Dienstag, 25. November 2014

Bildungs-Newsletter 25. November 2014

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Der Standard Online, Lisa Nimmervoll  25. November 2014, 07:00

 

Rote Kritik an GÖD: "Zu viel Rambazamba, zu wenig Inhalte"

Lehrergewerkschafter Himmer (FSG) fordert "wirkliche Mitarbeitervertretung" statt "Status quo aufrechterhalten"

 

Wien - Nach der scharfen Kritik von AHS-Lehrergewerkschaftsvorsitzendem Eckehard Quin (Fraktion Christlicher Gewerkschafter, FCG) am Bildungsprogramm der Industriellenvereinigung (IV), durch das er die Produktion von "kognitiven Mastschweinen" und die Abrichtung der Schülerinnen und Schüler zu unkritischen "Produktionsfaktoren" befürchtet, kommt nun gewerkschaftsinterne Kritik vom Vorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion der Lehrergewerkschaft an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), Heinrich Himmer. "Es kommt von der AHS-Gewerkschaft immer sehr schnell der Vorwurf, es seien andere Interessen im Spiel, wenn es um die gemeinsame und/oder ganztägige Schule geht", sagt Himmer im derStandard.at-Gespräch.

 

Der rote Gewerkschafter Himmer sieht in der Reaktion seines schwarzen Gewerkschaftskollegen Quin ein Prinzip, das die von den schwarzen FCG-Gewerkschaftern mit absoluter Mehrheit dominierte Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), vor allem die Lehrergewerkschaft, viel zu oft praktiziere: "Es wird immer sehr schnell reflexartig etwas abgelehnt und sehr viel Rambazamba gemacht, aber wirkliche Inhalte und Konzepte gibt es nicht. Man wartet, dass von außen etwas oder jemand kommt, um dann zu reagieren. Das Problem ist, dass sich die Gewerkschaft immer mehr einigelt und immer höhere Mauern aufbaut, in der Hoffnung, so den Status quo aufrechtzuerhalten, weil man hofft, dass dann niemand angreift", kritisiert der sozialdemokratische Gewerkschafter.

 

Derzeit läuft der Wahlkampf für die Personalvertretungswahlen des Bundes, die am Mittwoch und Donnerstag (26. und 27. Nov.) stattfinden. GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer (FCG) "regiert" derzeit mit absoluter Mehrheit.

 

"Top-Beratung" als große GÖD-Stärke

Die GÖD biete zwar unbestreitbar "Top-Beratung", dieser Serviceaspekt sei ihre "große Stärke", aber "was radikal fehlt, ist eine mutige Interessenvertretung, die aktiv Inhalte vertritt, eine wirkliche Mitarbeitervertretung findet nicht statt", nennt Himmer als "Negativbeispiel für Gewerkschaftsarbeit" die Verhandlungen für das neue Lehrerdienstrecht. Da habe die GÖD "den Verhandlungspartner zum Narren gehalten und gehofft, dass man das aussitzen kann. Eine ganz schlechte Taktik", kritisiert der Lehrergewerkschafter, der als roter Minderheitsvertreter mit am Verhandlungstisch saß.

 

Zur aktuellen Debatte um das IV-Schulprogramm sagt der sozialdemokratische Vizevorsitzende der BMHS-Lehrergewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), auch er sei in vielen Themen "nicht deckungsgleich" mit den Positionen der Industriellenvereinigung, aber "dieser Reflex, da trifft jemand die AHS, deswegen ist das ganze Papier schlecht, stört mich sehr." Den Vorwurf der Beschäftigungsfähigkeit mag Himmer, der in Wien an der Schumpeter Handelsakademie und Handelsschule als Lehrer für wirtschaftliche Gegenstände unterrichtet, auch nicht teilen: "Natürlich steht das vom Arbeitgeberstandpunkt aus an erster Stelle, aber Arbeitsfähigkeit ist ein Ziel, das die Schülerinnen und Schüler auch selbst haben."

 

Anders als AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin hält BMHS-Lehrergewerkschafter Heinrich Himmer das IV-Papier (gemeinsame Schule für alle Kinder von 5 bis 15 Jahren, Schulöffnungszeit von 7 bis 19 Uhr, Kernzeit von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr) für "eine Bereicherung". Inhaltlich hat es ihn insofern nicht sehr überrascht, "als die Grundposition der IV zur gemeinsamen ganztägigen Schule schon in der Vergangenheit eher in eine sehr fortschrittliche Richtung gegangen ist, von der wir denken, dass es der bessere Weg wäre."

 

Platter und ein "entspannter" Mitterlehner

Offen für den Vorschlag der IV reagierte am Montag auch der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP): Deren Gesamtschulmodell sei "durchaus auch ein Modell", sagte Platter, der sich freut, dass Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner das IV-Schulprogramm so "entspannt" sehe. Dieses sei nun von der Partei zu diskutieren, die Vor- und Nachteile herauszuarbeiten, meinte Platter, der selbst ein Gesamtschulbefürworter ist und im Zillertal derzeit in einem Pilotversuch eine Art Gesamtschulmodell testen lässt.

 

Bildung muss öffentliches, kostenfreies Gut sein

Die Grenze der Gemeinsamkeiten zwischen dem roten Gewerkschafter Himmer und der Industrie wiederum ist dort, wo es um private Bildungseinrichtungen geht, betont Himmer: "Das halten wir nicht für gut, denn Bildung soll auf allen Ebenen ein öffentliches Gut sein, das kostenfrei zur Verfügung gestellt werden muss."

 

Das ist ein Punkt, warum auch die Unabhängigen GewerkschafterInnen (UG) in der GÖD "ein klares Nein" zum IV-Schulprogramm sagen. Sie erkennen darin einen "Privatisierungsvorstoß", vor dem sie strikt warnen: "Die ,Bildungsrevolution' der IV ist tatsächlich ein Angriff auf das öffentliche Schulwesen, und Teil der neoliberalen Offensive für weiter öffentlich finanzierte, aber ,strategisch' von kapitalstarken Trägern gelenkte Privatisierung staatlicher Infrastruktur - in diesem Fall eben Bildungseinrichtungen", schreibt Reinhart Sellner vom Vorsitzteam der Unabhängigen GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst (UGöD) in einer Stellungnahme.

 

Unabhängige Gewerkschafter gegen privatisierte Schulen

Auch Sellner sieht im IV-Vorstoß vor allem eine "Neuauflage des altbekannten Gesamtschulstreits zwischen den von der ÖVP-Reformblockade genervten Sozialpartnern und bürgerlich-gymnasialen Besitzstandswahrern in der ÖVP". Die Unabhängigen GewerkschafterInnen "lehnen die Öffnung des schulgeldfreien österreichischen Schulsystems für ein marktwirtschaftlich dereguliertes ,Schulträgerschaftsmodell' ab". Stattdessen kämpfen sie für "das notwendige Aufstocken der Bildungsbudgetmittel für Schule und Schulreform", für die "Rechte aller Kinder und Jugendlichen auf bestmögliche Bildung und Förderung" vom Elementarbereich an und für die "Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bildungswesen an leistungs- und aufgabengerechten Arbeitsbedingungen, Arbeitszeitregelungen und Arbeitseinkommen".

 

Beamte im Wahlkampf

Bei den Personalvertretungswahlen des Bundes gilt es für die wahlkämpfenden Gewerkschaftsfraktionen, die Stimmen von 230.000 Beamten und Vertragsbediensteten des Bundes sowie Landeslehrern zu erringen. Derzeit halten die Christgewerkschafter (FCG) im Bundesdienst eine absolute Mehrheit, bei der letzten Wahl im Jahr 2009 kamen sie insgesamt auf knapp 56 Prozent der Stimmen. Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) erzielten vor fünf Jahren 28,6 Prozent. Die Liste Unabhängiger Gewerkschafter (UG), in der auch die Grünen vertreten sind, kam auf 7,5 Prozent, und die Liste AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher) erhielt 5,7 Prozent der Stimmen.

 

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Die Presse Online 24.11.2014 | 18:03

 

Chaos bei Zentralmatura: Ministerin weist Vorwürfe zurück

An den Pannen bei der Zentralmatura trage sie keine Mitschuld, sagt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).

 

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) geriet am Wochenende durch Vorwürfe der Grünen unter Druck ("Die Presse" berichtete): Die Ministerin trage am Chaos bei der Zentralmatura Mitschuld. Sie habe in die Vorbereitungen des zuständigen Bildungsinstituts BIFIE eingegriffen und somit für einen erhöhten Zeitdruck gesorgt. Das wiederum habe Fehler wahrscheinlicher gemacht. Und noch schwerwiegender: Die Ministerin habe gelogen. Sie behauptete bislang nämlich, nicht eingegriffen zu haben.

 

Nun wehrt sich die Bildungsministerin. Sie habe nach dem Datenleck nur eine Überprüfung des BIFIE veranlasst und selbiges damit beauftragt, einen Plan B – also ein zusätzliches Aufgabenpaket – für den Notfall auszuarbeiten. Laut Ministerium hatten die Probleme bei der Durchführung jedenfalls "nichts mit diesen Vorkehrungsarbeiten zu tun, sondern betrafen langfristige inhaltliche Punkte sowie die Kommunikation zwischen BIFIE und Schulen", heißt es in einer Stellungnahme.

 

Das sehen die beiden ehemaligen BIFIE-Dirketoren, denen die Pannen den Job gekostet haben, anders. In einer Sachverhaltsdarstellung an den BIFIE-Aufsichtsrat listeten sie die Vorkommnisse genau auf. Demnach musste auf Grund des vom Ministerium verfügten generellen Teststopps "in der letzten und besonders heiklen Vorbereitungsphase alle Prozesse abgebrochen und teilweise gravierende Änderungen vorgenommen werden".

 

Alle Maturaaufgaben, die auf einer bestimmten Plattform lagen, mussten "nochmals überarbeitet werden". Außerdem sei es sehr aufwendig gewesen, den vom Ministerium geforderten Plan B auszuarbeiten. Denn binnen knapp drei Wochen musste ein komplettes zusätzliches Maturapaket für alle Fächer, Schularten und Anforderungsniveaus (in den Fremdsprachen) erstellt werden. Auch die Druck- und Logistikprozesse seien verzögert worden, da die Ergebnisse der TÜV-Prüfung abgewartet werden mussten. Dadurch mussten „sämtliche Arbeiten in einem um die Hälfte verkürzten Zeitrahmen durchgeführt werden, wodurch sich die Gefahr von technischen Pannen und menschlichem Versagen deutlich erhöht hat“, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung.

 

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Der Standard Online Lisa Kogelnik, 24.11.2014, 16.05

 

Ex-Bifie-Direktor: Ministerium verursachte Pannen bei Zentralmatura

Durch die Überprüfungen zum vermeintlichen Datenleck habe die Vorbereitung gelitten, sagt Martin Netzer in einer Sachverhaltsdarstellung

 

Wien - Der ehemalige Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), Martin Netzer, sieht vor allem das Unterrichtsministerium für die Pannenserie bei der Zentralmatura verantwortlich. Netzer ist im Mai nach Kritik an einem Text mit nationalsozialistischem Hintergrund, unvollständigen Aufgabenheften und Verwirrung um den Beurteilungsschlüssel in Englisch gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Wiesner zurückgetreten.

 

Netzer sagt in einem Schreiben vom Mai an den Aufsichtsrat des Bifie – er selbst nennt es "Sachverhaltsdarstellung", dass die Rahmenbedingungen für die Zentralmatura schwierig waren, weil das Unterrichtsministerium einen "generellen Stopp" im Zuge eines vermeintlichen Datenlecks angeordnet hatte. In der Sache laufen inzwischen Ermittlungen des Bundeskriminalamts, das Bifie hat sich von einer Mitarbeiterin getrennt.

 

Erhöhter Arbeitsaufwand durch Datenleck

Auf Wunsch der Ministerin seien alle Aufgaben, die auf der Plattform der Firma Zoe Solutions – bei der das vermeintliche Leck aufgetreten ist – gespeichert waren, nochmals vom Bifie überarbeitet worden, schreibt Netzer in dem Papier, das am Wochenende in der "ZiB" öffentlich gemacht wurde. Dies sei zu einem Zeitpunkt passiert, als die Maturaaufgaben eigentlich hätten fertig sein sollen und nur mehr letzte Qualitätskontrollen durchgeführt werden sollten.

 

Parallel dazu sei auf Wunsch des Ministeriums ein komplett neues Paket mit neuen Aufgaben erstellt worden, für den Fall, dass der TÜV-Test negativ ausfallen sollte. Dies habe einen enormen Entwicklungsaufwand unter Akkordbedingungen bedeutet, unter dem die Vorbereitung auf die Zentralmatura gelitten habe.

 

Grüne sehen Verantwortung bei Ministerin

Der grüne Bildungssprecher Harald Walser fühlt sich von der Sachverhaltsdarstellung bestätigt. Sie zeige, dass Heinisch-Hosek mehr Verantwortung für die Fehler bei der Zentralmatura habe, als sie zugebe. "An der Pannenserie hat sie selbst kräftig mitgewirkt", schreibt Walser in einem Blogeintrag am Montag.

 

Zudem habe sie bei der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage "die Unwahrheit gesagt", als sie behauptete, dass es zu keinen Eingriffen in die Vorbereitungsarbeiten bei der Zentralmatura gekommen sei.

 

Heinisch-Hosek weist Kritik zurück

Heinisch-Hosek sieht das anders. Es seien stets alle Maßnahmen mit dem Bifie abgesprochen worden, Anweisungen habe es nicht gegeben, heißt es aus ihrem Büro zu derStandard.at. "Aufgrund der Vorfälle rund um das Datenleck im Bifie war eine rasche Überprüfung der Datensicherheit im Hinblick auf die neue Matura notwendig." Selbstverständlich sei es nötig gewesen, Alternativoptionen zu entwickeln, falls das Bifie nicht in der Lage gewesen wäre, die Matura durchzuführen. "Deshalb kamen bereits die seit langem vorbereitete Pakete für die neue Matura zum Einsatz", sagt die Ministerin.

 

Probleme auf inhaltlicher Ebene

Die Probleme bei der Zentralamatura hatten laut Heinisch-Hosek also nichts mit den Vorkehrungsarbeiten im Zuge des Datenlecks zu tun. Sie hätten langfristige inhaltliche Punkte betroffen.

 

Tatsächlich war etwa die Bearbeitung des Texts "Die Schnecke" von Martin Hausmann regulär Teil der Zentralmatura. Autoren hatten kritisiert, dass der Text, der kurz nach dem Nationalsozialismus entstanden war, nicht historisch eingeordnet wurde.

 

Auch die Kritik am Beurteilungsschlüssel in Englisch hat nichts mit den Überprüfungen durch das Datenleck zu tun. Netzer sieht darin in seiner Darstellung einen "Fehler in der Kommunikationsstrategie". Er schlägt deshalb vor, die Kommunikation am Bifie zu verbessern und eine Nahtstelle zum Unterrichtsministerium herzustellen.

 

Panne bei Mathe-Matura

Unmittelbar in Zusammenhang mit der Überprüfung des Datenlecks dürfte allerdings die Panne bei der Mathematik-Matura stehen. Sie musste an fünf Schulen unterbrochen werden, da zu unvollständige Aufgabenhefte ausgeteilt worden waren. Netzer sieht als einen Grund dafür, dass der Druckbeginn für die Aufgabenhefte nach hinten verlegt werden musste

 

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Der Standard Online, 24. November 2014, 15:46

 

Religionsunterricht wird vor allem von Katholiken besucht

Nur wenig muslimische Teilnehmer in weiterführenden Schulen verglichen mit Verhältnis in Bevölkerung

 

Wien - Der Religionsunterricht an den weiterführenden Schulen in Österreich wird, verglichen mit dem Verhältnis der Konfessionen in der Bevölkerung, überwiegend von Katholiken wahrgenommen. 88 Prozent der nicht abgemeldeten Schüler nahmen am katholischen Unterricht teil, ergibt eine Anfragebeantwortung des Bildungsministeriums. Nur rund 5 Prozent machten jeweils muslimische und evangelische Schüler aus.

 

Abmeldungen

Insgesamt rund 331.000 Schüler besuchten im Schuljahr 2013/14 den Religionsunterricht an AHS, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) und Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP). Wie viele Schüler insgesamt in diesem Zeitraum diese Einrichtungen besuchten, konnte das Bildungsministerium nicht beantworten, da es noch keine gültigen Zahlen gebe, hieß es auf Anfrage. Auch gibt es keine Aufzeichnungen über die Abmeldungen vom Religionsunterricht. Dazu würden zentral keine Informationen vorliegen, hieß es in der Beantwortung der Anfrage, die FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz gestellt hatte.

 

Ein halbes Prozent der am Religionsunterricht teilnehmenden Schüler besuchen die verschiedenen Typen des orthodoxen Religionsunterrichts, den israelitischen Unterricht in den weiterführenden Schulen besuchten 220 Personen, den buddhistischen 50. Das Verhältnis von katholischen und muslimischen Religionsschülern spiegelt allein deshalb die demografische Situation nicht wider, da auf 5,3 Mio. Katholiken in Österreich geschätzte 600.000 Muslime kommen.

 

Das Ministerium merkt zudem an, dass aufgrund der Daten zum Religionsunterricht keine eindeutigen Rückschlüsse auf das Religionsbekenntnis der Schüler selbst zu führen seien. "Wenig Aussagekraft" haben laut Anfragebeantwortung auch die Daten zu BMS und BHS, da oft schulartenübergreifender Religionsunterricht stattfinde, weswegen man im Ministerium von einer Beantwortung gleich Abstand genommen hat. (APA, 24.11.2014)

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OTS0196 II, CI 24.11.2014 17:43:56

 

FP-Nepp ad Budget-Bildung: Besserer Kind-Pädagogen-Schlüssel für Kindergarten notwendig

Utl.: Die Rathausroten sind retro, sie sind Vergangenheit

 

Noch vor drei Jahren hat Bürgermeister Häupl vollmundig erklärt, es käme kein Kind in die Schule, das nicht Deutsch spricht. Die Realität ist leider eine andere. In manchen Bezirken beherrschen nur mehr wenige Kinder bei Schulantritt die deutsche Sprache. Hier hat sich der Bürgermeister wieder einmal als Ankündigungskaiser entlarvt und klar versagt, kritisiert heute der Bildungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dominik Nepp.

 

Aber auch im Bereich der Kindergärten läuft unter Rot-Grün einiges schief. Ein zeitgemäßer Kind-Pädagogen-Schlüssel ist längst überfällig. Es braucht eine geringere Kinderanzahl pro Gruppe und mehr Platz für die Kinder, erklärt Nepp.

 

Zwtl.: Amt des Stadtschulratspräsidenten und seinem Vize ist zu hinterfragen

Die Notwendigkeit eines Stadtschulratspräsidenten und eines Vizepräsidenten kann man durchaus hinterfragen. "Aber die beiden österreichischen Verliererparteien, die dieses Land mit ihrem Proporz zu Tode geklammert haben, haben diese Ämter als Ausgedinge und Versorgungsposten geschaffen. Wenn es schon einen Stadtschulratsvizepräsident geben muss, dann muss man dieses Amt allerdings auch mit Leben füllen. Deshalb hat die FPÖ auch einen jungen Menschen nominiert, der den Posten zu einer Jugend-Anlaufstelle machen und gleichzeitig als Ombudsmann und Ratgeber für Teenager fungieren sollte. Dass das für die Damen und Herrn vom Auslaufmodell SPÖ unverständlich ist, verwundert dabei wenig", sagt Nepp.

 

"Die Jugend sagt Nein zur SPÖ und zwar deshalb, weil sie Ja zur Zukunft sagt. Die SPÖ ist schuld daran, dass wir in Wien die höchste Jugendarbeitslosigkeit aller Zeiten haben und Stadtrat Oxonitsch nimmt der Jugend durch politisches Nichtstun alle Perspektiven", so Nepp, der sich überzeugt zeigt: "Die Jugend wird die SPÖ bei den bevorstehenden Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen nächstes Jahr abstrafen, denn die Jugend will ihre Zukunft gesichert wissen. Das ist mit der SPÖ nicht möglich. Die Rathausroten sind retro, sie sind Vergangenheit." (Schluss) hn

 

Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle Tel.: (01) 4000 / 81 794

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/85/aom

 

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

 

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OTS0194 WI 24.11.2014 17:13:58

 

Wiener Budget 2015 - StR Oxonitsch: "Bildung bleibt Schwerpunktthema der Stadt!"

Utl.: Gratiskindergarten mit 700 Mio Euro-Budget gesichert, größtes Schulneubauprogramm läuft weiter

 

Bildung bleibt auch im kommenden Jahr 2015 ein wichtiges Schwerpunktthema der Stadt: "Allein für Infrastrukturmaßnahmen im Bereich Kindergarten und Schule investiert die Stadt im nächsten Jahr rund 190 Mio Euro, darüber hinaus stehen zusätzliche Mittel für Gratiskindergarten und Pflegekinder in Höhe von rund 50 Mio Euro zur Verfügung - allein diese Maßnahmen übersteigen die prognostizierte Neuverschuldung der Stadt", betonte heute Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat. "Investitionen in die Bildung sind aber wichtige Zukunftsinvestitionen, auf die wir nicht verzichten können und wollen."

 

Das Budget für die Wiener Kindergärten wird im kommenden Jahr 2015 über 700 Mio Euro umfassen. Aus diesen Mitteln wird nicht nur der Betrieb der städtischen Kindergärten finanziert, sondern auch jeder private Platz mit durchschnittlich 500 Euro pro Monat gefördert: Auch in die Schaffung von rund 3.000 neuen Plätzen wird investiert: So errichtet die Stadt beispielsweise derzeit einen neuen Kindergarten in der Waidhausenstraße für insgesamt 145 Kinder. 2015 sind dafür rund 5 Mio Euro budgetiert (Gesamtkosten rund 7 Mio Euro). Darüber hinaus stehen im kommenden Jahr rund 5 Mio Euro "Anstoßfinanzierung" für die Schaffung neuer Plätze von privaten Trägern zur Verfügung.

 

Zwtl.: Schulen: Sanierungen, Erweiterungen und Neubau

Im Bereich Schule sind die Bereiche "Schulsanierungen" und "Schulneubau" bzw. Schulerweiterungen" die wichtigsten Budget-Schwerpunkte. Rund 57 Mio Euro fließen in die Sanierung von 139 Schulen. Mit rund 570 Millionen Euro ist das Schulsanierungspaket 2008 bis 2017 ein wichtiges Infrastrukturprojekt der Stadt Wien. In einem Zeitraum von zehn Jahren werden an insgesamt 242 allgemein bildenden Pflichtschulen substanzerhaltende Maßnahmen durchgeführt. Die Stadt Wien unterstützt die Bezirke mit einer Sonderförderung von 40 Prozent. Insgesamt 76 Projekte sind bereits fertig gestellt, 2015 kommen bis Ende des Jahres weitere 27 dazu.

 

Beim Schulneubau sind derzeit weitere Campus-Projekte in Umsetzung: Für den Campus Attemsgasse wurde bereits ein Siegerprojekt gekürt. In der ersten Planungsphase befinden sich derzeit der Campus Nordbahnhof in Wien-Leopoldstadt, der Campus Eurogate in Wien-Landstraße sowie der Campus Berresgasse in der Donaustadt. Im nächsten Jahr fixiert werden die Standorte für den Campus Wien-West in Penzing, den Campus Inner-Favoriten, den Campus Atzgersdorf, den Campus Gasometerumfeld in Simmering und den Campus Jedlesee in Floridsdorf. In alle neuen Campus-Projekte werden in den nächsten Jahren rund 700 Mio Euro investiert.

 

Darüber hinaus setzt Wien aber auch auf Schulzubauten in moderner Holzbauweise. Heuer sind bereits Zubauten an fünf Schulstandorten in Betrieb gegangen, weitere drei Zubauten sind derzeit in Umsetzung. Darüber hinaus wird schon an der zweiten Etappe an Schulerweiterungen gearbeitet: Bis zum Beginn des nächsten Schuljahres werden weitere sechs Schulstandorte in Holzbauweise erweitert. 2015 sind dafür Bauraten von rund 38 Mio Euro vorgesehen, alle 14 Projekte gemeinsam werden über 53 Mio Euro kosten. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die vorgesehenen Baukosten für die ersten fünf Standorte um 1,5 Millionen Euro unterschritten werden konnten

 

Neben der Erweiterung in Holzbauweise fließen weitere 19 Mio in die Erweiterung von einzelnen Schulen, darunter beispielweise die Schule in der Eßlinger Hauptstraße und in der Tomaschekstraße in Floridsdorf und Donaustadt.

 

Zwtl.: Bildung und Jugend - von den Büchereien bis zu den Jugendzentren

Doch auch außerhalb von Schulen gibt es jede Menge Angebote für Kinder und Jugendliche. Die MA 13 ist für außerschulische Bildung und Jugendarbeit zuständig und hat in diesem Rahmen eine sehr breite Palette zu bieten: So betreibt die MA 13 die Büchereien Wien, die Musikschule Wien und die Modeschule Wien. Zu den größten von der MA 13 finanzierten Bildungsinstitutionen zählen die Wiener Volkshochschulen und das Konservatorium Wien Privatuniversität. Darüber hinaus werden im (Erwachsenen-) Bildungsbereich rund 40 Einrichtungen gefördert. Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind über 50 Einrichtungen kooperativ tätig. Zu den wichtigsten Partnern zählen wienXtra (ferienspiel) und der Verein Wiener Jugendzentren. All das kostet der Stadt jährlich im kommenden Jahr 142 Mio Euro.

 

Zwtl.: Schutz für Kinder - Unterstützung für Eltern

Von Erziehungs- und Verhaltensproblemen, Konflikten und seelischen Krisen bis zum Schutz vor Gewalt und Gefährdungen: Die MAG ELF und ihre zahlreichen Beratungseinrichtungen zeigen Lösungsmöglichkeiten auf und bieten Eltern, Jugendlichen und Kindern die bestmögliche Hilfe. Die Stadt wird für diese Angebote 2015 etwa 280 Mio Euro ausgeben. Davon fließen über 6 Mio Euro in die Prävention. Das ist so viel wie noch nie. Damit werden etwaige Eskalationen bereits verhindert, bevor Kinder gefährdet sind. "Die Fremdunterbringung von Kindern ist das letzte Mittel der Kinder- und Jugendhilfe. Durch die erfolgreichen Präventionsmaßnahmen geht die Zahl der Fremdunterbringungen bereits zurück", so Stadtrat Christian Oxonitsch.

 

Zwtl.: Leistbares Badevergnügen für alle Wienerinnen und Wiener

Die MA 44 - Bäder betreibt an 38 Standorten ein flächendeckendes Bäderangebot. Neben 5 Hallenbädern, 7 Kombibädern, 10 Sommerbädern, 5 Saunabädern stehen auch 10 Familienbäder (Eintritt für Kinder bis 14 Jahre kostenlos) und 1 Volksbad zur Verfügung. "Barrierefreiheit spielt an allen unseren Standorten eine große Rolle", so Oxonitsch. Um all das zu gewährleiten investiert die Stadt Wien 2015 rund 60 Mio Euro in die Bäder.

 

Zwtl.: Bewegung macht fit und gesund

Wien bietet ein Zuhause für über 70 anerkannte Sportarten, die in über 3.000 Vereinen organisiert sind. Den rund 800.000 aktiven Wienerinnen und Wienern stehen in Wien über 2.500 Sportstätten mit 9.172.957 m2 Sportfläche zur Verfügung. Das entspricht rund 1.500 Fußballfeldern oder anders ausgedrückt der Gesamtfläche der Wiener Bezirke 5, 6, 7, 8 und 9. Damit alle Menschen in Wien ein möglichst breites sportliches Angebot zu günstigen Preisen nutzen können, investiert die Stadt 2015 etwa 46 Mio Euro.

 

Zwtl.: Events 2015: Vom Eistraum bis zum Song Contest

Die Erfolgsgeschichte der Wiener City-Events wie Eistraum, Silversterpfad oder Film Festival hat in den letzten Jahren wesentlich dazu beigetragen, dass Wien in verschiedenen City-Rankings Spitzenpositionen einnimmt", betont Christian Oxonitsch. "So konnten die City-Events permanent weiterentwickelt und ausgebaut werden. Besonders hervorzuheben ist der Wiener Eistraum, der mittlerweile ein Eislaufvergnügen auf über 7.000 m2 bietet und der die Zahl der BesucherInnen seit dem Start im Jahre 1996 mehr als verdreifachen konnte." Auch die Umwegrentabilität all dieser Groß-Events könne sich sehen lassen. "Allein Silvesterpfad, Eistraum und Film Festival haben bisher inlandswirksame Ausgaben von über 87 Mio Euro ausgelöst", so Oxonitsch. Für City-Events - organisiert von der stadteigenen Stadt Wien Marketing GmbH - werden im kommenden Jahr rund 6 Mio Euro bereits gestellt, davon 1 Mio Euro für Leistungen im Rahmen des Song Contest im Mai, den die Stadt zu einem großen Fest für alle WienerInnen und Gäste machen möchte. Insgesamt stellt Wien dem ORF für die Austragung des Song Contest unterschiedlichste Leistungen im Gegenwert von rund 11,7 Mio Euro zur Verfügung.

 

Zum umfassenden Serviceangebot der Stadt für alle WienerInnen tragen schließlich noch zwei weitere Abteilungen des Ressorts bei: Der Presse- und Informationsdienst der Stadt (MA 53) Wien liefert unter anderem regelmäßig aktuelle Informationen - vom Internet, über wien.at print bis hin zu Magazinen für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Und wer Kontakt zur Stadt sucht, ist beim Bürgerdienst (MA 55) an der richtigen Adresse: "Diese bewährte Serviceeinrichtung der Stadt Wien hilft bei fast allen Anliegen rasch und effizient weiter, Markenzeichen der MA 55 ist das gute Zusammenspiel mit allen Fachabteilungen der Stadt", so Oxonitsch abschließend.

 

Rückfragehinweis:

Mag.a Michaela Zlamal Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch Tel.: +43 1 4000-81930 mailto:michaela.zlamal@wien.gv.at http://www.oxonitsch.at/

Mag. Florian Weis Mediensprecher Stadtrat Christian Oxonitsch +43 1 4000 81440 Tel.: +43 676 8118 81440 mailto:florian.weis@wien.gv.atDigitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

 

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OTS0178 II, CI 24.11.2014 15:48:27

 

VP-Leeb ad Budget - Bildung: Geben wir den Schulen die Ressourcen und die Aufmerksamkeit, die sie benötigen

 

"Wien wächst und Wien wird in den nächsten Jahren auch jünger, da gilt es einerseits Vorsorge in der Infrastruktur zu treffen, allerdings dürfen wir aber auf eines nicht vergessen: die Qualität der Bildungseinrichtungen. Es genügt nicht, Gebäude in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu stellen - was in diesen Gebäuden, egal ob Kindergärten oder Schulen, passiert, ist von eminenter Bedeutung. Und da schaut es schon weniger rosig aus", so ÖVP Wien Bildungssprecherin Gemeinderätin Isabella Leeb in der heutigen Debatte zum Budgetvoranschlag 2015.

 

"Wir werden demnächst über 80.000 Kinderbetreuungsplätze in Wien haben, die qualitative Überprüfung dieser Plätze wird aber von Jahr zu Jahr schwieriger, da die Ressourcen dafür fehlen. Auch die Ausflüchte von Stadtrat Oxonitsch hinsichtlich der Erfassung der islamischen Kindergärten sind ebenso ernüchternd wie erschütternd", so Leeb weiter.

 

Laut rot-grünem Regierungsübereinkommen soll Wien eine Bildungsmetropole sein, "in der jeder alles lernen kann und damit ein Leben voller Chancen vor sich hat". "Die Realität ist jedoch ernüchternd. Noch immer kommen viel zu viele junge Menschen nicht ausbildungsfähig aus der Pflichtschule, noch immer verlieren wir dadurch dringende benötigte Talente. Ressourcen wurden weiter gekürzt, Fördermaßnahmen im Unterricht können nicht mehr stattfinden. Lehrer wurden nicht entlastet sondern weiter belastet. Stattdessen wird eine Gratis-Nachhilfe ins Leben gerufen, die einen plumpen Wahlkampschmäh darstellt. Wenn wir die 20 Millionen Euro, die dafür aufgewendet werden, in den Regelunterricht, in den Ausbau von Schulsozialarbeit und in den Einsatz von Verwaltungspersonal zu Entlastung der Lehrer investieren würden, wäre allen geholfen. Geben wir den Schulen das, was sie benötigen, nämlich ausreichende Ressourcen und Aufmerksamkeit!", so Leeb weiter.

 

Die finanzielle Lage der Stadt Wien ist unbestritten angespannt, doch Rot-Grün versucht die missliche Lage einnahmenseitig zu lösen, Gebühren und Abgaben werden laufend und ungeniert erhöht und die Bevölkerung und Wirtschaft verkommen zum Bankomat der Rot-Grünen Begehrlichkeiten. "Man kann aber auch einsparen ohne gravierende Einschnitte für die Bevölkerung. Vor allem, indem man ein professionelles Baumanagement einsetzt, damit teure Chaosprojekte zu Lasten der Steuerzahler wie die Sanierung des Stadthallenbades oder der Umbau der Schultz-Halle der Vergangenheit angehören. Auch die Erstellung eines sinnvollen Bädernutzungskonzeptes, um den Kostendeckungsgrad zu erhöhen, der sich momentan bei erschreckenden 17 Prozent bewegt, ist dringend notwendig. Viel Sparpotential gibt es bei der Eigenwerbung der Stadt Wien. Die Wiener Bevölkerung kann auch weiterhin als die "Bestinformierteste Bevölkerung" der Welt bezeichnet werden, da das ohnehin üppige Budget für den Presse- und Informationsdienst um eine Million Euro erhöht wurde", so Leeb abschließend.

 

Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60 mailto:presse.klub@oevp-wien.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/251/aom

 

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Mit freundschaftlichen Grüßen

 

Kurt Schober

Klubsekretär

SPÖ-Parlamentsklub

01/40110-3569

0664 / 44 45 005

kurt.schober@spoe.at

 

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