Sonntag, 14. Dezember 2014

2014.12.13: Newsletter Bildung

"Kronen Zeitung" vom 13.12.2014                            Seite: 3

Ressort: Politik

 

Bgld, Ktn, Wi, N.Ö., O.Ö., Sbg, Stmk, Ti, Vbg, Wi, Morgen

 

Nach Auffliegen von Sicherheitsrisken protestieren Schüler:

 

Riesenärger über Zentralmatura

 

Wien (r.s.). - Noch mehr Proteste gegen das Projekt Zentralmatura: Nur einen Tag nachdem die "Krone" über drohende Sicherheitsrisken und die Kritik der AHS-Direktoren berichtet hat, fordern auch die Schülervertreter massive Änderungen - sie wehren sich gegen eine Verkürzung der Vorbereitungszeiten.

 

   "Das BIFIE ist die Hypo Alpe Adria des Bildungswesens", spottete ein Leser auf Twitter über die Zentralmatura. Denn wie berichtet, wollte die Führung des Bildungsinstituts Bifie von den AHS-Direktioren, dass sie die Vollständigkeit der Fragen kontrollieren. Im Fall einer Panne hätten auch sie den "Schwarzen Peter".

 

   Jetzt ruderte das Unterrichtsministerium zurück: Die Schulen sollen nun doch lediglich den Erhalt der Prüfungshefte bestätigen. Warum das laut BIFIE "drei Lehrkörper" erledigen sollen, ist noch nicht geklärt.

 

   Und die Kritik nimmt weiter zu: So wollen die Schülervertreter die Kürzung der Vorbereitungszeiten nicht hinnehmen. Und was sagt Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek (SPÖ)? "Ich verstehe den Wirbel nicht."

 

 

"Kurier" vom 13.12.2014                                    Seite: 4

Ressort: Innenpolitik

 

Länder, Länder, Morgen

 

Schülersprecher Faymann macht gegen Heinisch-Hosek mobil

 

   von julia pfligl. Aufstand. Schüler, Eltern und Lehrer gegen Stundenkürzung für Vorbereitung zur Zentralmatura.2500-mal wurde sie bereits unterschrieben - die Bürgerinitiative, die Bundesschulsprecher Lukas Faymann vor zwei Tagen ins Parlament einbrachte. Damit protestieren Schüler-, Lehrer- und Elternvertreter gegen die von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) geplante Kürzung der Vorbereitungsstunden für die mündliche Matura. Bisher wurden pro Wochenstunde im jeweiligen Fach vier solcher Stunden abgehalten - für ein Fach wie Deutsch also zwölf, für Biologie z. B. acht Stunden. Ab sofort sollen es für jedes Fach vier Stunden sein.

 

   Viel zu wenig, beklagte Faymann bei einer Pressekonferenz am Freitag. "Wir Schüler wollen gut vorbereitet in die mündliche Matura starten. Vier Stunden reichen da schlichtweg nicht aus. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorbereitungsgruppen vergrößert werden." Seine Forderung: "Die Kürzung muss rückgängig gemacht machen." AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin geht einen Schritt weiter. "Aus pädagogischer Sicht brauchen wir mehr Vorbereitungsstunden, nicht weniger. Die Schüler sind durch die Zentralmatura ohnehin verunsichert." Auch Elternvertreter Theodor Saverschel fordert aufgrund des geänderten Prüfungsmodus eine Aufstockung der Stunden.

 

   Das Argument, wonach bisher ohnehin nie alle Vorbereitungsstunden abgehalten wurden, ärgert Quin. "Natürlich finden sie nicht zu 100 Prozent statt, weil einmal ein Lehrer krank wird. Ich behaupte aber, dass 99,8 Prozent der Stunden abgehalten werden." In Wahrheit habe die Kürzung rein finanzielle Gründe, sind sich die Vertreter des Bundes-SGA einig. Quin: "Ab 2015 muss jeder Schüler für die Matura eine vorwissenschaftliche Arbeit schreiben. Das verursacht Mehrkosten. Deshalb will man bei der Vorbereitung sparen."Ministerin kontertDie Vorbereitungszeit halte sie für ausreichend, sagte Heinisch-Hosek gestern auf Ö1: "Die Kürzung ist mit den Betroffenen bereits ausverhandelt gewesen. Ich verstehe die Aufregung nicht." Vom Koalitionspartner bekommt die Ministerin keine Unterstützung. Für ÖVP-Jugendsprecher Asdin El Habbassi ist eine Kürzung der Stunden "nicht hinnehmbar". Die Grünen stellten jetzt einen Antrag für ausreichend Vorbereitungsstunden. Neos-Bildungssprecher Matthias Strolz bezeichnete den Vorschlag der Ministerin als "völlig daneben".

 

 

"Österreich" vom 13.12.2014                                   Seite 7

Ressort: Politik

 

Wien, Niederösterreich, Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Steiermark

 

Stundenkürzungen bei zentralmatura

 

Schulsprecher Faymann greift Heinisch-Hosek an

 

Bei Schüler-Vorbereitung auf die Zentralmatura soll gespart werden. Schüler sind empört.

 

Wien. Weiter aufregung um die zentralmatura: Lehrer und Schüler toben, denn nun sollen auch noch die Vorbereitungsstunden drastisch gekürzt werden. bundesschulsprecher Lukas Faymann brachte dazu bereits eine bürgerinitiative im Parlament ein. Kritik kommt auch von Neos und grünen. bildungsministerin gabriele Heinisch-Hosek hingegen hält die Vorbereitungszeit für ausreichend.

 

Streit. Der Konflikt um die Kontrollpflicht wurde hingegen entschärft. Pädagogen müssen doch nicht die Vollständigkeit der angelieferten aufgaben kontrollieren.

 

 

"Wiener Zeitung" Nr. 243 vom 13.12.2014                     Seite: 12

Ressort: Österreich

 

Wiener Zeitung

 

Zentralmatura bleibt beliebter Zankapfel

 

    Wien. Im kommenden Jahr müssen erstmals alle Gymnasiasten am selben Tag idente schriftliche Maturaaufgaben lösen. Über die Zeit zwischen schriftlicher und mündlicher Matura ist jetzt ein Streit zwischen Eltern, Lehrern und Schülern einerseits und der Schulverwaltung andererseits ausgebrochen. Für die Vorbereitung auf die mündliche Matura werden den Lehrern pro Arbeitsgruppe nur mehr vier Stunden pro Prüfungsgebiet bezahlt. Bisher wurde dafür die Wochenstundenanzahl des jeweiligen Gegenstands in der achten Klasse mit vier multipliziert (in Nebenfächern waren das bis zu ach, in Hauptfächern bis zu zwölf oder 16 Stunden). Weitere Änderung: Bisher wurden die zwischen schriftlicher und mündlicher Reifeprüfung abgehaltenen Vorbereitungsstunden im Regelfall pro Klasse vom jeweiligen Lehrer gehalten. Künftig werden die Kandidaten eines Prüfungsfaches aller achten Klassen in einer Arbeitsgruppe zusammengefasst.

 

   Gewerkschaft: Kostengründe

 

   Der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, ortete rein finanzielle Gründe für die Stundenkürzung. Mit der Einführung der verpflichtenden vorwissenschaftlichen Arbeit bei der neuen Matura, deren Betreuung den Lehrern finanziell abgegolten wird, seien Zusatzkosten entstanden. „Deshalb hat man jetzt kein Geld für Vorbereitungsstunden.“

 

   Ministerin gesprächsbereit

 

   Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hält die Vorbereitungszeit für die mündliche Matura für ausreichend. Die Themen seien durch die Neugestaltung der Reifeprüfung seit Ende November bekannt, so die Ministerin im ORF. Sie erinnerte daran, dass die Schulpartner 2012 signalisiert hätten, mit der Vorbereitungszeit auszukommen. Die Ministerin zeigte sich aber gesprächsbereit: Am 19. Dezember finde eine Sitzung der Bundesreifeprüfungskommission statt, dort könne man darüber reden.

 

 

"Tiroler Tageszeitung" Nr. 341 vom 13.12.2014               Seite: 10

Ressort: Nachrichten2u3

 

 

Schon wieder Ärger wegen der Zentralmatura

 

Schulpartner wehren sich gegen Kürzungen der Vorbereitungsstunden der mündlichen Matura. Heinisch-Hosek hält die Zeit für ausreichend.

 

   Wien - Die neue Zentralmatura (ab kommendem Schuljahr tritt die neue Reifeprüfung für alle Gymnasien in Kraft) bleibt ein Ärgernis. Am gestrigen Freitag versammelten sich Lehrer, Eltern- und Schülervertreter zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Sie wehren sich gegen die Kürzung der Vorbereitungsstunden bei der mündlichen Matura. Mit einer Bürgerinitiative wollen die Schulpartner nun das Parlament damit befassen.

 

   Der Stein des Anstoßes: Für die neue Reifeprüfung werden den Lehrern pro Arbeitsgruppe nur mehr vier Vorbereitungsstunden pro Prüfungsgebiet bezahlt. Bisher wurde dafür die Wochenstundenanzahl des jeweiligen Gegenstands in der achten Klasse mit vier multipliziert. In Nebenfächern (meist zwei Stunden pro Woche) wurden also meist bis zu acht Vorbereitungsstunden abgegolten, in Hauptfächern (meist drei bis vier Wochenstunden) bis zu zwölf oder 16.

 

   Weitere Änderung: Bisher wurden die zwischen schriftlicher und mündlicher Reifeprüfung abgehaltenen Vorbereitungsstunden im Regelfall pro Klasse vom jeweiligen Lehrer gehalten. Künftig werden die Kandidaten eines Prüfungsfaches aller achten Klassen in einer Arbeitsgruppe zusammengefasst.

 

   Gerade beim ersten Durchgang der neuen Reifeprüfung brauche es mehr Vorbereitung, forderte Bundesschulsprecher Lukas Faymann. Bei Verhandlungen mit dem Ministerium habe es auch schon Zusagen für eine Aufstockung gegeben, die aber dann widerrufen worden seien. Daher habe man nun eine Bürgerinitiative gestartet, die nach 48 Stunden schon 2500 Unterstützer verzeichne.

 

   Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hält die Vorbereitungszeit für die mündliche Matura für ausreichend. Die Themen seien durch die Neugestaltung der Reifeprüfung seit Ende November bekannt. Die Schüler hätten nun sechs Monate Zeit, sich darauf vorzubereiten. Das Thema sei schon 2012 besprochen worden, meinte die Ministerin. Damals sei von den Schulpartnern signalisiert worden, dass die vier Vorbereitungsstunden mit den Lehrern zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung ausreichen. Bei der neuen mündlichen Matura müssen die Themenbereiche in den einzelnen Gegenständen von allen jeweiligen Fachlehrern der Schule vorgegeben und bis Ende November bekanntgemacht werden. Die konkreten Aufgaben bei der Matura selbst kommen weiterhin vom Klassenlehrer.

 

   Der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, ortete rein finanzielle Gründe für die Stundenkürzung.

 

   Der Präsident des Bundesverbands der Elternvereine an den mittleren und höheren Schulen, Theodor Saverschel, ist nun gespannt, wie die Regierungsparteien auf den Protest reagieren. (APA, TT)

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Steiner
Büro Kurt Schober
SPÖ-Parlamentsklub
Tel.: 01/40110-3945

 

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