Bildungswesens, die an der Einführung der Gemeinsamen Schule nicht vorbeikommt. Wenn wir nicht endlich gemeinsam lernen, werden wir bald einsam scheitern", warnt Walser nachdrücklich.

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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