Dienstag, 25. November 2014

Bildungs-Newsletter 25. November 2014 2. Teil

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APA0376 II, XI 25.11.2014 14:22:52

 

Umfrage: Direktoren unzufrieden mit Wiener Schulverwaltungsprogramm

Utl.: 80 Prozent hatten laut FCG-Onlinebefragung 2014 Probleme bei der Erstellung der Zeugnisse und beklagen unvollständige und fehlerhafte Schuldaten zu Schulbeginn

 

Die neue Wiener Schulverwaltungssoftware "WiSion" stößt bei den Direktoren einer Umfrage der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) zufolge auf wenig Gegenliebe: Laut der am Dienstag und damit einen Tag vor den Personalvertretungswahlen veröffentlichten Online-Befragung hatten 80 Prozent Probleme bei der Zeugniserstellung und beklagen unvollständige, fehlerhafte Daten zu Schulbeginn.

Rund drei Viertel der Direktoren von Wiener Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonderschule, Neue Mittelschule) gaben an, sie hätten nicht permanent auf das Programm zugreifen bzw. nicht alle vorgeschriebenen Arbeitsschritte durchführen können. Nur weniger als ein Fünftel der Befragten findet das Programm benutzerfreundlich, ebenso wenige halten es für eine Arbeitserleichterung und Zeitersparnis und würden "WiSion" weiterempfehlen. An der Umfrage haben laut Aussendung der FCG 386 Personen teilgenommen.

Der zuständige Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) ordnet die Aussendung der VP-Gewerkschafter auf APA-Anfrage unter "Wahlkampfgeplänkel" ein; immerhin hätten auch nicht nur Schulleiter, sondern jede Person mit Zugang zu dem Link an der Umfrage teilnehmen können. Sein Ressort habe indes bisher sehr viele positive Rückmeldungen erhalten, "WiSion" sei "gut auf Schiene". Es sei klar, dass ein so umfassendes Programm, bei dem zu Beginn Millionen von Datensätzen eingepflegt werden müssen, nicht gleich bei der Einführung als Erleichterung empfunden werde und "das eine oder andere Problem" auftauche. Die Rückmeldungen der Schulleiter würden nun allerdings für Verbesserungen des Programms genutzt. Schlussendlich, zeigt sich Oxonitsch überzeugt, werde das Programm Erleichterungen bringen.

"WiSion" sollte ursprünglich schon 2011 an den Wiener Pflichtschulen starten, der Einsatz wurde allerdings mit Hinweis auf die Komplexität des Programms deutlich verschoben. Mit dem Programm soll online überprüfbar sein, wie viele Lehrer und Schüler aktuell an der Schule sind, wie viele Schüler Nachmittagsbetreuung nutzen oder Schulbuchgutscheine haben. Auch die Lohnverrechnung soll über "WiSion" abgewickelt werden. Insgesamt müssen dafür die Daten von 100.000 Schülern und 12.000 Lehrern zusammengeführt werden. Im Laufe des Jahrs 2015 soll das Programm flächendeckend von allen Lehrern genutzt werden.

 

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OTS0176 II 25.11.2014 12:57:05

 

Grossmann: Erfolgsmodell "Lehre mit Matura" sorgt für mehr Chancengerechtigkeit

Utl.: Turbo für Qualifikation - Bereits 1.700 AbsolventInnen - Derzeit nehmen 10.500 Menschen an kostenlosem Programm teil

 

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann zeigt sich erfreut über den Erfolg des Projekts "Lehre mit Matura". "Das im Jahr 2008/09 gestartete Projekt ist ein echtes Erfolgsmodell, das für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung sorgt. Das kostenlose Programm 'Lehre mit Matura' hat sich außerdem als Turbo für die Qualifikation bewährt. Das ist umso wichtiger, weil die Qualifikation der Beschäftigten ein entscheidender Standortvorteil Österreichs ist", sagte Grossmann heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Seit Start des Erfolgsprojekts "Lehre mit Matura" haben bereits 1.700 Personen erfolgreich eine Lehre mit Matura absolviert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen rund 10.500 ÖsterreicherInnen an diesem kostenlosen Programm teil. Für Grossmann sind das "überaus erfreuliche Zahlen, die den hohen Stellenwert dieser wichtigen Reform nachdrücklich unterstreichen". Reformen wie die "Lehre mit Matura", mit der die duale Ausbildung und die Durchlässigkeit des Bildungssystems weiter gestärkt werden, aber auch die vor kurzem verlängerte "Initiative Erwachsenenbildung" seien Meilensteine, die aus unserer Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken sind", so Grossmann. (Schluss) mb/mo

Rückfragehinweis:SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275
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APA0248 II, XI 25.11.2014 12:13:30

 

Bildung: ÖVP-Enquete am 9. Dezember

Utl.: Faymann lobt Bildungs-Vorschläge der IV - Mitterlehner: "Nichts infrage stellen, so lange es keine gemeinsame Lösung gibt"

 

Die ÖVP hält am 9. Dezember eine Enquete zur Bildungspolitik ab. Man werde sich mit dem Thema in beiden Koalitionsparteien intensiv beschäftigen, sagte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Dienstag nach dem Ministerrat. Lob für das Bildungskonzept der Industriellenvereinigung (IV) kam bei der Gelegenheit von Kanzler Werner Faymann (SPÖ).

Während die ÖVP die Beibehaltung des Gymnasiums fordert, plädiert die IV für eine gemeinsame Schule bis 14 Jahre inklusive Ganztagesunterricht. Faymann betonte dazu am Dienstag nach dem Ministerrat, dass auch die SPÖ in Sachen gemeinsamer Ganztagsschule "was weiterbringen" wolle. "Ich gehe davon aus, dass wir hier eine Bewegung zum Ziel haben", so der Bundeskanzler.

Auch Mitterlehner betonte sein Interesse an einer gemeinsamen Lösung. Am 9. Dezember soll es demnach eine Bildungs-Enquete der Partei geben, an der auch "Vertreter des AHS-Systems" teilnehmen sollen, um alle Vorschläge zu diskutieren. Denn, so der VP-Chef: "So lange wir noch keine gemeinsame Lösung haben, wollen wir nicht anderes infrage stellen, um nicht zu verunsichern."

Ihr neues Bildungsprogramm will die ÖVP in den nächsten Monaten vorlegen, hieß es auf APA-Anfrage im Büro Mitterlehners.

 

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Der Standard Online, Einserkastl | Hans Rauscher 24. November 2014, 17:31

 

Mietrückstand

Der Staat kann fundamentale Ausgaben nicht begleichen

 

Die Republik Österreich hat keine 90 Millionen Euro, um die Miete für die Schulgebäude zu zahlen. Das Budget des Unterrichtsministeriums geht sich einfach nicht aus, der Betrag wurde gestundet, da Gott sei Dank der Gläubiger eh nur eine andere Bundesbehörde - die staatliche Immobiliengesellschaft - ist.

 

Das Budget des Ministeriums besteht zum Großteil aus realpolitisch beinahe unbeeinflussbaren (Personal-)Kosten. Das ist ein Thema für sich, aber der eigentliche Punkt bleibt: Was ist los mit einem Staat, der die Miete nicht zahlen kann? Ein Staat, der zu den reichsten in Europa gehört und zu jenen mit der höchsten Belastung an Steuern und Abgaben? Dieser Staat kommt mit unserem Geld nicht aus und kann ganz fundamentale Ausgaben nicht begleichen. Das ist der Kern der Sache, der durch noch so plausible Erklärungen nicht wegzudiskutieren ist.

 

Symbolhaft fehlt die Kohle auch ausgerechnet beim Unterrichtsministerium, das zwar über ein Budget von acht Milliarden verfügt, aber laut allen Experten ein sehr teures Schulsystem mit mittelmäßigen Ergebnissen verwaltet.

 

Viel Geld ausgeben mit bescheidenem Erfolg und dann mit dem Geld nicht auskommen - das ist schon eine spezielle Leistung. Schuld daran ist nicht einmal irgendein Minister oder eine Ministerin, sondern ein System, das auf einer schiefen Ebene von unkontrollierten Ausgaben dahinrutscht. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 25.11.2014)

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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