Freitag, 21. November 2014

2014.11.20: Bildung

OTS0305 II 20.11.2014 19:12:38

 

Pflichtschulabschluss: Kostenloses Nachholen bis 2017 möglich

Utl.: Nationalrat beschließt Ausweitung von Förderprogramm für Basisbildung

Nationalrat/Erwachsenenbildung/Schule/Heinisch-Hosek

Mehrheitlich einigte sich der Nationalrat heute auf eine Verlängerung des kostenlosen Angebots zum Nachholen der Pflichtschulbildung. Mit dem Förderprogramm Erwachsenenbildung sollen ab 2015 von Bund und Ländern gemeinsam 54,6 Mio. € bis 2017 bereitgestellt werden, um Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss bzw. gering qualifizierten Erwachsenen das Nachholen von Bildungsabschlüssen und die Teilnahme an Programmen zur Basisbildung kostenlos anzubieten.

Voll Lob für die Initiative waren die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP, kritische Stimmen kamen aber aus der Opposition: Grüne, Team Stronach und NEOS betonten zwar, grundsätzlich die Förderung des nachträglichen Bildungserwerbs zu begrüßen und stimmten der Regierungsvorlage zu. Dennoch sehen sie die Maßnahmen nur als Teillösung tiefgehender Probleme und gaben dem bestehenden Bildungssystem die Schuld am Mangel an Grundkompetenzen. Die Freiheitlichen beanstandeten, die Evaluierung des 2011 erstmals beschlossenen Förderprogramms bzw. des Mitteleinsatzes dafür stehe noch aus und lehnten die Initiative deswegen ab.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zeigte sich in der Diskussion offen für eine Reform des Schulsystems, betonte aber, den Schulen allein die Schuld an Bildungsdefiziten zu geben, sei falsch. Wichtig ist für sie, zur Neugestaltung der Schulverwaltung mit den Bundesländern Finanzierung sowie die Verteilung der Zuständigkeiten zu klären. Für Dezember kündigte die Ministerin Evaluierungsergebnisse der kostenfreien Angebote zum Nachholen von Basisbildung an.

Heinisch-Hosek: Maßnahme gleicht Bildungsnachteile aus

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verfügen bis zu einer Million ÖsterreicherInnen zwischen 16 und 65 Jahren nicht über ausreichende Kompetenzen in Lesen, Schreiben und bei den Grundrechnungsarten. Bund und Länder reagieren darauf mit einer gemeinsamen Förderinitiative. Eingebettet wird das Förderprogramm zum Erwerb von Grundkompetenzen in bundesweit einheitliche Qualitätsstandards, unter anderem für Anbieter und Inhalte der Kurse. Bildungsministerin Gabriele Heinisch- Hosek unterstrich, mit der Initiative werde direkte Hilfe bei Bildungsbenachteiligung geleistet. Die Finanzierung durch den Bund sei seitens des Finanzministeriums sichergestellt, denn die Koalition bekenne sich zur Unterstützung von Erwachsenenbildung. "Offen für alle Modelle, die Weichen für die Zukunft stellen" sei sie, ergänzte die Ministerin in Zusammenhang mit der generellen Debatte zur Schulreform. In der Schulverwaltung sieht sie Handlungsbedarf bei Finanzierung und Kompetenzverteilung.

Eine Lanze für die Erwachsenenbildung, gerade hinsichtlich des Erwerbs von Grundkenntnissen, brach FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz (F), bevor er mit der Kritik ansetzte. In den Augen des Freiheitlichen ist der sinnvolle Einsatz der Fördergelder nicht gewährleistet, solange die Bildungsmaßnahme nicht evaluiert worden ist. Nach Durchsicht der Regierungsvorlage vermutet er, große Teile des Finanzbeitrags, zu dem sich der Bund verpflichtet hat, würden auf das Jahr 2016 verschoben. "Das ist keine seriöse Budgetpolitik, auch wenn die Maßnahme an sich gut ist", so Rosenkranz, auf ein Versprechen des Finanzministers wolle er sich nicht verlassen. Gerald Hauser bekräftigte, Geld für die Bildung sei zweckmäßig zu verwenden, am besten schon im bestehenden Schulwesen. Konkret prangerte der Abgeordnete an, die Kinder würden an den Schulen unter enormen Druck gesetzt, die Lehrpläne gehörten daher entrümpelt.

Die Jugendsprecher Julian Schmid (G) und Asdin El Habbassi (V) stört am derzeitigen Unterrichtssystem, dass Defizite der SchülerInnen weit mehr Aufmerksamkeit erhielten als ihre Talente. Zur Frage, ob das Förderprogramm Pflichtschulbildung in das Regelsystem überführt werden sollte, gingen die Meinungen der beiden aber auseinander. Während Schmid dafür Position bezog, die Maßnahme zu fixieren anstatt nur bis 2017 zu verlängern, meinte El Habbassi, da noch keine Ergebnisse des Monitorings darüber vorliegen, sei es gut, das Programm vorerst nicht zur Regel zu machen.

Nachholen von Pflichtschulbildung als zweite Chance

Die kostenfreien Angebote zum Erwerb von Pflichtschulbildung im Erwachsenenalter stellen für viele eine echte Chance auf Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben dar, unterstrichen die Bildungssprecherinnen der Regierungsfraktionen, Elisabeth Grossmann (S) und Brigitte Jank (V). ZuwanderInnen biete die Maßnahme oftmals den Schlüssel zur Integration, fügte Grossmann an und Jank sagte, konkret in Wien hätten die meisten TeilnehmerInnen Migrationshintergrund. Das wiederum relativierte Grünen- Bildungssprecher Harald Walser, eine wichtige Ursache für Probleme beim Bildungserwerb liege ungeachtet der Herkunft häufig im sozialen Umfeld der SchülerInnen. "Menschen, die benachteiligt sind, sind nicht die 'Dummen'", hob er hervor, die Politik habe hier die Pflicht zu helfen. Eine Verlängerung der vorliegenden Erwachsenenbildungsmaßnahme sei zwar wichtig, sie belege aber das Scheitern des österreichischen Bildungssystems. Walser appellierte daher für eine gemeinsame Schule, in der individuell auf die einzelnen SchülerInnen eingegangen wird.

Seine BereichskollegInnen von Team Stronach und NEOS pflichteten dem bei. Robert Lugar (T) hielt der Ministerin zudem vor, in der Schulreform bewege sich zu wenig, wobei er vor allem mehr Schulautonomie einmahnte. "Ein Pflaster auf eine klaffende Wunde" nannte Beate Meinl-Reisinger (N) die nachschulische Förderung von Basisbildung. Österreich benötige eine echte Bildungswende, vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe I, gab sie zu verstehen. Andrea Kuntzl (S) ließ die Bezeichnung "Pflaster" für die Maßnahme nicht gelten, räumte jedoch ein, letztlich sei die Förderinitiative ein "Auffangnetz" für jene, denen das derzeitige Schulsystem keinen Ausgleich für vererbte Bildungsdefizite biete.

Die Mandatarinnen Daniela Holzinger (S), Andrea Gessl-Ranftl (S) und Eva-Maria Himmelbauer (V) drückten ebenfalls ihre Zufriedenheit über die Bund-Länder-Einigung zur Finanzierung der kostenlosen Bildungsangebote aus. "Das Geld ist sinnvoll angelegt", konstatierte etwa Gessl-Ranftl, immerhin zeige die Arbeitslosenstatistik, dass der Großteil an Arbeitssuchenden über keine berufliche Ausbildung verfügt. Himmelbauer richtete den Blick abermals auf das reguläre Schulsystem, als sie mehr psychologisches und soziales Unterstützungspersonal an den Schulen, forderte, um den oftmals vielschichtigen Problemen der SchülerInnen zu begegnen.

Karlheinz Töchterle (V) und Elmar Mayer (S) verbaten sich Anmerkungen seitens der Opposition, man sei untätig in Sachen Bildungsreform. Natürlich gebe es Reformbedarf, doch sei etwa die 2013 beschlossene neue PädagogInnenbildung ein essentieller Bestandteil im modernen Schulwesen. Mayer verwies auch auf die modulare Oberstufe und die Kompetenzüberprüfungen in Lesen, Schreiben und Rechnen als Belege für die Weiterentwicklung des Schulwesens. Mit einer gemeinsamen Schule, ist er überzeugt, würde sich der Mangel an Basiswissen leichter beheben lassen, wohingegen Töchterle anmerkte, eine solche Schulform sei kein Allheilmittel. (Fortsetzung Nationalrat) rei

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OTS0295 II 20.11.2014 17:41:38

 

Nationalrat - Holzinger begrüßt Verlängerung der "Initiative Erwachsenenbildung"

Utl.: 15a-Vereinbarung schafft 75 Millionen zur Förderung der Erwachsenenbildung für die Jahre 2015 bis 2017

SPÖ/Nationalrat/Holzinger/Bildung/Erwachsenenbildung

"Es gibt einen dringenden Bedarf für Förderungen im Bereich der Erwachsenenbildung", betonte SPÖ-Abgeordnete Daniela Holzinger heute, Donnerstag, im Nationalrat. Ergebnisse einer OECD-Studie zeigen, dass bis zu eine Million Erwachsener in Österreich nicht über die Schlüsselkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen verfügen. "Diese Gruppen sind es, die an der Teilnahme am sozialen Leben gehemmt sind, am Arbeitsmarkt nicht richtig Fuß fassen oder langfristig bestehen können. Dieser Herausforderung der Bildungspolitik treten wir entgegen." ****

Zur Förderung der genannten Basisbildungsmaßnahmen sowie zur Förderung zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses wird die 15a-Vereinbarung für die Jahre 2015 bis 2017 mit einem Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro durch Bund und Länder verlängert. "Mit dieser Vereinbarung wird ein zentrales Überbrückungsmodul eingeführt, dass Menschen den Hauptschulabschluss erleichtert", so Holzinger, "außerdem hat es Ministerin Heinisch-Hosek geschafft, zusätzlich Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds für diese wichtige Bund-Länder-Materie zu lukrieren".

Abschließend informiert Holzinger die Opposition darüber, dass vor Ergreifung der Maßnahmen sehr wohl evaluiert wurde. "Auch auf die von der Arbeiterkammer geforderte Erleichterung des Hauptschulabschlusses wird mit dieser Maßnahme Bezug genommen", so Holzinger, "Ich verstehe es nicht, dass es eine Partei trotz all dieser positiven Entwicklungen zu Stande bringt, hier nicht zuzustimmen. Ich bin wirklich froh darüber, dass die ÖsterreicherInnen nicht auf die FPÖ angewiesen sind." (Schluss) bj/bm

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OTS0291 II 20.11.2014 17:28:29

 

Nationalrat - Ministerin Heinisch-Hosek: "Initiative Erwachsenenbildung" wird fortgeführt

SPÖ/Nationalrat/Heinisch-Hosek/Bildung/Erwachsenenbildung

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat heute, Donnerstag, im Nationalrat zur Verlängerung der "Initiative Erwachsenenbildung" betont, dass "wir die nächsten drei Jahre nützen werden, um die Weichen für die Zukunft zu stellen". Die Evaluierung der Initiative werde im Dezember beendet, die Bereitschaft des Finanzministers zur weiteren Finanzierung sei gegeben. "Die Koalition bekennt sich zu dieser Initiative", betonte Heinisch-Hosek. Mit der "Initiative Erwachsenenbildung" können 13.600 Personen die Basisbildung und 5.800 Personen den Pflichtschulabschluss kostenlos nachholen. ****

Zur Bildungspolitik allgemein sagte die Ministerin, dass mit 800 Mio. Euro für den Ausbau ganztägiger Schulen bis 2018 "jedem dritten Kind ein ganztägiger Schulplatz angeboten werden kann, damit gibt es mehr Zeit für Förderung und Unterstützung". "Alle im Bildungssystem Tätigen bemühen sich", unterstrich Heinisch-Hosek. Dabei gebe es unterschiedliche Zugänge, wie Bildung gestaltet und wie das öffentliche Bildungssystem verwaltet werden soll. Diesbezüglich sind der Ministerin Lösungsmodelle von allen Seiten willkommen, "um gemeinsam Weichen für unsere Kinder zu stellen".

Abschließend sprach die Ministerin die Empfehlung aus, sich die Schicksale von Menschen, die Zugang zur Basisbildung suchen und denen mit Maßnahmen wie der "Initiative Erwachsenenbildung" geholfen wird, vor Augen zu halten. (Schluss) bj/mb

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OTS0288 II 20.11.2014 17:23:23

 

Nationalrat - Mayer: Reform der PädagogInnenausbildung kann sich europaweit sehen lassen

Utl.: 15a-Vereinbarung zu Erwachsenenbildung wichtig und notwendig

SPÖ/Nationalrat/Mayer/Bildung/Erwachsenenbildung/Lehrende

Auf eine Reihe wichtiger bildungspolitischer Reformen, die in den letzten Jahren eingeleitet wurden, hat SPÖ-Abgeordneter Elmar Mayer in der Nationalratsdebatte am Donnerstag hingewiesen. "Wir fangen nicht bei null an", so Mayer in Richtung Opposition und nannte die Oberstufenreform, die kompetenzorientierte Matura oder die Bildungsstandards als wichtige Reformschritte. Besonders wichtig sei die neue PädagogInnenausbildung, "die sich europaweit sehen lassen kann, aber natürlich erst in einigen Jahren volle Wirkung zeigen wird", so Mayer. ****

In Sachen Verlängerung der 15a-Vereinbarung zur Erwachsenenbildung, mit der u.a. das Nachholen von Bildungsabschlüssen gefördert wird, verwies Mayer auf soziale Probleme, die vielfach Ursache seien, wenn es zu keinem Schulabschluss kommt. Er begrüße diese Vereinbarung, aber hoffe und kämpfe dafür, dass es solche Vereinbarungen in zwanzig Jahren nicht mehr brauche, weil dann die Kompetenzlage anders sei. "Ich bin überzeugt, dass wir in 20 Jahren die gemeinsame, verschränkte Ganztagsschule haben und es selbstverständlich sein wird, dass alle einen Schulabschluss machen. Die heute zu beschließende Vereinbarung ist ein wichtiger Zwischenschritt zu diesem Ziel", so Mayer abschließend. (Schluss) mb/ah

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OTS0286 II 20.11.2014 17:16:50

 

Nationalrat - Grossmann: Erwachsenenbildung für viele oft einzige Chance überhaupt auf Bildung

Utl.: Fortsetzung und Finanzierung von Erwachsenenbildung bis 2017 gesichert

SPÖ/Nationalrat/Grossmann/Bildung/Erwachsenenbildung

"Für viele Menschen ist Erwachsenenbildung die erste und einzige Möglichkeit, am Bildungssystem teilzuhaben und am Arbeitsmarkt anzudocken", erklärte SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann am Donnerstag im Nationalrat. Als damalige Bildungslandesrätin in der Steiermark hat Grossmann sozusagen den "Prototyp" der "Initiative Erwachsenenbildung" ins Leben gerufen und die positiven Auswirkungen dieser Maßnahmen für Erwachsene aus nächster Nähe miterleben dürfen. ****

"Ich bin sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die 'Initiative zur Erwachsenenbildung' fortzusetzen und insbesondere ihre Finanzierung bis 2017 sicherzustellen", sagte Grossmann. Für viele Menschen, insbesondere für viele ZuwanderInnen, sei es die letzte Chance, zu einem Bildungsabschluss zu kommen, am Arbeitsmarkt anzudocken und sich in die Gesellschaft einzubringen", so Grossmann.

Die "Initiative Erwachsenenbildung" ermöglicht das kostenlose Nachholen von Pflichtschulabschlüssen sowie den Erwerb von Basis-Bildungskenntnissen im zweiten Bildungsweg. "Als Bildungslandesrätin in der Steiermark habe ich gemeinsam mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung im oberen Murtal einen Prototyp entwickelt. Das wurde unter der ehemaligen Bildungsministerin Claudia Schmied auf ganz Österreich ausgeweitet. Nun wird es mit finanziellen Mitteln von Bund und Ländern unter bestmöglicher Nutzung der ESF-Mittel weiterhin ermöglicht", so Grossmann. Ihr Dank richte sich insbesondere an diejenigen, die in diesen Einrichtungen tätig sind, denn oft gehe deren Engagement weit über die berufliche Bildung hinaus. "Diese Initiative ist die beste Investition in die Zukunft", versicherte Grossmann abschließend. (Schluss)jr/sc

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OTS0285 II 20.11.2014 17:14:46

 

Nationalrat - Gessl-Ranftl: Bessere Ausbildung sorgt für bessere Jobs

Utl.: Fortführung der Erwachsenenbildung ist wichtige Maßnahme gegen Arbeitslosigkeit

SPÖ/Gessl-Ranftl/NR/Bildung/Erwachsenenbildung

Im Nationalrat stand heute unter anderem die 15a-Vereinbarung zur Fortführung der Erwachsenenbildung auf der Tagesordnung. Mit dem Beschluss zum kostenlosen Nachholen des Pflichtschul-Abschluss und dem Nachholen von Basiswissen nimmt die Politik ihre Aufgabe wahr, geringqualifizierten Menschen die Chance zu bieten, wieder im Arbeits- und Sozialleben Fuß zu fassen, betonte SPÖ-Abgeordnete Andrea Gessl-Ranftl. ****

Laut einer aktuellen Studie können eine Million Menschen in Österreich nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen. "Die Politik ist gefordert, diesen Menschen wieder die Chance zu geben am sozialen Leben teilnehmen zu können, am Arbeitsmarkt langfristig Fuß zu fassen und wieder berufliche Chancen zu erhalten", so Gessl-Ranftl. In diesem Zusammenhang verwies Gessl-Ranftl auf eine Studie des AMS, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Ausbildung und Chancen auf Beschäftigung dokumentiert. So liegt das Arbeitslosigkeitsrisiko von Personen ohne berufliche Ausbildung weit über dem von Personen mit Ausbildung.

"Das Gratis-Nachholen des Basiswissens und das Nachholen des Pflichtschulabschlusses sind ein klares Bekenntnis im Kampf gegen Arbeitslosigkeit", stellt Gessl-Ranftl klar. Immerhin holen 13.600 Personen Basiswissen nach und 5.800 Personen ihren Pflichtschulabschluss. Mit der Weiterführung der Initiative Erwachsenenbildung könne man sehr wohl den Anteil der geringqualifizierten und geringausgebildeten Personen im erwerbsfähigen Alter nachhaltig senken. "Das Geld, das für die Weiterführung der Initiative Erwachsenenbildung verwendet wird, ist sinnvoll", betonte Gessl-Ranftl in Richtung FPÖ, die diese Initiative kritisiert hatte. (Schluss) up

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Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
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